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Magenausspülung bis Magenentzündung (Bd. 6, Sp. 64)
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Artikelverweis Magenausspülung, s. Meyers Magenerweiterung und Meyers Magenpumpe.
 
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Magenbiesfliege (Magenbremse), s. Meyers Bremen, S. 376.
 
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Magenblutung, s. Meyers Blutbrechen, Meyers Magengeschwür und Magenkrebs.
 
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Magenbrennen, s. Meyers Sodbrennen.
 
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Magenbruch (Gastrocele, Hernia ventriculi), eine seltene Art der Bauchbrüche. Ein solcher Bauchbruch bildet sich in der Regel oberhalb des Nabels durch Auseinanderweichen der beiden geraden Bauchmuskeln in der weißen Linie (Hernia abdominalis media) und wird als M. bezeichnet, wenn in den Bruchsack ein Teil des Magens hineintritt. Es sind das verschieden große, meist elastische, nicht immer reponierbare Geschwülste, die sich selten einklemmen. Die Einklemmung muß dann durch Operation beseitigt werden. Der Bruchsack besteht aus der Haut mit der darunterliegenden Fascia transversalis und dem Bauchfell. Außerhalb der weißen Linie kommt ein M. wohl nur nach Operationen am Magen vor, z. B. nach Ausführung des Magenschnittes (Gastrotomie). Ein solcher M. wird entweder durch Operation geheilt oder durch Tragen eines Bruchbandes unschädlich gemacht und vor dem Größerwerden bewahrt. Ein M. verursacht ein eigentümliches Ziehen in der Magengegend, ein Gefühl von Mißbehagen, was sich zuweilen bis zur Übelkeit, auch sogar zum Erbrechen steigert, und durch Druckempfindlichkeit der Magengegend.
 
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Magendarmkatarrh, ein gleichzeitig die Schleimhaut des Magens und des Darmes in Mitleidenschaft ziehende, besonders bei Kindern häufige katarrhalische Entzündung (s. Meyers Magenkatarrh und Meyers Brechdurchfall).
 
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Magendarmprobe (Magendarmschwimmprobe) soll die Frage entscheiden, ob ein neugebornes totes Kind gelebt hat, oder ob es tot geboren ist; in ersterm Falle schwimmt der Magen und der Darm, weil er verschluckte Luft enthält, im letzern Falle nicht. Falls die M. positiv ausfällt, kann man mit ziemlicher Sicherheit den Schluß auf Leben des Kindes ziehen, ist sie negativ, so kann das Kind schon geatmet, aber noch keine Luft verschluckt haben. Die M. soll die Meyers Lungenprobe (s. d.) ergänzen.
 
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Magendarmschnitt (Gastroenterostomie), s. Meyers Magenkrebs, S. 70.
 
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Magendie (spr. -schängdī'), François, Physiolog, geb. 15. Okt. 1783 in Bordeaux, gest. 7. Okt. 1855 in Sannois bei Paris, studierte in Paris, ward Arzt am Hôtel-Dieu und 1831 Professor am Collège de France. M. ist der Schöpfer der neuen exakten Physiologie, die sich überall auf die Naturwissenschaften stützt und in dem Experiment ihren Rückhalt zu suchen hat. Er machte zahlreiche wichtige Entdeckungen und suchte auch in der Pathologie die experimentelle Methode in Anwendung zu bringen, den Entwickelungsgang der Krankheitserscheinungen nachzuweisen. Er schrieb: »Précis élémentaire de physiologie« (Par. 1816, 2 Bde.; 4. Aufl. 1836; deutsch, 3 Aufl., Tübing. 1836, 2 Bde.); »Formulaire pour l'emploi et la préparation de plusieurs nouveaux médicaments« (1821, 9. Aufl. 1836; deutsch, 6. Aufl., Leipz. 1831); »Leçons sur les phénomènes de la vie« (183638, 4 Bde.; deutsch, Köln 1837, 2 Bde.); »Leçons sur les fonctions et les maladies du systéme nerveux« (1839, 2 Bde.; deutsch, Leipz. 1841); »Recherches philosophiques et cliniques sur le liquide cephalo-rhachidien ou cerébro-spinal« (1842; deutsch, Leipz. 1843). Vgl. Cl. Bernard, François M. (Par. 1856); Flourens, Eloge historique de M. (das. 1858).
 
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Magendusche, s. Irrigator.
 
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Magenentzündung (Gastritis) tritt in ihrer leichtesten Form, der katarrhalischen M., als Meyers Magenkatarrh (s. d.) auf. Während dieser aber nur eine Erkrankung der Schleimhaut des Magens mit vermehrter Absonderung darstellt, betreffen die schweren Formen der M. stets auch die tiefern Schichten der Magenwand. Von diesen Formen der M. unterscheidet man: 1) die durch giftige, in den Magen gelangende Substanzen, wie z. B. konzentrierte Mineralsäuren (Schwefelsäure, Salpetersäure etc.), ätzende Alkalien und manche Metallsalze, hervorgerufene M. (Gastritis toxica). Eine geringe Menge konzentrierter Mineralsäure verwandelt nur die Epithelien und die oberflächlichen Schleimhautschichten in einen weichen bräunlichen oder schwarzen Schorf, durch größere Mengen werden dagegen alle Schichten des Magens in eine schwarze, brüchige oder gallertartig erweichte Masse verwandelt, die auch breiige Konsistenz annimmt; dabei wird oft die Magenwand durchrissen, und der Mageninhalt ergießt sich in die Bauchhöhle, so daß tödliche Bauchfellentzündung erfolgt. Sofern auf diese Weise oder durch spätere Resorption des Giftes vom Darm aus (die Magenschleimhaut selbst ist wenig resorptionsfähig) nicht der Tod erfolgt, können selbst die schwersten Ätzungen und Zerstörungen der Magenwand heilen, wobei hohe Grade der Schrumpfung, Wandverdickung und Narbenbildung eintreten. Zuweilen kann auch ohne direkten Durchbruch, durch Fortleiten des Entzündungsprozesses auf das Bauchfell, tödliche Bauchfellentzündung nachfolgen. Die Diagnose ergibt sich aus der Anamnese, aus der weißen Färbung der Mundschleimhaut bei Schwefelsäurevergiftung, der gelben bei Salpetersäure, aus dem heftigen Brennen in der Magengegend

[Bd. 6, Sp. 65]


und dem meist mit blutigem Schleim vermischten Erbrechen. Bei Säuren gibt man Kreide, oder kohlensaure Magnesia in Wasser, oder kohlensaures Natron, bei Alkalien Essig, oder in Haferschleim verdünnte Schwefelsäure. 2) Die schwerste Form der M., die phlegmonöse Gastritis, stellt sich dar als starke Schwellung und Verdickung der ganzen Magenwand mit Infiltration aller Wandschichten mit trübem wässerigen oder eiterigen Exsudat. Diese seltene M. ist umschrieben oder diffus. In der Regel erscheint sie als metastatische Entzündung im Gefolge schwerer Infektionskrankheiten, wie Kindbettfieber, Typhus, Blut- oder Eitervergiftung etc., und beruht in der Regel wohl auf embolischen Prozessen. Die umschriebene phlegmonöse M. kann sich so auf einen Punkt konzentrieren, daß es zu einem Magenabszeß oder auch zu mehreren Abszessen dieser Art kommt, die, falls sie sich in den Magen öffnen, ausheilen können. Die diffuse M. ist entweder über den ganzen Magen verbreitet oder nur über einen Teil desselben. Unter der mehrfach durchlöcherten Schleimhaut liegt die serös oder eiterig infiltrierte oder ganz und gar eiterig geschmolzene Submucosa, auf welche die ebenfalls infiltrierte Muscularis folgt. Durch Übergreifen der M. auf die äußerste Schicht der Magenwand, die seröse Haut und von dieser auf die seröse Haut der Nachbarorgane können zwischen letztern und dem Magen vielfache Verwachsungen entstehen. Die Symptome dieser M. bestehen in heftigem Schmerz in der Magengegend, in Erbrechen, hohem Fieber, Kollaps, Delirien und Koma, in dem dann der Tod erfolgt. Bei Durchbruch in die Bauchhöhle treten die Anzeichen der allgemeinen Bauchfellentzündung auf. Die Behandlung ist symptomatisch. Kruppöse (diphtheritische) M. ist eine seltene Begleiterscheinung von Diphtherie, Pocken und andern Infektionskrankheiten.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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