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Lugubrität bis Luīni (Bd. 6, Sp. 833 bis 834)
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Artikelverweis Lugubrität (lat.), Trauer, Düsterheit.
 
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Lugudūnum (Lugdunum, kelt., »Rabenhügel«), Hauptstadt der nach ihr benannten Provinz Gallia Lugudunensis (s. Meyers Gallien, S. 286), im Gebiet der Ambarrer gelegen, westlich über dem Zusammenfluß des Rhodanus und des Arar (Saône), wurde 43 v. Chr. römische Kolonie und bald die erste und größte Stadt von Gallien; jetzt Meyers Lyon (s. d.). L. Batavorum, Stadt, s. Meyers Leiden.
 
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Lügumkloster, Flecken im preuß. Regbez. Schleswig, Kreis Tondern, an der Lohbek und der Staatsbahnlinie Bredebro-L., hat eine schöne evang. Kirche eines ehemaligen (1174 gestifteten, 1648 aufgehobenen) Cistercienser-Mönchsklosters, Amtsgericht, Denkmal des Kaiers Wilhelm I., Elektrizitätswerk, Pfeifen-, Metallwaren- und Lederfabrikation und (1900) 1320 Einwohner.
 
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Luhatschowitz, Dorf in Mähren, Bezirksh. Ungarisch-Brod, in einem Tale der Karpathen, hat ein Schloß des Grafen Serenyi, vier hauptsächlich zum Trinken benutzte jod- und bromhaltige, alkalisch-muriatische Quellen (Johannisbrunnen mit 0,009 Bromnatrium und 0,021 Jodnatrium in 1 Lit.), deren Wasser stark versendet wird, eine Badeanstalt mit Kurhaus (1904: 2865 Kurgäste) und (1900) 1138 tschech. Einwohner. Vgl. Spielmann, Kurort Salzbad-L. (Wien 1896).
 
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Luhe, linker Nebenfluß der Elbe im preuß. Regbez. Lüneburg, entspringt nordöstlich von Soltau und

[Bd. 6, Sp. 834]


mündet unterhalb Winsen. Von Winsen ab ist sie 2,2 km weit schiffbar.
 
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Lühe, linker Nebenfluß der Elbe, im preuß. Regbez. und Kreis Stade, entspringt bei Ahrenswohlde, heißt im obern Lauf Aue, fließt nach NO., ist bei einer mittlern Tiefe von 2,15 m von Horneburg an auf 10,4 km schiffbar und mündet bei Lühe.
 
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Luhi, Name eines zu dem von Ruthenen bewohnten Dorf Holubina (im ungarischen Komitat Bereg) gehörenden Territoriums, auf dem die alkalischen Säuerlinge Margareten-Heilquelle und L.-Elisabethquelle entspringen. Diese werden (namentlich in Görbersdorf) gegen Katarrhe der Luftwege mit Erfolg gebraucht.
 
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Lühring (fälschlich Lührmann), Anna, geb. 3. Aug. 1796 in Bremen als Tochter eines Zimmermeisters, gest. 25. Aug. 1866, begeisterte sich beim Erscheinen Meyers Tettenborns (s. d.) mit den Lützowern in Bremen (15. Okt. 1813) und nach dem Heldentode der Eleonore Meyers Prochaska (s. d.) so, daß sie im Februar 1814 in den Kleidern ihres Bruders Bremen verließ und unter dem Namen Eduard Kruse vor Jülich bei den Lützowschen Jägern eintrat und mit ihnen, als schmucker Jäger beliebt, die Belagerung Jülichs und einige kleinere Gefechte mitmachte. Obwohl sie dem Hauptmann ihr Geschlecht entdecken mußte, blieb sie bei der Truppe bis zur Rückkehr nach Berlin, ward hier hoch gefeiert und geehrt und kehrte im Februar 1815 ins Elternhaus zurück. 1821 heiratete sie einen Kellner, Lucks, aus Altona, der 1827 in Hamburg Bürger wurde, aber verkam und 1832 starb. Einsam und dürftig lebte sie in Horn bei Hamburg und erhielt erst 1860 von Bremen eine Pension von 150 Tlr. Gold.
 
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Lührmann, s. Meyers Lühring.
 
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Luik (spr. leuk), fläm. Name für Meyers Lüttich (s. d.).
 
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Luīni (Luvino), Bernardino, ital. Maler der mailändischen Schule, geb. zwischen 1475 und 1480 in Luino am Lago Maggiore, gest. bald nach 1533, war zwischen 1500 und 1533 als Fresko- und Tafelmaler in Mailand und an andern Orten Oberitaliens tätig. Er war anfangs Schüler des Ambrogio Borgognone, wofür besonders seine Pietà in der Kirche Santa Maria della Passione in Mailand spricht, entwickelte sich aber vorzugsweise unter dem Einfluß des Leonardo da Vinci, auf dessen Namen früher viele von Luinis Tafelbildern gingen. Seelenvolle Köpfe, Zartheit der Färbung, Lieblichkeit der Formen charakterisieren ihn; von Leonardos großartiger Kompositionsweise und feuriger Energie dagegen hat er sich nichts zu eigen gemacht. Das Meiste von L. befindet sich in Oberitalien. In Mailand sind in der Ambrosiana, Brera, im Museum Poldi-Pezzoli und in Privatsammlungen mehrere Tafelbilder von ihm, andre in der Hauptkirche zu Legnano, in den Uffizien zu Florenz (Enthauptung Johannes des Täufers), in der Galerie zu Bergamo (Geburt Christi), in der Nationalgalerie zu London (Christus unter den Schriftgelehrten) und im Kaiser Friedrich-Museum zu Berlin (Maria mit dem Kind). Fresken von ihm befinden sich in der Brera (aus verschiedenen Kirchen und Häusern von der Wand abgelöst), darunter sein Hauptwerk: eine thronende Madonna mit den Heiligen Antonius und Barbara (1521); in der Ambrosiana die Geißelung Christi; in der Wallfahrtskirche zu Saronno (um 1525); in der Kirche Santa Maria degli Angeli in Lugano unter andern eine Passion (1528) und in der Kirche San Maurizio zu Mailand. Die Fresken, die sich, von der Wand abgenommen, im Palazzo Litta befanden, sind in das Louvre nach Paris gekommen. Auch seine Söhne Evangelista und Aurelio L. waren tüchtige Maler; beide lebten noch 1584. Der erstere zeichnete sich namentlich im Ornament aus, der andre war ein Anhänger der spätern römischen Schule. Vgl. Williamson, Bernardino L. (Lond. 1899).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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