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Machandelbaum bis Machinationen (Bd. 6, Sp. 20 bis 21)
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Artikelverweis Machandelbaum, s. Meyers Wacholder.
 
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Machaon und Podaleirĭos, im griech. Mythus Söhne des Asklepios und der Epione, Fürsten zu Trikka in Thessalien, waren vor Troja die Ärzte der Griechen, aber auch tapfere Mitkämpfer. M. ward in der nachhomerischen Sage von Eurypylos (s. d. 2) getötet. Podaleirios begleitete nach Trojas Zerstörung Kalchas bis an seinen Tod und gründete dann in Karien Syrnos, hatte aber in Apulien ein Heroon neben dem des Kalchas. S. Asklepiaden.
 
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Machaerĭum Pers., Gattung der Leguminosen, aufrechte Bäume oder hoch kletternde Sträucher mit unpaarig gefiederten Blättern, meist kleinen, abwechselnden Blättchen, bisweilen in Dornen umgewandelten Nebenblättchen, roten oder weißen Blüten in kurzen, oft einseitswendigen, in den Blattachseln gebüschelten oder zu einer endständigen Rispe vereinigten Trauben und zusammengedrückter, einsamiger Hülfe. Etwa 60 tropisch amerikanische Arten, von denen die kletternden als Lianen in den Urwäldern weit verbreitet sind. Die Mehrzahl der baumartigen Spezies liefert vorzügliches Nutzholz, so M. scleroxylon Pul. das Pao Ferro, M. firmum Benth. das Jakaranda roxa, M. legale Benth. das Jakaranda preto und M. violaceum Benth. das Königsholz (s. Tafel Meyers »Nutzhölzer II«, Fig. 6). M. Schomburgkii Benth. in Guayana gibt Letternholz (Tigerholz), auch werden M.-Arten als Stammpflanzen von Palisanderholz genannt.
 
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Machbubzecchino, s. Meyers Mahbub.
 
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Machecoul (spr. māsch'kūl), Stadt im franz. Depart. Niederloire, Arrond. Nantes, am Falleron und der Staatsbahnlinie Nantes-La Roche-sur-Yon, hat Ruinen eines Schlosses, der ehemaligen Residenz der Herzoge von Retz, u. (1901) 1911 (als Gemeinde 4026) Einw. M. wurde 1793 von den Vendéern erobert.
 
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Machētes, s. Meyers Kampfläufer.
 
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Machētik (griech.), Gefechtslehre, Kampftheorie.
 
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Machias (spr. mättschiäs), Hauptort der Grafschaft Washington des nordamerikan. Staates Maine, am von hier ab schiffbaren Machias, mit Holzhandel, Schiffbau und (1900) 2082 Einw. Der Hafen (Machiasport), 6 km unterhalb, hat 1218 Einw.
 
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Machiavelli (spr. mackjawélli), Niccolò di Bernardo dei, einer der größten Staatsmänner und Geschichtschreiber Italiens, geb. 3. Mai 1469 in Florenz aus einer verarmten Patrizierfamilie, gest. 22. Juni 1527, ward 1498 an die Spitze der zweiten Kanzlei der florentinischen Republik gestellt, die dem Rate der Zehn beigegeben war, und mehrmals mit Missionen an den König von Frankreich, den Papst und den Kaiser betraut, über die er ausgezeichnete Staatsschriften an seine Behörde sandte. Als die Mediceer 1512 nach Florenz zurückkehrten, wurde M. abgesetzt und aus Florenz verbannt, ja sogar der Teilnahme an einer Verschwörung beschuldigt, eingekerkert und gefoltert, aber als unschuldig wieder freigelassen. Er lebte nun meist auf einer Besitzung zu San Casciano unweit Florenz und beschäftigte sich mit literarischen Arbeiten. Leo X. erforderte seit 1519 gelegentlich wieder sein Gutachten und verwendete ihn auch zu unbedeutenden Sendungen; auch der Kardinal Giulio de' Medici (Papst Clemens VII.) schenkte ihm Vertrauen; die Gunst seiner Mitbürger vermochte er jedoch nicht wiederzugewinnen. Seine Komödien (»Clizia«, »Mandragola«; letztere deutsch von A. Stern, Leipz. 1881; von Seliger, das. 1904), Nachahmungen des Plautus, zeichnen sich durch scharfe Charakteristik und witzigen Dialog aus, sind aber äußerst anstößig. Die »Istorie fiorentine« (Flor. 1532; deutsch von Neumann, Berl. 1809, 2 Bde., und von Reumont, Leipz. 1846, 2 Bde.) von 12151492 sind eins der vorzüglichsten Werke der italienischen Prosa, lebendig, anschaulich, in edlem Stil. Machiavellis berühmteste Werke sind seine »Discorsi sopra la prima decade di Tito Livio« (Wien 1532 und 1630; deutsch von Grüzmacher, Berl. 1871), worin er die Verfassung des alten Rom als die vorzüglichste preist, »Dell' arte della guerra sette libri« und »Il Principe« (Rom 1535 u. ö.; lat., Leiden 1643; deutsch zuletzt von Eberhard, 2. Aufl., Berl. 1873; von Grüzmacher, das. 1870), 1514 abgefaßt und an Lorenzo de' Medici gerichtet, worin M. einen Fürsten schildert, der, wie Cesare Borgia, ohne Rücksicht auf Moral und Religion, durch Klugheit und konsequentes Handeln in dem von ihm unterjochten Staat seine Alleinherrschaft zu begründen weiß. Man hat daher eine Staatskunst, der alle sittliche Grundlage fehlt, und welche die Klugheit zur einzigen Richtschnur ihres Handelns macht, Machiavellismus oder machiavellistische Politik genannt; und gegen sie schrieb Friedrich II. seinen »Antimachiavell«. Demgegenüber haben Neuere, namentlich Herder, Macaulay und Ranke (»Zur Kritik neuerer Geschichtschreiber«), im »Principe« mit Recht ein aus den Verhältnissen der Zeit und den damaligen Zuständen Italiens zu erklärendes politisches Werk erkannt, bestimmt, den italienischen Fürsten Anleitung zur Gewinnung und Erhaltung politischer Macht zu geben, damit auf der Grundlage dieser Macht die Wiedergeburt des von Fremdherrschaft und Bürgerkriegen befreiten Italiens erfolgen könne. »M. suchte die Heilung

[Bd. 6, Sp. 21]


Italiens, doch der Zustand desselben schien ihm so verzweifelt, daß er kühn genug war, ihm Gift zu verschreiben« (Ranke). Gesamtausgaben von seinen Werken erschienen seit 1531 öfter, so zu Florenz 1813, 8 Bde.; 1826, 10 Bde., und in 1 Band 1833; hrsg. von Parenti, das. 1843; von Polidori, das. 1857; von Passerini u. Milanesi, das. 187379, 6 Bde. (nicht vollendet). Eine deutsche Übersetzung lieferte Ziegler (Karlsr. 183241, 8 Bde.). Eine Sammlung von Machiavellis Briefen veranstaltete Leo (Berl 1826). Ein Band Gesandtschaftsberichte erschien in Florenz 1858. Vgl. Villari, Niccolò M. ei suoi tempi (Mail. 1877, 3 Bde.; 2. vermehrte Aufl., das. 189496; deutsch, Bd. 1 von B. Mangold, Rudolst. 1877, neue Ausg. 1882; Bd. 2 u. 3 von Hensler, das. 188283); Amico, La vita di Niccolò M. (Flor. 1877); Tommasini, La vita e gli scritti di N. M. (Rom 1883, nur Bd. 1); Triantafillis, Nic. M. e gli scrittori greci (Vened. 1875) und Nuovi studii su N. M. (das. 1878); Ellinger, Die antiken Quellen der Staatslehre Machiavellis (Tübing. 1888); Thudichum, Promachiavell (Stuttg. 1897); Fester, Machiavelli (das. 1900); Kemmerich, Die Charakteristik bei M. (Leipz. 1902); L. Dyer, M. and the modern State (Boston 1905).
 
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Mâchicoulis (spr. māschikulī, Mâchecoulis, franz., Maschikulis), s. Meyers Festung, S. 475, u. Burg, S. 617.
 
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Machinationen (lat.), Ränke, Zettelungen, Machenschaften; machinieren, Ränke schmieden.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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