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Maclūra bis Mâconnais (Bd. 6, Sp. 26 bis 27)
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Artikelverweis Maclūra Nutt. (Färbermaulbeerbaum), Gattung der Morazeen mit der einzigen Art M. aurantiaca Nutt. (Osagedorn, Osageorange), einem dornigen Baum in Arkansas und Louisiana, mit gelbem Holz, eirund-lanzettförmigen Blättern und zweihäusigen Blüten, von denen die männlichen in Kätzchen oder Trauben, die weiblichen auf einem rundlichen, gemeinschaftlichen Blütenboden stehen; aus letzterm entwickelt sich durch Verwachsen der einzelnen Scheinfrüchte eine unregelmäßig runde, orangefarbene Sammelfrucht von 2,55 cm Durchmesser, die in Amerika allgemein gegessen wird. Das Holz ist sehr fest und dauerhaft, das Laub dient als Seidenraupenfutter. Das früher von M. aurantiaca abgeleitete Gelbholz (alter Fustik, gelbes Brasilienholz) stammt von Chlorophora tinctoria.
 
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Maclurea, Schnecke, s. Meyers Silurische Formation.
 
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Maclurīn, s. Meyers Gelbholz.
 
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Mac Mahon (spr. mack ma-óng), Marie Edme Patrice Maurice de M., Herzog von Magenta, Marschall von Frankreich. geb. 13. Juni 1808 in Sully bei Autun aus einer altirischen Familie, die nach dem Sturz der Stuarts nach Frankreich auswanderte, gest. 17. Okt. 1893 auf Schloß La Forêt, zeichnete sich 1837 bei dem Sturm auf Konstantine aus, wurde 1848 zum Brigadegeneral ernannt und mit der Verwaltung der Provinz Oran und später der Provinz Konstantine betraut. Seit 1852 Divisionsgeneral, kehrte er 1855 nach Frankreich zurück, erhielt den Befehl einer Division in der Krim und nahm am Sturm auf den Malakowturm 8. Sept. teil, worauf er die Senatorwürde erhielt. Nachdem er 1857 gegen die Kabylen gefochten und ihm 1858 der Oberbefehl über die Land- und Seemacht Algeriens übertragen worden war, befehligte er im italienischen Kriege das 2. Armeekorps und nahm mit ihm 4. Juni 1859 an dem Siege bei Magenta rühmlichen Anteil. Noch auf dem Schlachtfeld ward er zum Marschall und zum Herzog von Magenta ernannt. Auch in der Schlacht bei Solferino (24. Juni 1859) kämpfte er. 1864 ward er Pélissiers Nachfolger als Gouverneur von Algerien. 1870 erhielt er das Kommando des 1. Korps, schlug (6. Aug.) mit großer Tapferkeit die blutige Schlacht von Meyers Wörth (s. d.), ward jedoch besiegt und zum Rückzuge genötigt. M. sammelte die Überreste seines Korps hinter den Vogesen und führte sie mit großer Schnelligkeit nach Châlons, wo ihm der Oberbefehl über die dort nach und nach vereinigten Korps: 1,5 und 7, die notdürftig reorganisiert wurden, und das neuformierte 12. Korps zufiel. Er erhielt von der Regentschaft in Paris den Auftrag, mit dieser etwa 120,000 Mann zählenden Armee nach Metz aufzubrechen, um dem dort eingeschlossenen Bazaine die Hand zu reichen und den Krieg in den Rücken des Gegners zu spielen. Er begann 23. Aug. den Marsch auf Metz, aber so unentschlossen und langsam, daß die deutschen Armeen die berühmte Rechtsschwenkung machen und ihn nach der belgischen Grenze drängen konnten. Er wurde auf Sedan geworfen und hier 1. Sept. angegriffen. Früh am Morgen durch einen Granatsplitter am Schenkel verwundet, mußte er die Leitung

[Bd. 6, Sp. 27]


der Schlacht an Ducrot abgeben, wodurch ihm die schmerzliche Pflicht, die Kapitulation zu unterzeichnen, erspart blieb. Er geriet mit der übrigen Armee in deutsche Kriegsgefangenschaft. Nach Abschluß des Waffenstillstandes wurde er mit dem Oberbefehl der »Armee von Versailles« betraut, um die Kommune in Paris niederzuwerfen. Auch nach glücklicher Unterdrückung dieses Aufstandes (vgl. seinen Bericht: »L'armée de Versailles depuis sa formation jusqu'à la complete pacification de Paris«, Par. 1871) behielt er das Kommando der Armee von Versailles und Paris. Sein geachteter Name und seine kirchliche Gesinnung verschafften ihm von seiten der monarchisch-reaktionären Parteien nach Thiers' Sturz 24. Mai 1873 die Würde des Präsidenten der Republik. Indes trotz aller Unterstützung von seiten des neuen Präsidenten mißlang die Restauration des Königtums infolge des Starrsinns des Grafen Chambord, und M. sicherte sich nun eine starke Exekutive durch die von der Kammer 20. Nov. 1873 bewilligte Verlängerung seines Präsidiums auf sieben Jahre, das sogen. Septennat. Als er aber 16. Mai 1877, von seiner reaktionären Umgebung bewogen, das gemäßigte Ministerium Simon fortschickte und durch Broglie und Fourtou antirepublikanische Neuwahlen betreiben ließ, verlor er sein Ansehen. Die Neuwahlen fielen gegen ihn aus, und im Zwiespalt mit dem ihm aufgenötigten liberalen Ministerium nahm er 30. Jan. 1879 seine Entlassung und zog sich in das Privatleben zurück. Eine Bildsäule wurde ihm in Paris errichtet, eine andre 1895 auf dem Schlachtfelde von Magenta feierlich enthüllt. Vgl. E. Daudet, Souvenirs de la présidence du maréchal de M. (2. Aufl., Par. 1880); Hanotaux, La France contemporaine, Bd. 2 (das. 1905; deutsch, Berl. 1905); die Biographien von Grandin (Par. 1893, 2 Bde.), Hennet (1894), Montbrillant (Lille 1894), Laforge (Par. 1898, 3 Bde.).
 
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Mac Master, John Bach, amerikan. Historiker, geb. 29. Juni 1852 in Brooklyn, ward 1883 Professor der amerikanischen Geschichte an der Pennsylvania-Universität in Philadelphia und schrieb unter anderm: »History of the people of the United States from the Revolution to the civil war« (bisher 5 Bde., bis 1830, New York 18831900); »Benjamin Franklin as a man of letters« (Boston 1887); »Pennsylvania and the federal constitution« (mit Stone, Philad. 1888); »Daniel Webster« (New York 1902); »The acquisition of political, social and industrial rights of man in America« (Cleveland 1903).
 
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Macmillan (spr. mǟckmillen), Daniel, engl. Verlagsbuchhändler, geb. 13. Sept. 1813 auf der Insel Arran, gest. 27. Juni 1857, gründete 1843 gemeinsam mit seinem Bruder Alexander (geb. 1818 zu Irvine in Schottland, gest. 25. Jan. 1896) in London unter der Firma »D. u. A. Macmillan« ein Verlagsgeschäft, das noch in demselben Jahre nach Cambridge, 1863 aber nach London zurückverlegt wurde. Die Firma ward 1850 in »Macmillan u. Komp.« geändert. Daniels Söhne: Frederick, geb. 1851, und Maurice, geb. 1853, traten 1874, bez. 1879, Alexanders Sohn George Augustin, geb. 1855, ebenfalls 1879 als Teilhaber ins Geschäft, in das schon 1865 George Lillie Craik (geb. 1837 in Glasgow) als Mitbesitzer eingetreten war. Außer periodischen Unternehmungen, wie die Monatsschrift »Macmillan's Magazine« (seit 1859), die Wochenschrift »Nature« (seit 1869), umfaßt der reichhaltige Verlag besonders Naturwissenschaften (Huxley, Foster, Geikie, Roscoe u. a.), Geschichte und Literatur (Green, Freeman, Morley, Bryce, Blackie u. a.), Ausgaben griechischer und römischer Klassiker und vereinigt auch auf belletristischem Gebiet hochberühmte Namen (Tennyson, Clough, M. Arnold, Kingsley, Austin, Th. Hardy, Oliphant, Th. Hughes u. a.) neben geschätzten Sammelwerken, wie »The Globe Library«, »Golden Treasury Series«, »Eversley Series«, »Library of English Classics« u. a. Vgl. Hughes, Memoir of Daniel M. (Lond. 1882).
 
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Macomb (spr. mǟkūm oder -kōm), Hauptstadt der Grafschaft Mc Donough im nordamerikan. Staat Illinois, mit Normalschule, Tonwarenfabrikation, Produktenhandel und (1900) 5375 Einw.
 
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Macon (spr. mēk'n), 1) Hauptstadt der Grafschaft Bibb des nordamerikan. Staates Georgia, an dem schiffbaren Ocmulgee, Bahnknotenpunkt, mit prächtigem Park, dem baptistischen Mercer College, wesleyanischem Frauencollege, katholischem Pio Nono College, der Lewis High School für Farbige, Blindenschule, Baumwoll- und Wagenfabriken, starkem Baumwoll- und Produktenhandel und (1900) 23,272 Einw. 2) Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft im nordamerikan. Staat Missouri, Bahnknotenpunkt, mit Wagenfabrikation, Kohlengruben und (1900) 4068 Einwohnern.
 
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Maçon (franz., spr. -ßóng), Maurer, zuweilen für Franc-maçon, Freimaurer; Maçonnerie, Maurerhandwerk, Bauamt, auch Freimaurerei (Franc-maçonnerie).
 
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Mâcon (spr. makóug), Hauptstadt des franz. Depart. Saône-et-Loire, 180 m ü. M., am rechten Ufer der Saône, über die eine alte Brücke führt, Knotenpunkt der Lyoner Bahn, ist im ganzen eng gebaut, hat neu angelegte Promenaden und Kais, eine Kathedrale St.-Vincent (von 1816), Ruinen der alten, während der Revolution zerstörten Kathedrale, eine neue Kirche St.-Pierre im romanischen Stile (von 1866), ein Stadthaus, ein Standbild Lamartines (in Milly bei M. geboren), ein Handelsgericht, eine Handelskammer, ein Lyzeum, eine Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalt, ein Mädchenlyzeum, eine Gesellschaft der Wissenschaften, Bibliothek und Museum, zwei Hospitäler, Fabrikation von Kupfer-, Bronze- und Zinkgußwaren, Maschinen, Werkzeugen, Uhren, Papier, Öl, Konfitüren, Handel mit Wein, Käse etc. und (1900) 18,190 (als Gemeinde 18,928) Einw. M. ist das alte Matisco, eine Stadt der Äduer, und bildete seit dem 10. Jahrh. mit seinem Gebiete, der Landschaft Mâconnais, eine eigne Grafschaft. 1228 ward die Stadt an Ludwig IX. verkauft und blieb seitdem fast ununterbrochen Eigentum der Krone. Seit dem 6. Jahrh. bis 1802 war sie Bischofssitz. Aus der Römerzeit finden sich noch Reste eines Triumphbogens und eines Janustempels. Vgl. Graf La Rochette, Histoire des évêques de M. (Mâcon 186667, 2 Bde.). Der auf den südlich von der Stadt belegenen Hügeln wachsende rote Wein ist in Frankreich als guter Tischwein sehr beliebt. S. Meyers Burgunderweine.
 
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Mâconnais (spr. makonnä), s. Meyers Mâcon.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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