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Loxachina bis Lozé (Bd. 6, Sp. 753 bis 754)
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Artikelverweis Loxachina, die Kronenchina von Loxa, s. Meyers Chinarinden.
 
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Loxarthrōse (griech.), Gelenkverkrümmung.
 
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Loxĭa, der Meyers Kreuzschnabel (s. d.); Loxiinae, Kreuzschnäbel, eine Unterfamilie der Finken.
 
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Loxodrome (Loxodromische Linie, Windstrich, griech., »Linie des schiefen Laufs«), jede auf der Erdoberfläche gezogene krumme Linie, die alle Meridian e unter demselben Winkel schneidet. Würde ein Schiff beständig in derselben Richtung segeln, so würde es eine L. beschreiben (Dwarskurs), in unendlich vielen spiralförmigen Windungen um den Pol herumsegeln und diesem immer näher kommen. Ausgenommen sind nur die vier Hauptrichtungen Norden, Süden etc.; in einer dieser Richtungen segelnd, würde es entweder einen Meridian oder einen Parallelkreis durchlaufen (vgl. Kurs, S. 868). Beide Eigenschaften der loxodromischen Linie kannte schon ihr Entdecker Nonius 1546, der die Linie linea rhombica nannte, daher der Schifferausdruck rumb. Auf Seekarten in Mercators Projektion wird die loxodromische Linie zur Geraden. Vgl. Günther, Geschichte der loxodromischen Kurve (Halle 1879); R. Wolf, Handbuch der Astronomie (Zürich 1890).
 
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Loxolophŏdon, s. Dinoceraten.
 
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Loxosōma, Gattung der Ectoprocta (s. Meyers Moostierchen).
 
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Loyal (franz., spr. lŭajál), »gesetzmäßig«, bieder, aufrichtig, ohne Falsch; dann politisch »gutgesinnt«, namentlich treu zu dem angestammten Fürstenhaus stehend (Gegensatz: illoyal). Loyalität (franz. loyauté, engl. loyalty), Biederkeit, Aufrichtigkeit, Gutgesinntheit, besonders Untertanentreue; Loyalisten (im Sinne von Royalisten), in der englischen Geschichte die Anhänger der Stuarts.
 
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Loyaltyinseln (spr. leu-ĕltĭ), Loyautéinseln, franz. Inselgruppe im O. von Neukaledonien und dessen Dependenz, zwischen 20°11´-21°39´ südl. Br. und 166°10´-168°10´ östl. L., umfaßt die Haupt insel Lifu oder Chabrol (1668 qkm) und die kleinern Maré oder Nengom (768 qkm) und Uea oder Halgan (292 qkm) nebst den unbewohnten Beaupré inseln und hat 2743 qkm Fläche mit (1889) 19,534 Einw., darunter 31 Europäer. Die Inseln bestehen aus Madreporenkalkstein, der im Innern zu dürren Hochplateaus aufsteigt, die ein schmaler, fruchtbarer Landstrich umgibt. Flora und Fauna sind gleich der neukaledonischen, das Klima ist gesund. Die Bewohner sind Melanesier, mit starker Beimischung von polynesischem Blut, gleichen den Neukaledoniern in Sitten und Einrichtungen, waren auch Kannibalen, aber betriebsamer als jene, und sind jetzt sämtlich Christen. Der Sitz der Verwaltung befindet sich in Lifu vor der Reede von Chepenehé. Die Inseln wurden 1795 von dem Engländer Raven entdeckt, 1864 von Frankreich annektiert. S. das Textkärtchen beim Artikel »Neukaledonien«.
 
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Loyola (spr. lojōla), Ignaz von, eigentlich Inigo Lopez de Recalde, der Stifter des Ordens der Jesuiten, geb. 1491 auf dem Schloß L. in der baskischen Provinz Guipuzcoa, gest. 31. Juli 1556, verlebte seine Jugend als Page am Hofe Ferdinands des Katholischen und wurde bei der Verteidigung von Pamplona gegen die Franzosen (1521) am rechten Bein schwer verwundet. Während der Heilung durch Lesen von Heiligenlegenden zum religiösen Schwärmer geworden, verteilte er nach seiner Herstellung seine Güter unter die Armen, pilgerte nach dem Kloster Montserrat, weihte hier dem wundertätigen Marienbild seine Waffen, erklärte sich zum Ritter der heiligen Jungfrau, lebte in einer Grotte in der Nähe von Manresa ganz der Selbstpeinigung und Kontemplation und schaute in zahlreichen Visionen die Geheimnisse der Dreieinigkeit, Weltschöpfung, Menschwerdung und des Teufels. 1523 pilgerte er nach Palästina, um sich der Bekehrung der Mohammedaner zu weihen, kehrte jedoch 1524 über Venedig nach Barcelona zurück und begann hier das Studium der lateinischen Grammatik. Zwei Jahre später bezog er die Universitäten Complutum (Alcala) und Salamanca, an beiden Orten durch die übernommene Seelenleitung von Männern und Frauen die Blicke der Inquisition auf sich ziehend, die in ihm ein Glied der mystischen Sekte der Alumbrados (s. d.) witterte und ihn mehrfach einsperrte; 1528 begab er sich nach Paris und gründete hier mit Laynez, Salmeron, Bobadilla, Rodriguez, Pierre Lefèvre und Franz Xaver 1534 eine fromme Verbindung; sie gelobten, in Jerusalem Krankenpflege und Mission zu üben. Da indes einige ihre Studien noch nicht beendet hatten, kehrte L. bis zu diesem Zeitpunkt nach Spanien zurück. 1537 trafen sie aufs neue in Venedig zusammen, wo L. den neuen Orden der Meyers Theatiner (s. d.) kennen lernte, der ihn in der Überzeugung stärkte, daß die innere Mission in der Kirche zunächst wichtiger sei als die äußere. So bildete er seine Gesellschaft zu einer Priestergesellschaft um mit dem Zweck, sich nicht nur dem eignen Seelenheil, sondern auch dem der Mitmenschen zu widmen, und beschloß gleichzeitig, dies »Fähnlein Jesu« (»Compañia Jesu«) unter den Oberbefehl des

[Bd. 6, Sp. 754]


Papstes zu stellen (s. das Nährere im Art. »Jesuiten«). In Rom, wohin sich L. 1538 begab, wurde die Reinheit seiner Lehre und Pläne anfangs stark in Zweifel gezogen. Endlich erteilte Papst Paul III. dem neuen Orden 27. Sept. 1540 die vorläufige und 1543 die unbedingte Bestätigung. L. wurde zum ersten Ordensgeneral erwählt (1541), verrichtete aber auch als solcher in der Kirche seines Ordenshauses in Rom die niedrigsten Dienste, widmete sich dem Unterricht von Kindern, sammelte Almosen zur Bekehrung der Juden und Freudenmädchen. 1550 gründete er das Collegium Romanum, 1552 das Collegium Germanicum (s. Collegia nationalia oder pontificia). War er früher Ekstatiker und Schwärmer im Exzeß gewesen, so entfaltete er in seiner Stellung als Ordensgeneral jene seine Weltkenntnis und gefährliche Politik, die seither Erbteil seines Ordens geblieben sind. 1622 wurde er von Gregor XV. heilig gesprochen. Sein Tag ist der 31. Juli. Man besitzt von L. zwei Werke in spanischer Sprache: die »Ordenskonstitutionen« (lateinisch, gedruckt zuerst Rom 1583) und »Geistliche Übungen« (beste Ausgabe von Martin, Bilbao 1887; deutsch von Handmann, Regensb. 1904). Seine Briefe wurden u. d. T.: »Cartas de San Ignacio de Loyola« (Madr. 187490, 6 Bde.) herausgegeben. Sein Leben beschrieben D. Bartoli (Rom 1565; vervollständigte franz. Ausg. von Michel, Lille 1893, 2 Bde.), Ribadeneira (Neapel 1572), Maffei (Rom 1585), Bouhours (Par. 1679), Brühl (Würzb. 1846), Genelli (Innsbr. 1848; neubearbeitet von V. Kolb, Wien 1894), Daurignac (Par. 1859; deutsch, Frankf. 1865), Denis (Brüssel 1885, 2 Bde.), Nieuwenhoff (Amsterd. 189293, 2 Bde.; deutsch, Regensb. 1901, 2 Bde.) u. a. Vgl. außer der beim Artikel »Jesuiten« angegebenen Literatur Spuller, Ignace de L. et la compagnie de Jésus (Par. 1877); Druffel, Ignatius von L. an der römischen Kurie (Münch. 1879); Gothein, Ignatius von L. und die Gegenreformation (Halle 1895; kürzere Bearbeitung unter den Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte, das. 1886); H. Müller, Les origines de la compagnie de Jésus. Ignace et Lainez (Par. 1898); Böhmer, Die Bekenntnisse des Ignatius von L. (Leipz. 1902); Holl, Die geistlichen Übungen des Ignatius von L. (Tübingen 1905).
 
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Loyson (spr. lŭasóng), Charles, bekannt unter dem Namen Pere Hyacinthe (spr. ĭassängt'), franz. Prediger, geb. 10. März 1827 in Orléans, empfing 1851 die Priesterweihe, ward 1854 Lehrer der Dogmatik in Nantes, dann Vikar an der Kirche St.-Sulpice in Paris und trat 1863 in Rom in den Karmeliterorden. Mit ungeheuerm Beifall predigte er in Notre-Dame, bis ihm 1869 wegen seiner antiultramontanen Anschauungen vom Karmelitergeneral Schweigen auferlegt wurde. Er trat aus dem Orden, wurde exkommuniziert, verließ Paris und wandte sich nach New York, wo er sehr gefeiert wurde. Noch Ende 1869 nach Europa zurückgekehrt, protestierte er 1870 gegen das Dogma von der Unfehlbarkeit, trat mit den deutschen Altkalholiken in Verbindung, heiratete 1872 eine zum Katholizismus übergetretene Amerikanerin und ließ sich 1873 in Genf nieder, wo er schon 1874 mit den ihm zu weit gehenden Altkatholiken zerfiel. Er verzog nach Paris und eröffnete dort 1879 die »Église catholique gallicane«, als deren Rektor er bis 1884 fungierte, wo die Gemeinde sich an die altkatholische Kirche Hollands anschloß. Seitdem lebt er in Genf, neuerdings viel beschäftigt mit der Idee einer Zukunftskirche, in der Christen, Juden und Mohammedaner Gott einmütig verehren sollen. Er schrieb unter anderm: »La société civile dans ses rapports avec le christianisme« (1867); »De la réforme catholique« (187273, 2 Tle.); »Les principes de la réforme cathōlique« (1878); »Liturgie de l'Église catholique-gallicane« (4. Aufl. 1883); »Ni cléricaux ni athées. Discours et lettres« (1890); »Edmond de Pressensé«, Gedächtnisrede (1891); »Mon testament« (1893).
 
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Lozé (spr. losé), Henri Auguste, franz. Politiker, geb. 20. Jan. 1850 in Le Cateau (Nord), wurde 1877 Unterpräfekt in Commercy, 1880 in Béthune und 1881 in Brest. 1884 zum Präfekten des Departements Cantal befördert, wurde er 1885 Generalsekretär des Polizeipräfekten in Paris, 1886 Präfekt der Somme und 1888 Polizeipräfekt in Paris, wo er den Ansprüchen des sozialistischen Gemeinderats wiederholt energisch entgegentrat. 1893 wurde er zum Botschafter in Wien und 1897 zum Generalgouverneur von Algerien ernannt. Doch lehnte er dies Amt ab.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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