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Maaseidechsen bis Maastrichter Kreidetuff (Bd. 6, Sp. 11 bis 12)
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Artikelverweis Maaseidechsen, s. Reptilien.
 
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Maaseik, Stadt, s. Meyers Maeseyck.
 
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Maaslandsluis, Stadt, s. Meyers Maassluis
 
Artikelverweis Maaß, s. Meyers Maß.
 
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Maaß, Ernst, Philolog, geb. 12. April 1856 in Kolberg, studierte 187579 in Tübingen und Greifswald, unternahm 188082 wissenschaftliche Reisen nach Italien, Paris und London, habilitierte sich 1883 in Berlin und wurde 1886 ordentlicher Professor in Greifswald, 1895 in Marburg. Seine Hauptwerke sind: »De biographis Graecis quaestiones selectae« (Berl. 1880); »Analecta Eratosthenica« (das. 1883); »Aratea« (das. 1892); »Orpheus. Untersuchungen zur griechisch-römischen, altchristlichen Jenseitsdichtung und Religion« (Münch. 1895); »Die Tagesgötter in Rom und den Provinzen« (Berl. 1902); »Griechen und Semiten auf dem Isthmus von Korinth« (das. 1902); ferner Ausgaben der »Scholia in Iliadem Townleyana« (Lond. 188689, 2 Bde.), der »Phaenomena« des Aratos (Berl. 1893), »Commentariorum in Aratum reliquiae« (das. 1898) und »Hygini ad M. Fabium liber« (das. 1900).
 
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Maassen, Friedrich Bernhard Christian, Kanonist, geb. 24. Sept. 1823 in Wismar, gest. 9. April 1900 in Innsbruck, gründete nach Beendigung seiner juristischen und philosophischen Studien 1849 mit Franz v. Florencourt das im konservativen Sinne redigierte Blatt »Norddeutscher Korrespondent«. Von der mecklenburgischen Ritterschaft mit der Führung des Prozesses gegen den Großherzog Friedrich Franz betraut, der mit dem Freienwalder Schiedsspruch und der Anerkennung der Rechtsbeständigkeit der alten ständischen Verfassung endete, wurde er auf dem Landtage von 1851 zum ritterschaftlichen Syndikatsadjunkten ernannt, mußte jedoch dieses Amt infolge seines Übertritts zur katholischen Kirche niederlegen. Er privatisierte nun in Wien, Bonn, Schwerin, bis er 1855 einen Ruf als außerordentlicher Professor des römischen Rechts nach Pest erhielt, von wo er noch in demselben Jahr nach Innsbruck versetzt ward. 1857 zum ordentlichen Professor befördert, ging er in gleicher Eigenschaft 1860 nach Graz, 1871 nach Wien und wurde hier 1872 korrespondierendes, 1873 wirkliches Mitglied der k. k. Akademie der Wissenschaften. Seine hervorragendste Leistung ist die »Geschichte der Quellen und der Literatur des kanonischen Rechts im Abendland bis zum Ausgang des Mittelalters« (Graz 1870, Bd. 1, die Quellen enthaltend). Außerdem sind zu nennen: »Der Primat des Bischofs von Rom« (Bonn 1853); »Zur Lehre von den Bedingungen« (das. 1854); »Neun Kapitel über freie Kirche und Gewissensfreiheit« (Graz 1876); »Pseudoisidor-Studien« (Wien 1885, 2 Hefte); »Concilia aevi merovingici« (in den »Monumenta Germaniae historica«, Hannov. 1893).
 
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Maaßen, Karl Georg, preuß. Staatsmann, geb. 23. Aug. 1769 in Kleve, gest. 2. Nov. 1834 in Berlin, studierte in Duisburg die Rechte, ward 1795 Geheimer Archivar in Emmerich, 1799 Kriminalrat, kam 1803 zur neuen Regierung nach Münster, 1804 als Kriegs- und Domänenrat zur Kammer in Hamm, wurde 1808 großherzoglich bergischer Rat in Düsseldorf, 1809 zweiter Regierungsdirektor in Potsdam, 1810 Vizepräsident daselbst, 1816 Direktor der Generalverwaltung für Gewerbe und Handel, 1817 Wirklicher Geheimer Oberfinanzrat mit Sitz und Stimme im Staatsrat, 1818 Generalsteuerdirektor und endlich 1830 Geheimer Staats- und Finanzminister. Er war die Seele der Kommission für die Ausarbeitung der neuen Steuergesetze; ihm verdankt der Preußische, nachher Deutsche Zollverein seine Entstehung.
 
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Maaßt, früheres Hohlmaß für trockne Waren: in Bayern 1/8 Metze = 4,632 Lit.; das österreichische Müllermaaßl zu 1/2 Achtel = 3,843 L. enthielt 2 große M. oder 4 kleine M. (Futtermaaßl).
 
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Maassluis (Maaslandsluis, spr. -sleus), Stadt in der niederländ. Provinz Südholland, am Nieuwe Waterweg, der nächsten Kanalverbindung zwischen Rotterdam und der Nordsee, und der Linie Schiedam-Hoek van Holland der Holländischen Eisenbahn, mit ansehnlicher Heringsfischerei, Schiffbau, Segeltuchfabrikation und (1903) 8011 Einw. M. ist Sitz eines deutschen Konsularagenten.
 
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Maastricht (Maas-Trecht), Hauptstadt der niederländ. Provinz Limburg, am Einfluß der Jaar in die Maas, über die eine 162 m lange steinerne Brücke (1683 erbaut) in die jenseits gelegene Vorstadt

[Bd. 6, Sp. 12]


Wijk führt, Knotenpunkt der Eisenbahnen Aachen-Antwerpen, Lüttich-M. und M.-Venlo, besitzt zwei schöne öffentliche Plätze: den Vrijthof (Paradeplatz) und den großen Markt, an deren ersterm der alte im Westbau romanische, sonst gotische Dom (St. Servatius, aus dem 11.15. Jahrh.) mit der Bildsäule Karls d. Gr. (von Geefs), zwei Krypten, einem Reliquienschrein aus dem 12. Jahrh. und vielen herrlichen Gemälden (Kreuzabnahme von van Dyck) liegt, während auf dem andern das schöne Rathaus (aus dem 17. Jahrh.) mit Glockenturm steht. Die zweite römisch-kath. Kirche (man zählt deren vier) ist die alte Liebfrauenkirche im spätromanischen Stil (11. Jahrh.). Die Reformierten besitzen zwei Kirchen, die Lutheraner eine, die Juden eine Synagoge. Ferner sind zu erwähnen: die Hauptwache, der öffentliche Park, das Theater, ein Gymnasium, eine höhere Bürgerschule, die Musikschule, eine Gravier-, Bossier- und Modellierschule, das Provinzialarchiv und die Stadtbibliothek (in der ehemaligen Franziskanerkirche) u. a. M. gehörte früher zu den am stärksten befestigten Städten Europas. Der im S. der Stadt liegende Pietersberg (123 m) ist merkwürdig durch die seit länger als einem Jahrtausend in Betrieb stehenden Sandsteinbrüche mit ihren unterirdischen, sich mehrere Meilen weit erstreckenden Gängen. Die Zahl der meist katholischen Einwohner beträgt (1903) 35,209. In industrieller Hinsicht ist die Fabrikation von Glas, Kristall und Töpferwaren bedeutend (zwei Fabriken mit 2050, bez. 840 Arbeitern); außerdem gibt es Fabriken für Tapeten, Borten, Chemisetten, Waffen, Nägel, Zigarren, Papier (königliche Fabrik mit 750 Arbeitern) etc. Auch treibt die Stadt starken Getreide-, Butter- und Transithandel, dem die Schiffahrt auf der Maas und dem nach Belgien führenden Süd-Wilhelmskanal förderlich ist; unter den Bankinstituten sind die Limburgische Bank und eine Agentur der Niederländischen Bank zu erwähnen. M. ist Sitz eines deutschen Vizekonsuls. M. ist das Trajectum ad Mosam der Römer. Im spätern Mittelalter stand die Stadt unter der gemeinschaftlichen Regierung der Herzoge von Brabant und der Bischöfe von Lüttich, bis 1530, als Karl V. sie aus der Lütticher Herrschaft löste. Während des niederländischen Befreiungskampfes ward M. 1579 von den Spaniern erobert und geplündert. Von den spätern Belagerungen sind besonders folgende zu nennen, die jedesmal mit der Einnahme der Festung endeten: 1632 von dem Prinzen Friedrich Heinrich von Oranien, 1673 unter Ludwig XIV. und 1748 und 1794 abermals von den Franzosen. Die letzte Blockade erfuhr es 1814 durch die Schweden. Während der Revolution von 1830 war M. die einzige Stadt der südlichen Niederlande, in der sich die holländische Besatzung unter General Dibbets behauptete.
 
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Maastrichter Kreidetuff, bei Maastricht entwickelte Schichten der obersten Meyers Kreideformation (s. d.).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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