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Mädrishorn bis Madūrafuß (Bd. 6, Sp. 49 bis 50)
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Artikelverweis Mädrishorn, Berg, s. Rätikon.
 
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Madron (spr. mēdrön), Stadt in der engl. Grafschaft Cornwall, 2 km nordwestlich von Penzance, hat eine alte gotische Kirche und (1901) 3486 Einw. 1 km nordwestlich Reste einer uralten Taufkapelle.
 
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Madschun, s. Haschich.
 
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Madschurenstoff, buntes Baumwollengewebe zu Bett- und Leibwäsche in Bulgarien, bes. aus England.
 
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Madsen, Viktor, Geolog, geb. 2. März 1865 in Kopenhagen, studierte seit 1882 am Polytechnikum in Kopenhagen, wurde 1889 Assistent an der dänischen Geologischen Landesuntersuchung, studierte 189192 Geologie und Paläontologie in Berlin, wurde 1892 Staatsgeolog, studierte dann 189596 in München und wurde 1901 Mitglied der Direktion der dänischen

[Bd. 6, Sp. 50]


Geologischen Landesanstalt. 18961904 war er Dozent an der Universität in Kopenhagen, auch entfaltete er eine rege Tätigkeit als Lehrer an der dänischen Volksuniversität. Er machte mehrere Studienreisen, namentlich auch zur Untersuchung der Glazialbildungen in den Alpen, und lieferte Arbeiten über die eiszeitlichen Foraminiferen Dänemarks und Holsteins und deren Bedeutung für das Studium der Eiszeitablagerungen, über Jura, Neokom und Gaulttone in Dänemark, über jurassische Fossilien in Ostgrönland, über den glazialen Stausee bei Stenstrup auf Fünen und über die dortige Führung von Ziegellehm, auch veröffentlichte er eine Geschichte der Entwickelung der Erde (in der »Wissenschaftlichen Volksbibliothek«) und mehrere geologische Karten.
 
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Madu, s. Meyers Dolch, S. 87.
 
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Madüe, Landsee im preuß. Regbez. Stettin, 12 km lang und 3 km breit, 17 m ü. M., ist reich an Maränen und wird von der Plöne durchströmt.
 
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Madüemaräne, s. Meyers Renke.
 
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Madūra (Madoera), Insel an der Nordostküste von Java (s. Karte »Hinterindien«), von diesem durch die in ihrem westlichen Teil nur 3 km breite und dort fast unbefahrene Madurastraße getrennt, 4470 qkm groß, ist von niedrigen Hügeln erfüllt, bewaldet, jedoch dürr und zum großen Teil nicht angebaut, enthält aber sehr reiche Salinen. Die Maduresen sind den Javanern nahe verwandt, doch von gröbern Zügen, kräftiger, ausdauernder und unternehmender, zählen daher zu den besten Soldaten der niederländisch-indischen Armee. Politisch bildet M. mit ca. 80 östlicher gelegenen Inselchen eine Residentschaft mit 5413 qkm Umfang und mit (1895) 1,624,148 Einw. (578 Europäer, 4127 Chinesen, 1524 Araber) in vier Distrikten: M., Pamekasan, Sampang und Sumenep, unter einheimischen Fürsten, die aber genau kontrolliert werden durch den niederländischen Residenten in Pamekasan (7797 Einw.); die bedeutendste Stadt ist Sumenep (18,425 Einw.), dann der Hafen Bangkalan (14,581 Einw.) an der Westküste.
 
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Madūra (Madhura), Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts (21,758 qkm mit [1901] 2,831,280 Ew.) in der britisch-ind. Präsidentschaft Madras, am Vaigaifluß und an der Südindischen Bahn, hat breite Straßen, große Plätze, ein neues Gefängnis, Hospital, eine höhere Schule, eine Zentralschule und ein Krankenhaus der amerikanischen protestantischen Mission, mehrere Kirchen, eine prächtige Apotheke der Jesuiten und (1901) 105,984 Einw., darunter 93,103 Hindu, 9122 Mohammedaner und 3750 Christen. M. war einst Hauptstadt des Königreichs Karnata (s. Meyers Karnatik), das in der Mitte des 16. Jahrh. von Mohammedanern erobert wurde. Aus seiner alten Zeit besitzt es noch eine große Pagode, die großartigen Trümmer des Königspalastes, eine wohlerhaltene prächtige Halle aus Granit und einen Tempel auf einer Insel in einem mit Granitquadern eingefaßten See.
 
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Madūrafuß (ostindisch Perical, »Dickfuß«, engl. Fungus foot of India), eine nur in Hindostan an Ein gebornen beobachtete Krankheit, die im westlichen und nordwestlichen Teil Indiens besonders in einer meist den Fuß befallenden hellen, gelblichen Form, in Bengalen hauptsächlich in einer dunkeln, vorzugsweise an den Händen auftretenden Form vorkommt. Nachdem Goodfrey in Madras (1846) zuerst die charakteristische Beschreibung des Leidens gegeben, untersuchte es Carter 1874 näher, bezeichnete es als Mycetoma und unterschied die obigen Formen. Berkeley bezeichnete einen in dem erkrankten Gewebe gefundenen Pilz als Chionyphe Carteri. Es handelt sich beim M. entweder um echte Aktinomykose oder um eine Abart derselben. Der befallene Fuß vergrößert sich und zeigt zahlreiche, in die Tiefe führende Geschwürsöffnungen, aus denen das gleich zu erwähnende Sekret heraustritt. Ebenso wird die Hand im Erkrankungsfalle verdickt und infolge Zerstörung der Handwurzel- und Mittelhandknochen verkürzt, während ihre Funktion beeinträchtigt und zuletzt aufgehoben ist; dabei sind die Knochen so weich, daß man sie schneiden kann. Im Innern findet man durch gewundene Gänge verbundene, nach außen sich öffnende Höhlen, aus denen bei der hellen Form hirsekorngroße, fischrogenähnliche, rötlichgelbe oder weiße, in eine zähe, eiweißartige Masse eingebettete Körper sich entleeren. Bei der dunkeln Form enthalten Höhlen und Gänge schwarze oder doch dunkelbraune, bald lockerer, bald fester eingebettete Gebilde, die die Größe einer kleinen Orange erreichen können, auf dem Durchschnitt ein helleres Zentrum und einen strahligen Bau zeigen. Zuerst entwickeln sich diese Fremdkörper im Fettgewebe, dringen dann aber auch in die Knochen ein, die sie zerstören. Das Leiden entsteht ohne wesentliche Schmerzhaftigkeit, indem an Hand oder Fuß ein harter Knoten sich bildet, der mit der Zeit ausbricht, und dem andre folgen. Durch Bruch der Knochen, Verdickung der Gewebe entsteht die Mißgestalt der befallenen Extremität, die nicht nur unbrauchbar wird, sondern auch ihrem Träger zur Last ist. Man hat das Leiden 15, ja 26 und 30 Jahre dauern sehen. Jede andre Behandlung als die Amputation des befallenen Gliedes erwies sich als vergeblich. Vgl. Scheube, Die Krankheiten der warmen Länder (3. Aufl., Jena 1903).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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