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Hellen bis Heller (Bd. 6, Sp. 148)
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Artikelverweis Hellen, im griech. Mythus Sohn des Deukalion und der Pyrrha, durch seine Söhne von der Nymphe Orseis, Äolos, Doros und Xuthos, den Ahnen der Äolier, Dorier und Jonier, Stammvater der Hellenen.
 
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Helle Nächte, s. Meyers Dämmerung, S. 441.
 
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Hellenbach, Lazar, Freiherr von, philosophischer und sozialpolitischer Schriftsteller, geb. 3. Sept. 1827 auf Schloß Paczolay im Neutraer Komitat, gest. 24. Okt. 1887, bezog, kaum 15 Jahre alt, die Universität Prag, um Rechte und Cameralia zu studieren und sich außerdem mit Philosophie, Naturwissenschaften und klassischer Literatur zu beschäftigen. Nachdem er kurze Zeit als Leutnant in einem ungarischen Regiment gedient, widmete er sich bis zum Jahre 1860 fast ausschließlich der Bewirtschaftung seiner Güter. Von 186067 war er Führer der Partei des kroatischen Landtags, welche die Vereinigung mit Ungarn erstrebte, deren Zustandekommen hauptsächlich sein Werk ist. Er starb plötzlich, wahrscheinlich durch Selbstmord. Von seinen Schriften sind zu erwähnen: »Eine Philosophie des gesunden Menschenverstandes« (Wien 1876; 2. Aufl., Leipz. 1887); »Der Individualismus im Lichte der Biologie und Philosophie der Gegenwart« (Wien 1878; 2. Aufl., Leipz. 1887); »Die Vorurteile der Menschheit« (Wien 187980, 3 Bde.; 3. Aufl., Leipz. 1893); »Die neuesten Kundgebungen einer intelligibeln Welt« (Wien 1882; 2. Aufl., Leipz. 1899); »Das 19. und 20. Jahrhundert. Kritik der Gegenwart und Ausblick in die Zukunft« (aus dem handschriftlichen Nachlaß herausgegeben von K. du Prel, Leipz. 1893). H. ist von Schopenhauer ausgegangen, bringt aber mit seiner Annahme eines Unterorganismus, der ihm gleich der Seele ist, Phantastisches. Vgl. C. v. Richter, Palingenesis oder Generationismus? »Eine kritische Untersuchung der Anschauungen des Barons L. v. H. und Dr. Karl du Prels (Leipz. 1888); Hübbe-Schleiden, H., der Vorkämpfer für Wahrheit und Menschlichkeit« (das. 1891).
 
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Hellēnen, ursprünglich der Name der Bewohner der Landschaft Hellas im südlichen Thessalien, seit dem Emporkommen der Dorier und Jonier der alten Griechen überhaupt und jetzt auch der Neugriechen.
 
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Hellenismus, eigentlich überhaupt Hellenentum, dann insbes. Bezeichnung für dessen Gestaltung in den aus Alexanders Weltreich entstandenen, mehr oder minder hellenisierten Staaten Europas, Asiens und Afrikas, namentlich auch in bezug auf die Sprache. Daher H. oder hellenistische Sprache das in solchen Staaten unter dem Einfluß allerlei lokaler Eigentümlichkeiten aus dem Gemeingriechischen, wie es sich seit Alexanders Zeit gebildet hatte (s. Griechische Sprache, S. 331), entwickelte Idiom, insbes. das hebräisch-jüdisch gefärbte der ägyptischen Juden (ägyptische Hellenisten), in dem die Septuaginta, die Apokryphen und die neutestamentlichen Schriften abgefaßt sind. Seine Eigentümlichkeit besteht teils in der Übertragung gewisser, besonders tropischer Bedeutungen hebräischer Wörter auf entsprechende griechische, teils in wörtlicher Nachbildung hebräischer Phrasen und Konstruktionen. Vgl. Winer, Grammatik des neutestamentlichen Sprachidioms (8. Aufl. von Schmiedel, Götting. 189498, 2 Tle.); Grimm, Lexicon graeco-latinum in libros Novi Testamenti (4. Aufl., Leipz. 1903); Cremer, Biblisch-theologisches Wörterbuch der neutestamentlichen Gräzität (8. Aufl., Gotha 1901); Thumb, Die griechische Sprache im Zeitalter des H. (Straßb. 1900).
 
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Hellenisten, früher (speziell im Neuen Testament) Bezeichnung der unter griechisch redenden Völkern der nachklassischen Zeit zerstreut lebenden und das hellenistische Idiom (s. Meyers Hellenismus) sprechenden Juden; jetzt auch Bezeichnung der Kenner der altgriechischen Sprache.
 
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Hellenomanīe (griech.), soviel wie Gräkomanie.
 
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Hellenotamĭen (griech.), Finanzbehörde zu Athen, zehn aus der Gesamtheit der Bürger gewählte Beamte, welche die Kasse des Bundes, den das zur Hegemonie gelangte Athen 476 v. Chr. errichtet hatte, verwalteten. 403 v. Chr. wurden die H. abgeschafft.
 
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Hellenstein, Burgruine, s. Meyers Heidenheim 2).
 
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Hellenthal, Dorf im preuß. Regbez. Aachen, Kreis Schleiden, in anmutiger Gegend der Eifel, an der Oleff und der Staatsbahnlinie Kall-H., hat eine kath. Kirche, Draht-, Drahtstift-, Nieten-, Stiefeleisen- und Korsettschließerfabrikation, ein Holzsägewerk und (1900) 3449 Einw. Unmittelbar dabei das Dorf Kirschseiffen.
 
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Heller, ehemalige deutsche Münze, zuerst im 13. Jahrh. in der schwäbischen Stadt Hall als silberne (Häller) Pfennige mit einem Kreuz und vier Punkten in den Winkeln (Kreuzheller) geprägt; später ward die Hand (s. Meyers Händelpfennig) durch das Wappen ersetzt. Im 15. Jahrh. erscheinen H. massenhaft besonders in der Lausitz (so Görlitzer mit Krone und Gor im Revers), Schlesien (der Beuthner mit arbeitendem Bergmann) und Polen (hier nach einigen Wappenhellern Ludwigs von Anjou schriftlose der Jagellonen, ganz geringhaltige mit Krone und Adler). Bei größern Zahlungen wurden sie (Pfund H.) gewogen; schon im ersten Viertel des 15. Jahrh. rechnete man meistens 2 H. auf einen Pfennig und unterschied nach dem Vorhandensein oder Mangel von Silber weiße, rote und schwarze H.; ein Reichstaler gewöhnlich = 576 H. Dreiheller hießen gothaische Kupfermünzen von 11/2 Pfennig. Kurhessen setzte noch 181941 den Albus und später den Silbergroschen = 12 H. aus Kupfer, Braunschweig bis 1857 und Bayern bis 1874 den Pfennig = 2 H., Württemberg den Kreuzer = 6 H. In der Schweiz rechneten vor 1852 St. Gallen, Schwyz und Schaffhausen 4 H. auf einen Kreuzer, Basel doppelt soviel, entsprechend Uri, Unterwalden und Zug 2 auf den Angster, Glarus und Zürich 12 auf den Schilling. In Österreich-Ungarn sind nach den Münzgesetzen vom 2. Aug. 1892: 100 H. = 1 Krone, 1 H. als Bronzemünze 12/3 g schwer, entsprechend in Doppelstücken.

 

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61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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