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Maclay bis Mac Master (Bd. 6, Sp. 25 bis 27)
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Artikelverweis Maclay, Nikolaus von, Reisender, s. Meyers Miklucho-Maclay.

[Bd. 6, Sp. 26]



 
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Maclay-Küste, Küstenstrich im Kaiser Wilhelms-Land (Neuguinea), vom Konstantinhafen bis Kap König Wilhelm, benannt nach dem russischen Reisenden Miklucho-Maclay.
 
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Maclean (spr. mǟklĭn), Kaid Sir Harry Aubrey de, marokkanischer General, geb. um 1850 in Schottland aus altem Geschlecht, verließ 1876 den Dienst in der britischen Garnison von Gibraltar, um auf Wunsch des Sultans Mulay el-Hasan von Marokko die bisher versuchsweise in Gibraltar durch englische Unteroffiziere gedrillten maurischen Soldaten weiter auszubilden, und trat schließlich ganz in die Dienste Marokkos über. Als Chefinstrukteur der Truppen des Sultanats genoß er bedeutendes Ansehen und übte großen Einfluß auch auf den neuen Sultan Abd ul-Asis aus; seine Familie wohnte in Tanger, während er selbst meist in Marrakesch weilte, bis er bald nach dem Besuch in England zur Krönungsfeier König Eduards VII. (im Sommer 1902) seinen Aufenthalt mehr nach Fes verlegte. Am 11. Sept. 1903 reiste er jedoch ab, anscheinend in Ungnaden entlassen, tauchte aber im September 1905 von neuem an der Stätte seiner frühern Wirksamkeit auf. S. Meyers Marokko (Geschichte, S. 341).
 
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Macleod (spr. mǟklaud), Henry Dunning, engl. Nationalökonom, geb. 1821 in Edinburg, gest. 16. Juli 1902, widmete sich zunächst der juristischen Laufbahn und wurde infolge eines Prozesses zu eingehendem Studium der Theorie des Kredits veranlaßt. Daraus ging hervor seine »Theory and practice ot banking« (185556, 2 Bde.; 5. Aufl. 189293). Dieser folgten »The elements of political economy« (1858; neue Ausg. u. d. T.: »Principles of economical philosophy«, 1873, 2 Bde.), »Elements of banking« (1876, neue Ausg. 1891), » Elements ot economics« (188186, 2 Bde.; 2. Aufl. 1899), »Economics for beginners« (1888, 5. Aufl. 1899), die »Theory of credit« (188991, 2 Bde., 2. Aufl. in 1 Bd. 1898), »Bimetallism« (1894), »History of economics« (1896), »Indian currency« (1898). Von seinem »Dictionary of political economy« erschien nur der 1. Band (1863). Nach M. ist der Kredit ein selbständiges Kapital neben dem Geld, das Gegenstand der Forderung ist. Diese praktisch nicht unbedenkliche Idee wurde in Deutschland von Knies und Böhm-Bawerk mit Erfolg bekämpft.
 
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Macleya R. Br., Gattung der Papaverazeen mit der einen Art M. cordata R. Br. (Celandinebaum, Bocconia cordata Willd., s. Tafel Meyers »Zierpflanzen II«, Fig. 4), eine bis 3 m hohe, schön gebaute Staude mit großen, elegant gebuchteten, blaugrünen Blättern und mächtigen Rispen kleiner gelblichweißer Blüten, wächst in China und Japan und wird bei uns in größern Gärten als Zierpflanze kultiviert. Das Rhizom enthält Protopin, Homochelidonin und sehr wenig Chelerythrin.
 
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Maclise (spr. mǟklīs'), Daniel, engl. Maler, geb. 25. Jan. 1811 zu Cork in Irland, gest. 25. April 1870 in Chelsea, studierte auf der Kunstschule in Cork, kam 1828 auf die Londoner Akademie und trat zuerst 1829 auf der Ausstellung mit einem Malvolio auf. 1831 gewann er die goldene Medaille für sein Gemälde: Wahl des Herkules. Auch lieferte er für »Frazer's Magazine« zahlreiche Skizzen und Karikaturen sowie viele Bilder zu Dichtungen. 1844 und 1855 besuchte er Paris und in letzterm Jahr auch Italien. 1857 vollendete er eine Galerie von Skizzen aus der Geschichte der normannischen Eroberung Englands; 1859 ging er nach Berlin, um die Stereochromie zu studieren, und malte in dieser Manier die großen Wandgemälde: die Begegnung Blüchers und Wellingtons bei Belle-Alliance und Nelsons Tod (1864 vollendet) in der Royal Gallery. M. war auch ein geschätzter Bildnismaler. Zwei Bilder aus Shakespeares »Hamlet« und »Was ihr wollt« befinden sich in der Nationalgalerie zu London. Vgl. O'Driscoll, Memoir of D. M. (Lond. 1871).
 
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Maclūra Nutt. (Färbermaulbeerbaum), Gattung der Morazeen mit der einzigen Art M. aurantiaca Nutt. (Osagedorn, Osageorange), einem dornigen Baum in Arkansas und Louisiana, mit gelbem Holz, eirund-lanzettförmigen Blättern und zweihäusigen Blüten, von denen die männlichen in Kätzchen oder Trauben, die weiblichen auf einem rundlichen, gemeinschaftlichen Blütenboden stehen; aus letzterm entwickelt sich durch Verwachsen der einzelnen Scheinfrüchte eine unregelmäßig runde, orangefarbene Sammelfrucht von 2,55 cm Durchmesser, die in Amerika allgemein gegessen wird. Das Holz ist sehr fest und dauerhaft, das Laub dient als Seidenraupenfutter. Das früher von M. aurantiaca abgeleitete Gelbholz (alter Fustik, gelbes Brasilienholz) stammt von Chlorophora tinctoria.
 
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Maclurea, Schnecke, s. Meyers Silurische Formation.
 
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Maclurīn, s. Meyers Gelbholz.
 
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Mac Mahon (spr. mack ma-óng), Marie Edme Patrice Maurice de M., Herzog von Magenta, Marschall von Frankreich. geb. 13. Juni 1808 in Sully bei Autun aus einer altirischen Familie, die nach dem Sturz der Stuarts nach Frankreich auswanderte, gest. 17. Okt. 1893 auf Schloß La Forêt, zeichnete sich 1837 bei dem Sturm auf Konstantine aus, wurde 1848 zum Brigadegeneral ernannt und mit der Verwaltung der Provinz Oran und später der Provinz Konstantine betraut. Seit 1852 Divisionsgeneral, kehrte er 1855 nach Frankreich zurück, erhielt den Befehl einer Division in der Krim und nahm am Sturm auf den Malakowturm 8. Sept. teil, worauf er die Senatorwürde erhielt. Nachdem er 1857 gegen die Kabylen gefochten und ihm 1858 der Oberbefehl über die Land- und Seemacht Algeriens übertragen worden war, befehligte er im italienischen Kriege das 2. Armeekorps und nahm mit ihm 4. Juni 1859 an dem Siege bei Magenta rühmlichen Anteil. Noch auf dem Schlachtfeld ward er zum Marschall und zum Herzog von Magenta ernannt. Auch in der Schlacht bei Solferino (24. Juni 1859) kämpfte er. 1864 ward er Pélissiers Nachfolger als Gouverneur von Algerien. 1870 erhielt er das Kommando des 1. Korps, schlug (6. Aug.) mit großer Tapferkeit die blutige Schlacht von Meyers Wörth (s. d.), ward jedoch besiegt und zum Rückzuge genötigt. M. sammelte die Überreste seines Korps hinter den Vogesen und führte sie mit großer Schnelligkeit nach Châlons, wo ihm der Oberbefehl über die dort nach und nach vereinigten Korps: 1,5 und 7, die notdürftig reorganisiert wurden, und das neuformierte 12. Korps zufiel. Er erhielt von der Regentschaft in Paris den Auftrag, mit dieser etwa 120,000 Mann zählenden Armee nach Metz aufzubrechen, um dem dort eingeschlossenen Bazaine die Hand zu reichen und den Krieg in den Rücken des Gegners zu spielen. Er begann 23. Aug. den Marsch auf Metz, aber so unentschlossen und langsam, daß die deutschen Armeen die berühmte Rechtsschwenkung machen und ihn nach der belgischen Grenze drängen konnten. Er wurde auf Sedan geworfen und hier 1. Sept. angegriffen. Früh am Morgen durch einen Granatsplitter am Schenkel verwundet, mußte er die Leitung

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der Schlacht an Ducrot abgeben, wodurch ihm die schmerzliche Pflicht, die Kapitulation zu unterzeichnen, erspart blieb. Er geriet mit der übrigen Armee in deutsche Kriegsgefangenschaft. Nach Abschluß des Waffenstillstandes wurde er mit dem Oberbefehl der »Armee von Versailles« betraut, um die Kommune in Paris niederzuwerfen. Auch nach glücklicher Unterdrückung dieses Aufstandes (vgl. seinen Bericht: »L'armée de Versailles depuis sa formation jusqu'à la complete pacification de Paris«, Par. 1871) behielt er das Kommando der Armee von Versailles und Paris. Sein geachteter Name und seine kirchliche Gesinnung verschafften ihm von seiten der monarchisch-reaktionären Parteien nach Thiers' Sturz 24. Mai 1873 die Würde des Präsidenten der Republik. Indes trotz aller Unterstützung von seiten des neuen Präsidenten mißlang die Restauration des Königtums infolge des Starrsinns des Grafen Chambord, und M. sicherte sich nun eine starke Exekutive durch die von der Kammer 20. Nov. 1873 bewilligte Verlängerung seines Präsidiums auf sieben Jahre, das sogen. Septennat. Als er aber 16. Mai 1877, von seiner reaktionären Umgebung bewogen, das gemäßigte Ministerium Simon fortschickte und durch Broglie und Fourtou antirepublikanische Neuwahlen betreiben ließ, verlor er sein Ansehen. Die Neuwahlen fielen gegen ihn aus, und im Zwiespalt mit dem ihm aufgenötigten liberalen Ministerium nahm er 30. Jan. 1879 seine Entlassung und zog sich in das Privatleben zurück. Eine Bildsäule wurde ihm in Paris errichtet, eine andre 1895 auf dem Schlachtfelde von Magenta feierlich enthüllt. Vgl. E. Daudet, Souvenirs de la présidence du maréchal de M. (2. Aufl., Par. 1880); Hanotaux, La France contemporaine, Bd. 2 (das. 1905; deutsch, Berl. 1905); die Biographien von Grandin (Par. 1893, 2 Bde.), Hennet (1894), Montbrillant (Lille 1894), Laforge (Par. 1898, 3 Bde.).
 
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Mac Master, John Bach, amerikan. Historiker, geb. 29. Juni 1852 in Brooklyn, ward 1883 Professor der amerikanischen Geschichte an der Pennsylvania-Universität in Philadelphia und schrieb unter anderm: »History of the people of the United States from the Revolution to the civil war« (bisher 5 Bde., bis 1830, New York 18831900); »Benjamin Franklin as a man of letters« (Boston 1887); »Pennsylvania and the federal constitution« (mit Stone, Philad. 1888); »Daniel Webster« (New York 1902); »The acquisition of political, social and industrial rights of man in America« (Cleveland 1903).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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