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Madeley bis Madenwurm (Bd. 6, Sp. 41)
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Artikelverweis Madeley (spr. mäddlĭ), städtischer Bezirk in Shropshire (England), der sich etwa 5 km weit längs des Severn hinzieht, und zu dem außer M. noch Coalbrookdale, Ironbridge und Coalport gehören, hat Kohlengruben, Eisenhütten, Gießereien, Töpfereien, Porzellanfabrikation und (1901) 8442 Einw.
 
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Madelonetten, soviel wie Magdalenerinnen.
 
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Mädelsüß, s. Ulmaria.
 
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Mademochorĭa (»Minenorte«), von Griechen bewohnte Landschaft im O. der Halbinsel Chalkidike, mit dem Hauptort Nizvoro, bis zu Beginn des 19. Jahrh. durch ihre seit alters ausgebeuteten Schätze an Eisenstein und silberhaltigem Bleiglanz bekannt. Die zwölf Ortschaften des Bezirks zahlen der Pforte Tribut, genießen aber eine gewisse Selbständigkeit in ihrer Verwaltung.
 
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Mademoiselle (franz., spr. mad'mŭaséll'), s. Meyers Damoiselle.
 
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Maden, die fußlosen Larven mancher Insekten, besonders der Zweiflügler.
 
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Maden (türk.), in zusammengesetzten Ortsnamen vorkommend, bedeutet »Bergwerk«.
 
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Madenburg, Ruine einer 1552, dann 1689 zerstörten Burg, 10 km westlich von Landau in der Rheinpfalz. Vgl. »Baudenkmale in der Pfalz« (Ludwigshafen 1884).
 
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Madenhacker (Buphaga L.), Gattung der Sperlingsvögel aus der Familie der Stare (Sturnidae), Vögel mit kräftigem, gegen die übergreifende Spitze zu gewölbtem Schnabel, kurzläufigen, langzehigen Füßen mit scharfen Nägeln, langen Flügeln und langem, breitem, keilförmig zugespitztem Schwanz. Der M. (B. erythrorhyncha L.), 21 cm lang, 33 cm breit, oberseits olivenbraun, an den Kopfseiten und der Kehle heller, unterseits hell rostgelblich, an den Schwingen dunkelbraun, mu rotem Schnabel, bewohnt Mittelafrika, lebt in Gesellschaften von 68 Stück in der Nähe großer Säugetiere (Elefant, Nashorn etc.) und sucht diesen Zecken und unter der Haut schmarotzende Larven ab. Zwischen den Säugetieren und dem M. besteht das beste Einvernehmen, und selbst wenn der Vogel die Haut spaltet, um die Larven herauszuziehen, wehren sie ihn nicht ab.
 
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Madenstein, s. Meyers Starstein.
 
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Madenwurm (Oxyūris Rud.), Gattung der Spulwürmer, schmarotzt in Insekten und in kalt- und warmblütigen Wirbeltieren. Im Menschen lebt der Pfriemenschwanz oder Springwurm (O. vermicularis Bremser). Das Weibchen wird 1 cm lang und hat einen schwanzartigen Hinterleib; das viel seltenere Männchen erreicht nur eine Größe von 4 mm. Der M. ist neben dem Spulwurm der häufigste Eingeweidewurm des Menschen und findet sich oft zu Tausenden im Enddarm. Einer entfernten Ähnlichkeit mit Fliegenmaden verdankt er seinen Namen. Die zum Teil schon im Darm des Menschen abgelegten Eier beginnen hier oder außerhalb ihre Entwickelung, jedoch schlüpfen die Embryonen erst aus, wenn die Eier wieder in den Magen gelangen. Zu der Übertragung, die eine direkte ist, bietet sich bei der Kleinheit und Widerstandsfähigkeit der Eier leicht Gelegenheit (durch die Hände, den Staub, Wasser, Nahrungsmittel etc.). Als kotfressendes Tier findet sich der M. besonders im Dickdarm, kommt aber auch im Blind- und Dünndarm vor, wandert abends in großer Zahl aus und ein und erregt dabei ein fast unerträgliches Jucken, das bei Mädchen infolge der Einwanderung in die Scheide zur Onanie verführen kann. Auch durch Reizung der Sakralnerven vom Mastdarm aus wirken die Würmer auf die Geschlechtswerkzeuge und führen die bedenklichsten Folgen herbei. Sie veranlassen eine Entzündung der Schleimhaut des Darmes und beeinträchtigen bei massenhaftem Vorkommen endlich auch die Ernährung. Zur Bekämpfung des Madenwurms benutzt man Abführmittel, namentlich Rizinusöl und Kalomel; die Stuhlentleerung reicht aber zur Abtreibung der Würmer nicht aus, da diese vorwiegend in den untern Darmabschnitten (dem aufsteigenden Teil des Dickdarms) sich aufhalten. Hier werden sie am besten durch mehrere Wochen lang täglich wiederholte Darmeinläufe mit schwachem Seifen- oder Essigwasser entfernt. Zur Verhütung erneuter Infektion ist auch Reinhaltung der Hände, besonders der Fingernägel, an denen sich häufig infolge Kratzens am After Wurmeier befinden, erforderlich. O. ambigua Rud. aus dem Darm des Hafen und Kaninchens war schon Aristoteles bekannt und wurde von ihm als Ascaris bezeichnet, während man gegenwärtig hierunter den Spulwurm versteht.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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