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Mähne bis Mahoîtres (Bd. 6, Sp. 113)
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Artikelverweis Mähne, bei einigen Tieren, z. B. Löwen, Pferden, die langen Haare, die vom Hinterkopf bis zum Kreuz stehen. Beim Pferd nennt man das vordere, über die Stirn fallende Ende der M. Mähnenschopf.
 
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Mahnen, der Brunftton des weiblichen Hochwildes.
 
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Mähnengerste, s. Meyers Gerste, S. 663.
 
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Mähnengrind, soviel wie Weichselzopf.
 
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Mähnenrobbe, s. Meyers Seebär.
 
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Mähnenschaf, s. Meyers Schaf.
 
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Mähnentaube (Caloenas nicobarica L.), s. Meyers Kragentaube; auch soviel wie Schmalkaldener Mohrenkopf, s. Meyers Tauben.
 
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Mähnenwolf (roter Wolf, Guara, Canis jubatus Desm.), ein dem Wolf sehr ähnliches Raubtier, 1,3 m lang, mit 40 cm langem Schwanz, 70 cm und darüber hoch, mit starker, aufrichtbarer Mähne im Nacken und längs des Rückens, ist oberseits zimtbraun, unterseits heller, an der Schnauze braun, an der Nase schwarz und im Nacken mit einem schwarzbraunen Fleck, Ohren und Beine sind auf der Innenseite weiß. Der M. ist über Südamerika weit verbreitet, hält sich aber sehr zurückgezogen, nährt sich von kleinen Tieren und Früchten und greift nur ausnahmsweise Herdenvieh an. Das Fleisch wird gegessen.
 
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Mahnung (Interpellatio), die seitens des Gläubigers an den Schuldner gerichtete Aufforderung zur Erfüllung seiner Verbindlichkeit. Ist er jedoch am Verzuge nicht schuld, so entfällt die Verpflichtung zur Zahlung von Verzugszinsen. An eine bestimmte Form oder an bestimmte Worte ist die M. nicht gebunden, es muß nur dem Schuldner erkennbar sein, daß er hierdurch an Erfüllung seiner Verbindlichkeit gemahnt wird. Eine M. vor Fälligkeit der Schuld ist wirkungslos wie eine M., die unter einer Bedingung erfolgt. Bloße Zusendung der Rechnung ohne Aufforderung zur Zahlung ist noch keine M. Erhebung der Klage auf Zahlung sowie Zustellung eines Meyers Zahlungsbefehls (s. d.) gelten dagegen stets als M. Einer M. bedarf es nicht, wenn von den Parteien ein bestimmter Lieferungstermin festgesetzt wurde (s. Dies interpellat pro homine). Vgl. Bürgerliches Gesetzbuch, § 284, 285, und Zivilprozeßordnung, § 253, 267 und 93.
 
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Mahnverfahren heißt nach der deutschen Zivilprozeßordnung (§ 688703) das auf solche Fälle berechnete Verfahren, in denen ein eigentlicher Streit unter den Parteien nicht besteht, der Gläubiger vielmehr das Gericht nur deshalb anrufen muß, weil der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann oder will. Das Wesen des Mahnverfahrens besteht darin, daß auf einseitigen Antrag ein Zahlungsbefehl erlassen wird, auf Grund dessen, wenn Widerspruch nicht erhoben wird, die Zwangsvollstreckung erfolgen kann. Das M. ist zulässig wegen aller Ansprüche, welche die Zahlung einer bestimmten Geldsumme oder die Leistung einer bestimmten Menge andrer vertretbarer Sachen oder Wertpapiere zum Gegenstand haben. Dazu gehören nach § 688 auch die Ansprüche aus einer Hypothek oder Grundschuld oder einer Rentenschuld. Das M. findet nicht statt, wenn die Geltendmachung des Anspruchs von einer Gegenleistung abhängig ist oder die Zustellung des Zahlungsbefehls im Ausland oder durch öffentliche Bekanntmachung erfolgen mußte. Die Frist zur Zahlung oder zur Erhebung des Widerspruchs beträgt eine Woche. Zum Erlaß des Zahlungsbefehls sind ohne Rücksicht auf die Höhe des Betrages die Amtsgerichte zuständig. Das Gesuch muß enthalten 1) die Bezeichnung der Parteien nach Namen, Stand oder Gewerbe und Wohnort; 2) die Bezeichnung des Gerichts; 3) die bestimmte Angabe des Betrages oder Gegenstandes und des Grundes des Anspruchs; 4) das Gesuch um Erlaß des Zahlungsbefehls. Das Gesuch kann schriftlich oder mündlich angebracht werden; die Einreichung durch einen Rechtsanwalt ist nicht erforderlich. Mit der Zustellung des Zahlungsbefehls an den Schuldner treten die Wirkungen der Meyers Rechtshängigkeit (s. d.) ein. Wird von dem Schuldner Widerspruch nicht erhoben, so ist der Zahlungsbefehl auf Gesuch des Gläubigers für vorläufig vollstreckbar zu erklären. Die Vollstreckbarerklärung erfolgt durch einen auf den Zahlungsbefehl zu setzenden Vollstreckungsbefehl. Dieser letztere steht einem für vorläufig vollstreckbar erklärten, auf Versäumnis erlassenen Endurteil gleich; es ist also dagegen binnen zwei Wochen Einspruch zulässig, wie gegen ein Versäumnisurteil. Wird gegen den Zahlungsbefehl Widerspruch erhoben, so verliert er seine Kraft mit Ausnahme der Rechtshängigkeit. Will der Kläger die Sache fortsetzen, so tritt das regelmäßige amtsrichterliche oder landgerichtliche Verfahren ein, je nachdem die Sache der Zuständigkeit des Amtsgerichts oder des Landgerichts unterliegt. Im erstern Fall kann jede Partei den Prozeßgegner nunmehr zur mündlichen Verhandlung vor das Amtsgericht laden. Handelt es sich aber um eine Landgerichtssache, so hat der Kläger binnen sechs Monaten ordentliche Klage bei dem zuständigen Landgericht im Anwaltsprozeß zu erheben. Die Kosten des Mahnverfahrens werden alsdann als Teil der Kosten des entstehenden Rechtsstreites angesehen. Im österreichischen Recht wird das M. durch ein Gesetz vom 27. April 1873 geregelt. Danach ist das M., das in der Erlassung eines bedingten Zahlungsbefehls besteht, nur zulässig, wenn der geforderte Betrag oder der Wert des in Anspruch genommenen Gegenstandes ohne Hinzurechnung von Zinsen und Nebengebühren die Summe von 400 Kronen nicht übersteigt. Die Einspruchsfrist ist gleichfalls eine 14tägige. Der Einspruch erfolgt nach österreichischem wie nach deutschem Recht formlos, entweder schriftlich oder mündlich zu Protokoll. Gründe brauchen nicht angegeben zu werden. Vgl. Skedl, Das M. (Leipz. 1891); O. Richter, Das M. (Hannov. 1895).
 
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Mahoîtres (franz., spr. ma-ŭātr'), ausgepolsterte Schulternwülste, die im ersten Viertel des 15. Jahrh. bei den männlichen Trachten in Frankreich aufkamen und sich im 16. Jahrh. auch auf die weibliche Kleidung übertrugen. S. Tafel Meyers »Kostüme II«, Fig. 5 u. 11. Vgl. auch Gänsbauch.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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