Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Macawbaum bis Macclesfield (Bd. 6, Sp. 15 bis 16)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Macawbaum (spr. makao-, Macahuba), s. Acrocomia.
 
Artikelverweis 
Macbeth (spr. mǟckbéth), Sohn des Finnlaec, schott. Feldherr, erschlug 1040 den König Duncan I. bei Dunsinane in Perthshire und bemächtigte sich des Thrones, auf den er durch seine Gemahlin Gruach Anspruch hatte. 1050 pilgerte er nach Rom, um sich Absolution zu holen; aber schon 1054 entriß ihm Malcolm, der Sohn Duncans, mit Hilfe des Grafen Siward von Northumberland einen Teil seines Reiches, und 1057 wurde er in einem abermaligen Kampf gegen Malcolm 15. Aug. bei Lumphanan erschlagen. Seiner Geschichte hat sich früh die Sage bemächtigt, der Shakespeare in seinem Trauerspiel »Macbeth« folgt. Vgl. Kröger, Die Sage von M. bis zu Shakespeare (Berl. 1904).
 
Artikelverweis 
Macbeth, Robert William, schott. Maler und Radierer, geb. 1848 in Glasgow als Sohn eines Porträtmalers, begann seine Studien in Edinburg und hat auch in seiner spätern künstlerischen Laufbahn die charakteristischen Eigenschaften der schottischen Schule beibehalten. Seit 1870 studierte er in London auf der königlichen Akademie, wurde kurz darauf Mitglied des Instituts der Aquarellisten und stellte 1872 in der königlichen Akademie ein Gemälde aus: Phyllis auf frisch gemähtem Heu, das ihm die allgemeine Aufmerksamkeit ebenso zuwandte wie sein prächtiger Lincolnshire gang, eine Anzahl Kinder in zartem Alter auf dem Feld an der Arbeit. Von seinen spätern Gemälden sind die hervorragendsten: Kartoffelherbst, Binsenschneiden, die Überschwemmung in den Sümpfen (1880), ein Pachthof, vor der Hetze, Hirschjagd im Nebel und Vorbereitungen zum Christfest. Noch bedeutender als seine Gemälde sind seine Originalradierungen und Reproduktionen von Werken andrer Künstler (Tizian, Velazquez, F. Walker, Millais, Orchardson u. a.), die ihm eine erste Stellung unter den englischen Radierern erworben haben. 1883 wurde er Mitglied der Akademie der Künste.
 
Artikelverweis 
Maccalube (Makalube), s. Meyers Schlammvulkane.
 
Artikelverweis 
Maccāri, Cesare, ital. Maler, geb. 9. Mai 1840 in Siena, Schüler der dortigen Akademie, war eine Zeitlang Bildhauer, widmete sich aber in Florenz bei Mussini der Malerei und führte 1864 im Auftrag einer englischen Gesellschaft Kopien der Gemälde Pinturicchios im Dom von Siena aus. Eins seiner ersten Bilder: Rebekka am Brunnen, die Geschenke Eliesers empfangend, ward von dem Marquis Pieri-Nerli erworben, der ihm auch den Auftrag erteilte, die Kirche seiner Villa in Quinciano mit Fresken: die vier Evangelisten, zu schmücken. 1865 gewann er einen Preis für sein Bild: Mona Lisa, sich von Leonardo da Vinci malen lassend. Es folgten: Vittoria Colonna, über die Gedichte Michelangelos nachdenkend (1868), Sira, sich für ihre Herrin Fabiola opfernd (1869), und 187073 die Fresken in der Kirche del Sudario in Rom, ein Triklinium (1879), Absetzung des Papstes Silvester III., am Tage der ersten Kommunion in Venedig und das Temperabild: Amor, die drei Grazien krönend, im Empfangssaal des Quirinalpalastes zu Rom. Sein Hauptwerk sind die 1889 vollendeten Fresken aus der römischen Geschichte im Empfangssaal des Senatspalastes (früher Palazzo Madama). M. ist als Professor an der Akademie San Luca in Rom tätig.
 
Artikelverweis 
Maccaronische Poesie, s. Makkaronische Poesie.
 
Artikelverweis 
Mac Carthy (meist M'Carthy, spr. mǟkárthi), 1) Denis Florence, irischer Dichter, geb. 1817, gest. 7. April 1882 in Dublin, veröffentlichte: »The book of Irish ballads« (Dublin 1846), dann »Ballads, poems and lyrics« (1850), eine Sammlung von erzählenden und lyrischen Gedichten und vortrefflichen Übertragungen aus fast allen europäischen Sprachen. Eine neue Ausgabe seiner »Poems«, von seinem Sohne John herausgegeben, erschien 1884 in Dublin. Noch ist seine metrische Übersetzung mehrerer Dramen Calderons (1853) und »Shelley's early life« (1872) zu erwähnen.
   2) Iustin, irischer Politiker und Geschichtschreiber, geb. im November 1830 in Cork, widmete sich in Liverpool dem journalistischen Beruf, wurde 1860 in London Parlamentsberichterstatter des »Morning Star«, trat 1861 in die Redaktion dieses Blattes und übernahm 1864 seine Leitung. Von 186871 bereiste er die Vereinigten Staaten, wo er in verschiedenen Städten politische und literarische Vorträge hielt. 186276 gehörte er zur Redaktion der »Daily News«. Im April 1879 wut de er ins Parlament gewählt, wo er sich der Homerule-Partei anschloß. Er spielte bei den Debatten über die irische Frage seit 1881 eine hervorragende Rolle und übernahm im Dezember 1890 an Stelle des abgesetzten Meyers Parnell (s. d.) die Leitung der Mehrheit der irischen Partei im Unterhause, die er 1896 niederlegte. Bei den Neuwahlen von 1900 schied er auch aus dem Parlament aus. Außer verschiedenen Romanen (»The Waterdale neighbours«, 1867; »My enemy's daughter«, 1869; »Lady Judith«, 1871; »A fair Saxon«, 1873; »Linley Rochford«, 1874; »Dear Lady Disdain«, 1875; »Miss Misanthrope«, 1877; »Maid of Athens«, 1883; »The Right Honourable«, 1886; »The Ladies Gallery«, 1888; »The Dictator«, 1893; »Red diamonds«, 1893; »The riddle ring«, 1896; »Mononia«, 1901) schrieb er die Geschichte Englands seit der

[Bd. 6, Sp. 16]


Thronbesteigung der Königin Viktoria: »A history of our own times« (18801905, 7 Bde.), die in England großen Erfolg hatte; ferner: »History of the four Georges and of William IV.« (Bd. 1 u. 2, 188490; Bd. 3 u. 4, 1901); »Sir Robert Peel« (1891); »Pope Leo XIII., a biography« (1896); »The story of Gladstone's life« (1898); »Modern England« (1898 bis 1899, 2 Bde.); »Reminiscences« (1899, 2 Bde.); »The reign of Queen Anne« (1902, 2 Bde.); »Portraits of the Sixties« (1903); »Ireland and her story« (1903); »Short history of our own times« (1904); »British political leaders« (1903, 2. Aufl. 1904); »Story of an Irishman« (1904). Eine Sammlung zerstreuter Essays erschien u. d. T.: »Con amore« (1868).
   3) Justin Huntly, engl. Schriftsteller und Politiker, Sohn des vorigen, geb. 1860, verlebte seine Jugend in Amerika und bereiste einen großen Teil Europas; er lebt in London, seit 1884 Parlamentsmitglied für einen irischen Wahlkreis. Auf den »Outline of Irish history« (1883) folgten mehrere Dichtungen, wie: »Serapion« (1883), »Hafiz in London« (1886), »Harlequinade« (1889), die Romane: »Doom, an Atlantic episode« (1887, 5. Aufl. 1891), »Dolly«, »Lilly Lass« (1889), »A London legend«, »The royal Christopher« u. a., die politischen Schriften: »England under Gladstone« (1884, 2. Aufl. 1885); »Ireland since the union« (1887); »The case for Home Rule« (1887) sowie die Geschichtswerke: »The French revolution« (Bd. 1 u. 2, 1890) und »Short history of the United States« (1898). Von Dramen fand »The Candidate« verdienten Beifall; daneben ist »The wife of Socrates« und »My friend the Prince« zu nennen. Besonders wurde er aber bekannt durch seine poetische Übersetzung von Omar Khayyams »Rubaiyat« (1889) und »The Thousand and one days. Persian tales« (1892).
   4) Michael John Fitzgerald, engl. Publizist, geboren in Midleton (Irland), studierte Rechtswissenschaft auf dem Trinity College in Dublin, wurde 1885 Bakkalaureus und 1889 Barrister. 1901 veröffentlichte er die Aufsehen erregende Schrift : »Five years in Ireland, 18951900« (10. Aufl. 1903), worin er lebhaft gegen den übermächtigen Einfluß der römisch-katholischen Kirche auf dem Gebiete der Politik und des Unterrichtswesens polemisiert. Dasselbe Thema erörterte er in den Schriften: »Priests and people in Ireland« (1902 u. ö.); »Rome in Ireland« (1904); »Gallowglass, or life in the land of the priests« (1904). Mit Japan beschäftigte er sich in »Coming po wer. Contemporary history of far East« (1905).
 
Artikelverweis 
Macchiavelli, s. Meyers Machiavelli.
 
Artikelverweis 
Macchienformation (ital., spr. mackjen-, Maquisformation), s. Meyers Mittelmeerflora.
 
Artikelverweis 
Mac Clellan (meist Mc Clellan, spr. mǟ-kléllen), George Brinton, nordamerikan. General, geb. 3. Dez. 1826 in Philadelphia, gest. 29. Okt. 1885 in Orange (New Jersey), besuchte die Militärakademie in West Point, focht 184548 gegen Mexiko, unternahm während des Krimkriegs eine militärwissenschaftliche Reise nach Europa, wurde 1857 Chefingenieur der Illinois-Zentralbahn und 1860 Präsident der St. Louis-Cincinnatibahn und erhielt beim Ausbruch des nordamerikanischen Bürgerkriegs das Oberkommando über die Ohiotruppen übertragen. Am 14. Mai 1861 ward er zum Generalmajor und 3. Nov. 1861 an Scotts Stelle zum Oberbefehlshaber der gesamten Unionsarmee ernannt; doch wurde sein Kommando im Frühjahr 1862 auf die Potomacarmee beschränkt, weil er wegen der mangelhaften Organisation seines Heeres einer Entscheidung auswich und nicht, wie man erwartet hatte, die Südarmee bei Yorktown gefangen nahm. In den Gefechten am Chickahominy (26. Juni bis 1. Juli d. I.) ward er von Lee geschlagen und mußte sich hinter den Rappahannock zurückziehen. Auch in den Gefechten am Aquia Creek (23.30. Aug.) war er unglücklich, siegte aber 16. und 17. Sept. bei Antietam. Da er jedoch diesen Erfolg nicht benutzte und die von der Regierung versprochene Sklavenemanzipation in einem Armeebefehl tadelte, ward er 17. Nov. 1862 des Oberbefehls enthoben und durch Burnside ersetzt. Anfang 1863 erhielt er den Oberbefehl im Westen und nahm 11. Jan. Arkansas Post. Im August 1864 trat er als Präsidentschaftskandidat der Demokraten gegen Lincoln auf. Nachdem er unterlegen, wendete er sich nach Europa und lebte längere Zeit in Dresden. 1868 kehrte er nach Amerika zurück, ward Superintendent für die Docks und Hafenbauten von New York und 1878 Gouverneur von New Jersey. Er schrieb: »The armies of Europe« (1861) und »Report on the organization and campaigns of the army of the Potomac« (New York 1864). Vgl. Hilliard, Life and campaigns of M. (Philad. 1864); Webb, Mc Clellan's own story: the war for the Union (New York 1887); Michie, Life of General M. (das. 1901).
 
Artikelverweis 
Macclesfield (spr. mäckelsfīld), Stadt (municipal borough) im O. Cheshires (England), am Bollin, hat eine zum Teil aus dem 13. Jahrh. stammende Kirche St. Michael (1740 ausgebaut), mehrere moderne Kirchen, ein Rathaus im klassischen Stil, ein Irrenhaus und ein Krankenhaus im klassischen Stil, eine Bibliothek, ein Museum, eine lateinische Freischule (seit 1502), eine Technische und eine Kunstschule, Seiden-, Baumwoll-, Woll- und Alpakaspinnereien und -Webereien und (1901) 34,624 Einw. In der Umgegend Kohlengruben und Steinbrüche.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer