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Macācus bis Macao (Bd. 6, Sp. 13)
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Artikelverweis Macācus, s. Makako.
 
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Macacus-Ohr, s. Meyers Darwinsches Ohr
 
Artikelverweis Mac Adam, John London, Ingenieur, geb. 21. Sept. 1756 in Schottland, Wegebauinspektor und 1816 Oberstraßenaufseher in Bristol, starb 26. Nov. 1836 zu Moffat in Schottland. Sein Straßenbausystem (Makadamisieren) beschrieb er in: »A practical essay on the scientific repair and preservation of public roads« (Lond. 1819) und »Remarks on the present state of road making« (das. 1820; deutsch, Darmst. 1825). Daher Makadam allgemein soviel wie Wegversteinung nach M., makadamisierte Straße (s. Meyers Straßenbau). In Paris und anderwärts ist Macadam auch soviel wie Straßenkot.
 
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Macahé, Hafenstadt im brasil. Staat Rio de Janeiro, an der Mündung des Flusses M., hat Ausfuhr von Kaffee, Zucker, Reis und Holz sowie Bahn- und Kanalverbindung mit Meyers Campos (s. d. 2).
 
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Macahuba (Macawbaum), s. Acrocomia.
 
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Macaire (spr. -kǟr'), Robert, der Mörder Aubrys de Meyers Montdidier (s. d.); allgemein soviel wie Schurke.
 
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Macajabutter, s. Acrocomia.
 
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Mac All (spr. mǟckaol), s. Meyers Evangelisation und Meyers Los von Rom-Bewegung, S. 724.
 
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Macalūba (Makalube), s. Meyers Schlammvulkane.
 
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Macao, aus Ungarn stammendes Hasardspiel mit Karte, ähnlich dem Onze-et-demi, Vingt-un, Trenteun (s. d. Art.). Jeder Pointeur erhält vom Bankier eine Karte, weitere darf er hinzukaufen. As zählt 1, Zehnen und Bilder 0, die übrigen Blätter nach ihren Augen. Es kommt darauf an, schnell 9 oder doch möglichst nahe an 9 Augen in der Hand zu haben. Wer sich »verkauft« (über 9 Augen erhält), verliert sofort den Satz. Hat man von Haus aus eine Neun, so wird dies »großer Schlag« genannt und doppelt bezahlt; hat man eine Acht, so ist dies »kleiner Schlag«. Verkauft sich der Bankier, so zahlt er alle Sätze, hat er aber großen Schlag, so zieht er von allen das Doppelte ein, nur der Pointeur, der etwa auch eine Neun hat, verliert einfach. Bei gleicher Points- und Kartenzahl gewinnt stets der Bankhalter. Die Idee des M. wird auch im Würfelspiel benutzt.
 
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Macao (spr. -kǟu), portug. Kolonie an der Südküste Chinas (Provinz Kwangtung), an der meerbusenähnlichen Mündung des Kantonflusses (s. den Lageplan bei Artikel »Kanton«), 104 km südöstlich von Kanton, 60 km westlich von Hongkong, auf einer kleinen Halbinsel, die ein schmaler, sandiger Isthmus mit der Südspitze der chinesischen Insel M. verbindet. Die an der Grenze gezogene Mauer, deren Tor früher chinesische Soldaten bewachten, ist jetzt gänzlich verfallen. Auf der Halbinsel liegen außer der Stadt M. (s. unten) drei ärmliche Dörfer: Monga, Patane und Meyers Lappa (s. d.); auch gehören zum portugiesischen Besitz

[Bd. 6, Sp. 14]


die Inseln Taipa und Colovane, ein Gesamtareal von 11,75 qkm mit (1896) 78,627 Einw., darunter 3898 Portugiesen nebst einigen Spaniern und Engländern, die das gesunde Klima Macaos von Hongkong hierher gezogen hat. Doch ist die Hitze zuweilen sehr groß, namentlich während des regenreichen Südwestmonsuns. M. gehörte bis 1844 zum Generalgouv. Goa, bildete seitdem mit Timor, seit 1896 allein ein eignes Gouvernement. Der Handel, ausschließlich in Händen von Chinesen, betrug 1900: Einfuhr 17,920,339, Ausfuhr: 14,068,269 Doll., die Einnahmen 1902/03: 655,991, die Ausgaben: 445,688 Milreis. Die Stadt M. ist amphitheatralisch auf einer Hügelreihe erbaut, die zu 100 m vom Strand aufsteigt. Auf den höchsten Erhebungen sind mehrere Forts errichtet, die mit 488 Mann (164 Eingebornen) besetzt sind, aber keine Bedeutung mehr haben. M. scheidet sich in die regelmäßig und schön gebaute portugiesische Stadt mit 5 Kirchen, darunter die St. Pauls-Kathedrale, zahlreichen Kapellen und (seit 1834 aufgehobenen) Klöstern, aber auch nicht minder zahlreichen Spielhäusern, von denen die Kolonie ihre Haupteinnahme bezieht, und das chinesische Viertel mit großem Basar und engen, schmutzigen Gassen, jeder Teil unter besonderer Verwaltung. M. ist Sitz des Gouverneurs, eines Bischofs und eines chinesischen Mandarins und Hauptsitz der französischen Missionen in China. Auf einer Anhöhe liegt die Grotte von Camŏes, wo der verbannte Dichter seine »Lusiaden« vollendet haben soll und seine Büste errichtet ist. Auf dem protestantischen Kirchhof steht das Denkmal des Missionars und Sprachforschers Robert Morrison. Der äußere Hafen ist sehr ungenügend geschützt, zwei innere sind eng und verschlammen mehr und mehr, daher ankern große Kauffahrer und Kriegsschiffe 910 km von M. Früher war M. der Hauptstapelplatz für den Verkehr der Fremden mit China. Durch die Anlage von Victoria auf Hongkong wurde es schwer geschädigt; auch seine Erklärung zum Freihafen 1845 konnte ihm nicht wieder aufhelfen, und die Eröffnung der Traktathäfen beschränkte seinen Handel noch mehr. Einen neuen schweren Stoß erhielt es 1873 durch das Verbot des Kulihandels (s. Meyers Kuli). Eingeführt wird aus China: Seide, Matten, Tee, Zucker, Schweine, Tabakblätter, Bambus; aus Hongkong: Reis, Erdnußöl, Petroleum, Kohle, Mehl. Ausgeführt werden nach China namentlich Opium, Baumwollengarn und Reis (1900 zusammen 1,411,635 Taels). Der Handel mit China (Lappa, s. oben) betrug 1900 in Einfuhr 4,650,755, in Ausfuhr 5,127,984 Taels; der Handel mit Hongkong in Einfuhr 2,442,604, Ausfuhr 1,871,793 Taels. Die Portugiesen erhielten bereits 1557 gegen jährliche Zahlung von 500 Taels das Recht zur Niederlassung; diese Summe wurde bis 1848 entrichtet. Vgl. Loureiro, Macau e o su porto (Lissab. 1896); Kutschera, Macau, der erste Stützpunkt europäischen Handels in China (Wien 1900).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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