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Mac Cluergolf bis Mac Dowell (Bd. 6, Sp. 16 bis 18)
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Artikelverweis Mac Cluergolf (spr. mǟ-klūr-, bei den Eingebornen Telok Beru), Meerbusen an der Nordwestküste von Neuguinea, erstreckt sich gegen O. 220 km tief

[Bd. 6, Sp. 17]


ins Land und ist an seiner westlichen Öffnung 110 km breit. Ein nur 25 km breiter Isthmus trennt ihn von der Meyers Geelvinkbai (s. d.).
 
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Mac Clure (M'Clure, spr. mǟ-klūr), Robert John Le Mesurier, Entdecker der nordwestlichen Durchfahrt, geb. 28. Jan. 1807 zu Wexford in Irland, gest. 17. Okt. 1873 in Portsmouth, diente seit 1826 zur See, beteiligte sich 183638 an der Nordpolexpedition von Back sowie 184849 als erster Leutnant an der von James Roß und ward 1850 von der englischen Regierung als Befehlshaber des Investigator durch die Beringstraße zur Aufsuchung Franklins in das Polarmeer gesandt, wo er die Südspitze von Banksland (von ihm Baringland genannt) umfuhr und in die Prince of Wales-Straße eindrang, aber nahe ihrem Nordende vom Eis eingeschlossen wurde. Auf einer Schlittenfahrt gelang ihm dann die Auffindung der nordwestlichen Durchfahrt, indem er 26. Okt. 1850 den schon von Parry entdeckten Melvillesund erreichte. Doch glückte es ihm im folgenden Sommer nicht, zu Schiff hier hindurch zu kommen, ebensowenig die Banksinsel zu umfahren, und nach zwei Überwinterungen in der Mercybai an der Nordküste von Banksland war M. schon im Begriff, das vom Eis eingeschlossene Schiff zu verlassen, als die Expedition unter Kapitän Meyers Kellett (s. d.) seine Spuren auffand, im Juli 1853 die Mannschaft aufnahm und im Oktober 1854 nach England zurückbrachte. Für die Entdeckung der Nordwestpassage erhielt M. die ausgesetzte Belohnung von 10,000 Pfd. Sterl., den Ritterrang und goldene Medaillen von der Londoner und Pariser Geographischen Gesellschaft. 185661 kommandierte er eine Flottenabteilung in den chinesischen Gewässern. Vgl. Osborn, Discovery of the North-West-Passage etc., 1850 (3. Aufl., Lond. 1859).
 
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Mac Cormick (Mc Cormick), 1) Robert, engl. Polarforscher, geb. 22. Juli 1800 in Runham (Norfolk), gest. 2. Okt. 1890, trat 1823 als Schiffsarzt in die Marine, begleitete 1827 Parry als Naturforscher auf der Hekla, machte dann mehrere Reisen in arktische und antarktische Gewässer und leitete 1852 als Befehlshaber der Forlorn Hope eine Expedition zur Aufsuchung Franklins. Seine Reisen erschienen u. d. T.: »Voyages of discovery in the Arctic and Antarctic seas, and round the world« (mit Autobiographie, Lond. 1884, 2 Bde.).
   2) Arthur David, engl. Maler, geb. 14. Okt. 1860 in Coleraine (Irland), erhielt seine künstlerische Ausbildung 188386 auf der Kunstschule des South Kensington-Museums und begleitete 189293 Sir Martin Conway auf seiner Forschungsreise nach dem Karakorumgebirge, ebenso 1895 Clinton T. Dent nach dem Kaukasus. Er veröffentlichte: »An artist in the Himalayas« (1895). M. ist Mitglied des Londoner Institute of Oil Painters.
 
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Mac Culloch (M'Culloch, spr. mǟköllock), John Ramsay, engl. Nationalökonom, Schüler Meyers Ricardos (s. d.), geb. 1. März 1789 auf der Insel Whithorn, gest. 11. Nov. 1864 in London, studierte in Edinburg, war 182831 Professor an der Universität London und seit 1838 Kontrolleur beim Stationery Office. Seine beiden Hauptwerke sind: »Principles of political economy« (1825, 4. Aufl. 1849; neueste Ausg. 1885; deutsch, Stuttg. 1831) und das »Dictionary of commerce and commercial navigation« (1830, 9. Aufl. 1882; deutsch, Stuttg. 183637 und Augsb. 1842). Außerdem schrieb er: »Treatise on the principles and practical influence of taxation« (1845, 3. Aufl. 1863); »Dictionary geographical, statistical and historical« (1842 u. ö.; neue Ausg. von Martin 1866, 4 Bde.); »Descriptive and statistical account of the British Empire« (3. Aufl. 1854, 2 Bde.); »Treatises and essays« (1853); »On metallic and paper money and banks« (1858; deutsch von Bergius und Tellkampf, Leipz. 1859) u. a.
 
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Maccus (lat.), Charaktermaske der Atellane (s. d.).
 
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Macdhui (Muich Dhui), Berg, s. Meyers Ben Macdhui.
 
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Macdon., bei Tiernamen Abkürzung für John Denis Macdonald, engl. Zoolog (niedere Tiere).
 
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Macdonald, 1) Etienne Jacques Joseph Alexandre M., Herzog von Tarent, Marschall von Frankreich, geb. 17. Nov. 1765 in Sedan, aus einer irischen Familie, gest. 24. Sept. 1840, trat 1784 in französische Kriegsdienste, wurde 1792, nachdem er sich bei Jemappes ausgezeichnet, zum Brigadegeneral ernannt und kämpfte in Belgien und Holland, wo er sich 1795 eines Teiles der Flotte bemächtigte. Hierfür 1796 zum Divisionsgeneral ernannt, ging er zur italienischen Armee, wurde 1798 Gouverneur des Kirchenstaats und verdrängte durch seine Intrigen Championnet als Statthalter von Neapel. 1799 eilte er Moreau in Oberitalien zu Hilfe, erlitt aber 17.20. Juni an der Trebbia eine entscheidende Niederlage, wodurch die ganze Lombardei in die Hände der Verbündeten fiel. Im Kriege gegen Österreich 1809 mit dem Oberbefehl über den rechten Flügel des Vizekönigs in Oberitalien betraut, drang er über die Piave vor und entschied dann den Sieg bei Wagram, wofür ihn Napoleon zum Marschall und Herzog von Tarent ernannte. 1810 befehligte er das Augereausche Korps in Katalonien und 1812 im russischen Feldzug den linken Flügel, der bis Riga vordrang, sich aber durch den Rückzug des Moskauer Heeres und durch Yorks Abfall gleichfalls zum Rückzuge genötigt sah. Im Mai 1813 focht er bei Lützen und Bautzen, wurde aber an der Katzbach 26. Aug. entscheidend geschlagen. Bei Leipzig befehligte er das 11. Armeekorps und machte den Feldzug von 1814 mit, riet jedoch sodann dem Kaiser zur Abdankung. Die Hundert Tage brachte er auf seinen Gütern zu. Nach der zweiten Restauration wurde der durch Ehrenhaftigkeit und Selbstlosigkeit ausgezeichnete Marschall zum Pair und Großkanzler der Ehrenlegion ernannt. Nach der Julirevolution zog er sich auf sein Schloß Courcelles (Loire) zurück. Seine Denkwürdigkeiten gab Rousset heraus: »Souvenirs du maréchal M.« (Par. 1892 u. ö.; deutsch, Stuttg. 1903). Sein Sohn Alexandre Charles M., Herzog von Tarent, geb. 11. Nov. 1824, gest. 6. April 1881, war seit 1852 Kammerherr Napoleons III. und Mitglied des Gesetzgebenden Körpers, seit 1869 Senator.
   2) Sir John Alexander, kanad. Staatsmann, geb. 1815 in Glasgow, gest. 8. Juni 1891 in Ottawa, ließ sich in Kingston als Advokat nieder und wurde 1844 ins kanadische Parlament gewählt. 184750 war er Generaleinnehmer und Kommissar der Kronlande. Als 1854 die Konservativen wieder zur Regierung kamen, trat er als Attorney general in das Kabinett, dessen Chef er eine Zeitlang war. 1862 übernahm er das Milizdepartement, trat jedoch, als das Parlament seine Vorlage einer Milizbill ablehnte, zurück. 1864 ward er wieder Attorney general unter Taches Premierschaft, 1868 Justizminister und 1869 erster Premierminister der Dominion of Canada. Nachdem er 1873 hatte zurücktreten müssen, bildete er 1878 ein neues Kabinett. M. galt als der Führer der konservativen Partei in Oberkanada. Vgl. Pope, Memoirs of Sir John Alex. M. (Lond. 1894, 2 Bde.).

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3) Sir Hector Archibald, brit. General, geb. 13. April 1852 zu Rootfield in Schottland, gest. 25. März 1903 in Paris, diente seit 1870 von der Pike auf, zeichnete sich 187980 im afghanischen Kriege so aus, daß er nach der Schlacht von Kandahar (1. Sept. 1880) zum Leutnant befördert wurde, und kämpfte 1881 gegen die Buren am Majubahügel, wo er verwundet und gefangen wurde. Er trat 1885 ins ägyptische Heer ein, wo er 1888/89 bei Suakin, 1891 bei Tokar, 1896 als Brigadekommandeur bei Dongola gegen die Mahdisten kämpfte und die Schlacht von Omdurman (2. Sept. 1898) zugunsten der Engländer entschied. 1899 ging er als Oberst nach Sirhind in Indien, befehligte im Südafrikanischen Kriege 1899/1900 die Hochländerbrigade und übernahm im Mai 1901 ein neues Kommando als Oberbefehlshaber von Ceylon. Anfang 1903 kehrte er auf Urlaub nach Europa zurück, machte aber, ehe er seinen Posten wieder antrat, wegen ehrenrühriger Angriffe, die gegen ihn erhoben wurden, seinem Leben ein Ende.
   4) Sir Claude Maxwell, brit. Diplomat, geb. 1852, ausgebildet auf der Militärakademie in Sandhurst, trat 1872 in die Armee, machte 1882 den ägyptischen und 1884 den Feldzug im Sudân mit und ward zum Major befördert. 1887 wurde er zum Generalkonsul in Sansibar, 1888 zum Kommissar an der afrikanischen Westküste und darauf zum Kommissar und Generalkonsul im Schutzgebiet der Nigerküste ernannt. Im Januar 1896 ging er als Gesandter nach Peking, wo er im I. 1900 während des Aufstandes der Boxer eine furchtbare Belagerung des Gesandtschaftshotels auszuhalten hatte. Nach der Befreiung der Gesandten wurde er nach Japan versetzt.
   5) James Ronald Leslie, brit. Generalmajor, geb. 1862, trat 1882 ins Heer, wo er seitdem der Ingenieurwaffe angehört (Royal Engineers), zeichnete sich 1888 im nordwestlichen Indien bei der Hazara-Expedition aus, leitete 189192 die Aufnahme der Strecke für die Ugandabahn und blieb danach noch längere Zeit in Ostafrika, wo er seine Umsicht bei verschiedenen Expeditionen bewährte. Während der durch die Niederwerfung der Boxerunruhen verursachten Züge in China stand M. 1901 dem internationalen Eisenbahndienst vor und wurde 1904 an die Spitze der von Indien nach Tibet bestimmten bewaffneten Gesandtschaft gestellt, die am 3. Aug. Lhasa erreichte. Er schrieb: »Soldiering and surveying in British East Africa« (Lond. 1897). Vgl. Herbert H. Austin, With M. in Uganda (Lond. 1903).
 
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Mac Donald, George, engl. Dichter, geb. 1824 in Huntly (Grafschaft Aberdeen), gest. Ende September 1905 in Sagamore (Surrey), studierte Theologie am Independent College in Highbury, war auch als Geistlicher tätig, widmete sich dann aber in London ausschließlich literarischer Tätigkeit; die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er meist in Bordighera. Auf das Drama »Within and without« (1855) folgten von Dichtungen: »Poems« (1857), »Phantastes, a faerie romance« (1858), »The hidden life, and other poems« (1864) und »The disciple, and other poems« (1867). Unter seinen vielen Romanen sind als »schottisch« zu erwähnen: »David Elginbrod« (1862) und »Adela Cathcart« (1864, mit eingestreuten Balladen und Liedern von großer Schönheit); als »englisch«: »Annals of a quiet neighbourhood« (1866) und »The seabord parish« (1868). Nicht minder trefflich ist: »Alec Forbes of Howglen« (1865).
 
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Macdonnell, Alexander, Schachspieler, geb. 1798 in Irland, gest. 14. Sept. 1835, besonders bekannt als Gegner von Mahé de la Bourdonnais.
 
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Mac Dowell (spr. mǟck dauèl), Patrick, engl. Bildhauer, geb. 12. Aug. 1799 in Belfast, gest. 9. Dez. 1870 in London, erlernte seine Kunst bei dem französischen Bildhauer Chenu, bildete sich dann auf der Akademie in London und machte sich zuerst durch eine Gruppe: die Liebe der Engel (nach Th. Moore), bekannt, der später noch mehrere Idealfiguren u. Gruppen in antikisierendem Stil, wie z. B. das lesende Mädchen, die Badende, das Gebet, Virginius und seine Tochter, der wachende Traum (1853, s. Tafel Meyers »Bildhauerkunst XIII«, Fig. 1) und Liebe in Müßiggang folgten. Noch hervorragender sind seine zahlreichen Porträtbüsten und Standbilder (Bronzestatue des Earl von Belfast in Belfast, Viscount Exmouth in Greenwich, Marmorstatuen des W. Put und des Lords Chatham in der Westminsterabtei, Maler Turner in der Paulskirche). Seit 1846 war er Mitglied der Akademie.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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