Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Macĭes bis Mackaybohnen (Bd. 6, Sp. 22 bis 23)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Macĭes (lat.), Magerkeit, Abzehrung.
 
Artikelverweis 
Macigno (spr. -tschinjo), ital. Bezeichnung für Meyers Flysch (s. d.).
 
Artikelverweis 
Măcin (Matschin), Stadt und Festung in der rumän. Dobrudscha, Distrikt Tulcea, am östlichsten Arm der hier vielfach gespaltenen Donau, 15 km östlich von Braila, mit (1899) 4063 Einw. -Hier siegten 6. April 1761 die Russen über die Avantgarde der Türken unter Jussuf Pascha.
 
Artikelverweis 
Macintosh (eigentlich Mac Intosh, spr. mäkintösch), Charles, Chemiker, geb. 1766 in Glasgow, gest. 25. Juli 1843 in Dunchattan bei Glasgow, stellte in seiner chemischen Fabrik zu Crossbacket bei Glasgow um 1820 zuerst Bleizucker im großen dar, verbesserte 1825 die Berlinerblau-Fabrikation, erfand die Stahlbereitung durch Glühen des Eisens in Kohlenwasserstoffgas und stellte 1823 einen wasserdichten Kleiderstoff (Mackintosh) durch Zusammenkleben zweier Gewebslagen mittels Kautschuklösung dar.
 
Artikelverweis 
Macintyre (spr. mǟkintāīr), Fluß in Australien, s. Meyers Darling.
 
Artikelverweis 
Macisblüten, s. Myristica.
 
Artikelverweis 
Macisöl, s. Meyers Muskatblütöl.
 
Artikelverweis 
Mack, Karl, Freiherr M. von Leiberich, österreich. General, geb. 24. Aug. 1752 zu Nenslingen in Franken, gest. 22. Okt. 1828 zu St. Pölten in Niederösterreich, trat 1770 in österreichische Dienste, wurde 1778 Adjutant Kinskys, dann Lacys, focht als Major mit Auszeichnung im Türkenkrieg und ward 1789 nach dem Fall Belgrads zum Obersten ernannt. 1792 als Generalquartiermeister nach den Niederlanden versetzt, führte er im März 1793 die Verhandlungen mit Dumouriez, die dessen Übertritt zur Folge hatten, leitete 1794 den Feldzug und wurde 1797 zum Feldmarschalleutnant ernannt. Nach dem Frieden von Campo Formio 1797 erhielt er vom König von Neapel den Oberbefehl über die neapolitanischen Truppen gegen die Franzosen. Seine Erfolge waren nur vorübergehend, und als er mit dem französischen General einen Waffenstillstand schloß, brach in Neapel ein Aufruhr aus, und M. sah sich genötigt, im französischen Lager Sicherheit zu suchen. Er wurde als Kriegsgefangener nach Dijon, dann nach Paris gebracht, wußte aber von dort 1800 heimlich zu entkommen. Im August 1805 zum Generalquartiermeister des Kaisers ernannt und beauftragt, rasch bis an die Iller vorzurücken, drang M. in der Tat mit 80,000 Mann des schlecht gerüsteten österreichischen Heeres bis zur Iller vor, ward aber von den unerwartet schnell heranrückenden Franzosen im Oktober geschlagen und warf sich mit der Hauptarmee in die Stadt Ulm, die wenig Jahre zuvor auf sein Andringen befestigt worden war. Hier ward er gezwungen, 17. Okt. eine Kapitulation abzuschließen, durch die er die Stadt samt seiner 23,000 Mann starken Armee übergab. M. kehrte nach Österreich zurück, ward hier vor ein Kriegsgericht gestellt und zur Todesstrafe verurteilt, die der Kaiser jedoch auf Dienstentsetzung und Festungshaft milderte. Durch die Vermittelung des Erzherzogs Karl wurde er 1808 aus der Hast entlassen und 1819 völlig begnadigt. Seine Rechtfertigungsschrift über die Kapitulation von Ulm ist in Raumers »Historischem Taschenbuch« für 1873 veröffentlicht worden.
 
Artikelverweis 
Mackay (spr. mǟkē), Hafenstadt in dem britischaustral. Staat Queensland, unter 21°10' südl. Br., Ausgangspunkt von Bahnen nach den nahen Gold- und Kupfergruben und den zahlreichen Zuckerplantagen der Umgebung, mit (1901) 4091 Einw. Wichtigster Zuckerausfuhrhafen Australiens.
 
Artikelverweis 
Mackay (spr. mǟlē oder mǟkai), 1) Charles, schott. Dichter und Schriftsteller, geb. 1814 in Perth, gest. 27. Dez. 1889 in London, erzogen in London und in Belgien, veröffentlichte schon 1834 einen Band Gedichte, darauf: »A history of London« (1838); »The Thames and its tributaries« (1840, 2 Bde.); den Roman »Longbeard« (2. Aufl. 1850); »Memoirs of extraordinary popular delusions« (1841, 3 Bde., zuletzt 1892) und »The Salamandrine, or love and immortality«, eine Erzählung in Versen (1842, neue Aufl. 1856); die durch zarte Lyrik ausgezeichneten »Legends of the isles« (1845, 2. Aufl. 1857); ferner: »The scenery and poetry of the English lakes« (1846, 2. Aufl. 1852) und die ausgezeichneten Gedichte: »Voices from the crowd« (1846, 5. Aufl. 1857) nebst den »Voices from the mountains« (1847, 2. Aufl. 1857) und »Town lyrics« (1848) u. a. Eine Sammlung seiner Gedichte veröffentlichte er 1876. 185758 hielt M. Vorlesungen in Nordamerika und veröffentlichte seine Beobachtungen 1860 in »Life and liberty in America«. Biographisch wie als Quelle für die Zeitgeschichte bedeutend sind »Forty years recollections, 18301870« (1876, 2 Bde.). Später betrieb er mit großer Freude, aber ohne wissenschaftlichen Erfolg keltische Studien. Seine letzten Veröffentlichungen waren: der Roman »Luck and what came of it« (1881, 3 Bde.); »Poetry and humour of the Scottish language« (1882); »The founders of the American republic« (1885); »Glossary of obscure words and phrases in the writings of Shakespeare« (1887) und weitere autobiographische Mitteilungen u. d. T.: »Through the long day« (1887, 2 Bde.). Nachgelassene Gedichte erschienen u. d. T. »Gossamer and Snowdrift« (1890).
   2) Anäas, Baron, niederländ. Staatsmann, geb. 29. Nov. 1838 in Nimwegen aus einer ursprünglich schottischen Familie, studierte in Utrecht Jura, wurde Richter in Zutphen, 1876 Mitglied der Zweiten Kammer und 1888 Minister des Innern, 1890 der Kolonien (bis 1891) und 1901 Präsident der Zweiten Kammer. Er ist einer der Führer der antirevolutionären Partei.
   3) Alexander, schott. Missionar und Afrikaforscher, geb. 13. Okt. 1849 in der Grafschaft Aberdeen, gest. 8. Febr. 1890, bildete sich zum Ingenieur aus und ging 1873, um deutsche Sprache und Industrie kennen zu lernen, nach Berlin, widmete sich dann aber dem afrikanischen Missionsdienst und ward von der Church Missionary Society ausgesandt, um bei dem König Mtesa von Uganda eine Station zu

[Bd. 6, Sp. 23]


gründen. Mit sieben Gefährten reiste er 1876 nach Sansibar ab, langte aber infolge von Erkrankung erst im November 1878 in Uganda an, wo er sowohl als Prediger und Bibelübersetzer, wie auch im Schiffs- und Wegebau sehr tätig war. Als nach Mtesas Tode (1881) seine Stellung schwierig wurde, ging er 1887 nach Msalala am Südufer des Victoria Niansa, von dort nach Usambiro, wo er einem Fieberanfall erlag. Seine zum Teil in »Petermanns Mitteilungen« veröffentlichten Berichte an die Church Missionary Society enthalten wertvolle Angaben über Uganda. Vgl. das von seiner Schwester herausgegebene Buch: »Alexander M., pioneer missionary to Uganda« (Lond. 1891; neue Ausg. 1899; deutsch, Leipz. 1891).
   4) Eric, engl. Lyriker, Sohn des vorigen, geb. 2. Juni 1851 in London, aufgewachsen in Schottland und Italien, gest. 1898, ließ schon 1865 »Songs of love and death« erscheinen, denen 1880 und 1881 »Pygmalion in Cyprus and other poems« und »Ad Reginam« (3. Aufl. 1882) unter dem Pseudonym G. E. Lancaster folgten. Einen Namen machte er sich 1885 mit seinen »Love letters of a violinist« (9. Aufl. 1894; deutsch von Dobbert, Halle 1895), leidenschaftlichen Gedichten, in einer Variation der Chaucerschen Rhymeroyal-Strophe verfaßt, die er sämtlich auf Morgenspaziergängen schrieb. Er blieb diesem Genre äußerlich getreu in »A lover's litanies« (1888); »The lover's missal« etc., schwankte aber innerlich herum, bald als kraftloser Satiriker, bald als Dramatiker. Das Trauerspiel »Nero and Actea« (1891) war ein letztes Bemühen, das Publikum noch einmal zu gewinnen.
   5) John Henry, deutscher Dichter und Schriftsteller, geb. 6. Febr. 1864 zu Greenock in Schottland, kam schon im zweiten Lebensjahr nach Deutschland und wurde hier erzogen und ausgebildet. Zuerst zum Buchhändler bestimmt, wandte er sich 1884 wissenschaftlichen Studien zu, machte Reisen durch ganz Europa, hielt sich seit 1888 viel in der Schweiz auf und lebt jetzt in Berlin. Zuerst veröffentlichte er eine Dichtung aus Schottlands Bergen: »Kinder des Hochlands« (Leipz. 1885). Weiter folgten: »Anna Hermsdorff«, Trauerspiel (Zür. 1886); »Helene«, Dichtung (das. 1888), »Sturm« (das. 1888, 4. Aufl. 1900); »Dichtungen« (das. 1886) mit drei weitern Folgen: »Fortgang« (Großenh. 1888), »Das starke Jahr« (das. 1890) und »Wiedergeburt« (Berl. 1896); ferner »Schatten«, novellistische Studien (Zür. 1887); »Moderne Stoffe«, zwei Berliner Novellen (Großenh. 1888); »Jenseits der Wasser«, Übersetzungen aus englischen und amerikanischen Dichtern (Zür. 1889). Sein Hauptwerk ist das Kulturgemälde aus dem Ende des 19. Jahrh.: »Die Anarchisten« (Zür. 1891 u. ö.). Von kleinern Werken nennen wir: »Die Menschen der Ehe«, Schilderungen aus der kleinen Stadt (Berl. 1892, 2. Aufl. 1903), die Novellen: »Die letzte Pflicht« (das. 1893), »Albert Schnells Untergang« (das. 1895), »Der kleine Finger« (das. 1896), »Der Sybarit« (das. 1903), sowie ferner den Roman »Der Schwimmer«, die Geschichte einer Leidenschaft (das. 1901, 2. Aufl. 1903). Mackays »Gesammelte Dichtungen« erschienen in Zürich 1898. Außerdem veröffentlichte er die Biographie »Max Stirner, sein Leben und sein Werk« (Berl. 1898) und gab Stirners »Kleinere Schriften« (das. 1898) heraus.
 
Artikelverweis 
Mackaybohnen, die Samen von Entada Pusaetha.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer