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Magdeburg bis Mägdeherbergen (Bd. 6, Sp. 57 bis 62)
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Artikelverweis Magdeburg, vormaliges deutsches Erzbistum. ward 962 aus einem Teil des Bistums Halberstadt

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gebildet, 967 bestätigt, aber erst 968 nach dem Tode des Erzbischofs Wilhelm von Mainz und des Bischofs Bernhard von Halberstadt wirklich eingerichtet. Ihm unterstellt waren die Bistümer Meißen, Merseburg, Zeitz-Naumburg, Havelberg, Brandenburg und in der ersten Zeit auch Posen; auch erhielt der Erzbischof die Würde eines Primas in Deutschland. Adalbert, der erste Erzbischof, starb auf einer Visitazionsreise 981 bei Merseburg. Sein Nachfolger Gisilar, zugleich Bischof von Merseburg, besiegte die Wenden und starb 1004. Der 13. Erzbischof (112634) war der heil. Norbert, der Stifter des Prämonstratenserordens, dem er auch das Kloster Unser Lieben Frauen und andre Klöster anwies. Erzbischof Wichmann (115292) nahm an den Reichsangelegenheiten und am Kampfe gegen Heinrich den Löwen hervorragenden Anteil, half 1157 Brandenburg wiedererobern und dort das Christentum herstellen; unter ihm wurde das Schloß Giebichenstein Residenz der Erzbischöfe. Erzbischof Albrecht I., Graf von Käfernburg (120532), legte 1211 an Stelle des 1207 abgebrannten den Grund zu dem neuen Dom und führte den sogen. Magdeburger Krieg gegen den Markgrafen Albrecht II. von Brandenburg, der seine Güter in der Altmark vergebens von der Lehnshoheit des Erzstifts zu befreien suchte. Die Erzbischöfe Burchard I. (123235; gestorben in Konstantinopel auf einer Reise nach Jerusalem) und Wilbrand setzten den Kampf fort, der 1244 mit der Niederlage des Erzbistums endete. Unter dem 38. Erzbischof, Günter von Schwarzburg (140345), entbrannte der schon seit langem entzündete Streit zwischen Stift und Stadt 1432 heftig wegen der Befestigung der letztern gegen die Hussiten, worauf der Erzbischof das Interdikt über die Stadt verhängte, das er erst 1435 aufhob. Sein Nachfolger Friedrich verzichtete 1449 auf die Lehnshoheit über die Altmark. Von dem 40. Erzbischof, Johann von Bayern (146475), an bekleideten nur Mitglieder der großen fürstlichen Familien die erzbischöfliche Würde. Ernst von Sachsen (14761513) verlegte die Residenz nach Halle, wo er die Moritzburg erbaute. Auf ihn folgten sechs Fürsten aus dem Hause Brandenburg. Unter Albrecht V. (151345, s. Meyers Albrecht 8) zugleich Bischof von Halberstadt, seit 1514 auch Kurfürst von Mainz und seit 1518 Kardinal, begann seit 1524 die Ausbreitung der Reformation, so daß er 1541 das Stift verließ. Unter Johann Albert (154551) und Friedrich IV. (155152) behauptete sich die neue Lehre, und der letzte vom Papst bestätigte Erzbischof, Siegmund (155266), Kurfürst Joachims II. jüngster Sohn, trat offen zum Luthertum über und führte es auch im Land ein. Von seinen Nachfolgern, den drei postulierten Erzbischöfen evangelischen Bekenntnisses, übergab der erste, Joachim Friedrich, des spätern Kurfürsten Johann Georg Sohn, 1567 den seit 1546 geschlossenen Dom dem evangelischen Gottesdienst und verheiratete sich 1570 mit seiner Base Katharine von Küstrin. Der jüngste Sohn aus dieser Ehe, Christian Wilhelm (geb. 1587), folgte ihm, als Joachim Friedrich (s. Meyers Joachim 3) 1598 Kurfürst von Brandenburg wurde, erst unter der Vormundschaft des Domkapitels, seit 1608 selbständig, kämpfte im Dreißigjährigen Kriege gegen den Kaiser, wurde 1628 vom Kapitel entsetzt und sein Koadjutor, Herzog August von Sachsen, zweiter Sohn des Kurfürsten Johann Georg, zum Erzbischof und Administrator erwählt. Nach dem Restitutionsedikt 1629 ernannte Ferdinand II. seinen Sohn, Erzbischof Leopold Wilhelm, zum Erzbischof, der auch nach Magdeburgs Eroberung 1631 kurze Zeit das Stift innehatte. Den Streit zwischen den drei Prätendenten schlichtete der Prager Frieden 1635: Leopold Wilhelm erhielt Halberstadt, Christian Wilhelm, der 1632 in kaiserlicher Gefangenschaft katholisch geworden war, 12,000 Tlr. Rente, Herzog August von Sachsen das Erzstift. Infolge einer Bestimmung des Westfälischen Friedens (1648) nach Augusts Tode 1680 säkularisiert, kam es als ein erbliches Herzogtum an Brandenburg zum Ersatz für Vorpommern. Die Würde des Primas von Deutschland ging auf den Erzbischof von Salzburg über. Das ganze Herzogtum, ohne die 1780 dazu geschlagene preußische Grafschaft Mansfeld, umfaßte 1773 auf 5400 qkm 29 Städte, 7 Flecken und 418 Dörfer. Die Zahl der Einwohner belief sich auf 234,050, meist protestantischer Konfession. Die gesamten landesfürstlichen Einkünfte des Herzogtums betrugen jährlich 1,400,000 Reichstaler. Das Wappen war ein mit Rot und Silber quer geteilter Schild. Das Herzogtum war in vier Kreise geteilt: den Holzkreis, den Jerichowschen Kreis, den Saalkreis und den Ziesarschen Kreis. S. die »Geschichtskarten von Deutschland« (Bd. 4). Vgl. Lentzen, Stifts- und Landeshistorie von M. (Köthen 1756); »Regesta archiepiscopatus Magdeburgensis« (hrsg. von v. Mülverstedt, Magdeb. 187786, Bd. 13; Register von Winter und Liebe, 1899); Großfeld, De archiepiscopatus Magdeburgensis originibus (Münst. 1856); Uhlirz, Geschichte des Erzbistums M. unter den Kaisern aus dem sächsischen Hause (Magdeb. 1887); Opel, Die Vereinigung des Herzogtums M. mit Kurbrandenburg (Halle 1880); Danneil, Geschichte des magdeburgischen Bauernstandes bis zum Ende des Erzstiftes im J. 1680 (das. 1898).
   [Burggrafschaft Magdeburg.] Ganz verschieden vom Erzbistum und Herzogtum M. war die Burggrafschaft M. Schon zu Karls d. Gr. Zeit gab es einen königlichen Statthalter zu M., dessen Amt dadurch größere Bedeutung erhielt, daß unter Otto I. die Vogtei über das neugegründete Erzbistum damit verbunden wurde. Nachdem mehrere Mitglieder der Häuser Walbeck und Plötzke die Burggrafschaft besessen hatten, kam sie 1118 an den Grafen Wiprecht von Groitzsch. Nach dem Tod von Wiprechts Sohn, Heinrich von Groitzsch, Markgrafen der Lausitz, kam sie 1136 an Burkhard von Querfurt, bei dessen Geschlecht sie bis 1269 blieb. In diesem Jahre kaufte Erzbischof Konrad II. das Burggrafentum mit dem damit verbundenen magdeburgischen Erzschenkenamt von dem Grafen Burkhard zu Mansfeld und überließ es,en Herzogen Johann von Lauenburg und Albrecht II. von Wittenberg für 12,000 Mk., aber als Lehen des Erzstifts. Die Burggrafschaft umfaßte damals die burggräflichen Rechte zu Magdeburg und Halle sowie die Ämter Gommern, Ranis, Elbenau und Grottau. 1294 wieder an das Erzstift verpfändet, blieb das Burggrafentum mit diesem vereinigt, bis es 1538 Kurfürst Johann Friedrich mit schweren Kosten wieder einlöste, um es zugunsten der Evangelischen gegen Albrecht V. geltend zu machen. Die deshalb entstehenden Streitigkeiten beendigte erst 10. Juni 1579 der Magdeburger Permutationsrezeß zu Eisleben zwischen dem Kurfürsten August von Sachsen und dem Erzstift M.: das Erzstift trat an Kursachsen einen großen Teil der Grafschaft Mansfeld ab, wogegen das Kurhaus Sachsen auf das Burggrafentum verzichtete, aber sich und seinen Nachkommen den Titel und das Wappen vorbehielt.

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Artikelverweis 
Magdeburg (hierzu der Meyers Stadtplan, mit Registerblatt), Hauptstadt der preuß. Provinz Sachsen wie des gleichnamigen Regierungsbezirks, Stadtkreis und Festung, liegt am Nordende der fruchtbaren Magdeburger Börde (s. S. 62) und an der Elbe, die sich hier in drei Arme, die Strom-, Zoll- und Alte Elbe, teilt, 54 m ü. M., und besteht aus der Altstadt, der Wilhelmstadt, der Sudenburg und den früher selbständigen, seit 1886 und 1887 mit dem Stadtgebiet vereinigten Städten Neustadt und Buckau am linken Elbufer sowie der Zitadelle und dem Werder auf den Inseln in der Flußteilung und der entfestigten, von König Friedrich Wilhelm I. 1731 gegründeten Friedrichstadt am rechten Ufer der Alten Elbe. Durch die Abtragung der bei der nach 1866 erfolgten Erweiterung der Festung von der Stadtgemeinde angekauften alten Festungswerke ist im S. und W. ein Raum gewonnen worden, der ungefähr der Hälfte des ganzen alten bebauten Terrains der Altstadt gleichkommt, und auf dem ein neuer Stadtteil entstanden ist, der vorzüglich an der breiten und vornehmen Kaiserstraße und Augustastraße mit sehr eleganten Bauten besetzt ist. Ein Teil der alten Festungswerke und Glacis ist in Promenaden und parkartige Anlagen umgewandelt worden, von denen namentlich der Friedrich Wilhelms-Garten, an der Stelle des 968 gegründeten, 1809 aufgehobenen, 1813 von den Franzosen geschleiften Klosters Berge gelegen, der neugeschaffene Luisengarten mit dem Denkmal der Königin Luise, die ehemalige Bastion Kleve mit dem schönen Kriegerdenkmal sowie dem 1892 errichteten Friesendenkmal und der Fürstenwall sich auszeichnen. Eine weitere Entwickelung der Stadt ist dadurch ermöglicht, daß 1888 die ausgedehnten Festungswerke im N. (die Nordfront) aufgegeben und ein weites Baugelände an die Stadt verkauft ist, sowie dadurch, daß der innere Festungswall seiner fortifikatorischen Bestimmung entkleidet wurde. Die ehemaligen Festungstore sind jetzt sämtlich beseitigt. Der früher wenig angenehme Eindruck der alten Stadtanlage mit allen ihren winkligen und engen Gassen, die auch nach dem Brande von 1631 beibehalten wurde, ist durch Verbreiterung der Straßen und Anlage neuer Straßenzüge wesentlich gebessert. Hauptverkehrsader ist der Breite Weg mit seinen jetzt leider immer mehr verschwindenden, prächtigen Giebelhäusern. Von Plätzen sind hervorzuheben: der Neue Markt oder Domplatz, der Alte Markt, der Hasselbachplatz und der Kaiser Wilhelms-Platz. Auf dem an den Alten Markt stoßenden kleinen Platz vor der Hauptwache steht die 1857 errichtete Bronzestatue des frühern Oberbürgermeisters Franke; den Alten Markt selbst ziert das merkwürdige Reiterstandbild Kaiser Ottos I., das jedoch kein Denkmal im heutigen Sinne, auch nicht, wie die jetzt nicht mehr vorhandene Inschrift des 16. Jahrh. besagte, schon 973, sondern erst gegen Ende des 13. Jahrh. errichtet worden ist. Wie die beiden weiblichen Figuren zu seiten des Kaisers, die irrigerweise als dessen beide Frauen bezeichnet werden, so hat auch das Standbild symbolische Bedeutung und wurde, wie die Rolande, jedenfalls als Sinnbild für die erworbene Gerichtsbarkeit der Stadt aufgestellt. Den Hasselbachplatz ziert ein schöner, zu Ehren des Oberbürgermeisters Hasselbach 1890 errichteter Monumentalbrunnen (von Hundrieser und Bergmeier), auf dem Kaiser Wilhelms-Platz erhebt sich seit 1897 das Reiterstandbild des Kaisers Wilhelm I. (von Siemering). Außer den bereits genannten Denkmälern sind noch vorhanden: das Bismarckdenkmal auf dem Bismarckplatz, das Kriegerdenkmal in der Neustadt, das Artilleriedenkmal (»Bombardier von M.«) für die in den Kriegen 1866 und 1870/71 Gefallenen (von Bauer) in der Friedrichstadt, das Basedowdenkmal im Hofe des Hospitals St. Annen, das Gutenbergdenkmal in der Nordfront, das Immermanndenkmal beim Stadttheater und das Koszlowskidenkmal bei der Strombrücke. Vor dem neuen Museumsgebäude soll ein Reiterstandbild Kaiser Friedrichs III. und auf dem Platze vor der ehemaligen Hauptwache ein Denkmal Ottos von Guericke errichtet werden.
   Die zahlreichen Kirchen (16 evangelische und 4 kath. Kirchen, außerdem eine Synagoge) überragt sämtlich der erhabene Dom, ein Bauwerk gotischen Stils, aber noch erfüllt von romanischen Bildungen. Das jetzige Gebäude wurde nach dem Brande des von Otto d. Gr. erbauten Doms 1207 auf derselben Stelle begonnen; der älteste Teil, das hohe Chor, enthält noch antike Säulen aus dem frühern Dom. Traditionell wird als Baumeister Bonensack genannt. 1363 erfolgte die Einweihung durch Erzbischof Dietrich, aber erst 1520 waren auch die Türme vollendet. Der Grundriß des Gebäudes zeigt das von W. nach O. gerichtete lateinische Kreuz; die ganze Länge beträgt 120 m, die innere Länge 114,8 m. Mit den beiden je 9,4 m breiten-Nebenschiffen beträgt die ganze lichte Breite 31,4 m, ebensoviel wie die Höhe des Hauptschiffes, das von zwölf gewaltigen Pfeilern getragen wird und den erhabensten Eindruck von der Kapelle unter den Türmen aus gewährt. Die beiden westlichen Haupttürme haben eine Höhe von 104,6 m; der südliche entbehrt noch der 1540 vom Blitz herabgeworfenen, die Spitze bildenden steinernen Kreuzblume. Im Chor deckt eine Marmorplatte den Sarg Ottos d. Gr., ein steinernes Grabdenkmal des 15. Jahrh. bezeichnet die Ruhestätte seiner Gemahlin Editha (s. Tafel Meyers »Grabmäler«, Fig. 10); eine Hauptzierde der Kirche ist das Grabmal des Erzbischofs Ernst (gest. 1513), dessen Seitenwände die Gestalten der zwölf Apostel schmücken, eins der Meisterwerke Peter Vischers, von ihm noch bei Lebzeiten Ernsts in dessen Auftrag gegossen. Die übrigen protestantischen Kirchen: die Johanniskirche (älteste Pfarrkirche, davor das 1886 errichtete Standbild Luthers), die Ulrichskirche etc., bieten baulich nichts Hervorragendes. Sehr schöne Verhältnisse weist die Liebfrauen- (Marien-) Kirche auf; sie gehört zum Kloster gleiches Namens, dessen Räume jetzt ein Gymnasium (s. unten) beherbergen; von hier ist auch der schöne romanische Kreuzgang zugänglich. 1129 in ein Prämonstratenserkloster umgewandelt, hatte das Kloster neben dem Mutterkloster Prémontré den höchsten Rang unter allen Stiftungen dieses Ordens. Die Nikolaistiftskirche dient jetzt als Zeughaus, die Sebastiansstifts kirche ist der katholischen Gemeinde eingeräumt worden. Von andern Kirchenbauten sind zu erwähnen: die Ambrosiikirche in der Sudenburg, die Kirche der Wilhelmstadt und die deutsch-reformierte Kirche in der Nordfront. Von sonstigen öffentlichen Gebäuden verdienen Erwähnung: das 1691 erbaute Rathaus auf dem Alten Markt, das Regierungsgebäude, daran die Gangolphististskirche, die Börse, der Zentralbahnhof,

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das geschmackvoll eingerichtete Stadttheater sowie die Neubauten des Generalkommandos in der Augustastraße, des Konsistoriums (am Dom), der Provinzialsteuerdirektion, das neue Geschäftshaus des Magistrats (am Rathaus), der neue Justizpalast in Sudenburg, das neue Museumsgebäude auf dem Heydeckplatz (noch unvollendet), der Neubau der Handelskammer, das König Wilhelms-Gymnasium u. a.
   Die Zahl der Einwohner beläuft sich (1900) mit der Garnison (2 Infanterieregimenter Nr. 26 und 66. ein Feldartillerieregiment Nr. 4, ein Fußartillerieregiment Nr. 4, ein Pionierbataillon Nr. 4 und ein Trainbataillon Nr. 4) auf 229,667 Seelen, darunter 211,159 Evangelische, 13,359 Katholiken und 1925 Juden. Die Industrie ist sehr bedeutend. M. besitzt viele Eisengießereien, Maschinen- und Metallröhrenfabriken, darunter das Krupp-Grusonwerk in Buckau, das sich eines Weltrufs erfreut. Dieses produziert Gußwaren, darunter Hartguß-Panzerplatten und -Geschosse, Stahlgußgeschosse und Stahlformgußstücke verschiedener Art, ferner Revolverkanonen, Panzerlaffeten, Unterbauten zu Panzertürmen, Kräne, hydraulische Hebezeuge, Drehscheiben, Exzelsiormühlen etc. Von großer Bedeutung sind ferner: die Spiritus- und Branntweinbrennerei, die Fabrikation von künstlichem Dünger, Zement, Zucker, Schokolade, Zichorie, Tabak und Zigarren, Lackfirnis, verschiedenen Chemikalien und Tonwaren (besonders Majolika- und Schamotteösen). Ferner sind nennenswert: Baumwollspinnerei, Handschuhfabrikation, Holzbildhauerei, Fabrikation von Seiden- und Baumwollband, Geldschränken, Harmoniken, Harmoniums und Pianofortes, Seife, Leder, Metallwaren und Armaturgegenständen, Fettwaren etc., die Zuckerraffinerie und Bierbrauerei sowie der Garten-, Obst- und Gemüsebau. Der bedeutende Handel wird durch eine Handelskammer, eine Börse, eine Reichsbankhauptstelle (Umsatz 1904: 2649,5 Mill. Mk.) und durch eine sehr große Zahl von Bankinstituten, Versicherungsanstalten etc. unterstützt. Für Zucker ist M. der Hauptplatz ganz Deutschlands (mit besonderer Börse im Gebäude der Handelskammer). Außerdem ist der Handel vorzugsweise lebhaft in Vieh, besonders Schweinen, Getreide, Kolonialwaren, Zichorie, Kohlen, Eisenwaren, Sauerkohl, Fettwaren, Tuch, Holz etc. Nennenswert ist auch der Buchhandel. Zudem hat die Stadt besuchte Märkte, Pferdemärkte und eine 14tägige Messe im September. M. ist Knotenpunkt der Eisenbahnlinien Halle-Wittenberge, Berlin-M., M.-Öbisfelde, M.-Jerxheim-Börßum und M.-Halberstadt. Sehr bedeutend ist der Verkehr auf der Elbe. 1903 kamen an zu Berg: 5489 beladene Schiffe mit 1,038,000 Ton. Ladung, zu Tal: 1202 beladene Schiffe mit 390,000 T. Ladung. Gefördert wird der Elbeverkehr durch den von der Stadt in der Neustadt angelegten großen Hafen mit umfangreichen Speichern und Umschlagsplätzen; im Winter finden die Schiffe hier und im Hafen am Werder Schutz. Dem Verkehr in der Stadt dient eine elektrische Straßenbahn.
   An Bildungsanstalten und ähnlichen Instituten besitzt M. ein pädagogisches Seminar, 3 Gymnasien, ein Realgymnasium, eine Oberrealschule mit Reformrealgymnasium, eine Realschule, eine Kunstgewerbe- und Handwerkerschule, eine Baugewerk- und eine Maschinenbauschule, 2 Konservatorien der Musik, mehrere wissenschaftliche Vereine, ein Reichswaisenhaus (errichtet aus Sammlungen des Reichsfechtvereins), viele milde Stiftungen, ein Stadttheater, 2 große Krankenhäuser, eine Hebammenlehranstalt, ein orthopädisch-chirurgisches Institut, ein kunstgewerbliches und naturwissenschaftliches Museum, eine Stadtbibliothek, ein Staatsarchiv der Provinz Sachsen, dessen großer Urkundenschatz bis in das 10. Jahrh. zurückreicht, wissenschaftliche Vereine, eine Wetterwarte, einen großen Vieh- und Schlachthof etc. Unter den politischen und Fachblättern ist die nationalliberale »Magdeburgische Zeitung« (s. d.) am weitesten verbreitet. An Behörden befinden sich in M.: das Oberpräsidium, der Provinzialrat, ein Konsistorium mit 2 Generalsuperintendenten, das Provinzialschul- und -Medizinalkollegium, die Provinzialsteuerdirektion, das Landesmeliorationsbauamt, die Eichungsinspektion für die Provinz Sachsen, eine königliche Regierung, ein Hauptsteueramt, eine Oberpostdirektion, eine Eisenbahndirektion, Forstinspektionen, die Elbstrombauverwaltung, Handelskammer, Handwerkskammer, ein königliches Polizeipräsidium, ein Landgericht etc.; ferner das Generalkommando des 4. Armeekorps, die Stäbe der 7. Division, der 13. Infanterie-, der 7. Kavallerie-, der 7. Feldartillerie- und der 4. Gendarmeriebrigade. Die städtischen Behörden bestehen aus 26 Magistratsmitgliedern und 72 Stadtverordneten. Die ordentlichen Ausgaben der Stadtverwaltung beliefen sich 1903/04 auf 11,345,146 Mk., die städtische Schuld auf 48,1 Mill. Mk. Das Wappen der Stadt (S. 59) zeigt ein geöffnetes Festungstor, darüber rechts und links je einen Turm und zwischen diesen, auf einer Mauer, eine Jungfrau mit hoch gehobenem Lorbeerkranz. Zu den umfangreichen Festungswerken gehören die Zitadelle und 13 Forts im weiten Umkreis um die Stadt. Die Umgegend ist fast ganz reizlos, doch ist in neuerer Zeit für Herstellung schöner Anlagen etc. viel getan worden. Die Hauptvergnügungsorte der Magdeburger bilden der Park Herrenkrug, rechts an der Elbe unterhalb der Friedrichstadt und mit dieser durch eine Straßenbahn verbunden, der großartig angelegte Rotehornpark, der Stadtpark Vogelsang und der Friedrich Wilhelms-Garten (s. oben). Zum Landgerichtsbezirk M. gehören die 18 Amtsgerichte zu Aken, Barby, Burg, Erxleben, Genthin, Gommern, Großsalze, Hötensleben, Kalbe a. S., Loburg, M., Neuhaldensleben, Schönebeck, Seehausen (Kreis Wanzleben), Staßfurt, Wanzleben, Wolmirstedt und Ziesar.
   [Geschichte.] M. wird zuerst 805 als einer von den Handelsplätzen genannt, an denen die nach den Slawenländern handelnden Kaufleute mit Vertretern jener zusammentrafen. 923 und 924 wurde M. bei einem Einfall der mit den Ungarn vereinigten Wenden und Slawen fast völlig zerstört, aber von der Königin Editha, Gemahlin Ottos d. Gr., wieder aufgebaut und mit Wällen und Mauern umgeben. Das von Otto d. Gr. 936 hier gegründete Moritzkloster wurde 968 der Sitz eines Erzbistums. Nach dem großen Brande von 1188 erholte sich die Stadt bald, gewann als Handelsstadt Bedeutung, trat der Hansa bei und erwarb im 14. Jahrh. das Stapelrecht für die Elbschiffahrt. Gegen Ende des 15. Jahrh. erscheint M. fast unabhängig von den Erzbischöfen, die meist auswärts, besonders in Halle, residierten; doch befreite es sich nie völlig von deren Landeshoheit und war nie Reichsstadt. Der schon frühzeitig errichtete Schöppenstuhl stand im Mittelalter in großem Ansehen, und das Magdeburger Recht, das Weichbildrecht, eine Mischung von altsächsischem Gewohnheits- und Magdeburger Lokalrechten, gewann in den Städten des germanisierten Ostens weite Verbreitung. Die höchste Blüte der Stadt vor dem Dreißigjährigen

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Kriege fällt in den Anfang des 16. Jahrh., wo sie gegen 40,000 Einw. zählte. Seit 1524 fand in M. die Reformation besonders durch Amsdorfs Bemühungen Eingang. M. trat 1531 dem Schmalkaldischen Bunde bei, sagte sich vom Erzbischof und dem Kapitel los und unterwarf sich auch dem Kaiser nicht, als derselbe im Schmalkaldischen Kriege 1547 ganz Sachsen erobert hatte. 1548 deshalb geächtet, verweigerte es die Annahme des Interims und wurde Zufluchtsort aller durch die Religionsverfolgung vertriebenen Glaubensgenossen. Im Auftrage des Kaisers vollzog Kurfürst Moritz von Sachsen die Acht, begann 4. Okt. 1550 die eigentliche Belagerung und eroberte schon 28. Nov. die Neustadt, doch die Bürgerschaft verteidigte zunächst die Altstadt mit Erfolg. Erst als Moritz Gnade und Religionsfreiheit anbot, nahm M. sächsische Besatzung auf und huldigte Moritz als Burggrafen (9. Nov. 1551). Im Dreißigjährigen Kriege wurde es 1629 von Wallenstein 28 Wochen lang vergebens eingeschlossen und 1630, weil es den geächteten, mit Schweden verbündeten frühern Administrator des Erzstifts Christian Wilhelm aufgenommen hatte, von neuem durch Pappenheim belagert. In der Hoffnung auf Entsatz durch Gustav Adolf leisteten zwar die Bürger mit Hilfe einer kleinen schwedischen Besatzung unter Falkenberg mannhaften Widerstand. Aber als sich im März 1631 Tilly mit Pappenheim vereinigte und nun 25,000 Mann die nur von 2000 Mann verteidigte Stadt belagerten, ließen sich die Außenwerke gegen die Übermacht nicht behaupten; die Vorstädte wurden in Brand gesteckt und die Verteidigung auf die eigentliche Stadt beschränkt. Als sich die vom Nachtdienst ermüdeten Posten am Morgen des 10. (20.) Mai 1631 eben in ihre Häuser begeben hatten, begann um 9 Uhr der Sturm auf zwei Seiten. Die Kaiserlichen drangen unter Pappenheim am Krökentor zuerst in die Stadt ein; im Straßenkampf fiel Falkenberg. Während desselben brach an mehreren Stellen zu gleicher Zeit eine Feuersbrunst aus, die (schwerlich auf Falkenbergs Befehl von der fanatisierten Schiffer- und Arbeiterbevölkerung angelegt, um M. lieber zu zerstören, als in die Hände des Feindes fallen zu lassen) wahrscheinlich nur durch einen unglücklichen Zufall hervorgerufen war und sich schnell über die ganze Stadt verbreitete. Die Kaiserlichen rächten sich für die Zerstörung der gehofften Beute durch maßlose Grausamkeiten. Nur der Dom, der sofort für den katholischen Gottesdienst neu geweiht wurde, das Liebfrauenkloster und einige elende Fischerhütten blieben vom Feuer verschont. Von sämtlichen 36,000 Einw. entgingen nur wenige Tausende dem Tode. Nachdem 1632 die Kaiserlichen wieder abgezogen waren, besetzten die Schweden die Stadt; sie ward aber 1636 schon wieder von den Kaiserlichen und Sachsen belagert und durch Kapitulation genommen. Im Westfälischen Frieden (1648) wurde M. nebst dem Erzstift dem Hause Kurbrandenburg für den Fall des Todes des damaligen Administrators August von Sachsen, der aber erst 1680 erfolgte, abgetreten. Lange sträubte sich M., dem Kurfürsten von Brandenburg zu huldigen, mußte aber schließlich im Vergleich zu Klosterberge 6. Juni 1666 doch einwilligen. In der Folge ließen sich in M. viele der aus Frankreich vertriebenen Reformierten nieder (vgl. Tollin, Geschichte der französischen Kolonie von M., Halle u. Magdeb. 188694, 3 Bde.). Friedrich d. Gr. förderte das materielle Wohl der Stadt, namentlich mit Hinblick auf die Konkurrenz mit Leipzig, auf jede Weise; während des Siebenjährigen Krieges war die Stadt mehrere Jahre hin durch die letzte Zufluchtsstätte des Hofes. Im Kriege Preußens mit Frankreich 1806 übergab der Kommandant v. Kleist M. 11. Nov. d. J. an die Franzosen unter Ney. Im Tilsiter Frieden 1807 an Frankreich abgetreten und sodann zum Königreich Westfalen geschlagen, kam M. durch den Pariser Frieden wieder an Preußen, nachdem es 181314 bloß von einem Korps unter Tauenzien eingeschlossen worden war. Durch die Beseitigung der alten Umwallung, die seit 1869 durch neue Festungswerke ersetzt wurde, und durch die Einverleibung dreier Nachbarstädte, Sudenburg, Neustadt und Buckau, hat die Stadt neuerdings eine bedeutende Erweiterung erfahren. Vgl. Kawerau, M., ein Städtebild (5. Aufl., Magdeb. 1900); Silbergleit, Magdeburgs Industrie, Handwerk und Handel (das. 1901); »Magdeburg«, Festschrift zur 19. Versammlung des Deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege (das. 1894); Peters, M. und seine Baudenkmäler (das. 1902); Hoffmann, Geschichte der Stadt M. (4. Aufl. von Hertel u. Hülße, das. 1885, 2 Bde.); Wolter, Geschichte der Stadt M. (3. Aufl., das. 1901); »Chroniken der deutschen Städte«, Bd. 7 und 27: »Magdeburg I u. II« (Leipz. 1869 u. 1899); Dittmar, Beiträge zur Geschichte der Stadt M. nach 1631 (Halle 1885); Kawerau, Aus Magdeburgs Vergangenheit (das. 1886); »Urkundenbuch der Stadt M.« (hrsg. von Hertel, das. 189296, Bd. 13); »Geschichtsblätter für Stadt und Land M.« (Magdeb., seit 1866); Neubauer, M. und Wallenstein (das. 1891); O. v. Guericke, Geschichte der Belagerung. Eroberung und Zerstörung von M. (hrsg. von Hoffmann, 2. Aufl., das. 1887). Über diese Episode der Zerstörung und ihren Urheber ist ein lebhafter Streit entbrannt; vgl. darüber besonders Wittich, M., Gustav Adolf und Tilly (Berl. 1874) und dessen Biographie Falkenbergs (Magdeb. 1892); Volkholz, Die Zerstörung Magdeburgs im Lichte der neuesten Forschung (das. 1892); Teitge, Die Frage nach dem Urheber der Zerstörung Magdeburgs 1631 (Halle 1904).
   Der Regierungsbezirk Magdeburg (s. Karte »Provinz Sachsen«) umfaßt 11,512 qkm (209,08 QM.), hat (1900) 1,176,372 Einw. (darunter 1,101,944 Evangelische, 65,274 Katholiken und 3999 Juden), 102 auf 1 qkm, und besteht aus den 17 Kreisen:

Über die acht Reichstagswahlkreise des Regierungsbezirks M. s. Karte »Reichstagswahlen«. Vgl. Hermes u. Weigelt, Historisch-geographisches Handbuch vom Regierungsbezirk M. (Magdeb. 1843, 2 Bde.).

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Artikelverweis Magdeburg, Eduard, Präsident der preußischen Oberrechnungskammer, geb. 16. Okt. 1844 in Diez a. d. Lahn, studierte die Rechte und trat in den Staatsverwaltungsdienst, war 187071 während des Krieges Unterpräfekt in Château-Thierry, wurde dann Bezirksdirektor in Metz, 1875 Landrat in Sonderburg, 1879 Hilfsarbeiter, dann vortragender Rat im Ministerium des Innern, 1884 Vizepräsident, 1886 Regierungspräsident in Kassel, gleich darauf Unterstaatssekretär im Ministerium für Handel und Gewerbe, 1892 Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau und im Dezember 1898 Präsident der preußischen Oberrechnungskammer und des deutschen Reichsrechnungshofs in Potsdam.
 
Artikelverweis 
Magdeburger Baugewerksberufsgenossenschaft, s. Meyers Baugewerks-Berufsgenossenschaften.
 
Artikelverweis 
Magdeburger Börde, sehr fruchtbare Landschaft in der preuß. Provinz Sachsen, breitet sich auf dem linken Ufer der Elbe zwischen Magdeburg, Aschersleben und der Elbe aus, enthält Steinsalz- und Braunkohlenlager.
 
Artikelverweis 
Magdeburger Halbkugeln, s. Meyers Luftpumpe, S. 815.
 
Artikelverweis 
Magdeburger Recht, s. Meyers Magdeburg, S. 60.
 
Artikelverweis 
Magdeburger Sauerkohl, s. Meyers Kohl, S. 229.
 
Artikelverweis 
Magdeburger Zenturien, die erste umfassende protestantische Kirchengeschichte, so genannt, weil der Stoff nach Zenturien (Jahrhunderten) abgeteilt ist, wurde seit 1552 zu Magdeburg unter der Leitung des Matthias Flacius (s. d.) von Johann Wigand, Matthias Judex, Basilius Faber, Andreas Corvinus und Thomas Holzhuber auf Kosten der evangelischen Fürsten bearbeitet und erschien, bis 1400 reichend, zu Basel 155974, 13 Bde.; deutsch nur die ersten vier Zenturien (Jena 156065). Eine neue Ausgabe, bis 500 reichend, begannen Baumgarten und Semler (Nürnb. 175765, 6 Bde.). Einen Auszug besorgte Osiander (Tübing. 15921604, 9 Bde.), einen wortgetreuen Nachdruck der zweiten Zenturie Chr. Graf Münnich (Oldenb. 1855). Vgl. Schaumkell, Beitrag zur Entstehungsgeschichte der M. Z. (Ludwigslust 1898).
 
Artikelverweis 
Magdeburgische Zeitung, dreizehnmal wöchentlich in Magdeburg im Verlag der Faberschen Buchdruckerei erscheinende politische Zeitung nationalliberaler Richtung (mit dem Montags erscheinenden Beiblatt »Blätter für Handel, Gewerbe und soziales Leben«), die in der Provinz Sachsen, in Thüringen, Braunschweig und Anhalt verbreitet ist. Sie gehört zu den ältesten Zeitungen Deutschlands. Ihre älteste vorhandene Nummer ist von 1626 datiert. Anfangs hieß sie »Wöchentliche Zeitungen«. Den jetzigen Titel nahm sie in der ersten Hälfte des 18. Jahrh. an. Redakteur ist gegenwärtig (1905) W. Splittgerber.
 
Artikelverweis 
Mägdeherbergen, Anstalten, die, ähnlich wie die Meyers Mädchenheime (s. d.), Dienstmädchen und Arbeiterinnen Unterkunft auf beliebige Zeit gewähren, um sie vor den sittlichen Gefahren, die alleinstehenden jungen Mädchen drohen, zu bewahren. Sie sind nicht selten mit Mägdebildungsanstalten und immer mit Stellenvermittelung verbunden. In Deutschland gibt es ca. 50 Anstalten. S. Meyers Frauenvereine, S. 46.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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