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Magnesiumblitzlicht bis Magnesiumsalze (Bd. 6, Sp. 81 bis 82)
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Artikelverweis Magnesiumblitzlicht, s. Meyers Magnesium.
 
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Magnesiumbromīd (Brommagnesium) MgBr2 findet sich im Meerwasser, in den Abraumsalzen von Staßfurt und in vielen Solen; es entsteht beim Erhitzen von Magnesia mit Kohle in Bromdampf und bildet eine farblose kristallinische Masse, die bei Rotglut schmilzt und sich leicht in Wasser löst. Aus der Lösung (die man auch aus Magnesía und Bromwasserstoffsäure erhalten kann) kristallisiert ein sehr zerfließliches Salz MgBr2+6H2O, das wie auch die Lösung beim Erhitzen leicht Bromwasserstoff abgibt. Aus den Mutterlaugen der Staßfurter Abraumsalze gewonnenes M. wird zur Darstellung von Brom benutzt.
 
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Magnesiumchlorīd (Chlormagnesium) MgCl2 findet sich in Verbindung mit Chlorkalium als Carnallit, mit Chlorcalcium als Tachydrit in den Staßfurter Abraumsalzen, gelöst im Meerwasser, in Mineralquellen und Salzsolen; es entsteht beim Verbrennen von Magnesium in Chlor, beim Erhitzen von Magnesia mit Kohle in Chlor, beim Entwässern des wasserhaltigen Salzes in Chlorwasserstoffgas und beim Glühen von wasserfreiem Ammoniummagnesiumchlorid. Zur technischen Darstellung mischt man heiße konzentrierte Lösung von M. mit 50 Proz. wasserfreiem M., läßt erkalten, erhitzt die Masse auf 400° und zuletzt in einem Strome getrockneter Luft. M. bildet farblose Kristallblätter vom spez. Gew. 2,177, schmilzt bei 708° und bildet dann seine wasserhelle, leicht bewegliche Flüssigkeit, die sich mit Spuren von Feuchtigkeit in Chlorwasserstoff und Magnesiumoxyd zersetzt und an der Luft raucht, es läßt sich bei Rotglut im Wasserstoffstrom destillieren, ist sehr zerfließlich, in 0,25 Teilen Wasser unter starker Erhitzung leicht löslich und bildet beim Erhitzen mit Braunstein Chlor. Eine Lösung von M. entsteht beim Behandeln von Magnesia oder kohlensaurer Magnesia mit Salzsäure;

[Bd. 6, Sp. 82]


sie bildet (schwierig zu erhaltende) große farblose Kristalle von MgCl2+6H2O vom spez. Gew. 1,561,65, die scharf bitter schmecken, an feuchter Luft zerfließen, sehr leicht in Wasser, auch in Alkohol löslich sind und schon bei 105° Chlorwasserstoff verlieren, so daß das Salz durch Erhitzen nicht ohne Zersetzung entwässert werden kann. Bei 119° ist es vollständig geschmolzen. Eine 30 proz. Lösung von M. erstarrt beim Anrühren mit dichter gebrannter Magnesia zu einer festen Masse (Sorelscher Zement). In der Technik erhält man M. als Nebenprodukt besonders als Endlauge bei Verarbeitung der Staßfurter Abraumsalze. Die Lauge wird verdampft, bis sie beim Erkalten erstarrt (MgCl2+6H2O), oder noch weiter (geschmolzenes M., mit amorphem Bruch). Kaliummagnesiumchlorid KMgCl3+6H2O findet sich in der Natur als Carnallit (s. d.), kristallisiert aus der Mutterlauge der Salzsolen und des Meerwassers in der Kälte, zersetzt sich an feuchter Luft, indem Chlormagnesium abfließt, und aus der Lösung in heißem Wasser kristallisiert Chlorkalium. Man benutzt M. zum Schlichten von Baumwolle, um diese infolge der Hygroskopizität des Salzes weich zu erhalten, ferner um Holz und Gewebe schwer verbrennlich zu machen, zur Konservierung von Eisenbahnschwellen, zum Reinigen und Scheiden des Runkelrübensaftes, zur Darstellung von Chlorbaryum, zum chlorierenden Rösten von Pyrit- und Kupferkiesabbränden, zur Darstellung von Magnesiazement (Sorelscher Zement), Magnesium, Chlor und Chlorwasserstoffsäure, zum Besprengen von Straßen, um sie staubfrei zu erhalten, als Feuerlöschmittel, zum Karbonisieren der Wolle, zum Füllen von Gasuhren, als Wärmeträger bei Zentralheizungen (Tekterion), zur Desinfektion, zur Reinigung von Abfallwässern etc.; Carnallit wird auf Kalisalze verarbeitet. Die Menge des bei der Verarbeitung der Staßfurter Abraumsalze entfallenden Magnesiumchlorids wird auf 186,000350,000 Ton. im Jahre geschätzt. Die Lauge fließt großenteils in die Bode und mit dieser in die Saale. Hergestellt wurden 1893 nur 12,764 Ton.
 
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Magnesiumhydroxyd (Magnesiumoxydhydrat) Mg(OH)2 findet sich in der Natur als Brucit und Nemalith, entsteht bei Einwirkung von Wasser auf Magnesiumoxyd und wird aus der Lösung von Magnesiasalzen durch Kalilauge gefällt. Es ist farb- und geruchlos, schmeckt sehr schwach bitter, reagiert alkalisch, löst sich in 55,000 Teilen Wasser, viel leichter bei Gegenwart von Ammoniumsalzen, verliert beim Erhitzen sehr leicht Wasser, absorbiert an der Luft Kohlensäure und bildet mit Säuren die Magnesiasalze.
 
Artikelverweis 
Magnesiumkarbonat, s. Meyers Magnesia.
 
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Magnesiumlegierungen s. Meyers Magnesium.
 
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Magnesiumlicht s. Meyers Magnesium.
 
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Magnesiumoxyd, s. Meyers Magnesia.
 
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Magnesiumoxydhydrat, s. Meyers Magnesiumhydroxyd.
 
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Magnesiumphosphat, phosphorsaure Magnesia.
 
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Magnesiumsalze, s. Meyers Magnesiasalze.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
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 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
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 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
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97) Lametta
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99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
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