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Luftschifferbataillon bis Luftstrom (Bd. 6, Sp. 825)
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Artikelverweis Luftschifferbataillon, deutsche Truppe für den Luftschifferdienst, entstanden aus dem 1884 errichteten Ballon détachement, das 1887 als Luftschifferabteilung in den Etat aufgenommen wurde. Es untersteht der Inspektion der Verkehrstruppen, hat 2 Kompanien und eine Bespannungsabteilung und ist mit einer Luftschifferlehranstalt verbunden. Die Uniform ist der der Eisenbahntruppen ähnlich, jedoch mit Tschako. Bayern hat eine Luftschifferabteilung. Alle größern Heere haben ähnliche Formationen (vgl. Heerwesen der einzelnen Länder).
 
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Luftschleuse, s. Meyers Grundbau, S. 446.
 
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Luftschlucken (Luftschnappen), s. Meyers Koppen (der Pferde).
 
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Luftschotten, Schotten, die auf Schiffen den Heizraum vom Kesselraum luftdicht abtrennen; sie dienen zum Kühlen des Heizraums.
 
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Luftschraube (Luftkreisel), ein Kreisel mit schraubenförmig gestalteten Flügeln, durch die er sich in der Luft in die Höhe schraubt (vgl. Luftschiffahrt [Schraubenflieger], S. 818).
 
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Luftseilbahn, s. Seilbahn.
 
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Luftspiegelung (hierzu Tafel Meyers »Luftspiegelungsgewässer in der Wüste«), eine Gruppe atmosphärischer Lufterscheinungen, die durch anormale Strahlenbrechung (s. Meyers Brechung des Lichtes) in den untern Luftschichten entstehen. Bedingung ist, daß diese Schichten verschieden warm und damit verschieden dicht sind. Man unterscheidet Spiegelungen nach unten, nach oben und nach der Seite, je nachdem das Bild über, unter oder seitwärts von dem abgebildeten Gegenstand ist. 1) Spiegelungen nach unten setzen unten warme, lockere, oben kalte, dichte Luft voraus; diese Schichtung entsteht durch Überhitzung des Erdbodens, Eindringen kalter Luft oben oder Erwärmung der untersten Luftschicht von Gewässern her. Diese Art L. ruft hervor: Spiegelbilder nach unten, eine scheinbare Wasserfläche, das Schweben der Gegenden in der Luft (Kimmung oder Seegesicht, holländisch Uppdrächt, englisch Looming, französisch Mirage, in Indien Chiltram, Sikota, bei den Arabern Sehrab). Bei gleicher Dichte der Luft würde der Gegenstand o in a gesehen werden, bei normaler Brechung in b., bei anormaler in b2 oder selten in b3. Das scheinbare Wasser ist das Spiegelbild des Himmels hinter a und wird von ebensolchen wie b2 veranlassenden gekrümmten Lichtstrahlen herausgeschnitten. Zu dieser Gruppe gehören auch die Verzerrungen der Sonnenscheibe beim Untergang sowie die Erscheinung, daß Inseln bisweilen nur in der Mitte auszuruhen, rechts und links aber flügelartig gehoben scheinen.

2) Spiegelungen nach oben entstehen, wenn die Luftdichte nach oben hin rascher als gewöhnlich abnimmt, z. B. bei längerm Frostwetter (s. Strahlungswinter), wo die kalte, daher schwere und dichte Luft unten lagert. Häufig ist aber die Dichteabnahme nicht unmittelbar am Boden, sondern erst etwas höher am stärksten; dann werden die Strahlen unten nur schwach konkav zur Erde gekrümmt sein, während die Strahlen, die durch die dichtesten Schichten gehen, sehr stark gekrümmt und total reflektiert werden, sich vor der Reflexion schneiden und daher ein umgekehrtes Bild hervorrufen (man denke sich die Figur ohne Horizont und umgekehrt; a wird in b1, b2 oder b3 gesehen, auch wenn a unter dem Horizont liegt). 3) Spiegelungen nach der Seite entstehen durch ungleiche Dichte innerhalb derselben Luftschicht. Die Fata Morgana ist eine L., bei der mehrere obiger Spiegelungen zugleich vorkommen. Sie täuscht in Wüsten (s. Tafel) Wasserflächen vor (daher Bacher el Alfrid, d. h. Wasser des Satans, Bacher el Gazal), zaubert ganze Städte und Landschaften hervor (häufig in Süditalien), und zwar einfach oder vervielfacht. Sie entsteht bei ungleicher Lagerung und Dichte der Luftschichten (mehrfache und verzerrte Bilder) und bei Störung der ruhigen Lage der Schichten durch leichten Wind (schwankende Bilder). Selten zeigen die Bilder farbige Säume. Vgl. Pernter, Meteorologische Optik (Wien 1902).
 
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Luftspitze (Ätzspitze), eine Maschinenspitze, die auf einem Grundstoff hergestellt wird, den man nach Vollendung der Arbeit zerstört. So kann als Grundstoff Baumwollmusselin angewendet werden, den man mit verdünnter Schwefelsäure getränkt hat. Wird dann später das Fabrikat erhitzt, so wird das Baumwollgewebe mürbe und kann durch Ausreiben entfernt werden. Bei Anwendung von Wollmusselin als Grundstoff, auf dem die Spitze mit Baumwolle ausgeführt wird, kocht man das Fabrikat in verdünnter Natronlauge, welche die Wolle löst. Für Seidenspitze benutzt man als Grundstoff mit Aluminiumchlorid imprägnierten Baumwollmusselin, erhitzt das Fabrikat auf 110125° und klopft das zerstörte Gewebe mit Bürsten aus. Hauptfabrikationsort ist Plauen.
 
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Luftsteine, die aus der Luft niedergefallenen Meteorsteine; auch an der Luft getrocknete Lehmsteine (s. Meyers Mauersteine).
 
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Luftstrahlgebläse, s. Meyers Strahlapparate.
 
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Luftstrom, Luftströmungen, s. Meyers Luftbewegung.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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