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Maas bis Maaßen (Bd. 6, Sp. 10 bis 11)
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Artikelverweis Maas (franz. Meuse), Departement im nordöstlichen Frankreich, nach dem Fluß M. (s. oben) benannt, grenzt im N. an Belgien, im O. an das Depart. Meurtheet-Moselle, im S. an Vogesen und Obermarne, im W. an Marne und Ardennen und umfaßt 6228 qkm (113,1 QM.). Die Bevölkerung beläuft sich (1901) auf 283,480 Einw. (45 auf 1 qkm) und hat sich gegen die Zählung von 1891 um 8773 Einw. vermindert. Das Departement zerfällt in die Arrondissements Bar-le-Duc, Commercy, Montmédy und Verdun. Hauptstadt ist Bar-le-Duc. Vgl. Renaud, Le département de la Meuse (Par. 1894); Prudhomme, Agriculture du départ. de la Meuse (Bar-le-Duc 1894).
 
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Maas, Neue, s. Meyers Lek.
 
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Maas-Armee, die während des Deutsch-französischen Krieges von 1870/71 (s. d., S. 756) nach den Schlachten bei Metz 19. Aug. 1870 neugebildete vierte deutsche Armee, die, vom Kronprinzen von Sachsen befehligt, aus dem Garde-, 4. und 12. (sächsischen) Armeekorps bestand, bei Sedan den rechten Flügel und

[Bd. 6, Sp. 11]


vor Paris den nördlichen und östlichen Teil der Zernierungslinie bildete.
 
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Maasbefestigungen. Die Richtung des Stromlaufes der Maas hat in Frankreich, wo der Strom einen bedeutsamen Abschnitt gegenüber einer etwaigen deutschen Invasion bildet, und in Belgien, das seine Neutralität mit einer schwachen Armee behaupten muß, zu starken Befestigungen an dieser Linie geführt. In Frankreich stützt sich die Zentralstellung der mittlern Maas auf die großen Festungen Verdun und Toul. Dazwischen liegen die Sperrforts Génicourt, Troyon, Paroches, Camp des Romains, Liouville, Gironville, Jouy. Ein Herumgreifen nördlich um Verdun wird von den Plätzen Longwy, Montmédy und Fort des Ayvelles rechts flankiert, ebenso eine Umgehung südlich um Toul herum durch die Forts Manonviller, Frouard und Port-St.-Vincent, während frontal an der Maas die Forts Pagny-la-Blanche-Côte und Bourlemont zu überwinden sind. Die M. Belgiens zwingen eventuell im Verein mit der großen Zentralfestung Antwerpen, die der belgischen Armee eine große Bewegungsfreiheit und starken Rückhalt. sichert, einen Gegner, der Belgien trotz seiner Neutralität zu durchschreiten versuchen sollte, zu starker Schwächung seiner Kräfte, geben aber vielleicht auch einen starken Kräftezuwachs für denjenigen der kriegführenden Teile, dem sich Belgien anschließen sollte. Die belgischen M. bestehen aus den großen verschanzten Lagern Lüttich und Namur. Lüttich hat 6 große und 6 kleine Forts, die großen mit je 2 Panzertürmen (s. d.) für eine 21 cm-Haubitze, einen für zwei 15 cm-Kanonen, 2 für zwei 12 cm-Kanonen, 4 versenkbaren Schnellfeuertürmen Nordenfeldt, die kleinen mit einem Panzerturm für eine 21 cm-Haubitze, einen für zwei 15 cm-Kanonen, 2 für eine 12 cm-Kanone, 34 versenkbaren Schnellfeuertürmen; die Besatzung besteht aus 12 Kompanien Infanterie und der der Geschützausstattung entsprechenden Artillerie; die Werke sind so stark, daß gegen sie eine regelrechte Belagerung geboten ist, die angesichts Antwerpens nur mit starkem, die Feldarmee erheblich schwächendem Kräfteaufgebot durchführbar erscheint. Namur besitzt 4 große und 5 kleine Forts von derselben Konstruktion wie Lüttich. Zwischen Lüttich und Namur existiert noch zur Verbindung zwischen den beiden großen Punkten und zur Sperrung der dortigen sehr günstigen Maasübergänge das Fort von Huy. Vgl. Schröter, Die Festung in der heutigen Kriegführung (Berl. 1897); »Kriegstechnische Zeitschrift«, 1904, Heft 6 (das.); Loebells »Jahresberichte« (das.).
 
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Maaseidechsen, s. Reptilien.
 
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Maaseik, Stadt, s. Meyers Maeseyck.
 
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Maaslandsluis, Stadt, s. Meyers Maassluis
 
Artikelverweis Maaß, s. Meyers Maß.
 
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Maaß, Ernst, Philolog, geb. 12. April 1856 in Kolberg, studierte 187579 in Tübingen und Greifswald, unternahm 188082 wissenschaftliche Reisen nach Italien, Paris und London, habilitierte sich 1883 in Berlin und wurde 1886 ordentlicher Professor in Greifswald, 1895 in Marburg. Seine Hauptwerke sind: »De biographis Graecis quaestiones selectae« (Berl. 1880); »Analecta Eratosthenica« (das. 1883); »Aratea« (das. 1892); »Orpheus. Untersuchungen zur griechisch-römischen, altchristlichen Jenseitsdichtung und Religion« (Münch. 1895); »Die Tagesgötter in Rom und den Provinzen« (Berl. 1902); »Griechen und Semiten auf dem Isthmus von Korinth« (das. 1902); ferner Ausgaben der »Scholia in Iliadem Townleyana« (Lond. 188689, 2 Bde.), der »Phaenomena« des Aratos (Berl. 1893), »Commentariorum in Aratum reliquiae« (das. 1898) und »Hygini ad M. Fabium liber« (das. 1900).
 
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Maassen, Friedrich Bernhard Christian, Kanonist, geb. 24. Sept. 1823 in Wismar, gest. 9. April 1900 in Innsbruck, gründete nach Beendigung seiner juristischen und philosophischen Studien 1849 mit Franz v. Florencourt das im konservativen Sinne redigierte Blatt »Norddeutscher Korrespondent«. Von der mecklenburgischen Ritterschaft mit der Führung des Prozesses gegen den Großherzog Friedrich Franz betraut, der mit dem Freienwalder Schiedsspruch und der Anerkennung der Rechtsbeständigkeit der alten ständischen Verfassung endete, wurde er auf dem Landtage von 1851 zum ritterschaftlichen Syndikatsadjunkten ernannt, mußte jedoch dieses Amt infolge seines Übertritts zur katholischen Kirche niederlegen. Er privatisierte nun in Wien, Bonn, Schwerin, bis er 1855 einen Ruf als außerordentlicher Professor des römischen Rechts nach Pest erhielt, von wo er noch in demselben Jahr nach Innsbruck versetzt ward. 1857 zum ordentlichen Professor befördert, ging er in gleicher Eigenschaft 1860 nach Graz, 1871 nach Wien und wurde hier 1872 korrespondierendes, 1873 wirkliches Mitglied der k. k. Akademie der Wissenschaften. Seine hervorragendste Leistung ist die »Geschichte der Quellen und der Literatur des kanonischen Rechts im Abendland bis zum Ausgang des Mittelalters« (Graz 1870, Bd. 1, die Quellen enthaltend). Außerdem sind zu nennen: »Der Primat des Bischofs von Rom« (Bonn 1853); »Zur Lehre von den Bedingungen« (das. 1854); »Neun Kapitel über freie Kirche und Gewissensfreiheit« (Graz 1876); »Pseudoisidor-Studien« (Wien 1885, 2 Hefte); »Concilia aevi merovingici« (in den »Monumenta Germaniae historica«, Hannov. 1893).
 
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Maaßen, Karl Georg, preuß. Staatsmann, geb. 23. Aug. 1769 in Kleve, gest. 2. Nov. 1834 in Berlin, studierte in Duisburg die Rechte, ward 1795 Geheimer Archivar in Emmerich, 1799 Kriminalrat, kam 1803 zur neuen Regierung nach Münster, 1804 als Kriegs- und Domänenrat zur Kammer in Hamm, wurde 1808 großherzoglich bergischer Rat in Düsseldorf, 1809 zweiter Regierungsdirektor in Potsdam, 1810 Vizepräsident daselbst, 1816 Direktor der Generalverwaltung für Gewerbe und Handel, 1817 Wirklicher Geheimer Oberfinanzrat mit Sitz und Stimme im Staatsrat, 1818 Generalsteuerdirektor und endlich 1830 Geheimer Staats- und Finanzminister. Er war die Seele der Kommission für die Ausarbeitung der neuen Steuergesetze; ihm verdankt der Preußische, nachher Deutsche Zollverein seine Entstehung.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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