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Maarib bis Maaß (Bd. 6, Sp. 10 bis 11)
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Artikelverweis Maarib (Arbith), hebr. Bezeichnung für das Abendgebet der Israeliten.
 
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Maas, kleines Gewicht für kostbare Waren in Niederländisch-Ostindien, 1/16 Tehl: in Padang auf Sumatra = 2,563 g, in Atschin für Gold zu 4 Kopang = 0,6 g, auf Amboina zu 4 Coubang = 1,846 g. Bei den Holländern die frühere japanische Rechnungsstufe Mē zu 10 Kondrijen = 0,35 Gulden.
 
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Maas (franz. Meuse), Fluß, der sich im Unterlauf mit dem Rhein vereinigt, entspringt bei Pouilly im franz. Depart. Obermarne, 409 m ü. M. am Fuße der Monts Faucilles, fließt in nördlicher, dann nordwestlicher Richtung durch die Departements Obermarne, Vogesen, Maas und Ardennen, verschwindet zwischen Bazeilles und Noncourt (Depart. Vogesen) auf eine Strecke von 3 km im Boden, wird bei Troussey, von wo der französische Ostkanal seinem Laufe 274 km weit bis zur belgischen Grenze folgt, schiffbar und tritt nach einem Laufe von 492 km unterhalb Givet, 100 m ü. M., in Belgien ein. Von Charleville bis zur Vereinigung mit der Sambre bei Namur fließt sie in einem engen, tiefen Tal, zahlreiche Windungen beschreibend, in nördlicher Richtung. Von Namur bis Lüttich, in nach NO. gerichtetem Laufe, verbreitert sich ihr Tal, bietet aber noch schöne Szenerien; erst unterhalb Lüttich tritt sie in die Ebene und schlägt nun nordnordöstlichen Lauf ein. Nach 194 km langem Lauf durch Belgien, wovon 108 km von Dinant bis Visé kanalisiert sind, tritt sie in die Niederlande, wendet sich aber, nachdem sie sich schon dem Rhein vor seiner Teilung bis auf 20 km genähert hat, westwärts, läuft der Waal parallel und vereinigt sich mit ihr bei Woudrichem. Bald nachher aber tritt eine neue Teilung ein: der eine Arm durchfließt den Meyers Biesbosch (s. d.), heißt dann Hollandschdiep und mündet, nochmals geteilt und durch Seitenarme mit der Scheldemündung in Verbindung tretend, als Haringvliet und Krammer in die Nordsee. Der zweite Arm, die Merwede, fließt in westlicher Richtung an Dordrecht vorbei, spaltet sich dort dreifach, indem ein Arm nach S. zum Hollandschdiep, ein andrer (Noord) zum Lek geht, und als Neue M. wiederum mit dem mittlern, der Alten M., in Verbindung tretend, in die Nordsee mündet. Die Mündungsarme der M. (s. Karte »Niederlande«) sind stark versandet; Hauptschiffahrtsarm ist die Neue M., an der Rotterdam liegt; hier ist durch den Nieuwe Waterweg die Fahrt bis zur Nordsee abgekürzt worden. Die Gesamtlänge des Flusses beträgt 925 km, das Flußgebiet 33,000 qkm. In Frankreich hat die M. auf dem größten Teil ihres Laufs keinen nennenswerten Nebenfluß, weil sie östlich von der Mosel, westlich von den Zuflüssen der Seine beengt wird. Schon nahe der Grenze münden rechts die wie die M. hier vielgewundenen Ardennenflüsse Chiers und Semois, links die Bar, in deren Tal der Ardennenkanal zur Aisne geht. Von den Zuflüssen in Belgien sind rechts Lesse und Ourthe, links die Sambre zu nennen, deren nordöstliche Richtung die M. bei Namur annimmt; in den Niederlanden rechts Roer und Niers, links die Dommel. Von Kanalverbindungen sind außer dem Ostkanal und dem Ardennenkanal zu erwähnen: der Kanal von der Sambre zur Oise, der Süd-Wilhelmskanal von Maastricht nach Herzogenbusch, der Campinekanal nach Antwerpen zur Schelde, der M.-Mosel-Kanal von Lüttich nach Wasserbillig und der neue Merwedekanal nach Amsterdam. Vgl. Maasbefestigungen.
 
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Maas (franz. Meuse), Departement im nordöstlichen Frankreich, nach dem Fluß M. (s. oben) benannt, grenzt im N. an Belgien, im O. an das Depart. Meurtheet-Moselle, im S. an Vogesen und Obermarne, im W. an Marne und Ardennen und umfaßt 6228 qkm (113,1 QM.). Die Bevölkerung beläuft sich (1901) auf 283,480 Einw. (45 auf 1 qkm) und hat sich gegen die Zählung von 1891 um 8773 Einw. vermindert. Das Departement zerfällt in die Arrondissements Bar-le-Duc, Commercy, Montmédy und Verdun. Hauptstadt ist Bar-le-Duc. Vgl. Renaud, Le département de la Meuse (Par. 1894); Prudhomme, Agriculture du départ. de la Meuse (Bar-le-Duc 1894).
 
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Maas, Neue, s. Meyers Lek.
 
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Maas-Armee, die während des Deutsch-französischen Krieges von 1870/71 (s. d., S. 756) nach den Schlachten bei Metz 19. Aug. 1870 neugebildete vierte deutsche Armee, die, vom Kronprinzen von Sachsen befehligt, aus dem Garde-, 4. und 12. (sächsischen) Armeekorps bestand, bei Sedan den rechten Flügel und

[Bd. 6, Sp. 11]


vor Paris den nördlichen und östlichen Teil der Zernierungslinie bildete.
 
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Maasbefestigungen. Die Richtung des Stromlaufes der Maas hat in Frankreich, wo der Strom einen bedeutsamen Abschnitt gegenüber einer etwaigen deutschen Invasion bildet, und in Belgien, das seine Neutralität mit einer schwachen Armee behaupten muß, zu starken Befestigungen an dieser Linie geführt. In Frankreich stützt sich die Zentralstellung der mittlern Maas auf die großen Festungen Verdun und Toul. Dazwischen liegen die Sperrforts Génicourt, Troyon, Paroches, Camp des Romains, Liouville, Gironville, Jouy. Ein Herumgreifen nördlich um Verdun wird von den Plätzen Longwy, Montmédy und Fort des Ayvelles rechts flankiert, ebenso eine Umgehung südlich um Toul herum durch die Forts Manonviller, Frouard und Port-St.-Vincent, während frontal an der Maas die Forts Pagny-la-Blanche-Côte und Bourlemont zu überwinden sind. Die M. Belgiens zwingen eventuell im Verein mit der großen Zentralfestung Antwerpen, die der belgischen Armee eine große Bewegungsfreiheit und starken Rückhalt. sichert, einen Gegner, der Belgien trotz seiner Neutralität zu durchschreiten versuchen sollte, zu starker Schwächung seiner Kräfte, geben aber vielleicht auch einen starken Kräftezuwachs für denjenigen der kriegführenden Teile, dem sich Belgien anschließen sollte. Die belgischen M. bestehen aus den großen verschanzten Lagern Lüttich und Namur. Lüttich hat 6 große und 6 kleine Forts, die großen mit je 2 Panzertürmen (s. d.) für eine 21 cm-Haubitze, einen für zwei 15 cm-Kanonen, 2 für zwei 12 cm-Kanonen, 4 versenkbaren Schnellfeuertürmen Nordenfeldt, die kleinen mit einem Panzerturm für eine 21 cm-Haubitze, einen für zwei 15 cm-Kanonen, 2 für eine 12 cm-Kanone, 34 versenkbaren Schnellfeuertürmen; die Besatzung besteht aus 12 Kompanien Infanterie und der der Geschützausstattung entsprechenden Artillerie; die Werke sind so stark, daß gegen sie eine regelrechte Belagerung geboten ist, die angesichts Antwerpens nur mit starkem, die Feldarmee erheblich schwächendem Kräfteaufgebot durchführbar erscheint. Namur besitzt 4 große und 5 kleine Forts von derselben Konstruktion wie Lüttich. Zwischen Lüttich und Namur existiert noch zur Verbindung zwischen den beiden großen Punkten und zur Sperrung der dortigen sehr günstigen Maasübergänge das Fort von Huy. Vgl. Schröter, Die Festung in der heutigen Kriegführung (Berl. 1897); »Kriegstechnische Zeitschrift«, 1904, Heft 6 (das.); Loebells »Jahresberichte« (das.).
 
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Maaseidechsen, s. Reptilien.
 
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Maaseik, Stadt, s. Meyers Maeseyck.
 
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Maaslandsluis, Stadt, s. Meyers Maassluis
 
Artikelverweis Maaß, s. Meyers Maß.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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