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Mahabaleschwar bis Mahanaim (Bd. 6, Sp. 101 bis 103)
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Artikelverweis Mahabaleschwar, Sanatorium, s. Meyers Puna.
 
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Mahabalipur (Mahavellipur), Dorf im Distrikt Tschingelpat der britisch-ind. Präsidentschaft Madras, unter 12°37' nördl. Br., berühmt durch seine Höhlentempel, Monolithen, meist aus der letzten buddhistischen Zeit, mit zum Teil wundervollen Reliefs, aber bereits teilweise vom Meer verschlungen.
 
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Mahâbhârata (»das große Gedicht von den Bharata«), Titel eines altindischen Heldengedichts, dem Inhalte nach fast mehr eine Enzyklopädie der Sagen und der Philosophie der Inder als die Erzählung einer bestimmten Begebenheit. Letztere ist teilweise zum Rahmen herabgesunken, in den die übrigen Erzählungen und Abhandlungen (so die Bhagavad-Gîtâ, s. d.) eingefügt sind. Als Verfasser des aus über 100,000 Doppelversen (Çloka) bestehenden Gedichts wird ein mythischer Vyâsa genannt, ein Name, der nichts weiter als die personifizierte Diaskeuase (Anordnung, Redaktion) bezeichnet. In dem Gedicht selbst werden kürzere Redaktionen von 8800 und von 24,000 Doppelversen erwähnt. In der Tat ist das Werk unzweifelhaft erst durch lange Jahrhunderte zu seinem gegenwärtigen ungeheuern Umfang angeschwollen. Die Geschichte dieses Vorgangs liegt im wesentlichen noch, und vielleicht für immer, im Dunkel; sein Abschluß reicht bis in späte, vielleicht gar in nachchristliche Zeit herab. Der Inhalt des Epos scheint nicht ohne historischen Kern zu sein; man dürfte an Vorgänge des jüngern vedischen Zeitalters zu denken haben. Das Epos erzählt den Thronfolgestreit zwischen den Söhnen zweier Brüder, Pându und Dhritarâschtra (beide vom Bharatastamm). Der erstere hat fünf Söhne; 100 zählt Dhritarâschtra, der ältere, aber blinde Bruder. Das 1. Buch berichtet die Genealogie und Jugendzeit der Helden sowie die Eifersucht, die sich gegen die Pândusöhne in ihren Nebenbuhlern, den Kaurava, erhebt. Erstere sollen heimlich durch Feueranlegen an ihr Haus aus der Welt geschafft werden. Doch sie entkommen in die Wildnis. In die Öffentlichkeit treten sie bei der Werbung um die schöne Draupadî, wobei Ardschuna im Bogenspannen alle übrigen Bewerber übertrifft und Draupadî den fünf Brüdern gewonnen wird. Dhritarâschtra überläßt nun das halbe Reich Pândus Söhnen. 2. Buch: Neidisch auf das Glück jener bringen die Söhne Dhritarâschtras ein Würfelspiel in Vorschlag; Judhischthira, der älteste der Pândava, ein leidenschaftlicher Spieler, verliert sein Königreich, seine Brüder, seine eigne Freiheit, sein Weib. Von dem durch böse Vorzeichen erschreckten Dhritarâschtra werden zwar die Pândusöhne freigegeben; allein Judhischthira wird noch einmal zum Spiel geladen, und da er wiederum verliert, wird er mit seinen Brüdern zu einem Exil von zwölf Jahren verurteilt. Das episodenreiche 3. Buch füllt die Beschreibung des Aufenthalts der Brüder in der Einsamkeit; das 4. beschreibt ihre Abenteuer im 13. Jahr und ihre Leistungen im Dienste des Königs Virâta, dem sie sich

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gegen Ende des Jahres zu erkennen geben; dieser wird ihr Verbündeter zur Wiedergewinnung ihres Reiches. Das 5. Buch zählt die beiderseitigen Vorbereitungen zum Krieg auf und beschreibt die einzelnen Verbündeten; das 6.10. Buch sind ausführlicher Schilderung der ungeheuern Kämpfe gewidmet, in denen das ganze Heldengeschlecht untergeht; nur die Pândusöhne und der ihnen verbündete Krischna bleiben am Leben. Das 11. Buch erzählt die Totenklage und die Bestattung der Helden; das 12. ergeht sich in ermüdender Breite über die Pflichten der Könige, den Nutzen guter Werke und die Mittel, um endliche Erlösung von der Existenz zu erreichen. Ebenso breit behandelt das 13. Buch die Kastenvorschriften und andres mehr und ist, wie das vorhergehende, reich an Einschiebseln und Erzählungen. Im 14. bis 18. Buche wird das große Roßopfer erzählt, das Judhischthira vollzieht, das Fortziehen und der Tod Dhritarâschtras, sodann der Tod des Krischna, die Thronentsagung Judhischthiras und das Eingehen der Helden zum Himmel. Eine Art Supplement mit dem besondern Titel »Harivamça« (s. d.) bildet den Schluß des Ganzen. Der Text des M. wurde zu Kalkutta 183439 gedruckt und füllt vier starke Foliobände und einen Registerband; später Bombay 1863 u. ö.; eine kritische Neuausgabe wird von einer Vereinigung von Akademien vorbereitet. Die französische Übersetzung von Hippolyte Fauche in 10 Bänden (Par. 186370) ist unvollendet und philologisch ungenügend. Englische Übersetzung herausgegeben von Protap Chandra Roy, 7 Bde. (Kalk. 188696). Einzelne Episoden sind mehrfach herausgegeben und übersetzt worden; so die Episode von Meyers Nala (s. d.), von der Sintflut von Bopp (Ausgabe u. Übersetzung, Berl. 1829), von Meyers Sâvitrî (s. d.), Meyers Harivamça (s. d.), Meyers Bhagavad-Gîtâ (s. d.); Mehreres von A. Holtzmann, Indische Sagen (2. Aufl., Stuttg. 1854, 2 Bde.), wo unter anderm der kühne Versuch gemacht wird, die ursprüngliche Gestalt des Epos zu gewinnen. Wichtig waren die Untersuchungen von Lassen in der »Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes«, Bd. 13, und in der »Indischen Altertumskunde«, Bd. 1 (2. Aufl., Leipz. 1867). Vgl. ferner Mon. Williams, Indian epic poetry (Lond. 1863); Wheeler, History of India, Bd. 1: The Vedic period and the M. (das. 1867); A. Holtzmann (der Jüngere), Über das alte indische Epos (Durlach 1881) und Arjúna, Ein Beitrag zur Rekonstruktion des M. (Straßb. 1879) und Das M. und seine Teile (Kiel 189295, 4 Bde.); Bühler und Kirste, Indian Studies, Nr. 2 (Wien 1892); Dahlmann, Das M. als Epos und Rechtsbuch (Berl. 1895; hierzu die große Besprechung von Barth im »Journal des savants«, April, Juni, Juli 1897) und Genesis des M. (Berl. 1899); Oldenberg, Die Literatur des alten Indien, S. 146177 (Stuttg. u. Berl. 1903); Jacobi, Mahâbhârata (Bonn 1903).
 
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Mahâdêva (Mahadö), s. Meyers Çiva.
 
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Mahagoni, ein heller oder dunkler zimtbraunes, gleichmäßig gefärbtes oder durch Maserung geflecktes, an der Luft stark nachdunkelndes Holz, das von Swietenia Mahagoni, vielleicht auch von andern Arten abstammt und aus Westindien und Mittelamerika in mehreren Sorten (Cuba-, San Domingo-, Costarica-, Guatemala-, Tabasco-, Corinto-, Nicaragua-, Panama-M.) in den Handel kommt. Am meisten bevorzugt wird das Tabascoholz, auch Cuba ist sehr beliebt, doch kommen davon auch geringwertige Sorten in den Handel. Das einst sehr geschätzte Hondurasmahagoni wird jetzt durch rot gebeiztes, helles M. ersetzt. M. ist schwer spaltig, wenig schwindend, im Trocknen dauerhaft, sehr politurfähig, vom spez. Gew. 0,560,87 und ebenfalls stark schwankender Härte. Es wird hauptsächlich als Möbelholz benutzt. Vgl. Tafel Meyers »Industriepflanzen II«, Fig. 2, Swietenia Mahagoni, mit Text. Gambiamahagoni, Madeiramahagoni ist Kailzedraholz. Als Afrikanisches M., soweit es nicht mit Meyers Kailzedraholz (s. d.) identisch ist, kommen Hölzer von nicht sicher bekannter Abstammung in den Handel. Sie sind dem hellen M. ähnlich, aber weniger hart und schwer. Baymahagoni, ein dunkles, hartes, schweres Holz, stammt von einer Rosazee, Cercocarpus ledifolius, in der subalpinen Region der Gebirge Kaliforniens. Auch mehrere Eucalyptus-Arten liefern M. (Neuholländisches, Bastardmahagoni, Waldmahagoni von E. rostrata, s. Meyers Eucalyptus), doch kommt auch australisches M. im Handel vor, das nicht von Eucalyptus-Arten abstammt. Weißes M., s. Anacardium.
 
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Mahagonibaum (Swietenia Mahagoni), s. Tafel Meyers »Industriepflanzen II«, Fig. 2 mit Text; falscher M., s. Meyers Eucalyptus.
 
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Mahalas, s. Meyers Baumelster.
 
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Mahălebkirsche, s. Meyers Kirschbaum, S. 69.
 
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Mahan (spr. mĕ-hänn), Alfred Thayer, nordamerikan. Marineoffizier und Marineschriftsteller, geb. 27. Sept. 1840 in Westpoint (New York), trat 1854 in die Marine, besuchte 185659 die Marineakademie, machte den Bürgerkrieg auf einem Blockadegeschwader mit und wurde 1865 Kapitänleutnant, 1896 Kommandant des Flaggschiffs des amerikanischen Mittelmeergeschwaders unter Admiral Erben und nahm 1898 am Kriege gegen Spanien teil. 1899 war er Mitglied der Friedenskonferenz im Haag. In seinen Hauptwerken: »Influence of sea-power upon history 16601783« (Washington 1890; deutsch, 2. Aufl., Berl. 1898), »Influence of sea-power upon the French Revolution and Empire« (Washingt. 1893, 2 Bde.; deutsch von Batsch, Berl. 189798) und »Sea-power in its relation to the war of 1812« (Boston 1905, 2 Bde.), erweist sich M. als Marinehistoriker, der die Seepolitik und die Seekriege kritisch untersuchte, den mächtigen Einfluß der Seegewalt auf die Weltgeschichte nachwies, zugleich Grundsätze der Seestrategie aus der Seekriegsgeschichte entwickelte und seetaktische Aufgaben nach dem Stande der Seekriegstechnik behandelte. Außerdem schrieb er: »The gulf and inland waters« (1883, neue Ausg. 1898); »Admiral Farragut«, Biographie (1892); »The interest of America in sea-power, present and future« (1897); »Life of Nelson; the embodiment of the sea-power of Great Britain« (1897, 2 Bde.; 2. Aufl. 1899); »Lessons of the war with Spain« (1899); »The problem of Asia« (1900); »The war in South-Africa« (1901); »Types of naval officers« (1901); »Retrospect and prospect; studies in international relations« (1902).
 
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Mahanadi (»großer Fluß«), Name vieler Flüsse in Indien. Der bedeutendste entspringt unter 20°10' nördl. Br. und 82° östl. L. in den Zentralprovinzen, fließt durch Orissa und mündet, 836 km lang, mit großem Delta in den Bengalischen Meerbusen. Sein Stromgebiet mißt 113,400 qkm, zur Zeit des Hoch wassers führt er dem Meer 51,000 cbm in der Sekunde zu (fast ein Fünftel mehr als der Mississippi mit 42,500 cbm), bei Niedrigwasser aber nur 315 cbm. Die Engländer haben an der Spitze des Deltas Schleusen und sowohl Schiffahrts-als Bewässerungskanäle

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gebaut, die Ufer durch starke Dämme eingefaßt, mit einem Aufwand von 24,5 Mill. Mk. Ein Nordarm des M. steht mit der Brahmani in Verbindung. Schiffbar für Boote ist der Fluß von Kattak 200 km aufwärts bis Sambalpur.
 
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Mahanaim (hebr., »Doppellager«), Levitenstadt in Palästina, jenseit des Jordans, auf der Grenze der Stämme Gad und Manasse. Dort wurde Isboseth zum König ausgerufen, und dorthin floh David vor Absalom.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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