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Lysimacheia bis Lysoform (Bd. 6, Sp. 5 bis 6)
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Artikelverweis Lysimacheia, Stadt am nördlichen Ende der thrakischen Chersones, 309 v. Chr. von Lysimachos von Thrakien als seine Hauptstadt gegründet und mit den Einwohnern des nahen Kardia bevölkert. Nach seinem Tode fiel es in die Gewalt der Syrer, dann der Ägypter, wurde von den Thrakern im dritten mazedonischen Kriege zerstört, von Antiochos d. Gr. und später von Justinian als Hexamilion wiederhergestellt. Ruinen bei Hexamili.
 
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Lysimachĭa L. (Gelbweiderich), Gattung der Primulazeen, Pflanzen von sehr verschiedenartigem Habitus, einjährig oder ausdauernd, am Grunde bisweilen verholzend, mit beblättertem Stengel, oft gegenständigen oder quirligen Blättern, ansehnlichen, einzeln achselständigen Blüten oder endständigen Rispen und in Klappen ausspringenden Früchten. Etwa 60 Arten, meist in den gemäßigten und subtropischen Gegenden der nördlichen Halbkugel. L. vulgaris L. (gemeiner Gelbweiderich), von Europa bis Japan verbreitet, halbstrauchig, mit gelber Blütenrispe, wächst bei uns wie auch L. thyrsiflora L. an feuchten Stellen. Diese Arten werden als Zierpflanzen kultiviert. Ebenso L. ephemerum L., eine 1 m hohe stattliche Pflanze, mit eleganten ährenförmigen Trauben, im westlichen Mittelmeergebiet, und L. punctata L., im Mittelmeergebiet und im südlichen Deutschland. L. nummularia L. (Pfennigkraut), in Europa und dem Mittelmeergebiet, auf Wiesen, an Bächen, kriechend, mit einzeln stehenden gelben Blüten, wird in Gärten zur Bekleidung schattiger, feuchter Stellen, auch als Ampelpflanze, eine gelbblätterige Varietät zu schattig gelegenen Teppichbeeten benutzt.
 
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Lysimăchos, Feldherr Alexanders d. Gr., Sohn des Agathokles, eines thessalischen Penesten, geb. um 361 v. Chr. in Pella, gest. 281, begleitete Alexander nach Asien und erhielt nach dessen Tod (323) bei der ersten Teilung das zu einer selbständigen Satrapie erhobene Thrakien. 306 legte er sich mit den übrigen Diadochen den Königstitel bei, schloß 302 mit Seleukos, Kassandros und Ptolemäos ein Bündnis gegen den übermächtigen Antigonos und seinen Sohn Demetrios, unterlag zwar gegen letztern bei Lampsakos, siegte aber 301 mit Seleukos in der Schlacht bei Ipsos, die Antigonos das Leben kostete, und bekam in dem darauffolgenden Frieden alles Land diesseit des Taurus. Die Versuche, sein Reich sogar über die Donau auszudehnen, mißglückten, dagegen erwarb er durch ein Bündnis mit Ptolemäos und Seleukos gegen Demetrios Poliorketes ganz Mazedonien (286) und war neben Seleukos der mächtigste unter den Nachfolgern Alexanders. Sein Sturz ging von häuslichen Zwistigkeiten aus; seine letzte Gemahlin, eine Tochter des Ptolemäos von Ägypten, Arsinoe, verdächtigte bei L. seinen ältesten Sohn Agathokles und setzte es durch, daß er umgebracht wurde; Seleukos aber nahm sich der Anhänger des Ermordeten an, und L. verlor gegen ihn 281 bei Koros am Hellespont Sieg und Leben. Vgl. Possidenti, Il re Lisimaco di Tracia (Turin 1901).
 
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Lysiméter (griech.), von Ebermayer angegebene Vorrichtung zur Bestimmung der Regenmenge, die durch einen Boden von bestimmter Beschaffenheit bis zu einer gewissen Tiefe gelangt.
 
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Lysĭos (griech., »Sorgenbrecher«), Beiname des Dionysos, gleichbedeutend mit Meyers Lyäos (s. d.).
 
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Lysippos, griech. Bildhauer aus Sikyon, tätig um 360316 v. Chr., war erst Metallarbeiter, bildete sich dann autodidaktisch zum Bildhauer, indem er den Kanon des Polyklet und die Natur studierte. Jedoch ging er von dem erstern durch größere Eleganz und Beweglichkeit ab und schuf einen neuen, der ein verändertes Gesamtmaß des menschlichen Körpers, namentlich einen kleinern Kopf und schlankere Glieder, ergab. L. war hauptsächlich Erzbildner und so fruchtbar, daß er gegen 1500 Werke hinterlassen haben soll. Er schuf unter anderm den Koloß des Zeus in Tarent; das Viergespann mit dem Sonnengott der Rhodier; die Erzstatue des Kairos (der günstigen Gelegenheit), im Vorhof eines Tempels in Sikyon, wovon mehrere Nachbildungen existieren; den Erzkoloß des Herkules in Tarent; den berühmten sich reinigenden Athleten, den wir in Kopie in dem Apoxyomenos (s. d.) des Vatikans (s. Tafel Meyers »Bildhauerkunst VI«, Fig. 3) besitzen (vgl. Küppers, Der Apoxyomenos des L., Berl. 1874); eine trunkene Flötenspielerin; verschiedene Statuen olympischer Sieger. Alexander d. Gr. beschäftigte ihn viel, da er nur von L. im Bildnis dargestellt sein wollte. Mil Leochares fertigte L. die Erzgruppe: Löwenjagd Alexanders, allein die Gruppe der 25 Reiter, die als Genossen des Königs an seiner Seite in der Schlacht am Granikos gefallen waren. Auch Statuen des Seleukos und des Äsop werden von L. genannt. Vgl. Löwy, Lysippo (Hamb. 1891); Lange, Das Motiv des aufgestützten Fußes in der antiken Kunst und dessen statuarische Verwendung durch L. (Leipz. 1879); Collignon, Lysippe, étude critique (Par. 1904).
 
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Lysis (griech.), s. Krisis.

[Bd. 6, Sp. 6]



 
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Lysistrătos, griech. Bildhauer aus Sikyon, Bruder des Lysippos, war zur Zeit Alexanders d. Gr. tätig. Er war der erste, der, statt frei zu modellieren, das Gesicht der abzubildenden Personen zur Erzielung möglichster Ähnlichkeit über der Natur in Wachs abformte und danach das Bildnis ausführte.
 
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Lyskamm, Gipfel in der Gruppe des Meyers Monte Rosa (s. d.), von diesem durch das Lysjoch (4277 m) getrennt, mit zwei Kuppen, 4538, bez. 4478 m hoch. Die Besteigung gelang zuerst 19. Aug. 1861 Hardy, Ramsay u. a., doch ist sie sehr schwierig und hat schon viele Opfer gefordert.
 
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Lyskowo, Kirchdorf im russ. Gouv. Nishnij Nowgorod, Kreis Makarjew, an der Wolga, hat 8 Kirchen, einen Flußhafen und ca. 7800 Einw., die sich mit der Verfertigung von Metallwaren (Blechgeschirren, Hängeschlössern etc.), Stiefeln und Fausthandschuhen beschäftigen sowie Getreide- und Holzhandel betreiben.
 
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Lysoform, eine Formaldehyd enthaltende alkoholische Kaliseifenlösung, wird frisch hergestellt und in zwei- bis dreiprozentiger Lösung, als zuverlässiges, angenehmes und unschädliches Desinfektionsmittel für die Hände empfohlen.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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