Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Mahanoy City bis Mahé (Bd. 6, Sp. 103)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Mahanoy City, Stadt in der Grafschaft Schuylkill des nordamerikan. Staates Pennsylvanien, mit Anthrazitgruben der Philadelphia-Reading-Bahngesellschaft, Eisen- und Maschinenindustrie und (1900) 13,504 Einw.
 
Artikelverweis 
Maharadscha (»Großkönig«), Titel mehrerer Fürsten und hoher Beamten Indiens; vgl. Radscha.
 
Artikelverweis 
Maharatten, Volk, s. Meyers Mahratthen.
 
Artikelverweis 
Maharbal, Reiterführer Hannibals im zweiten Punischen Krieg, der diesem nach der Schlacht bei Cannä zurief: »Zu siegen weißt du, aber nicht den Sieg auszunutzen«, als Hannibal seinen Rat, nach Rom zu marschieren, nicht befolgen wollte.
 
Artikelverweis 
Maharero, Samuel, Oberkapitän der Herero in Deutsch-Südwestafrika, Sohn des 1890 gestorbenen Oberhäuptlings Ka-Mahárero (Kamaherero), der sich 1885 unter deutschen Schutz gestellt hatte, blieb nach der Unterwerfung Hendrik Witboois durch Major Th. Leutwein (1894) zunächst noch ruhig, ließ sich auch durch die deutscherseits wegen der Rinderpest (1897/98) ergriffenen Maßregeln nicht stören, erhob sich aber überraschend Anfang Januar 1904 (s. Herero, S. 207) und floh, als der Aufstand gescheitert war, über die Grenze in das benachbarte Britisch-Betschuanaland, wo er sich mit drei Söhnen und mehreren Unterhäuptlingen noch im August 1905 am Ngamisee unter polizeilicher Aussicht befand.
 
Artikelverweis 
Mahavelona, Fort von Meyers Foulpointe (s. d.) auf Madagaskar.
 
Artikelverweis 
Mahbub, Feingewicht in Tripolis für Rohgold = 1,356 g; nach 1845 Rechnungseinheit zu 20 Gurusch = 3,5938 Mk. der Talerwährung; Goldmünze (Machbubzecchino, Sultanino) von 1773 ganz sein = 5,02 Mk., der gleichzeitige von Tunis 885 Tausendstel sein = 6,296 Mk., auch halb (Nusfia M.).
 
Artikelverweis 
Mahdera-Mariam (Mahdara Marjam), Stadt in Abessinien, östlich des Tanasees, mit 4000 Einwohnern.
 
Artikelverweis 
Mahdi (»der Rechtgeleitete«), der von den Muslimen erwartete Glaubenserneuerer (Paraklet), der, von Allah in der Endzeit gesandt, das Werk Mohammeds vollenden, die Ungläubigen bekehren oder vernichten und mit den Gläubigen ins Paradies eingehen wird (vgl. J. Darmesteter, Le M. depuis les origines de l'Islam, etc., Par. 1885; Snouck Hurgronje, Der M., in der »Revue coloniale internationale«, 1886). Der Glaube an den M., schon früh durch christliche Einflüsse im Islam lebendig geworden, knüpft sich bei den verschiedenen Religionsparteien an verschiedene Persönlichkeiten, bei den Schiiten an die Nachkommen Alis, und politische Prätendenten haben sich häufig für den M. ausgegeben, mit dem größten Erfolg Obeid Allah, der erste der Meyers Fatimiden (s. d.). Für einen solchen Sendling Allahs gab sich 1881 ein Ägypter im Sudân aus. Der Derwisch Mohammed Ahmed, geb. um 1840 aus dem Stamm der Danagla, ließ sich, als Wundermann verehrt und von Sklavenhändlern unterstützt, auf der Insel Aba im Weißen Fluß nieder. Er behauptete sich gegen alle Versuche der Ägypter, ihn gefangen zu nehmen, und sammelte allmählich, zum Teil aus Überläufern von dem ägyptischen Heer, viele Anhänger um sich. Der Chedive Ismail Pascha suchte ihn als falschen Propheten zu brandmarken, was seine Anhänger veranlaßte, ihn für den wirklichen M. zu erklären; dies gelang um so leichter, als die von ihm gepredigte Lehre des Mohammed ibn-Abd el-wahhāb (des Stifters der Wahhabitensekte) bei fanatischen Semiten stets Anklang findet. Die Wirren in Ägypten 1882 begünstigten die Ausbreitung seiner Macht in Kordofan. Nach dem Siege der Engländer strömten ihm viele Unzufriedene zu, und so verstärkt, konnte er sich im Januar 1883 der Hauptstadt Kordofans, El Obeïd, bemächtigen und sogar das ägyptische Heer unter Hicks Pascha 3. Nov. bei Kaschgil vernichten. Der neue Generalgouverneur des Sudâns, Meyers Gordon (s. d. 3), suchte 1884 vergeblich, der Ausbreitung seiner Macht entgegenzuwirken. Doch nach der Einnahme von Chartum (26. Jan. 1885) verfiel er der Wollust und starb 22. Juni 1885 in Omdurman an Herzverfettung. Sein Nachfolger wurde Abdullahi el-Teischi (s. d.), im Gegensatz zu seinem geschulten Vorgänger ein unwissender Despot ohne große Ziele, unter dem der Mahdismus zu sinken begann; er fiel 24. Nov. 1899 gegen Wingate bei Om Debrikrat. Vgl. über die neuere Geschichte: Wingate, Mahdism and the Egyptian Sudan (Lond. 1891); Ohrwalder, Aufstand und Reich des M. im Sudân und meine zehnjährige Gefangenschaft daselbst (Innsbr. 1892); Slatin Pascha, Feuer und Schwert im Sudân (9. Aufl., Leipz. 1899); Schurtz im 3. Bande von Helmolts »Weltgeschichte« (das. 1901); Dujarric, L'Etat mahdiste du Soudan (Par. 1904).
 
Artikelverweis 
Mahdija, Hafenort, s. Meyers Mahédia.
 
Artikelverweis 
Mahé, 1) franz. Besitzung an der Küste von Malabar, unter 11°42' nördl. Br., südlich der Mündung des Mahéflusses, 59 qkm mit (1901) 10,298 Einw., darunter 160 Europäer; besteht aus der kleinen Stadt M. mit schlechter Reede und vier Dörfern, Enklaven im britischen Territorium. 2) Insel, s. Meyers Seychellen.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer