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Maceió bis Mac Gregor (Bd. 6, Sp. 19)
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Artikelverweis Maceió, Hauptstadt des brasil. Staates Alagôas, auf einer Halbinsel, die das Haff Lagoa do Norte vom Atlantischen Meere trennt, ist durch Eisenbahn mit Imperatriz verbunden, mit deutschem Vizekonsulat, stattlicher Kathedrale, Regierungspalast, Lyzeum, archäologisch-geographischem Verein, Baumwollweberei, Maschinenfabrik, Schiffswerften, Ausfuhr von Zucker, Baumwolle, Baumwollsamen, Mais etc. und 31,498 Einw.
 
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Macelj-Gebirge, s. Matzel-Gebirge.
 
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Mäcēn (Kunstmäcen), s. Mäcenas.
 
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Mäcēnas, C. Cilnius, Vertrauter des röm. Kaisers Augustus und Gönner der Dichter Horaz und Vergil, aus einer alten etruskischen Familie stammend, geb. um 69 v. Chr. Er war einer der frühesten Anhänger des Oktavian und ihm wegen seines diplomatischen Geschicks bei Verhandlungen und wegen der unbedingten Hingabe an seine Person bei Vertrauensstellungen lange Zeit unentbehrlich. So hat er in den Bürgerkriegen mehrfach bei Versöhnungen mitgewirkt und während Oktavians Abwesenheit die Staatsangelegenheiten in Rom geleitet. Frei von Ehrgeiz, lehnte er alle öffentlichen Ämter und Ehren ab und begnügte sich, ein römischer Ritter zu heißen, um so zugleich dem Augustus gegenüber seine volle Selbständigkeit zu wahren und in der Behaglichkeit des Lebensgenusses, den ihm schon seine Zeitgenossen zum Vorwurf gemacht haben, nicht gestört zu werden. M. versuchte sich auch als Dichter, erntete aber wegen der Geziertheit des Ausdrucks wenig Beifall. Dagegen ist sein Name (Mäcen) schon im Altertum sprichwörtlich geworden, weil er mit seinem Urteil die dichterischen Talente herauszufinden wußte und sie nicht nur zum Schaffen anregte, sondern auch in der freigebigsten Weise unterstützte; Vergil verdankte ihm eine Entschädigung für das ihm bei der Ackerverteilung an Veteranen entrissene väterliche Landgut, Horaz sein Sabinum, und beide haben es an Kundgebungen ihrer dankbaren Gesinnung nicht fehlen lassen. Bildnisse des M. sind auf Gemmen erhalten. Vgl. Frandsen, M., eine historische Untersuchung (Altona 1843); G. Götz, Cilnius M. (Jena 1902).
 
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Macer, Ämilius, röm. Dichter, aus Verona, Freund Vergils, gest. 16 v. Chr., Verfasser verschiedener verlorner Lehrgedichte. Sammlung der Bruchstücke bei Bährens (»Fragmenta poetarum romanorum«, Leipz. 1886). Fälschlich trägt den Namen Macer Floridus das Gedicht »De viribus herbarum« des französischen. Arztes Odo von Meun (Magdunensis) aus dem 10. Jahrh. (hrsg. von Choulant, Leipz. 1832).
 
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Macerāta (spr. matscherāta), ital. Provinz mit gleichnamiger Hauptstadt in den Marken, grenzt an das Adriatische Meer und die Provinzen Ascoli-Piceno, Perugia, Ancona und hat 2814 qkm (51,1 QM.) mit (1901) 259,429 Einw. (92 auf 1 qkm). M. ist in die Kreise Camerino und M. geteilt.
 
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Macerāta, Hauptstadt der gleichnamigen ital. Provinz (s. oben), liegt 368 m ü. M. auf einer Anhöhe zwischen den Tälern des Chienti und der Potenza an der Eisenbahn Porto Civitanova-Albacina, ist Bischofssitz (seit 1320), hat alte Stadtmauern mit Türmen (13. Jahrh.), mehrere ansehnliche Kirchen und Paläste, eine Universität (1290 gegründet) mit juristischer Fakultät, ein Lyzeum und Gymnasium, ein Technisches Institut, eine Technische Schule, eine Ackerbau- und eine Gewerbeschule, eine Bibliothek (50,000 Bände), ein Museum, Fabrikation von Mehl, Teigwaren, Öl und Zündhölzern, eine Seidenspinnerei und (1901) 6313 (als Gemeinde 22,784) Einw. 2 km südöstlich die schöne Kirche Madonna della Vergine. In der Nähe stand die von Septimius Severus gegründete Kolonie Helvia Recina, wovon Ruinen vorhanden sind.
 
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Macerieren, s. Meyers Mazerieren.
 
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Macfarren, Sir George Alexander, engl. Musiker, geb. 2. März 1813 in London, gest. daselbst 31. Okt. 1887, Schüler der königlichen Musikakademie, wurde 1834 Theorielehrer der Anstalt, 1876 Direktor derselben, daneben 1875 Musikprofessor der Universität Cambridge, 1883 geadelt. Obgleich seit langem gänzlich erblindet, lehrte und komponierte er bis zu seinem Tode. M. ist als Komponist in England angesehen. Außer neun Opern (»Robin Hood«, 1860) schrieb er Oratorien und weltliche Chorwerke für die englischen Musikfeste (»May-day«, 1856; »The Lady of the Lake«, 1877), viele Anthems, Services und andre kirchliche Werke, acht Symphonien, sieben Ouvertüren, viele Kammermusikwerke u. a. Große Verbreitung fanden seine Handbücher der Musiktheorie: »Rudiments of harmony« (14. Aufl. 1860); »Lectures on harmony« (3. Aufl. 1882); »Counterpoint, a practical course of study« (6. Aufl. 1886) u. a. Auch gab er mehrere Volksliedersammlungen, wie: »Old English ditties« (185780, 2 Bde.), »Moore's Irish melodies« (1859) und »Scottish ditties« (1861 bis 1880), heraus und revidierte Neuausgaben von Werken Purcells, Händels u. a. Nach seinem Tod erschienen: »Adresses and lectures« (1888). Vgl. Banister, G. A. M., his life, works and influence (Lond. 1891). Macfarrens Bruder, Walter Cecil, geb. 28. Aug. 1826, gest. 2. Sept. 1905, seit 1846 Lehrer an der Musikakademie, war ebenfalls angesehen als Lehrer, Dirigent und Komponist (Ouvertüren, eine Symphonie, Services, Kammermusik u. a.).
 
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Macgill., bei Tiernamen Abkürzung für William Macgillivray (spr. mǟck-gillĭwrĭ), schott. Zoolog, geb. 1796, gest. 1852; schrieb: »A history of British birds« (Lond. 183941, 3 Bde., u. 1852, 7 Bde.); »A manual of British ornithology« (2. Aufl., das. 1845); »A history of the molluscous and cirripedal animals of Scotland« (2. Aufl. 1844); auch gab er die 6. und weitere Auflagen des »Conchologist's text book« (Edinb. 1845 ff.) heraus.
 
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Mac Gregor, John, engl. Reisender, geb. 24. Jan. 1825 in Gravesend, gest. 16. Juli 1892 in Boscombe bei Bournemouth, verlor, wenige Wochen alt, seine Eltern, die auf einem brennenden Schiff in der Bai von Vizcaya umkamen, während er selbst gerettet ward, studierte in Dublin und Cambridge und bereiste 184950 Europa, die Levante, Ägypten und Palästina. Später besuchte er Algerien, Tunis, die Vereinigten Staaten und Kanada, unternahm dann weite Reisen in einem kleinen, nur 4 m langen und 35 kg schweren Kanoe, befuhr die Seen und Flüsse Europas, die Ostsee, den Kanal, die französischen Küsten, endlich den Jordan und Nil. Er schrieb: »Three days in the East« (1850), »Our brothers and cousins in a summer tour in Canada and the States« (1859), »A thousand miles in the Rob Roy canoe on rivers and lakes in Europe« (1886; 18. Aufl. 1891, einst Lieblingsbuch der englischen Jugend), »The Rob Roy

[Bd. 6, Sp. 20]


on the Baltic« (1867, 9. Aufl. 1892), »The voyage alone in the yawl Rob Roy« (1867, 6. Aufl. 1893), »The Rob Roy on the Jordan, Nile, etc.« (1869, 8. Aufl. 1904). Vgl. Hodder, John M. (Lond. 1894).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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