Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Lucīna bis Luckenwalde (Bd. 6, Sp. 767 bis 768)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Lucīna (lat.), Beiname der römischen Licht- und Geburtsgöttinnen Juno und Meyers Diana (s. d.).
 
Artikelverweis 
Lucĭoperca, der Zander.
 
Artikelverweis 
Lucipara, niederländisch-ostind. Insel, s. Meyers Banka.
 
Artikelverweis 
Lucĭus, ein angeblich unter Bischof Eleutherus von Rom (174189) Christ gewordener britischer König. Vermutlich liegt eine Verwechselung mit Lucius Abgar IX. von Edessa vor. Vgl. Harnack, Der Brief des britischen Königs Lucius an den Papst Eleutherus (in den Sitzungsberichten der Berliner Akademie, 1904).
 
Artikelverweis 
Lucĭus, Name dreier Päpste: 1) L. I., Heiliger, bestieg im Juni 253 den päpstlichen Stuhl, starb aber schon im März 254 in der Verbannung.
   2) L. II., Gherardo Caccianamici, aus Bologna, wurde unter Honorius II. zum Kardinal, unter Innozenz II. 1142 zum Kanzler der römischen Kirche

[Bd. 6, Sp. 768]


und nach Cölestins II. Tod 12. Mai 1144 zum Papst geweiht. Beim Versuch, einen Aufstand der Römer zu unterdrücken, soll er durch einen Steinwurf verwundet worden sein und starb 15. Febr. 1145.
   3) L. III., früher Ubaldo Allucingoli, aus Lucca, ward 1140 Kardinalpriester von St. Praxedis, 1158 Kardinalbischof von Ostia und 1. Sept. 1181 zum Papst erwählt. Von den Römern vertrieben, residierte er in Verona, wo er den Bann über die Waldenser und andre Ketzer aussprach, und starb hier 25. Nov. 1185.
 
Artikelverweis 
Lucĭus, Robert, Freiherr von, deutscher Staatsmann, geb. 20. Dez. 1835 in Erfurt, studierte 185458 Medizin, bewirtschaftete sodann seine bei Erfurt gelegenen Güter Klein- und Großballhausen und Stödten, machte 1860 den spanischen Feldzug gegen Marokko, 186062 die preußische Expedition nach Ostasien als Gesandtschaftsarzt sowie die Feldzüge 1864, 1866 und 1870 als Landwehrkavallerieoffizier mit und wurde 1888 unter dem Namen L. von Ballhausen in den Freiherrenstand erhoben. 1870 bis 1881 dem Reichstag und 187093 dem preußischen Abgeordnetenhaus angehörig, hielt er sich zur deutschen Reichs- (freikonservativen) Partei, war einer ihrer Führer und mit Bismarck eng befreundet, spielte auch oft den Vermittler zwischen ihm und den parlamentarischen Parteien. Im Februar 1879 zum zweiten Vizepräsidenten des Reichstags gewählt, war er vom 14. Juli bis 1890 als Friedenthals Nachfolger Minister der landwirtschaftlichen Angelegenheiten und wurde 1895 Mitglied des preußischen Herrenhauses.
 
Artikelverweis 
Luck, Stadt, s. Meyers Luzk.
 
Artikelverweis 
Lucka, Stadt im sachsen-altenburg. Ostkreis, an der Staatsbahnlinie Gaschwitz-Meuselwitz, 150 m ü. M., hat eine evang. Kirche, Schuh-, Wäsche-, Wellpapier-, Handschuh-, Maschinen- und Eisenwarenfabrikation, Eisengießerei, Gerberei, ein Dampfsägewerk und (1900) 1834 meist evang. Einwohner. Bei L. siegten 31. Mai 1307 die thüringischen Landgrafen Friedrich der Freidige und Diezmann über das Heer König Albrechts I. S. Meißen (Markgrafschaft). Vgl. Schirmer, Die Schlacht bei L. (Eisenberg 1905).
 
Artikelverweis 
Luckau, Kreisstadt im preuß. Regbez. Frankfurt, früher Hauptstadt der Niederlausitz, an der Berste und der Eisenbahn Falkenberg-Beeskow, 64 m ü. M., hat 3 evang. Kirchen, Gymnasium, Strafanstalt, Amtsgericht, Eisenmoorbad, Zementwaren- u. Ziegelfabrikation, 2 Tabakfabriken, Molkerei, 2 Dampfsägemühlen und (1900) 4380 meist evang. Einwohner. L. ist noch mit Mauern und Gräben umgeben. Im Vertrag von L. 1351 trat Markgraf Ludwig seinen Stiefbrüdern Ludwig dem Römer und Otto die Mark Brandenburg ab. Am 4. Juni 1813 schlugen hier die Preußen unter Bülow und Oppen die Franzosen unter Oudinot. L. kam 1815 an Preußen. Vgl. Vetter, Chronik von L. (neue Aufl., fortgesetzt von Petersen, Luckau 1904).
 
Artikelverweis 
Lücke, 1) Gottfried Christian Friedrich, prot. Theolog, geb. 24. Aug. 1791 in Egeln bei Magdeburg, gest. 14. Febr. 1855 in Göttingen, wurde 1813 theologischer Repetent an der Universität Göttingen, habilitierte sich 1816 in Berlin und ward 1818 als ordentlicher Professor nach Bonn, 1827 nach Göttingen berufen, wo er Konsistorialrat und Abt in Bursfelde wurde. Sein Hauptwerk ist der »Kommentar über die Schriften des Evangelisten Johannes« (Bonn 18207:5; 3. Aufl. 184056, 3 Bde.), dem sich der »Versuch einer vollständigen Einleitung in die Offenbarung des Johannes« (das. 1832, 2. Aufl. 184852) anschließt. Noch sind zu erwähnen: sein »Grundriß der neutestamentlichen Hermeneutik« (Göttingen 1817), seine Denkschriften über Planck (das. 1831 u. 1835), Schleiermacher (in den »Studien und Kritiken«, 1834), Mosheim (Götting. 1837) und De Wette (Hamb. 1850). Seine Biographie schrieb F. Sander (Hannov. 1890), der auch Lückes Briefwechsel mit den Brüdern Jakob und Wilhelm Grimm herausgegeben hat (das. 1891).
   2) Albert, Chirurg, geb. 4. Juni 1829 in Magdeburg, gest. 20. Febr. 1894 in Straßburg, studierte in Heidelberg, Halle, Göttingen, Berlin, habilitierte sich daselbst, ging 1865 als Professor der Chirurgie nach Bern und 1872 nach Straßburg. L. gehörte zu den bedeutendsten deutschen Chirurgen und erwarb sich auch in den Kriegen von 1864 und 1870/71 große Verdienste um die Militärchirurgie. Er schrieb: »Kriegschirurgische Aphorismen aus dem 2. schleswig-holsteinschen Kriege 1864« (Berl. 1865); »Die Lehre von den Geschwülsten« (Stuttg. 186769, 2 Hefte) und »Die Krankheiten der Schilddrüse« (das. 1875, beides in Pitha-Billroths »Handbuch der Chirurgie«); »Kriegschirurgische Fragen u. Bemerkungen« (Bern 1871); auch gab er mit Billroth u. a. ein umfangreiches Handbuch: »Deutsche Chirurgie« (Stuttg. 1879 ff.) und mit Hueter, Rose u. a. die »Deutsche Zeitschrift für Chirurgie« (Leipz., seit 1871) heraus.
 
Artikelverweis 
Luckenwalde, Stadt im preuß. Regbez. Potsdam, Kreis Jüterbog-L., an der Nuthe, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Berlin-Weißenfels und der Kleinbahn Dahme-L., 50 m ü. M., hat 3 evangelische und eine kath. Kirche, ein baptistisches Bethaus, Synagoge, Realprogymnasium, Amtsgericht, bedeutende Fabrikation von Tuch- und Wollwaren (2600 Arbeiter, Produktionswert 10 Mill. Mk.), Hüten und Hutstumpen (2000 Arbeiter, Wert 7 Mill. Mk.), Maschinen-, Schrauben-, Metall- und Bronzewaren-, Papierstuck-, Papp- und Papierwaren-, Leim- und Pianofortefabriken, Kunstdrechslerei, Sägemühlen, Bierbrauerei, Ziegelbrennerei, Gärtnerei und (1900) 20,984 Einw., davon 687 Katholiken und 151 Juden.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer