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Madūro bis Maëstà (Bd. 6, Sp. 50 bis 52)
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Artikelverweis Madūro (portug. und span., »reif«), s. Meyers Portwein.
 
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Madvig, Johan Nikolai, Philolog und Staatsmann, geb. 7. Aug. 1804 in Svanike auf Bornholm, gest. 12. Dez. 1886 in Kopenhagen, besuchte seit 1817 das Staatsgymnasium in Frederiksborg auf Seeland, studierte 182025 in Kopenhagen und wurde 1826 an der dortigen Universität Dozent, 1829 Professor der lateinischen Sprache und Literatur, im November 1848 Kultusminister, trat im Dezember 1851 in seine frühern Ämter als Universitätsprofessor und Unterrichtsinspektor zurück, war jedoch auch ferner im Folke- und Landsthing, mehrfach als Präsident, bis 1874 tätig und trat, erblindet, 1879 in den Ruhestand. Er ist einer der scharfsinnigsten und gründlichsten Kritiker. Auf Cicero beziehen sich: »Emendationes in Ciceronis libros de legibus et Academica« (Kopenh. 1826); »Ad Orellium epistola critica de orationum Verrinarum libris II extremis« (das. 1828), »De Asconii Pediani commentariis in Ciceronis orationes« (das. 1828), die trefflichen Ausgaben von: »De finibus bonorum et malorum« (das. 1839, 3. Aufl. 1876) und »Cato major et Laelius« (das. 1835, 2. Aufl. 1869) sowie die Rezension zwölf ausgewählter Reden (das. 1830, 6. Aufl. 1886). Für Livius lieferte er: »Emendationes Livianae« (Kopenh. 1860, 2. Aufl. 1877) und mit Ussing eine Gesamtausgabe (das. 186166, 4 Bde.; zum Teil oft wiederholt). Zahlreiche Emendationen zu verschiedenen Schriftstellern bot er in den »Adversaria critica ad scriptores graecos et latinos« (Kopenh. 187184, 3 Bde.). Son st nennen wir: »Latinsk Sproglaere til Skolebrug« (Kopenh. 1841, 8. verkürzte Aufl. 1889; deutsch, Braunschw. 1844; 3. Aufl. 1857, seitdem verkürzt); »Graesk Ordföiningslaere« (Kopenh. 1846, 2. Aufl. 1857; deutsch als »Syntax der griechischen Sprache«, 2. Aufl., Braunschw

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1884); »Die Verfassung und Verwaltung des römischen Staats« (Kopenh.; zugleich deutsch, Leipz. 188182, 2 Bde.) und die Selbstbiographie: »Livserindringer« (das. 1887). Seine akademischen Gelegenheitsschriften und kleinern Arbeiten sind gesammelt in »Opuscula academica« (Kopenh. 183442, 2 Bde.; 2. Aufl. 1887) und »Kleine philologische Schriften« (Leipz. 1875). Vgl. Prantl in den Sitzungsberichten der bayrischen Akademie, 1887.
 
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Maebaschi, Stadt in der japan. Provinz Kotsuka auf Nippon, auf einer Insel des Tone, mit Tokio durch Eisenbahn verbunden, Mittelpunkt der besten japanischen Seidenzucht, mit (1898) 34,495 Einw.
 
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Maecha (Ma'acha), aramäischer Stamm und Stadt, südlich vom Hermon, dem Stamme Manasse zugeteilt, aber von diesem nicht unterworfen.
 
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Maël (spr. maǟl), Pierre, eigentlich Charles Causse, franz. Romanschriftsteller, geb. 30. Sept. 1862 in Lorient, gest. 29. Dez. 1904 in Paris, erst Marineoffizier, widmete sich aber bald einer außerordentlich fruchtbaren Tätigkeit auf dem Gebiete des bessern volkstümlichen Romans. Seine maritimen Erzählungen entbehren nicht einer gewissen Kraft und Originalität. Zu erwähnen sind: »Pilleur d'épaves« (1887), »Sauveteur«, von der Akademie gekrönt (1890), die Trilogie »Mer bleue«, »Mer sauvage« und »Mer bénie« (189096), »Erreur d'amour« (1896; deutsch, Leipz. 1896), »Le sous-marin, Le Vengeur« (1902), »Petite-fille d'amiral« (1903), »Femme d'officier« (1905).
 
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Maelen (spr. mālen), Philippe Marie Guillaume van der, belg. Kartograph, geb. 23. Dez. 1795 in Brüssel, gest. daselbst 29. Mai 1869, war anfangs Kaufmann, wandte sich, 30 Jahre alt, dem Kartenzeichnen zu und gab schon 1827 einen »Atlas universel« in 400 Blättern heraus, dann 182930 einen »Atlas de l'Europe« in 165 Blättern. 1830 gründete er sein berühmtes Établissement géographique de Bruxelles, aus dem viele Karten, Atlanten, Reliefs, Globen und Bücher hervorgegangen sind, wie: »Carte de la Belgique« (1833, 43 Blatt); »Dictionnaires géographiques des provinces de la Belgique« (183138); »Carte de la Belgique« (183753, 25 Blatt), eine andre 184654, 250 Blatt; »Atlas hypsométrique de la Belgique« (1851 bis 1861, 10 Blatt) u. a.
 
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Maelor Saesneg (»Sachsenland«), s. Meyers Flintshire.
 
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Maerlant (spr. mār-), Jacob van, der bedeutendste niederländ. Dichter des 13. Jahrh., geb. um 1235 in Bruxambacht (Westflandern), gest. in Damme zvischen 1291 und 1300, war anfangs Küster in Maerlant (jetzt ein Teil von Brielle auf der Insel Oostvoorne); später (vermutlich von 1266 an) wohnte er in Damme bei Brügge, wo er nach der Tradition das Amt eines Stadtschreibers bekleidete. Seine Jugendwerke sind Ritterromane, aus dem Lateinischen und Französischen übersetzt: »Alexanders geesten«, zwischen 1257 und 1260 übersetzt aus dem Lateinischen des Gauthier de Chastillon (hrsg. von Snellaert, Gent 186062, und J. Franck, Groning. 1882); die »Historie van den Grale« und »Merlijns Boeck«, um 1261 übersetzt aus dem Französischen des Robert de Borron (hrsg. von J. van Vloten, Leiden 1880 bis 1882); »Roman van Torec«, nach einem verloren gegangenen französischen Original, nur in einer Überarbeitung erhalten (hrsg. von J. te Winkel, Leiden 1875); die »Historie van Troyen«, um 1264 nach dem Französischen des Bénoît de Sainte-More (hrsg. von N. de Pauw und E. Gaillard, Gent 18891891). Diese zum Teil sehr umfangreichen Gedichte gehören zwar dem Stoff nach noch ganz zu dem Kreis der ritterlichen Epik, stehen aber schon unter dem Einfluß einer historischen Kritik, und das lehrhafte Element wiegt in ihnen vor. Später empfahl M. nur historisch glaubhafte biblische, geistliche oder weltliche Erzählungen und rein lehrhafte Darstellungen, von denen er selbst sehr umfängliche Muster aufstellte; er ist in dieser Schaffensperiode mit einem Thomasin von Zirklaere, einem Rutebeuf in Frankreich, einem Todi in Italien in Parallele zu stellen. Zu den Gedichten aus dieser zweiten Periode Maerlants gehören: »Heimelicheit der heimelicheden«, nach den »Secreta secretorum« des Pseudo-Aristoteles (hrsg. von Clarisse, Dordr. 1838, und von Kausler in den »Denkmälern altniederländischer Sprache und Literatur«, Tübing. 1844); »Der naturen bloeme«, eine gereimte Naturgeschichte nach dem lateinischen Werk »De natura rerum« von Thomas de Cantimpré (hrsg. von Bormans, Gent 1857, und von Verwijs, Groning. 1878); der »Rijmbijbel«, eine Bearbeitung der »Historia scolastica« von Petrus Trecensis, auch Comestor genannt (um 1150), mit der 1271 vollendeten Fortsetzung: »Die Wrake van Jherusalem«, nach Flavius Josephus (hrsg. von David, Brüssel 1858 bis 1869); »St. Franciscus Leven«, nach dem Lateinischen des Bonaventura (hrsg. von Tideman, Leiden 1848), und das umfangreichste seiner Werke: »Spiegel historiael«, 1283 begonnen, eine gereimte Übersetzung des »Speculum historiale« von Vincentius von Beauvais, von der M. aber nur ein wenig mehr als die Hälfte verfaßte. Philipp Utenbrocke hat diese Arbeit fortgesetzt, Lodewijk van Velthem aber hat sie 1316 vollendet und erweitert. Der von M. bearbeitete Teil ist herausgegeben von de Vries und Verwijs (Leid. 185763), die zweite, von Utenbroeke übersetzte Partie von denselben und Ferd. v. Hellwald (das. 1879). Die letzte, von Velthem übersetzte Partie ist nur unvollständig überliefert, seine Erweiterung gab schon Le Long (Amsterd. 1727) heraus. Außerdem schrieb M. noch verschiedene strophische Gedichte (hrsg. von Verwijs, Groning. 1880; neue Ausg. von Franck und Verdam, das. 1898), die als das weitaus poetischste und kunstreichste Erzeugnis der mittelniederländischen Dichtung bezeichnet werden dürfen. Die wichtigsten dieser strophischen Gedichte sind die drei Zwiegespräche zwischen Jacob (dem Dichter selbst) und Martijn, das am meisten poetische die »Disputacie van onser Vrouwen ende den h. Cruce«, die glutvollsten »Der Kerken clage« und sein Schwanengesang »Van den lande van Oversee«, gedichtet nach dem Verlust von St.-Jean d'Acre 1291. M. hat eine wichtige Dichterschule gestiftet, deren Mitglieder ihn den »Vater aller dietscher dichter« nannten. Vgl. Serrure, I. v. M. en zyne werken (2. Aufl., Gent 1867); J. te Winkel, »Maerlants werken beschouwd als spiegel van de 13. eeuw« (2. Aufl., das. 1892). Eine Auswahl seiner Dichtungen gab Verwey in den »Nederlandsche Dichters«, Bd. 1 (Amsterd. 1894).
 
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Maes (spr. mās), Nicolas, holländ. Maler, geb. im November 1632 in Dordrecht, gest. im Dezember 1693 in Amsterdam, war um 164852 Schüler Rembrandts in Amsterdam, hielt sich zwischen 1660 und 1665 in Antwerpen auf, wo ihn die dortige Malweise zu einer Änderung seines Stils veranlaßte, und war seit 1673 in Amsterdam ansässig. Seine Werke sind in zwei Gruppen zu scheiden. Die Genrebilder schließen sich eng an Rembrandt an, während die Bildnisse in ihrer glatten, kühlen Behandlung mit C. Netscher

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verwandt sind. Von seinen frühern, durch pikante Beleuchtung ausgezeichneten Genrebildern sind hervorzuheben: die Träumerin, die Alte am Spinnrocken (Reichsmuseum in Amsterdam), die faule Magd (Nationalgalerie in London), die neugierige Magd (Amsterdam) und die alte Frau beim Apfelschälen (im Kaiser Friedrich-Museum zu Berlin).
 
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Maeseyck (spr. mās-, fläm. Maaseik), Hauptstadt eines Arrondissements in der belg. Provinz Limburg, an der Maas, der Eisenbahn Hasselt-M. und den Nebenbahnen M.-Bourg-Leopold, M.-Maastricht und M.-Kessenich, mit einer Staats-Knabenmittelschule, Institut für Taubstumme und Blinde, Gerberei und (1904) 4632 Einw.; Geburtsort der Gebrüder van Eyck, denen 1864 daselbst ein schönes Marmordenkmal (von L. Wiener in Brüssel) errichtet ward.
 
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Maëstà (ital., »Majestät«), Bezeichnung von Bildern des auf den Thron sitzenden Heilands.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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