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Maeseyck bis Mafeking (Bd. 6, Sp. 52)
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Artikelverweis Maeseyck (spr. mās-, fläm. Maaseik), Hauptstadt eines Arrondissements in der belg. Provinz Limburg, an der Maas, der Eisenbahn Hasselt-M. und den Nebenbahnen M.-Bourg-Leopold, M.-Maastricht und M.-Kessenich, mit einer Staats-Knabenmittelschule, Institut für Taubstumme und Blinde, Gerberei und (1904) 4632 Einw.; Geburtsort der Gebrüder van Eyck, denen 1864 daselbst ein schönes Marmordenkmal (von L. Wiener in Brüssel) errichtet ward.
 
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Maëstà (ital., »Majestät«), Bezeichnung von Bildern des auf den Thron sitzenden Heilands.
 
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Maesteg (spr. mǟstegg), Stadt in Glamorganshire (Südwales), im kohlenreichen Nebental des Ogmore, 13 km nordwestlich von Bridgend, hat mehrere moderne Kirchen, ein Rathaus im Renaissancestil (von 1880), Eisenhütten und (1901) 15,012 Einw.
 
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Maëstōso (con maëstà, ital.), majestätisch.
 
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Maëstrāl (ital.), soviel wie Meyers Mistral (s. d.).
 
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Maestricht (spr. māst-), Stadt, s. Meyers Maastricht.
 
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Maëstro (ital., »Meister«), in Italien übliche Titulatur der Tonkünstler, besonders der Komponisten. M. di cappella (»Kapellmeister«), der Dirigent eines kirchlichen Sängerchors, während der Leiter eines Orchesters Direttore d'orchestra heißt. M. al cembalo, früher der am Klavier akkompagnierende Generalbaßspieler (in der Regel der Dirigent).
 
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Maesyfed, s. Meyers Radnorshire.
 
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Maeterlinck (spr. māt-), Maurice, belg. Schriftsteller, geb. 29. Aug. 1862 in Gent, studierte an der dortigen Universität die Rechte, ließ sich daselbst als Advokat nieder und lebt seit 1896 in Paris ausschließlich seiner literarischen Tätigkeit. Nach einer etwas gekünstelten Gedichtsammlung: »Serres chaudes« (1889), erschien im gleichen Jahre sein erstes Drama: »La princesse Maleine« (deutsch, Berl. 1892; 2. Aufl. 1902), worin sich seine Eigenart so stark kundgab, daß er nicht nur in Belgien, sondern auch in Paris als der Gründer einer neuen Richtung, nämlich des Mystizismus auf der Bühne, angesehen wurde. Im »Figaro« proklamierte ihn Mirbeau als zweiten Shakespeare. Maeterlincks Mystizismus besteht namentlich in der Erregung einer unbestimmten Furcht vor einer unbestimmten Gefahr, in der Verwendung von unglücklichen Vorzeichen und düstern Ahnungen. Die Nachahmung von Shakespeare ist in »Maleine« nur zu deutlich. Weit höher steht das Drama »L'Intruse« (1890; mehrfach deutsch, zuletzt von O. E. Hartleben: »Der Ungebetene«, Berl. 1898), worin eine moderne Familie angstvoll den Eindringling Tod erwartet. Das Stücktrug in Paris eine starke Bühnenwirkung davon. Die im Walde verirrten »Aveugles« (1890; deutsch, Münch. 1897, 2. Aufl. 1902), denen niemand den Weg weist, sind symbolisch gemeint. Ganz unverständlich sind »Les sept princesses« (1891), während »Pelléas et Mélisande« (1892; deutsch, Berl. 1897) ein phantastisch aufgeputztes Ehebruchsdrama mit tiefen poetischen Schönheiten darstellen, das auch als Oper Debussys (1903) in Paris dauernden Erfolg fand. Es folgte das anmutige Idyll »Aglavaine et Sélysette« (1896) und zwei Bücher moralisierender Weltbetrachtung: »Le trésor des humbles« (1896; deutsch: »Der Schatz der Armen«, Florenz 1898) und »La Sagesse et la Destinée« (1898), worin ein gemilderter Stoizismus als Bedingung des Glücksgefühls in sehr gewählter sprachlicher Form gepredigt wird. Philosophie und Zoologie verband M. in anmutigster Form in »La vie des abeilles« (1901). Von ganz neuer Seite zeigte er sich in dem historischen Drama »Monna Vanna« (1902), dessen Erfolg namentlich in Deutschland sehr groß war. Das poetische Märchendrama »Joyzelle« (1903) und das Lustspiel »Le miracle de saint Antoine« (1905) standen nicht auf gleicher Höhe. Mannigfache Studien und Betrachtungen vereinigte er in »Le temple enseveli« (1902) und »Le double jardin« (1904). Gesammelt erschien »Théâtre de M. M.« (1904, 3 Bde.). Die genannten Werke sind fast alle von F. v. Oppeln-Bronikowski (Leipz. u. Jena) ins Deutsche übersetzt. Vgl. Jacobs, M., eine kritische Studie zur Einführung in seine Werke (Leipz. 1901); Mießner, Maeterlincks Werke (Berl. 1904); A. van Bever, Maurice M. (Par. 1904).
 
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Mäeutik (griech.), wörtlich soviel wie Hebammenkunst, von Sokrates (s. d.) in scherzhafter Anspielung auf das Gewerbe seiner Mutter Phänarete zur Bezeichnung seiner Methode angewandt, mittels geschickt angebrachter Frage die im Gefragten, diesem selbst unbewußt, schlummernde richtige Erkenntnis aus ihm herauszulocken, wie das im Schoß der Mutter geborgene Kind durch die Kunst der Geburtshelferin aus Tageslicht gefördert wird.
 
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Mafeking, Stadt in Britisch-Betschuanenland (Südafrika), an der Grenze von Transvaal, am Zufluß des Molopo oder Hygap (rechter Nebenfluß des Oranje), unter 25°31' südl. Br., an der Eisenbahn Kapstadt-Buluwayo, ist Sitz von protestantischen Missionen, eines britischen Kommissars und Handelszentrum; in der Nähe liegen die Malmani-Goldfelder. Der Distrikt M. hat 8404 qkm mit 11,160 Einw. (1,3 auf 1 qkm). Im Südafrikanischen Kriege wurde die englische Besatzung von M. durch die Buren abgeschnitten und erst 16. Mai 1900 entsetzt. Zwischen M. und Potschesstroom erlitt 7. März 1902 Lord Meyers Methuen (s. d.) am Taibosch-Spruit durch de la Rey eine schwere Schlappe und fiel verwundet in die Hände der Buren, die ihn bald wieder frei ließen.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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