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Lott bis Lotto (Bd. 6, Sp. 732 bis 736)
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Artikelverweis Lott, Franz Karl, Philosoph und Schulmann, geb. 28. Jan. 1807 in Wien, gest. 15. Febr. 1874 in Görz, studierte in Wien die Rechte und seit 1834 in Göttingen unter Herbarts Leitung Philosophie, habilitierte sich daselbst 1842 als Privatdozent, wurde 1848 außerordentlicher Professor der Philosophie in Göttingen, 1849 außerordentlicher und 1857 ordentlicher Professor in Wien und 1864 Mitglied des k. k. Unterrichtsrats. L. gehört zu den scharfsinnigsten Vertretern der Herbartschen Schule, faßte aber die Realen Herbarts als ewige Tätigkeiten Gottes auf. Außer seiner Hauptschrift: »Zur Logik« (Götting. 1845, gegen Trendelenburg), seiner Habilitationsschrift »Herbarti de animi immortalitate doctrina« (das. 1842) hat er nur kleinere, meist pädagogische Aufsätze veröffentlicht. Seine »Kritik der Herbartschen Ethik« erschien mit Herbarts Entgegnung erst nach seinem Tode (Wien 1874); seine »Metaphysik« hat Vogt in Zillers »Pädagogischem Jahrbuch« (12. Jahrg., 1880) herausgegeben. Vgl. Vogt, Franz Karl L. (Wien 1874).
 
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Lotte, der rankentragende Langtrieb des Weinstocks, der mit zweizeiligen Laubblättern und Blütenständen besetzt ist und in den Blattachsen die Kurztriebe oder Geizen erzeugt; vgl. Geiz.
 
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Lottelfels, soviel wie Schaukelstein, s. den Tert zur Tafel Meyers »Absonderung«.
 
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Lotter, Hieronymus, Architekt, geb. um 1497 in Nürnberg, gest. 25. Juli 1580 zu Geyer im Erzgebirge, kam frühzeitig nach Annaberg und von da nach Leipzig, wo er seit etwa 1545 eine umfangreiche Bautätigkeit entfaltete und zu solchem Ansehen gelangte, daß er mehrere Male zum Bürgermeister gewählt wurde. Er erbaute unter anderm das Rathaus und die (1897 für den Bau des neuen Rathauses abgebrochene) Pleißenburg in Leipzig und die Augustusburg im Stil einer nüchternen Renaissance. Sein Sohn Hieronymus L. der Jüngere (gest. 2. Jan. 1584 in Leipzig) hat das sogen. Fürstenhaus in Leipzig erbaut. Vgl. Wustmann, Der Leipziger Baumeister Hieronimus L. (Leipz. 1875).
 
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Lotterbube (aus althochdeutsch lotar, loter, »leichtsinnig«), Taugenichts.
 
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Lotterie (franz. loterie. von lot, »Los«), ein Glücksspiel, das in einzelnen Ländern nur vom Staate selbst, in andern wenigstens unter Aussicht desselben veranstaltet wird, und bei dem man durch die Zahlung eines Einsatzes die Aussicht auf einen Gewinn erwirbt. Man unterscheidet zwei Arten dieses Spiels: die alte holländische oder Klassenlotterie (auch schlechthin L. genannt) und die genuesische oder Zahlenlotterie (Lotto). Bei der Klassenlotterie ist die Anzahl und Größe sowohl der Einsätze (Lose) als auch der Gewinne planmäßig festgestellt (Ziehungsplan). Um dem Publikum die Teilnahme zu erleichtern, werden nicht nur neben den ganzen Losen auch halbe, Viertel- und Achtellose (so in Preußen, in Sachsen auch Zehntel) ausgegeben, sondern es wird auch die Ziehung aller zusammengehörigen Lose in mehrere Zeitabschnitte verlegt, so daß der Spieler den Betrag seines Loses ratenweise für jede Ziehung (Klasse) entrichten kann, ohne jedoch zur Fortsetzung des Spiels bis aus Ende gezwungen zu sein. Oft wird ihm, wenn sein Los in der ersten Ziehung herauskommt, ein Freilos für die nächste gegeben. Die nicht untergebrachten Lose spielen auf Rechnung der Unternehmer. In den auf bestimmte Tage festgesetzten Ziehungen werden sämtliche Nummern

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in ein Glücksrad, die Gewinne in ein andres Glücksrad getan. Nun wird zu gleicher Zeit, gewöhnlich von zwei Waisenknaben mit verbundenen Augen, von dem einen eine Nummer aus dem einen Rad und von dem andern ein Gewinn aus dem andern Rad gezogen. Für die letzte Ziehung werden in der Regel die meisten und auch der höchste Gewinn aufgespart, der als großes Los die Erwartung der Spielenden in Spannung erhält. Die in einer Klasse gezogenen Nummern werden durch gedruckte Listen, Lotterie- oder Ziehungslisten, öffentlich bekannt gemacht. Zur Deckung der Unkosten, Bezahlung des Kollekteurs und um einen Vorteil für die Unternehmung zu erhalten, wird von jedem Gewinn ein Abzug gemacht, der sich auf 1416 Proz. (Preußen 151/2 Proz., Sachsen 15 Proz.) zu belaufen pflegt. Diese Summe verliert die Gesamtheit der Spieler. Klassenlotterien als Staatslotterien bestanden im J. 1904 in Preußen (196,000 Stammlose, 28,000 Freilose, die bis zu ihrer Ausgabe für Rechnung der Lotteriekasse mitspielen, mit 100,000 in fünf Klassen verteilten Gewinnen und einer Prämie; jährlich zwei Ziehungen, ein ganzes Los kostet 200 Mk. für alle Klassen), Sachsen (100,000 Lose in fünf Klassen, zu 250 Mk. Einsatz, jährlich zwei Ziehungen mit je 50,000 Gewinnen), Braunschweig (100,000 Lose mit 50,000 Gewinnen, in sechs Klassen mit 144 Mk. Einsatz), Hamburg (111,000 Lose, sieben Klassen, zusammen 144 Mk. Einsatz), Mecklenburg-Schwerin (60,000 Lose, sechs Klassen, Einsatz insgesamt 144 Mk.); die thüringischen Staaten, Anhalt, die beiden Lippe haben 1897 die Thüringisch-Anhaltische Staatslotterie begründet, die seit dem 1. Jan. 1902 mit der seit 1899 bestehenden Hessischen L. zur »Mitteldeutschen Staatslotterie« vereinigt und in 14 deutschen Staaten zugelassen ist (100,000 Lose, sechs Klassen, 41,000 Gewinne, Vollos: 168 Mk.). Endlich ist zu erwähnen: Lübeck (seit 1898). Bremen hat keine eigne L., hat aber das Recht, Lose zu vertreiben, an die Braunschweiger L. verpachtet. Wegen der sofort zu erwähnenden Lotterieverträge mit Preußen fallen in Zukunft die Lotterien von Mecklenburg, Hessen-Thüringen und Lübeck fort. Außerhalb Deutschlands besitzen Staatslotterien: Ungarn, Holland, Spanien, Dänemark und Serbien. England hat seine L. 1826, Frankreich die seinige 1832 aufgehoben. Österreich und Italien haben noch die Zahlenlottos.
   Die Konkurrenz, welche die verschiedenen Staatslotterien sich in Deutschland machten, hat Preußen veranlaßt, durch Staatsverträge andre Staaten zur Aufgabe ihrer eignen Lotterien zu bewegen, bez. zu bestimmen, durch Verbote aller Lotterien außer der preußischen »die Einfallstore für zahlreiche andre Lotterien zu verschließen«. Solche Verträge sind im J. 1904 abgeschlossen mit Lübeck und Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz und im J. 1905 mit den hessisch-thüringischen Staaten; die »Mitteldeutsche Staatslotterie« hört 1. Juni 1906 zu bestehen auf. Nach einer Erklärung des preußischen Finanzministers in der Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses vom 14. März 1905 schweben Verhandlungen mit andern Staaten, und der Minister hofft, daß man auf diesem Weg allmählich zu einem befriedigenden Zustand auf dem ganzen Lotteriemarkt Preußens und Deutschlands kommen werde. Die Hoffnungen auf eine deutsche Reichslotterie werden wohl an den Interessen der Einzelstaaten scheitern. Jedenfalls haben die Verhandlungen, die, Zeitungsnachrichten zufolge, von Preußen mit Hamburg und Braunschweig gepflogen sein sollen. zu greifbaren Resultaten nicht geführt, während die entsprechenden Verhandlungen mit Elsaß-Lothringen 1905 ergebnislos verlaufen sind. Reuß j. L. hat den mit Sachsen bestehenden Staatslotterievertrag zum 31. Dez. 1906 gekündigt und wird nur noch die preußische Staatslotterie zulassen.
   Durch Strafbestimmungen suchen die Staaten fremde Lotterien von ihren Gebieten fernzuhalten. So hat namentlich Preußen verschiedene Gesetze erlassen. Die neueste Regelung ist das Gesetz vom 29. Aug. 1904. Hiernach ist sowohl das Spielen in außerpreußischen, im Königreiche nicht zugelassenen Lotterien mit Strafe bedroht (Geldstrafe bis zu 600 Mk. im Nichtbeitreibungsfall Hast), als auch das Verkaufen, Anbieten, Bereithalten zur Veräußerung (besonders wenn es gewerbsmäßig geschieht) sowie jede Hilfeleistung beim gewerbsmäßigen Verkauf, z. B. durch Einrücken einer Anzeige, einer Gewinnliste etc. in eine preußische Zeitung. Hierbei wird jeder einzelne Fall als eine selbständige Handlung betrachtet und beim ersten und zweiten Rückfall die Strafe gesteigert. Den außerpreußischen Lotterien sind alle außerhalb Preußens veranstalteten Ausspielungen beweglicher oder unbeweglicher Gegenstände gleichzuachten. Eine Klage des preußischen Fiskus auf Herausgabe des von einer in Preußen nicht zugelassenen deutschen Landeslotterie gezahlten Gewinnes ist im J. 1887 vom Reichsgericht abgewiesen worden (vgl. »Juristische Wochenschrift« 1887, S. 267).
   Bayern bestraft sowohl das Spielen als auch das Verkaufen, Sammeln, Einladen, Ankündigen etc. bei allen in Bayern nicht zugelassenen Lotterien (Polizeistrafgesetzbuch vom 26. Dez. 1871, Art. 57, 57a). In Sachsen war bisher nur der Vertrieb der auswärtigen Lose strafbar und lediglich die Teilnahme an auswärtigen Lottos und Zahlenlotterien verboten; seit dem Gesetz vom 25. März 1904 ist aber auch hier das Spielen in auswärtigen Lotterien verboten.
   Das Deutsche Reich bestraft in § 286 des Strafgesetzbuches das Veranstalten von öffentlichen Lotterien und von öffentlichen Ausspielungen ohne obrigkeitliche Erlaubnis, und als Übertretung in § 360, Nr. 14, des Strafgesetzbuches das unbefugte Halten von Glücksspielen auf einem öffentlichen Weg, einer Straße, einem öffentlichen Platz oder in einem öffentlichen Versammlungsort. Das Reichsgesetz, betreffend die Abzahlungsgeschäfte vom 16. Mai 1894, § 7, bestraft den Handel mit Lotterielosen oder Bezugs- oder Anteilscheinen auf solche gegen Teilzahlung. Die Gewerbeordnung verbietet den Handel im Umherziehen; vgl. § 56, Nr. 5, § 56 a, Nr. 2, § 148, Nr. 7 a. Weiter unterwirft das Deutsche Reich die Lose öffentlicher Lotterien sowie Ausweise über Spieleinlagen bei öffentlich veranstalteten Ausspielungen von Geld oder andern Gewinnen einer Stempelabgabe, die bei inländischen Losen etc. 20 Proz., bei ausländischen 25 Proz. beträgt (vgl. Reichsstempelgesetz vom 14. Juni 1900, § 25 ff., mit Tarif Nr. 5. Befreit sind die genehmigten Lotterien bei einem Gesamtbetrag der Lose unter 100 Mk., und wenn zu ausschließlich mildtätigen Zwecken bestimmt unter 25,000 Mk.). Die Veranstaltung einer Privatlotterie ist meist an staatliche Erlaubnis geknüpft, die nur für wohltätige, wissenschaftliche und künstlerische Zwecke, und zwar unter der Bedingung erteilt zu werden pflegt, daß nur Wertgegenstände (keine Geldgewinne) ausgelost werden. Nach dem österreichischen Gesetz vom 28. März 1889, betr. Schuldverschreibungen mit Prämien,

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ferner Ankündigung und Anempfehlung verbotener Lose und Lotterien (sogen. Lossperrgesetz), müssen ausländische Lose, die vor dem 1. März 1889 in den im Reichsrat vertretenen Königreichen und Ländern in Verkehr gesetzt worden sind, sowie gewisse ungarische Lose, um ihre Gültigkeit nicht zu verlieren, behördlich abgestempelt werden. Über die Besteuerung in Österreich s. Meyers Wieser, Artikel »Gebührengesetz« im »Österreichischen Staatswörterbuch« (Wien 1895, I, S. 586 ff.). In zivilrechtlicher Beziehung wurde das Lotteriegeschäft früher wohl als eine Art Hoffnungskauf behandelt; richtiger und dem Bürgerlichen Gesetzbuch allein entsprechend dürfte jedoch die Auffassung als Spielvertrag sein. Ein solcher ist nach § 762 des Bürgerlichen Gesetzbuches nicht klagbar, das auf Grund des Spieles Geleistete kann aber nicht deshalb zurückgefordert werden, weil eine Verbindlichkeit nicht bestanden habe. Ein Lotterie- oder Ausspielvertrag wird aber gemäß § 763 rechtsverbindlich, wenn die L. oder die Ausspielung staatlich genehmigt ist. Die Genehmigung steht den einzelnen Bundesstaaten zu, die Genehmigung in einem Bundesstaat wirkt aber für das ganze Deutsche Reich; daher sind die von einzelnen Staaten erlassenen Verbote des Spielens in auswärtigen Lotterien (s. oben) zivilrechtlich ohne Bedeutung. Der Lotterievertrag wird in der Regel durch Übernahme eines Originalloses gegen Berichtigung des planmäßigen Einsatzes abgeschlossen. Wer ein solches Los (Inhaberpapier) besitzt und zum Spielen behält, gilt für dessen Eigentümer. Die Zusendung unbestellter Lose erfolgt ganz auf Gefahr des Zusenders. Das bloße Liegenlassen solcher Lose verpflichtet den Empfänger nicht zur Zahlung des Einsatzes, berechtigt ihn aber auch nicht zum Bezug darauf gefallener Gewinne. Etwas anders ist es allerdings beim Weiterspielen eines bestellten Loses in spätern Klassen; hier muß Schweigen als Annahme gelten. Grundlage des Rechtsverhältnisses zwischen Unternehmung und Spieler ist der Ziehungsplan. Der Gewinner kann den Unternehmer oder auch den Kollekteur um Zahlung angehen; meist ist dieses Wahlrecht auf eine bestimmte Frist beschränkt, nach deren Ablauf nur noch der Kollekteur angegangen werden kann.
   Bei der Zahlenlotterie (Lotto) werden aus einem Glücksrad, in dem sich die Zahlen von 190, die sogen. Nummern, einzeln in Kapseln verschlossen befinden, an festgesetzten Tagen je 5 Nummern gezogen, die gewinnen, während alle andern verlieren, und zwar erhalten die Spieler, die auf jene Nummern gesetzt hatten, ein Vielfaches ihres Einsatzes. Der Spieler kann entweder eine einzige Nummer (bez. mehrere einzelne) besetzen, indem er darauf wettet, daß sie überhaupt mit gezogen wird (simpler Auszug, estratto, estra), oder daß sie an einer bestimmten Stelle (etwa zuerst oder zu dritt oder zuletzt) herauskommt (auf den Ruf setzen), oder er kann 2 (Ambe), 3 (Terne), 4 (Quaterne) oder gar 5 (Quinterne) Nummern besetzen und darauf wetten, daß eben diese 2,3,4 oder 5 Nummern zusammen gezogen werden. Die Nummern können zwar mit beliebig hohen Summen besetzt werden, doch behält sich die Lottokasse für den Fall der Überhäufung eine Beschränkung vor. Für alle diese Fälle stehen besondere Gewinne in Aussicht, die, wenn die Lottokasse auf jeden Vorteil verzichtete, sich umgekehrt zu dem Einsatz verhalten müßten wie die gegenseitigen Wahrscheinlichkeiten, zu gewinnen. Da nun das Glücksrad 90 Zahlen enthält, so ist die Wahrscheinlichkeit, eine gezogene Nummer zu erraten, = 1/90, oder es werden durchschnittlich 90 Nummern gezogen werden müssen, bis eine bestimmte herauskommt. Werden nun 5 Nummern gezogen, so ist die Wahrscheinlichkeit, daß unter diesen eine besetzte Nummer sich befindet, 5/90 oder 1/18. Für den Spieler ist demnach nur ein Fall, für die Kasse aber sind 17 Fälle günstig, weshalb dieselbe eigentlich dem gewinnenden Spieler außer seinem Einsatz noch das Siebzehnfache desselben vergüten müßte. Bei einem bestimmten Auszug verringert sich die Wahrscheinlichkeit, zu gewinnen, für den Spieler auf 1/90, und er müßte demnach im Fall des Gewinnens das 90fache seines Einsatzes zurückerhalten. In Wirklichkeit wird aber weniger, in Österreich für den unbestimmten einfachen Auszug das 14-, für den bestimmten das 57fache gezahlt. In derselben Weise ergeben sich die Gewinne für die Amben, Ternen etc. Aus 90 Zahlen lassen sich nach der Kombinationslehre 4005 verschiedene Amben, 117,480 Ternen, 2,555,190 Quaternen und 43,949,268 Quinternen zusammensetzen. Da nun in den gezogenen 5 Nummern 10 Amben, 10 Ternen, 5 Quaternen und 1 Quinterne enthalten sind, so müßten die von der Lottokasse ausgesetzten Gewinne einschließlich des Einsatzes für eine Ambe das 4001/2fache, für eine Terne das 11,748fache, für eine Quaterne das 511,038fache und für eine Quinterne das 43,949,268fache betragen. Statt dessen aber gewähren die Lottokassen für Ambe, Terne und Quaterne je nur rund das 250-, 5000- und 64,000fache, während die Besetzung der Quinterne meist nicht gestattet ist. Die Gesamtheit der Spieler kann demnach im Durchschnitt nicht gewinnen, die Kasse aber nicht verlieren. Ziemlich verbreitet ist die Annahme, dem Spieler stehe doch ein sicherer Gewinn in Aussicht, wenn er nur beim Spiel ausharre und seinen Einsatz von Ziehung zu Ziehung erhöhe. Dieselbe ist nicht begründet. Denn um nur die Wahrscheinlichkeit für sich zu haben, daß die besetzte Nummer auch wirklich einmal gezogen wird, müßte die Erhöhung schon eine größere Zahl von Spielen hindurch stattfinden. Dies scheitert einmal an der Begrenztheit des Vermögens, dann aber auch daran, daß die Kasse sich vorbehält, zu hohe Einsätze auf eine Nummer zurückzuweisen. Große Summen werden im Lotto außerordentlich selten gewonnen. Wie hoch übrigens die Verluste des spielenden Publikums im ganzen sind, beweisen die erheblichen Einnahmen, welche die Lottokasse erzielt. In Bayern hatte, solange das (jetzt aufgehobene) Lotto dort bestand, nur ein einziges Mal (1853) die Kasse einen Verlust (70,000 Gulden), sonst stets einen jährlichen Reingewinn von mehr als 1 Mill. Gulden (1859 von 3,389,320 Gulden) gehabt. Heute besteht das Lotto noch in Österreich (189195,5 Jahre: 30,330 Mill. Gulden Reingewinn) und in Italien (1892/93: ca. 26 Mill. Lire).
   Sowohl in volkswirtschaftlicher als in moralischer Hinsicht ist das Lotteriespiel, wie jedes andre Glücksspiel, verwerflich. Es veranlaßt für Tausende unvermeidliche Verluste (man berechnet, daß für die deutschen Staatslotterien jährlich ca. 234,951,200 Mk. von den Spielern ausgegeben werden, wovon 157,652,900 an die Spieler zurückgelangen, 39,16 Mill. auf den Reichsstempel und 37,14 Mill. auf die unternehmenden Staaten und die Kollekteure entfallen) und teilt dafür Gewinne aus, die, wenn sie klein sind, wieder auf die L. verwendet werden, wenn sie groß sind, in der Regel dem Gewinnenden keinen Segen bringen. Noch nachteiliger ist aber die moralische Wirkung. Die L. nährt die Aussicht

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und den Hang, ohne Mühe reich zu werden, sie fördert die Gewohnheit, auf unbestimmte Glücksfälle, statt auf Fleiß und Einsicht zu bauen, sie bietet dem Aberglauben Nahrung und führt nicht selten den unglücklichen Spieler selbst auf den Weg des Verbrechens. Übrigens ist das Lotteriespiel um so verderblicher, je mehr es durch Kleinheit der Einsätze, Teilbarkeit der Lose etc. auch den Ärmern zugänglich ist, und je mehr es durch Häufigkeit der Ziehungen den Spieler geistig beschäftigt, also das Zahlenlotto viel mehr als die Klassenlotterie. Die Klassenlotterie kam schon gegen das Ende des Mittelalters auf, wurde jedoch anfangs und namentlich noch während des 16. Jahrh. gewöhnlich für wohltätige Zwecke angestellt. So war in London die erste Ziehung 1569 und der Überschuß zum Unterhalt der Seehäfen bestimmt, in Paris 1572 zur Ausstattung armer Jungfrauen. Das Lotto stammt aus Genua, wo bei Ergänzung des Großen Rates aus je 90 Namen 5 gelost wurden; dies gab Veranlassung, auf die einzelnen Kandidaten Wetten anzustellen. Später wurde hieraus, indem man statt der Namen bloße Zahlen anwendete, das förmliche Lotto, das aber erst im 18. Jahrh. auch außerhalb Genua Eingang fand. Frankreich und England haben indessen schon seit längerer Zeit dem Glücksspiel in jeder Form einen Riegel vorgeschoben; in Deutschland hat man einen wichtigen Schritt in dieser Beziehung durch Aufhebung der Spielbanken in Bädern getan (s. Meyers Glücksspiele). Eine eigenartige Kombination von Sparsystem mit Zinsenlotterie ist das sogen. Scherlsche Sparsystem. Vgl. Bender, Das Lotterierecht (2. Aufl., Gießen 1841); F. Endemann, Beiträge zur Geschichte der L. und zum heutigen Lotterierecht (Bonn 1882; neuer Abdruck, Berl. 1899); Cohn in Endemanns »Handbuch des Handelsrechts«, Bd. 3, S. 36; Marcinowski, Das Lotteriewesen im Königreich Preußen (Berl. 1892; Ergänzungsheft 1894); Ashton, History of English lotteries (Lond. 1893); Brandt, Das Lotteriewesen unserer Zeit (Hamb. 1894); Borchers, Die Staatslotterien des Deutschen Reiches (Braunschw. 1895); Aßmann, Der Handel mit Losen und Anteilscheinen etc. (Bochum 1898); Sieghart, Geschichte und Statistik des Zahlenlottos in Österreich (Wien 1898) und Die öffentlichen Glücksspiele (das. 1899); Schanz' »Finanzarchiv«, Bd. 16, S. 907 (Stuttg. 1899); J. Müller, Die L. vom praktischen Standpunkt (Prag 1899); Furbach, Übersichtliche Gewinnberechnung der preußischen Klassenlotterie (3. Aufl., Oppeln 1900); L. Joseph, Almanach 1900, Nachschlagebuch für Kollekteure und Losehändler (Neustrelitz 1900); v. Heckel im »Handwörterbuch der Staatswissenschaften«, 2. Aufl., Bd. 5 (Jena 1900); »Unsre Lotterien, Führer durch die Staatslotterien Deutschlands« (von Alb. Lüdtke, Berl. 1902); Zabel, Die gesetzlichen Bestimmungen über Glücksspiele, Lotterien, Ausspielungen und Wetten (Bresl. 1903); Endemann, Lehrbuch des bürgerlichen Rechts, 9. Aufl., Bd. 1, S. 1176 ff. (Berl. 1903); Theisen, Staatslotterie und Reichsgericht (Elberf. 1904); Mayet, L. und Sparen (Berl. 1904); Bajoński, Kritik und Reformen der deutschen Staatslotterien als Finanzregalien (das. 1904); Nina, La teoria del lotto di Stato (Turin 1905). S. auch Meyers Glücksspiele.
   L. heißt auch ein beliebtes Unterhaltungs-Glücksspiel mit Karten. Jeder Mitspieler nimmt sich von den 32 Blättern einer deutschen Karte eine oder mehrere (gewöhnlich 2) und gibt dem Bankhalter für das Blatt einen bestimmten Einsatz. Mit einer zweiten Karte besorgt dann der Bankhalter das Abziehen von 9 Blättern so, daß 4 Paare untereinander gelegt werden; das neunte Blatt ist das »große Los«. Für jede Karte des ersten Paares hat der Bankier den einfachen, für jede des zweiten Paares den doppelten, für jede des dritten Paares den dreifachen, für jede des vierten Paares den vierfachen und für das große Los den neunfachen Einsatz zu bezahlen (Ziehung 1.5. Klasse).
 
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Lotterieanlehen (Prämienanlehen), öffentliche Anlehen, deren Eigentümlichkeit darin besteht, daß feste jährliche Zinsen entweder gar nicht (sogen. unverzinsliche) oder doch nur zum Teil (sogen. verzinsliche L.) gezahlt, vielmehr dieselben ganz oder teilweise zum Gegenstand einer nach einem festgesetzten, meist auf den einzelnen Schuldverschreibungen abgedruckten Ziehungsplan vorgenommenen L. gemacht werden. Die auf ein Los (Anlehenslos) kommende Zahlung einschließlich des Gewinnes heißt Prämie. Bei der allgemein verbreiteten Neigung zum Glücksspiel finden diese Lotterien bereitwillige Aufnahme beim Publikum und bieten infolgedessen dem Staate den Vorteil, daß das Anlehen zu einem verhältnismäßig hohen Kurs begeben werden kann. Unverzinsliche L. entziehen allerdings viele Kapitalien einem regelmäßigen Zinsgenuß, aber sie können doch Gelegenheit geben, kleine Summen zu sparen, wenn nämlich, wie dies meist üblich ist, die kleinsten Gewinne noch über dem eingezahlten Satze stehen und selbst bis gegen Ende der Verlosung hin wachsen, vorausgesetzt natürlich, daß nicht etwa der Kurs des Einkaufs diese Aussicht zunichte macht. In diesem Fall unterscheiden sich die L. wesentlich von den gemeinen Meyers Lotterien (s. d.), bei denen der Gewinn des einen nur durch den Verlust des andern ermöglicht wird, während ein teilweiser Verlust an Zinsen nicht so schwer empfunden wird. Empfehlenswerter sind verzinsliche L., namentlich wenn größere Anlehen aufgenommen werden sollen; denn viele ernsthafte Kapitalisten, die sich scheuen, ihr Kapital in Papieren anzulegen, die nicht regelmäßig Zinsen tragen, sind doch bereit, dieses für Anlehen, bei denen schlimmstenfalls eine niedrigere Verzinsung, bestenfalls aber ein guter Gewinn in Aussicht steht, hinzugeben. Bei fast allen L. werden die Lose, oft Prämienlose, Prämienscheine, Lospapiere genannt, in Serien geteilt (etwa Nr. 11000 als erste, 10012000 als zweite Serie etc.). Vor der Nummernziehung finden eine oder mehrere Serienziehungen statt. Da nun im voraus bekannt ist, welche Nummern in jeder Serie enthalten sind, so steigen die in einer gezogenen Serie enthaltenen Nummern (Serienlose) im Kurs bis zu demjenigen Betrag, den man durch Division der für die ganze Serie zur Rückzahlung bestimmten Summe durch die Zahl der Nummern erhält; ja, sie kommen in der Zwischenzeit bis zur Ziehung der Nummern wenig mehr auf den Markt. In Deutschland fanden von jeher nicht allein die von Preußen, Baden, Kurhessen, Oldenburg, sondern auch die von fremden Ländern und Städten begebenen Prämienlose willige Abnehmer. Doch sind die L. in den letzten Jahrzehnten als Staatsanlehen selten mehr benutzt worden, und es dürfen im Deutschen Reiche nach dem Gesetz vom 8. Juni 1871 neue Inhaberpapiere mit Prämien nur auf Grund eines Reichsgesetzes und nur für Anlehen eines Bundesstaats oder des Reiches ausgegeben werden. Von ausländischen Prämienanlehen, die vor dem 1. Mai 1871 emittiert sind, dürfen diejenigen Stücke, die bis 15. Juli 1871 gegen eine Gegebühr

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von 1/2-1 Mk. zur Abstempelung vorgelegt wurden, frei in Deutschland kursieren. England kennt die Prämienanlehen nicht; in Frankreich kommen sie nur bei Gemeinden vor. L. haben übrigens für den Schuldner den Nachteil, daß sie, wenn sie zu einer Zeit abgeschlossen worden sind, zu welcher der Zinsfuß hoch stand, nicht beliebig gekündigt und zurückgezahlt werden können. Bezüglich der an die Prämienpapiere sich anschließenden Heuer- oder Promessengeschäfte vgl. Heuergeschäft.
 
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Lotther, Melchior, einer der fähigsten und tätigsten Buchdrucker Leipzigs im Anfang des 16. Jahrh., stammte aus Aue im Vogtlande, trat im letzten Jahrzehnt des 15. Jahrh. in die große Druckerei Kunz Kachelofens, des ersten ständigen Leipziger Buchdruckers, ein, wurde dessen Schwiegersohn, Teilhaber und Geschäftsnachfolger. 1498 erhielt er das Leipziger Bürgerrecht. Er druckte im Auftrag der Bischöfe von Meißen und des Rates zu Leipzig, druckte und verlegte aber auch Bücher aus allen Wissenschaften, die sämtlich durch Schönheit der Ausstattung hervorragen. Daneben war er Sortimenter und Besitzer eines Weinschanks. Die schriftstellerische Kraft Martin Luthers, in dessen Auftrag er schon 1517 dessen Thesen (noch vor der Disputation) und folgend mehrere andre Schriften gedruckt hatte, veranlaßte ihn, 1519 in Wittenberg ein Zweiggeschäft zu gründen, dem seine Söhne Melchior der Jüngere und später (1523) auch Michael vorstanden. Hier wurde im September 1522 der erste Druck des Neuen Testaments in Luthers Übersetzung (Septemberbibel) vollendet, und zunächst blieben die L. die einzigen autorisierten Bibeldrucker Luthers. Dann aber zogen sie sich (1524) die Ungnade des Kurfürsten zu. Der jüngere, Melchior L., verschwindet anscheinend ganz, Michael ging später nach Magdeburg, wo er bis 1554 druckte; der alte Melchior führte das Stammgeschäft bis in die 1530er Jahre fort. Dann zog er sich zurück und starb 1542. Vgl. G. Wustmann, Aus Leipzigs Vergangenheit, neue Folge (Leipz. 1898).
 
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Lotti, Antonio, Komponist, geb. 1665 in Venedig (nach einigen 1667 in Hannover, wo sein Vater kurfürstlicher Hofkapellmeister war), gest. 5. Jan. 1740 als Kapellmeister der Markuskirche in Venedig, erhielt seine Ausbildung in Venedig durch G. Legrenzi und wurde 1692 Organist an der zweiten Orgel, 1704 an der ersten Orgel der Markuskirche und 1736 Kapellmeister. 171719 weilte er auf Einladung des Kurfürsten in Dresden und brachte daselbst mehrere Opern zur Ausführung. Lottis 21 Opern sind vergessen, dagegen sind von seinen trefflichen Kirchenkompositionen aller Art je ein sechs-, acht- und zehnstimmiges Crucifixus noch jetzt hochberühmt und werden mit Recht zu den hervorragendsten Werken italienischer Kirchenmusik gezählt.
 
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Lotto (ital.), soviel wie Zahlenlotterie (s. Meyers Lotterie, S. 734). Dann ein beliebtes Gesellschaftsspiel. Jeder Teilnehmer erhält 13 Nummerkarten, die drei Reihen in der Höhe und neun in der Breite haben. Auf jeder Breitenreihe befinden sich fünf Zahlen aus der Folge von 190, vier Felder bleiben leer. Einer stehen in der ersten, Zehner in der zweiten, Zwanziger in der dritten Vertikalreihe u. s. s. Meyers Die Zahl der Spielteilnehmer ist unbeschränkt, da es der Kombinationen von fünf Zahlen aus 190 eine sehr große Menge gibt und demnach außerordentlich viel Karten ausgegeben werden können. Hat jeder seine Karten bekommen und seinen Einsatz geleistet, so zieht ein Ausrufer Täfelchen aus einem Beutel, die auch die Ziffern von 190 tragen, und sagt sie an. Jeder, der eine angesagte Zahl auf seiner Karte hat, bedeckt diese Zahl, und wer zuerst eine Quinterne (Breitenreihe) besetzt hat, gewinnt.
 
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Lotto, Lorenzo, ital. Maler, geb. um 1480 in Venedig, gest. um 1556 in Loreto, bildete sich bei Giovanni Bellini zusammen mit Palma Vecchio, dessen Einfluß er später empfing, schloß sich dann an Giorgione an und nahm auch Eigentümlichkeiten von Leonardo da Vinci und Correggio, namentlich in bezug auf Behandlung des Helldunkels, in seinen malerischen Stil auf. Er war vor 1504 in Treviso, von 150612 in der Mark Ancona und in Rom, 1513 in Bergamo, 1514 in Venedig, 151524 wieder in Bergamo und dann bis gegen 1550 in Venedig tätig. Gegen Ende seines Lebens siedelte er nach Loreto über, wo er von der Casa santa ernährt wurde, der er seine Habe geweiht hatte. L. hat nur religiöse Gemälde, Bildnisse und eine allegorische Darstellung (Sieg der Keuschheit, im Palazzo Rospigliosi zu Rom) gemalt. Seine Hauptwerke der erstern Gattung sind: Verlobung der heil. Katharina (München, Pinakothek), Verehrung der Maria (1516, Bergamo, San Bartolommeo), Madonna mit vier Heiligen (1521, Bergamo, Santo Spirito), ein sechsteiliges Altarbild mit der thronenden Madonna und drei Heiligen in der Mitte (1508) und die Verklärung Christi (Recanati, Munizipium), Christi Abschied von seiner Mutter und das Doppelbild der Heiligen Sebastian und Christoph (Berlin, Kaiser Friedrich-Museum), Apotheose des heil. Nikolaus (Venedig, Carmine), heilige Familie (Florenz, Uffizien), Madonna mit dem Kind und Johannes (Dresden, Galerie), Himmelfahrt Mariä (Ancona, San Domenico). Bildnisse von ihm befinden sich im Kaiser Friedrich-Museum zu Berlin (Bildnis eines Architekten), in der Brera zu Mailand (Bildnis der Laura di Pola, Hauptwerk), in der Nationalgalerie zu London (Doppelbildnis von Agostino und Niccolo della Torre), im Pradomuseum zu Madrid (Doppelbildnis eines Brautpaares) und an andern Orten. Vgl. Berenson, Lorenzo L. (3. Ausg., Lond. 1905).

 

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Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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