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Magnesĭa bis Magnesiazement (Bd. 6, Sp. 80)
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Artikelverweis Magnesĭa, 1) östlichste, selbständige Landschaft Thessaliens (s. d.). 2) (M. ad Sipylum) Stadt in Lydien, am nördlichen Abhang des Sipylos, berühmt durch den Sieg der Römer über Antiochos (190 v. Chr.); jetzt Manisa. 3) Stadt in Karien (Ionien), nördlich vom Mäander und am östlichen Abhang des Thorax, angeblich Gründung des thessalischen M., eine der drei Städte, die Artaxerxes dem Themistokles schenkte (der sich gewöhnlich hier aufhielt), und berühmt durch einen Tempel der Artemis Leukophryene, dessen Trümmer beim heutigen Tekke liegen. Dieselben sowie die Agora mit dem Tempel des Zeus Sosipolis sind 189093 durch Humann, Heyne und Kern ausgegraben worden. Vgl. O. Kern, Die Inschriften von M. am Mäander (Berl. 1900); Humann, M. am Mäander. Bericht über die Ergebnisse der Ausgrabungen der Jahre 18911893 (das. 1904; die Bauwerke bearbeitet von J. Kohte, die Bildwerke von Watzinger).
 
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Magnesiaflüssigkeit (Magnesialösung, Magnesiamixtur), Lösung von schwefelsaurer Magnesia (Bittersalz) und Salmiak in Wasser und Ammoniakflüssigkeit, dient in der chemischen Analyse zur Fällung der Phosphorsäure als phosphorsaure Ammoniakmagnesia.
 
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Magnesiaglimmer (Biotit), s. Meyers Glimmer, S. 36.
 
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Magnesialicht, dem Drummondschen Licht entsprechendes und wie dieses angewandtes Licht, bei dem statt der Kalkstifte solche aus gebrannter Magnesia im Knallgasgebläse auf Weißglut erhitzt werden. Beim Magnesiakammlicht wird eine Reihe von Magnesiastiften durch eine Wassergasflamme erhitzt. Magnesiumlicht wird durch Verbrennen von Meyers Magnesium (s. d.) erzeugt.
 
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Magnesialösung, s. Meyers Magnesiaflüssigkeit.
 
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Magnesiamilch, in Zuckerlösung verteilte gebrannte Magnesia.
 
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Magnesiamixtur, soviel wie Magnesiaflüssigkeit.
 
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Magnesian limestone (engl., spr. laimstōn), Magnesiakalk, d. h. Dolomit, mittlere Abteilung des englischen Zechsteins, s. Text zur Tafel Meyers »Dyasformation«.
 
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Magnesiasalze (Magnesiumsalze, Magnesiumoxydsalze) finden sich zum Teil weitverbreitet in Mineralien, Quellen, Pflanzen und Tieren; sie entstehen beim Lösen von Magnesia oder kohlensaurer Magnesia in Säuren, die unlöslichen durch Wechselzersetzung; sie sind den Zinksalzen ähnlich, farblos, wenn die Säure farblos ist, meist leicht löslich in Wasser; unlöslich sind die basischen und von den neutralen das Kohlensäure- und das Phosphorsäuresalz. Die löslichen schmecken bitter, reagieren neutral, zersetzen sich beim Glühen, zum Teil schon beim Verdampfen der Lösungen; die unlöslichen werden fast alle von Salzsäure leicht aufgenommen. Aus den Lösungen fällen Kalilauge, Baryt- und Kalkwasser weißes Magnesiumhydroxyd. Phosphorsaures Natron fällt aus neutralen, nicht zu stark verdünnten Lösungen phosphorsaure Magnesia, aber auch aus sehr verdünnten Lösungen bei Gegenwart von überschüssigem Ammoniak kristallinische phosphorsaure Ammoniakmagnesia. Mehrere M. werden in der Technik, einige auch in der Medizin benutzt.
 
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Magnesiaweiß, aus schwefelsaurer Magnesia durch Fällen mit Ätzkalk oder Ätzbaryt gewonnenes Gemisch von Magnesia mit schwefelsaurem Kalk, resp. schwefelsaurem Baryt, wird in der Papierfabrikation als Füllstoff benutzt.
 
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Magnesiazement, s. Meyers Zement.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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