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Maiglöckchen bis Maikrankheit (Bd. 6, Sp. 120)
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Artikelverweis Maiglöckchen, s. Convallaria.
 
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Maiglöckchenbaum, s. Halesia.
 
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Maigraf, s. Meyers Maifest.
 
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Maihingen, Dorf, s. Meyers Wallerstein.
 
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Maikäfer (Melolontha Fab.), Gattung der Blatthornkäfer (Lamellicornia), besonders repräsentiert durch den gemeinen M. (M. vulgaris L., s. Tafel Meyers »Forstinsekten II«, Fig. 9), 2223 mm lang, mit kleiner Fühlerkeule, allmählich sich verschmälerndem Aftergriffel, an der Basis gezahnten Klauen, rostfarbenen Fühlern, Beinen und Flügeldecken, rotbraunem, selten schwarzem Brustschild und kreideweißen, dreieckigen Seitenflecken am Hinterleib. Der Käfer fliegt etwa im Mai und richtet am Baumlaub großen Schaden an. Die befruchteten Weibchen legen in lockern, humusreichen Boden bis 30 weiße Eier in einigen Häuflein 57 cm tief unter der Oberfläche, und nach 46 Wochen kriechen die Larven aus. Diese (Engerlinge) sind schmutzigweiß, am hintern Ende schwarzblau durchscheinend, an den hornigen Teilen gelbbraun; ihr querfaltiger Körper besteht aus 12 Ringen, sie haben viergliederige Fühler, keine Augen und sehr kräftige Mundteile. Sie leben im ersten Jahre gesellig, häuten sich wiederholt und brauchen zu ihrer Entwickelung vier, in andern Gegenden drei Jahre. Sie schädigen Pflanzenwurzeln in Baumschulen, Gärten und auf Äckern. Wenn sie erwachsen sind, gehen sie tiefer in die Erde, arbeiten eine Höhle aus und verpuppen sich in derselben im Juli oder August. Der Käfer schlüpft bald aus, bleibt aber bis zum nächsten Frühjahr in der Erde. Durch das bei jedem M. vor dem Ausfliegen zu beobachtende Pumpen (»Zählen«) füllt er seine Luftröhren (Tracheen) und die mit diesen in Verbindung stehenden Bläschen mit Luft, um den schwerfälligen Körper zum Fluge befähigter zu machen. Feinde des Maikäfers sind Fledermäuse, Eulen, Stare und viele andre Vögel; Füchse, Marder, Dachse, Igel, Schweine stellen ihm nach; die Engerlinge werden besonders von Maulwürfen, Saatkrähe und Wiedehopf verfolgt. Zur Bekämpfung der M. kann man sie durch künstliche Brutstätten (frischer Kuhmist, 58 cm hoch mit Erde bedeckt) ködern, die man in Eichenwaldungen an freien Stellen anlegt und im Juli verbrennt. Sehr viel kann durch Einsammeln geschehen, wenn es in einem Flugjahr mit dem ersten Erscheinen der Käfer begonnen und während der ganzen Flugperiode fortgesetzt wird. Im Bezirk des Landwirtschaftlichen Zentralvereins der Provinz Sachsen sind z. B. in einem Jahr 30,000 Ztr. Käfer (= ca. 1590 Mill. Stück) gesammelt und mit Kalk zu Dünger verarbeitet worden. Auch ist es sehr empfehlenswert, Stare durch Aushängen von Hunderten von Brutkasten anzulocken. Außerdem sammelt man die Engerlinge hinter Pflug und Spaten und pflanzt auch zwischen den Kulturpflanzen Kopfsalat, an dessen Welken man das Fressen der Engerlinge erkennt, die dann leicht an den Wurzeln des Salats gefangen werden können. Dem gewöhnlichen M. sehr ähnlich ist der Roßkastanienlaubkäfer (M. Hippocastani Fab.), mit plötzlich verengertem Endgriffel und rötlichem Kopf- und Halsschild, der besonders in Norddeutschland vorkommt und etwas kleiner als der erstere ist. Der Walker (M. [Polyphylla] fullo L., s. Tafel Meyers »Käfer I«, Fig. 18), 30 mm lang, schokoladenfarbig, weißlich gefleckt, lebt besonders in Norddeutschland auf Kiefern; seine Larve beschädigt die Wurzeln der zur Befestigung der Dünen angepflanzten Gräser. Der Junikäfer (Brach- oder Johanniskäfer, Julikäfer, Rhizotrogus solstitialis L), 12 mm lang, mit dreiblätteriger Fühlerkeule, ohne Aftergriffel, auf der Oberseite blaß gelbbraun, am Halsschild, am Schildchen und an der Brust langzottig behaart, fliegt im Juni und Juli etwa 14 Tage lang, sitzt am Tage im Buschwerk und auf jungen Obstbäumen und schwirrt abends umher. Das Weibchen legt seine Eier an die Wurzeln besonders der Gräser und Kräuter, und die gedrungen gebaute Larve kann diesen schädlich werden. Die Entwickelung erfolgt in einem oder zwei Jahren. Vgl. Plieninger, Belehrung über die M. (Stuttg. 1868); Zürn, M. und Engerlinge (Leipz. 1901).
 
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Maikammer-Alsterweiler, Landgemeinde im bayr. Regbez. Pfalz, Bezirksamt Landau, am Fuße der Hardt, mit Station M.-Kirrweiler an der Linie Neustadt a. d. H. Weißenburg der Pfälzischen Eisenbahn, hat eine kath. Kirche mit einem Gemälde von Albrecht Dürer, ein Denkmal des hier gebornen bayrischen Generals v. Hartmann, Emaillewaren- und Maßstabfabrikation, Weinbau, Weinhandel und (1900) 3475 Einw. Westlich der Meyers Kalmit (s. d.).
 
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Maikirsche, s. Meyers Kirschbaum, S. 69.
 
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Maikong, Raubtier, s. Meyers Grison.
 
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Maikönig, s. Meyers Maifest.
 
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Maikop, Distriktshauptstadt in der Provinz Kuban des russ. Generalgouv. Kaukasien, an der Bjelaja, mit (1902) 34,191 Einw., die einen lebhaften und schnell zunehmenden Handel mit den Produkten der fruchtbaren Umgebung treiben.
 
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Maikrankheit, s. Meyers Tollkrankheit.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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