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Madridejos bis Madüe (Bd. 6, Sp. 49 bis 50)
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Artikelverweis Madridejos (spr. -dēchos), Bezirkshauptstadt in der span. Provinz Toledo, in fruchtbarer Ebene am Valdespino, mit Käserei, Obst- und Safranbau, Weberei, Branntweinbrennerei und (1900) 7158 Einw.
 
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Madrigāl (ital., jüngere Form mandriale, von matricale = maternum), ursprünglich ein einfaches Volkslied. Zu Anfang des 14. Jahrh. bemächtigten sich die italienischen Kunstdichter dieser Form. Aus 811 Elfsilbern in bestimmter Reimordnung bestehend, wurde es unter ihren Händen zu einem reizenden Idyll, so bei Petrarca, Sacchetti und Donati. Im 16. Jahrh. schon ändert es seine Form und nimmt auch Siebensilber auf. Später löst es sich von jeder metrischen Regel. Man nennt so jedes aus Elf- und Siebensilbern bestehendes Gedichtchen, das mit irgend einer witzigen Wendung, einem Kompliment oder einem zierlichen Gedanken schließt. Von Italien kam es schon frühzeitig nach Frankreich und Deutschland, lange eifrig gepflegt, z. B. von Gerbert de Montreuil, Lainez, Moncrif, Hagedorn, Götz, Gotter, Voß, Manso, Goethe, A. W. Schlegel. Vgl. Strümpell, Das französische M. vom 16. bis zum 19. Jahrhundert (Braunschw. 1873); Carducci, Opere, Bd. 8, S. 324 ff. (Bologna 1893); Biadene, Rassegna bibliografica della letteratura italiana, Bd. 6 (Pisa 1898); Voßler, Das deutsche M. (Weim. 1898). In der Musik erscheint das M. bereits seit Anfang des 14. Jahrh. als zunächst zweistimmiges, seltener dreistimmiges Kunstlied bei den Florentiner Meistern des neuen kontrapunktischen Stils (Giovanni da Cascia, Ghirardello, Landino), tritt aber im 15. Jahrh. wieder zurück gegen die französischen und niederländischen Chansons. Erst im zweiten Drittel des 16. Jahrh. steigt es wieder zu noch höherer Bedeutung, und zwar in vier- bis sechsstimmiger, überwiegend fünfstimmiger Bearbeitung. Die Glanzzeit des Madrigals beginnt 1539 mit dem ersten Buche der fünfstimmigen Madigrale Meyers Arcadelts (s. d.). Im 17. Jahrh. wurde das M. durch die monodischen Kompositionen (Arien, Kantaten) zurückgedrängt, doch bildete sich noch 1741 in London eine M.-Society zur Konservierung der Kunstform. Vgl. Emil Vogel, Bibliothek der gedruckten weltlichen Vokalmusik Italiens (Berl. 1892, 2 Bde.).
 
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Madrileña (spr. -lénja, »Madriderin«), ein span. Nationaltanz.
 
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Madrillbrett (v. franz. madrier, lat. materia, »Bauholz, Planke«), s. Meyers Petarde.
 
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Mädrishorn, Berg, s. Rätikon.
 
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Madron (spr. mēdrön), Stadt in der engl. Grafschaft Cornwall, 2 km nordwestlich von Penzance, hat eine alte gotische Kirche und (1901) 3486 Einw. 1 km nordwestlich Reste einer uralten Taufkapelle.
 
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Madschun, s. Haschich.
 
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Madschurenstoff, buntes Baumwollengewebe zu Bett- und Leibwäsche in Bulgarien, bes. aus England.
 
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Madsen, Viktor, Geolog, geb. 2. März 1865 in Kopenhagen, studierte seit 1882 am Polytechnikum in Kopenhagen, wurde 1889 Assistent an der dänischen Geologischen Landesuntersuchung, studierte 189192 Geologie und Paläontologie in Berlin, wurde 1892 Staatsgeolog, studierte dann 189596 in München und wurde 1901 Mitglied der Direktion der dänischen

[Bd. 6, Sp. 50]


Geologischen Landesanstalt. 18961904 war er Dozent an der Universität in Kopenhagen, auch entfaltete er eine rege Tätigkeit als Lehrer an der dänischen Volksuniversität. Er machte mehrere Studienreisen, namentlich auch zur Untersuchung der Glazialbildungen in den Alpen, und lieferte Arbeiten über die eiszeitlichen Foraminiferen Dänemarks und Holsteins und deren Bedeutung für das Studium der Eiszeitablagerungen, über Jura, Neokom und Gaulttone in Dänemark, über jurassische Fossilien in Ostgrönland, über den glazialen Stausee bei Stenstrup auf Fünen und über die dortige Führung von Ziegellehm, auch veröffentlichte er eine Geschichte der Entwickelung der Erde (in der »Wissenschaftlichen Volksbibliothek«) und mehrere geologische Karten.
 
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Madu, s. Meyers Dolch, S. 87.
 
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Madüe, Landsee im preuß. Regbez. Stettin, 12 km lang und 3 km breit, 17 m ü. M., ist reich an Maränen und wird von der Plöne durchströmt.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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