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Mâbein bis Macacus-Ohr (Bd. 6, Sp. 12 bis 13)
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Artikelverweis Mâbein (arabisch, »Zwischenraum«), der Vorsaal im türkischen Hause, der Meyers Harem (s. d.) und Meyers Selamlik (s. d.) trennt. M.-Humajûn (»kaiserliches M.«) oder schlechthin M. heißt der Audienzsaal, in dem der türkische Sultan seine Beamten empfängt und Audienzen erteilt. Auch wird der Teil des Palastes so genannt, in dem sich die türkische Hofkanzlei befindet. Mabeindschi (türk.), Titel der Hofbediensteten, denen das Audienzzimmer des Sultans zu betreten erlaubt ist, und die von diesem mit Botschaften betraut werden. M.-Muschiri (türk.), Palastmarschall des Sultans, soviel wie Minister des kaiserlichen Hauses.
 
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Mabillon (spr. mabijóng), Jean, berühmter franz. Gelehrter, geb. 23. Nov. 1632 zu St.-Pierremont in der Champagne, gest. 27. Dez. 1707 in Paris, trat 1653 zu St.-Remy in den Benediktinerorden, ward 1663 zum Konservator der Denkmäler in St.-Denis ernannt und arbeitete seit 1664 in der Abtei St.-Germain-des-Prés zu Paris. Hier unterstützte er unter anderm d'Achéry bei der Ausarbeitung seines »Spicilegium« und veranstaltete im Auftrag der Kongregation des heil. Maurus eine Herausgabe der Werke des heil. Bernhard (Par. 1667, 2 Bde.). Indem er im Interesse seines Ordens die Echtheit mehrerer von den Jesuiten angefochtener Urkunden zu beweisen strebte, ward er der Gründer der wissenschaftlichen Urkundenlehre, die er in seinem klassischen Werk »De re diplomatica« (Par. 1681; nebst Supplement, 1704; hrsg. von Ruinard, 1709, und von Adimari, Neapel 1789) entwickelte. Die Resultate einer Studienreise in Burgund und Deutschland sind z. T. im 4. Band seiner »Vetera analecta« (Par. 167585, 4 Bde.) niedergelegt. Die Früchte einer Reise nach Italien waren das »Museum italicum« (Par. 1687 bis 1689, 2 Bde.; 2. Aufl. 1727) und mehr als 3000 seltene Bücher für die königliche Bibliothek. Seine

[Bd. 6, Sp. 13]


»Acta Sanctorum ordinis S. Benedicti in saeculorum classes distributa« (Par. 16681702, 9 Bde.) und die »Annales ordinis S. Benedicti« (das. 1703 bis 1713, 5 Bde.) enthalten die erste kritische Geschichte des Benediktinerordens. Seine »Œuvres posthumes« (darin viele Briefe) erschienen Paris 1724 in 3 Bänden; die »Correspondance inédite de M. et de Montfaucon avec l'Italie« gab Valery (das. 1847, 3 Bde.) heraus. Vgl. Ruinart, Vie de Jean M. (Par. 1709); Chavin de Malan, Histoire de D. M. et de la congrégation de Saint-Maur (das. 1843); Jadart, Dom Jean M. (Reims 1879); E. de Broglie, M. et la société de l'abbaye de Saint Germain-des-Prés (Par. 1888, 2 Bde.); Bäumer, Johannes M. (Augsb. 1892).
 
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Mabinogion, s. Meyers Artur, S. 833.
 
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Mably, Gabriel Bonnot de, franz. Schriftsteller, geb. 14. März 1709 in Grenoble, gest. 23. April 1785 in Paris, wurde Kanonikus und Sekretär seines Onkels, des Kardinals und Ministers Tencin, der ihn wiederholt zu diplomatischen Missionen verwendete. Seit 1746 widmete er aber die meiste Zeit in Paris den geschichtlichen Studien. Seine Schriften zeichnen sich durch das Streben aus, die Politik auf moralischer Grundlage aufzubauen und den Staat wieder auf den einfachen, ursprünglichen Zustand der bürgerlichen Gesellschaft zurückzuführen. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: »Parallèle des Romains et des Français par rapport an gouvernement« (Par. 1740, 2 Bde.), umgearbeitet in »Observations sur les Romains« (Genf 1751) und »Observations sur l'histoire de la France« (das. 1765, 2 Bde.), von Guizot neu herausgegeben und mit einem »Essai sur l'histoire de la France« (Par. 182324, 4 Bde.; neue Aufl. 1840) vermehrt; ferner: »Le droit public de l'Europe« (Amsterd. 1748, 3 Bde.; oft aufgelegt); »Entretien de Phocion sur le rapport de la morale avec la politique« (1763); »De l'étude de l'histoire« (1778); »Manière d'écrire l'histoire« (1782) u. a. Gesamtausgaben seiner Werke erschienen Paris 1789, 12 Bde.; 1795, 15 Bde.; 1797, 12 Bde.; 1818, 6 Bde.; die »Œuvres posthumes« 1797, 3 Bde. Vgl. Guerrier, L'abbé de M. moraliste et politique (Par. 1886).
 
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Mabrouc, weißer Baumwollendrill in Abessinien, aus Amerika und Indien eingeführt.
 
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Mabuse (spr. -ǖs'), Jan, eigentlich I. Gossart (Gossaert), niederländ. Maler, geb. um 1470 in Maubeuge (Mabuse), daher der Name, gest. 1541 in Antwerpen, bildete sich unter dem Einfluß von Gerard David, wurde 1503 in die Malergilde zu Antwerpen aufgenommen und ging 1508 mit Philipp von Burgund, Bischof von Utrecht, nach Italien, wo er elf Jahre blieb und seine heimische Art mit der Ausdrucksweise von Michelangelo, Leonardo und Raffael verschmolz. In die Heimat zurückgekehrt, war er in Middelburg, Utrecht und zuletzt in Antwerpen tätig. Von den Werken seiner ersten Periode sind e'ne Anbetung der Könige in Castle Howard und eine Madonna von Engeln umgeben in reicher gotischer Architektur (1501) im Museum zu Palermo hervorzuheben. Auch auf seinen spätern Bildern spielt die architektonische Umgebung in reichem Renaissancestil eine Hauptrolle. Seine Hauptwerke sind: Lukas die Madonna malend (Rudolfinum in Prag), der leidende Christus (Museum in Antwerpen), einige Madonnen in München (Pinakothek), Paris (Louvre), Madrid (Museum), Adam und Eva (Hamptoncourt), Neptun und Amphitrite (Kaiser Friedrich-Museum in Berlin) und Danaë mit dem Goldregen (München, Pinakothek). Seine mythologischen Bilder leiden bereits an dem Manierismus, dem M. in den Niederlanden für eine Zeitlang den Weg bahnte. Engern Anschluß an die Natur haben seine Bildnisse (die Kinder Christians II. von Dänemark in Hamptoncourt, das Porträt des Kanzlers Carondelet im Louvre). Seine Malweise war glänzend und sorgfältig, doch wurde seine manierierte Zeichnung schon von Dürer getadelt.
 
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Mac (gälisch, spr. mǟck, oft abgekürzt Mc oder M'), soviel wie Sohn, häufig bei schottischen Familiennamen, z. B. Macdonald, d. h. Donaldssohn.
 
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Macabre (Danse m., franz., spr. dangß' makābr'), soviel wie Meyers Totentanz (s. d.).
 
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Macacheira, s. Meyers Manihot.
 
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Macācus, s. Makako.
 
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Macacus-Ohr, s. Meyers Darwinsches Ohr

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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