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Macapá bis Maccaronische Poesie (Bd. 6, Sp. 14 bis 15)
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Artikelverweis Macapá, Stadt im brasil. Staat Para, am nördlichen Mündungsarm des Amazonenstroms, fast unter dem Äquator, hat eine gute, durch ein Fort geschützte Reede, ist Verbannungsort für politische Verbrecher.
 
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Macarĭus, s. Makarios.
 
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Macarsca (Makarska), Stadt in Dalmatien, am Canale della Brazza, am Fuß des Biokovo (1762 m) gelegen, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, eines Generalvikars und Kapitels der vereinigten Diözese Spalato-M., hat ein Franziskanerkloster mit theologischer Studienanstalt, ein Denkmal des serbokroatischen Dichters Kačié-Miošié, einen Hafen, in den 1903: 1248 beladene Schiffe von 182,974 Ton. einliefen, Öl- und Weinbau, Fischerei, Handel und (1900) 1805 (als Gemeinde 11,016) serbokroatische Einwohner.
 
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Macas, Kantonshauptort in der Provinz Chimborazo von Ecuador, am Ostabhang der Anden und am Upana, einem Nebenfluß des in den Amazonenstrom abfließenden und bis 25 km von M. für Dampfer schiffbaren Marona, früher als Sevilla del Oro bedeutend, jetzt ein kleiner Ort mit etwas Ackerbau und Ausfuhr von Tabak, Wachs, Kanel, Vanille und Kopal.
 
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Macaulay (spr. mǟckaolĕ), Thomas Babington, Lord M. of Rothley, berühmter engl. Geschichtschreiber, geb. 25. Okt. 1800 zu Rothley Temple in der Grafschaft Leicester als Sohn eines aus Schottland stammenden Kaufmanns, gest. 28. Dez. 1859, studierte in Cambridge, ward 1826 in London Rechtsanwalt, widmete sich aber fast ausschließlich der schriftstellerischen Laufbahn. Schon auf der Universität hatten seine Gedichte: »Pompeji« (Cambridge 1819) und »Evening« (das. 1821) Preise erworben. Seine Abhandlung über Milton in der »Edinburgh Review« (1825) und andre literarische und politische Porträte, von Bacon, Machiavelli, Lord Clive, Warren Hastings, den beiden Walpole, Lord Chatham u. a., machten M. schnell in den weitesten Kreisen bekannt. Sie erschienen gesammelt zuerst ohne seine Billigung u. d. T. »Critical and miscellaneous essays« (Philad. 1841) und dann von ihm selbst als »Critical and historical essays« (Lond. 1843, 3 Bde., u. ö.; neue Ausg. 1871, 4 Bde.; deutsch von Bülau, 185258, 5 Bde., und von Steger, Braunschw. 185360, 8 Bde.) herausgegeben. Ihnen reihten sich später die »Biographical essays« (Lond. 1851) an. 1830 verschafften ihm die Whigs einen Sitz im Unterhaus, und M. spielte in den Debatten, aus denen die Reformbill hervorging, eine hervorragende Rolle. Das Ministerium Grey ernannte ihn 1832 zum Mitglied des Indischen Kontrollamts und 1834 zum Mitglied des Hohen Rats in Kalkutta, in welcher Eigenschaft M. den Entwurf eines Strafgesetzbuches verfaßte, das 1838 publiziert wurde. Nach England zurückgekehrt, wurde er 1839 wieder ins Parlament gewählt und war 183941 im Ministerium Melbourne Kriegsminister und nach Melbournes Rücktritt während des zweiten Peelschen Ministeriums einer der hervorragendsten Redner der Whigopposition. 1842 gab er seine »Lays of ancient Rome« heraus, altrömische Legenden in Balladenform (deutsch von Erich, Berl. 1892; von W. du Nord, Wien 1903), die sich durch dramatische Handlung, malerische Schilderungen und Kraft des Stils auszeichnen. Vom Juli 1846 bis zum Ende 1847 bekleidete M. den Posten des Generalzahlmeisters. Bei den Wahlen von 1847 verlor er jedoch seinen Sitz im Parlament und zog sich darauf von der politischen Laufbahn zurück, um sich ungestört der Ausarbeitung seiner bereits 1841 begonnenen, bis 1702 reichenden »History of England from the accession of James II.« (Lond. 184855, Bd. 14; Bd. 5, 1861; später in sechs verschiedenen Ausgaben erschienen) zu widmen, die in sechs Monaten fünf Auflagen erlebte und sogleich in mehrere Sprachen übersetzt wurde (deutsch unter andern von Bülau, Leipz. 18491861, 11 Bde.; von Beseler, Braunschw. 184962, [2 Bde.], in verschiedenen Ausgaben; von Paret, Stuttg. 185061, 11 Bde.). Genaue Kenntnis der Tatsachen, unübertroffenes Talent in der Schilderung

[Bd. 6, Sp. 15]


von Charakteren und geschichtlichen Begebenheiten, kunstvolle Anordnung des Stoffes und volle Herrschaft über alle sprachlichen Mittel machen dies Werk zu einem klassischen der englischen Literatur. M. besaß die meisten Vorzüge eines Geschichtschreibers: Kritik, Fleiß, Methode, Phantasie, Stil, politische Reise und philosophisches Urteil. Seine Auffassung von Ereignissen und Personen wird freilich durch seinen politischen Standpunkt, den eines konsequenten Whig, beherrscht und bisweilen getrübt. Im Herbst 1848 wählte ihn die Universität Glasgow zu ihrem Lord-Rektor, eine ihm 1849 angebotene Professur in Cambridge lehnte er ab. Im Juli 1852 ward er wieder ins Unterhaus gewählt, gab aber 1856 den Sitz wieder auf. Im September 1857 wurde er als Baron M. of Rothley zum Peer ernannt. Er ward 9. Jan. 1860 im »Poetenwinkel« der Westminsterabtei feierlich beigesetzt. Die Sammlung seiner Reden (in den »Miscellaneous writings and speeches«, drei verschiedene moderne Ausgaben) wurde 1854 (deutsch von Bülau, Leipz.; von Beseler, Braunschw.) veröffentlicht. Eine Gesamtausgabe seiner Werke erschien London 1860 in 25 Bänden; neuere Ausgaben sind die 1866 von seiner Schwester Lady Trevelyan besorgte in 8 Bänden, die in 18 Bänden (1880) und die letzte Ausgabe in drei Formen: in 16, in 8 und in 12 Bänden (1902). Vgl. F. Arnold, Public life of Lord M. (neue Ausg., Lond. 1863); Otto Trevelyan, Life and letters of Lord M. (das. 1876 u. ö., 2 Bde.; deutsch von Böttger, 2. Aufl., Jena 1883); Morison, M. (Lond. 1882); Kinkel d. jüng., M., sein Leben und sein Geschichtswerk (Basel 1879); D. H. Macgregor, Lord M. (Lond. 1901); Jebb, Macaulay (1900); G. Bülow, Thomas Babington M., ein Gedenkblatt (Schweidnitz u. Leipz. 1901).
 
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Macawbaum (spr. makao-, Macahuba), s. Acrocomia.
 
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Macbeth (spr. mǟckbéth), Sohn des Finnlaec, schott. Feldherr, erschlug 1040 den König Duncan I. bei Dunsinane in Perthshire und bemächtigte sich des Thrones, auf den er durch seine Gemahlin Gruach Anspruch hatte. 1050 pilgerte er nach Rom, um sich Absolution zu holen; aber schon 1054 entriß ihm Malcolm, der Sohn Duncans, mit Hilfe des Grafen Siward von Northumberland einen Teil seines Reiches, und 1057 wurde er in einem abermaligen Kampf gegen Malcolm 15. Aug. bei Lumphanan erschlagen. Seiner Geschichte hat sich früh die Sage bemächtigt, der Shakespeare in seinem Trauerspiel »Macbeth« folgt. Vgl. Kröger, Die Sage von M. bis zu Shakespeare (Berl. 1904).
 
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Macbeth, Robert William, schott. Maler und Radierer, geb. 1848 in Glasgow als Sohn eines Porträtmalers, begann seine Studien in Edinburg und hat auch in seiner spätern künstlerischen Laufbahn die charakteristischen Eigenschaften der schottischen Schule beibehalten. Seit 1870 studierte er in London auf der königlichen Akademie, wurde kurz darauf Mitglied des Instituts der Aquarellisten und stellte 1872 in der königlichen Akademie ein Gemälde aus: Phyllis auf frisch gemähtem Heu, das ihm die allgemeine Aufmerksamkeit ebenso zuwandte wie sein prächtiger Lincolnshire gang, eine Anzahl Kinder in zartem Alter auf dem Feld an der Arbeit. Von seinen spätern Gemälden sind die hervorragendsten: Kartoffelherbst, Binsenschneiden, die Überschwemmung in den Sümpfen (1880), ein Pachthof, vor der Hetze, Hirschjagd im Nebel und Vorbereitungen zum Christfest. Noch bedeutender als seine Gemälde sind seine Originalradierungen und Reproduktionen von Werken andrer Künstler (Tizian, Velazquez, F. Walker, Millais, Orchardson u. a.), die ihm eine erste Stellung unter den englischen Radierern erworben haben. 1883 wurde er Mitglied der Akademie der Künste.
 
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Maccalube (Makalube), s. Meyers Schlammvulkane.
 
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Maccāri, Cesare, ital. Maler, geb. 9. Mai 1840 in Siena, Schüler der dortigen Akademie, war eine Zeitlang Bildhauer, widmete sich aber in Florenz bei Mussini der Malerei und führte 1864 im Auftrag einer englischen Gesellschaft Kopien der Gemälde Pinturicchios im Dom von Siena aus. Eins seiner ersten Bilder: Rebekka am Brunnen, die Geschenke Eliesers empfangend, ward von dem Marquis Pieri-Nerli erworben, der ihm auch den Auftrag erteilte, die Kirche seiner Villa in Quinciano mit Fresken: die vier Evangelisten, zu schmücken. 1865 gewann er einen Preis für sein Bild: Mona Lisa, sich von Leonardo da Vinci malen lassend. Es folgten: Vittoria Colonna, über die Gedichte Michelangelos nachdenkend (1868), Sira, sich für ihre Herrin Fabiola opfernd (1869), und 187073 die Fresken in der Kirche del Sudario in Rom, ein Triklinium (1879), Absetzung des Papstes Silvester III., am Tage der ersten Kommunion in Venedig und das Temperabild: Amor, die drei Grazien krönend, im Empfangssaal des Quirinalpalastes zu Rom. Sein Hauptwerk sind die 1889 vollendeten Fresken aus der römischen Geschichte im Empfangssaal des Senatspalastes (früher Palazzo Madama). M. ist als Professor an der Akademie San Luca in Rom tätig.
 
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Maccaronische Poesie, s. Makkaronische Poesie.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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