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Mäandrine bis Maas-Armee (Bd. 6, Sp. 10)
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Artikelverweis Mäandrine, s. Labyrinthkoralle, s. Meyers Korallen.
 
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Maanen, Cornelius Felix van, niederländ. Staatsmann, geb. 9. Sept. 1769 im Haag, gest. 14. Febr. 1849, studierte in Leiden die Rechte, ward Advokat in seiner Vaterstadt und später Generalprokurator am Hofe von Holland. König Ludwig ernannte ihn 1806 zum Justizminister, Napoleon 1810 zum Staatsrat und Präsidenten des Appellhofs im Haag. 1814 ward er von König Wilhelm zum Präsidenten der Notabelnversammlung und 1815 zum Justizminister des neuen Königreichs der Niederlande ernannt. Er erwarb sich große Verdienste um die Gesetzgebung, machte sich aber durch seine Abneigung gegen liberale Reformen und besonders in Belgien durch seine Strenge in politischen Presseprozessen verhaßt. Da er dem König zur Ablehnung aller Zugeständnisse an die Belgier riet, führte er die belgische Revolution mit herbei. Erst nach der Abdankung Wilhelms I. 1842 wurde er entlassen.
 
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Maanim, Kugelpauke, ein von den alten Hebräern gebrauchtes Schlaginstrument.
 
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Maanselkä, Bergrücken in Finnland, bildet die Wasserscheide zwischen dem Eismeer und dem Bottnischen Meerbusen. Er durchzieht in östlicher Richtung das finnische Lappland und teilt sich nahe an der Grenze des russischen Reiches (Gouv. Archangel) in zwei Ketten. Der österbottnische Zweig (Suomenselkä) wendet sich nach SW. und endet am Bottnischen Meerbusen, im S. von Christinestad; der andre Zweig geht als Olonezische Berge nach SO. in das Gouv. Olonez. Das Gebirge ist nirgends über 360370 m hoch, aber von großen landschaftlichen Reizen. Es besteht aus nackten Felsen, die zahlreiche Seen umsäumen, so daß diese wie in Kessel eingebettet erscheinen.
 
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Maare (Kesselkrater), ovale oder kreisrunde, kraterförmige Vertiefungen in vulkanischen Gegenden, oft in nicht vulkanisches Gestein eingesenkt, mit einem niedrigen Wall von Bomben und Tuff umgeben, mitunter mit Wasser gefüllt. M. finden sich in der Eifel (Pulvermaar bei Gillenfeld, Gemünder [s. Tafel Meyers »Seebildungen I«, Fig. 3] und Weinfelder Maar bei Dann, vielleicht auch der Laacher See; s. Eifel), bei Nemi und Albano im Albanergebirge und auf Java. Die M. werden jetzt allgemein als Explosionskrater (Minentrichter) angesehen, die durch empordringende vulkanische Dämpfe aus dem Nebengestein ausgesprengt worden sind.
 
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Maarib (Arbith), hebr. Bezeichnung für das Abendgebet der Israeliten.
 
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Maas, kleines Gewicht für kostbare Waren in Niederländisch-Ostindien, 1/16 Tehl: in Padang auf Sumatra = 2,563 g, in Atschin für Gold zu 4 Kopang = 0,6 g, auf Amboina zu 4 Coubang = 1,846 g. Bei den Holländern die frühere japanische Rechnungsstufe Mē zu 10 Kondrijen = 0,35 Gulden.
 
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Maas (franz. Meuse), Fluß, der sich im Unterlauf mit dem Rhein vereinigt, entspringt bei Pouilly im franz. Depart. Obermarne, 409 m ü. M. am Fuße der Monts Faucilles, fließt in nördlicher, dann nordwestlicher Richtung durch die Departements Obermarne, Vogesen, Maas und Ardennen, verschwindet zwischen Bazeilles und Noncourt (Depart. Vogesen) auf eine Strecke von 3 km im Boden, wird bei Troussey, von wo der französische Ostkanal seinem Laufe 274 km weit bis zur belgischen Grenze folgt, schiffbar und tritt nach einem Laufe von 492 km unterhalb Givet, 100 m ü. M., in Belgien ein. Von Charleville bis zur Vereinigung mit der Sambre bei Namur fließt sie in einem engen, tiefen Tal, zahlreiche Windungen beschreibend, in nördlicher Richtung. Von Namur bis Lüttich, in nach NO. gerichtetem Laufe, verbreitert sich ihr Tal, bietet aber noch schöne Szenerien; erst unterhalb Lüttich tritt sie in die Ebene und schlägt nun nordnordöstlichen Lauf ein. Nach 194 km langem Lauf durch Belgien, wovon 108 km von Dinant bis Visé kanalisiert sind, tritt sie in die Niederlande, wendet sich aber, nachdem sie sich schon dem Rhein vor seiner Teilung bis auf 20 km genähert hat, westwärts, läuft der Waal parallel und vereinigt sich mit ihr bei Woudrichem. Bald nachher aber tritt eine neue Teilung ein: der eine Arm durchfließt den Meyers Biesbosch (s. d.), heißt dann Hollandschdiep und mündet, nochmals geteilt und durch Seitenarme mit der Scheldemündung in Verbindung tretend, als Haringvliet und Krammer in die Nordsee. Der zweite Arm, die Merwede, fließt in westlicher Richtung an Dordrecht vorbei, spaltet sich dort dreifach, indem ein Arm nach S. zum Hollandschdiep, ein andrer (Noord) zum Lek geht, und als Neue M. wiederum mit dem mittlern, der Alten M., in Verbindung tretend, in die Nordsee mündet. Die Mündungsarme der M. (s. Karte »Niederlande«) sind stark versandet; Hauptschiffahrtsarm ist die Neue M., an der Rotterdam liegt; hier ist durch den Nieuwe Waterweg die Fahrt bis zur Nordsee abgekürzt worden. Die Gesamtlänge des Flusses beträgt 925 km, das Flußgebiet 33,000 qkm. In Frankreich hat die M. auf dem größten Teil ihres Laufs keinen nennenswerten Nebenfluß, weil sie östlich von der Mosel, westlich von den Zuflüssen der Seine beengt wird. Schon nahe der Grenze münden rechts die wie die M. hier vielgewundenen Ardennenflüsse Chiers und Semois, links die Bar, in deren Tal der Ardennenkanal zur Aisne geht. Von den Zuflüssen in Belgien sind rechts Lesse und Ourthe, links die Sambre zu nennen, deren nordöstliche Richtung die M. bei Namur annimmt; in den Niederlanden rechts Roer und Niers, links die Dommel. Von Kanalverbindungen sind außer dem Ostkanal und dem Ardennenkanal zu erwähnen: der Kanal von der Sambre zur Oise, der Süd-Wilhelmskanal von Maastricht nach Herzogenbusch, der Campinekanal nach Antwerpen zur Schelde, der M.-Mosel-Kanal von Lüttich nach Wasserbillig und der neue Merwedekanal nach Amsterdam. Vgl. Maasbefestigungen.
 
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Maas (franz. Meuse), Departement im nordöstlichen Frankreich, nach dem Fluß M. (s. oben) benannt, grenzt im N. an Belgien, im O. an das Depart. Meurtheet-Moselle, im S. an Vogesen und Obermarne, im W. an Marne und Ardennen und umfaßt 6228 qkm (113,1 QM.). Die Bevölkerung beläuft sich (1901) auf 283,480 Einw. (45 auf 1 qkm) und hat sich gegen die Zählung von 1891 um 8773 Einw. vermindert. Das Departement zerfällt in die Arrondissements Bar-le-Duc, Commercy, Montmédy und Verdun. Hauptstadt ist Bar-le-Duc. Vgl. Renaud, Le département de la Meuse (Par. 1894); Prudhomme, Agriculture du départ. de la Meuse (Bar-le-Duc 1894).
 
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Maas, Neue, s. Meyers Lek.
 
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Maas-Armee, die während des Deutsch-französischen Krieges von 1870/71 (s. d., S. 756) nach den Schlachten bei Metz 19. Aug. 1870 neugebildete vierte deutsche Armee, die, vom Kronprinzen von Sachsen befehligt, aus dem Garde-, 4. und 12. (sächsischen) Armeekorps bestand, bei Sedan den rechten Flügel und

[Bd. 6, Sp. 11]


vor Paris den nördlichen und östlichen Teil der Zernierungslinie bildete.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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