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Lymphräume bis Lyndhurst (Bd. 6, Sp. 901 bis 902)
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Artikelverweis Lymphräume, s. Meyers Lymphgefäße und Meyers Lymphe.
 
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Lymphspalten, s. Meyers Lymphe.
 
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Lymphvarīzen, s. Lymphangiektasie.
 
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Lymphzellen, s. Meyers Lymphe.
 
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Lympne (Lymne), Dorf in der engl. Grafschaft Kent, 5 km westlich von Hythe, mit Resten eines römischen Lagers (Studfall Castle) und (1901) 467 Einwohnern.
 
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Lynar, Rochus, Graf zu, geb. 24. Dez. 1525 zu Maradia in Toskana, gest. 22. Dez. 1596 in Spandau, entstammte einer zum florentinischen Geschlecht der Guerini gehörigen Familie, die sich nach dem 1360 zerstörten Schloß Linari bei Florenz nannte, war zuerst Kammerjunker bei dem Herzog Alexander von Florenz, seit 1542 bei dem Dauphin von Frankreich, spätern König Heinrich II., nahm im französischen Heer an den Belagerungen von Metz und Diedenhofen, wo er ein Auge verlor, sowie an der Schlacht von St.-Quentin teil, ging mehrere Male als Gesandter an deutsche Fürstenhöfe und siedelte, protestantisch geworden, nach Beginn der Hugenottenkriege ganz nach Deutschland über, wo er zuerst 1568 in die Dienste des Pfalzgrafen Kasimir in Heidelberg. 1570 als Oberartilleriemeister und Befehlshaber sämtlicher Festungen in die des Kurfürsten von Sachsen trat. 1578 trat er in den Dienst des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg, der ihn zu seinem Geheimrat, General und obersten Artillerie-, Munitions-, Zeug- und Baumeister ernannte. L. verbesserte die Festungswerke in der Mark, legte in Spandau eine Pulvermühle an, hob das Salzwesen und führte zahlreiche Zweige der Industrie zuerst in Berlin ein. Vgl. Korn, Kriegsbaumeister Graf Rochus zu L (Dresd. 1905). Von ihm stammt die in der Oberlausitz ansässige Familie L. ab, von deren älterer gräflichen Linie Graf Hermann Maximilian zu L., geb. 24. April 1825, und von deren jüngerer, seit 1807 fürstlichen Linie Fürst Ernst Georg Hermann, geb. 31. März 1875, das Haupt ist.
 
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Lynchburg (spr. lĭntschbörgh), Stadt im nordamerikan. Staat Virginia, Bahnknotenpunkt, am James und Kanawhakanal, auf steil abfallenden Hügeln malerisch gelegen, hat mehrere höhere Schulen, Waisenhaus, Krankenhaus, große Tabakspeicher und -Fabriken, Gießereien, Kornmühlen und (1900) 18,891 Einw., darunter 8254 Farbige. In der Nachbarschaft befinden sich Eisen- und Kohlenlager. Vgl. auch Lynchjustiz.
 
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Lynchjustiz (engl. lynching, spr. lintsching), die unmittelbar an die Tat sich anschließende, außergesetzliche Bestrafung des Verbrechers durch das Volk (Aufknüpfen an dem nächsten Baum, Hineinwerfen in das angelegte Feuer etc.), findet sich dort, wo die Staatsgewalt noch nicht genügend erstarkt ist, und insbes., wo verschiedene Volksrassen noch unvermischt nebeneinander leben; daher gegenwärtig vor allem in den amerikanischen Südstaaten noch gebräuchlich. Die Art und Weise, wie dort heute die L. geübt wird, fordert die energische Verurteilung aller Gebildeten heraus. Man kann sich unmöglich des Eindrucks entwehren, daß bei den entsetzlichen Scheußlichkeiten und greulichen Martern, die sogar durch weibliche Zuschauer des Lynchings an den unglücklichen Opfern begangen wurden, es sich meist nur um Äußerungen eines elementaren Rassenhasses handelt. Vielleicht gelingt es dem freidenkenden u. unerschrockenen Präsidenten Roosevelt, auch auf diesem Gebiete Wandel zu schaffen, und zwar dadurch, daß er eine Aufhebung der Meyers Kuklux-Clan (s. d.), einer bald nach der Freilassung der Neger gegründeten politischen Geheimverbindung der Weißen zur Niederdrückung der Schwarzen, durchführt, und ebenso alle Ausnahmegesetze

[Bd. 6, Sp. 902]


gegen die Schwarzen, wie das Convict Lease-System, die Jinilrow Car-Gesetze, die Ausnahmebestimmungen im Wahlrecht etc., soweit seine Macht reicht, verschwinden läßt. Das Lynchen soll nach Hardimans »Geschichte von Galway« (1820) seinen Namen einem Bürgermeister von Galway in Irland verdanken, der 1495 seinen Sohn, der einen Mord begangen hatte, mit eigner Hand henkte, da das Volk für den Verurteilten war und der Henker sich weigerte, seines Amtes zu walten. Nach andern soll der Name L. 1792 in Meyers Lynchburg (s. d.) entstanden sein, nach dritten aber von einem gewissen John Lynch herstammen, der gegen das Ende des 16. Jahrh., als die regelmäßige Anwendung der Gesetze keinen genügenden Schutz gegen die Verwüstungen gewährte, die flüchtige Sklaven und Verbrecher in Nordcarolina verübten, von den Bewohnern mit unumschränkter Macht als Gesetzgeber und Richter bekleidet wurde. In der Literatur taucht das Wort L. im J. 1818 auf. Vgl. Cutler, Lynch law. Investigations into history of lynching in United States (Lond. 1905).
 
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Lynden, R. Baron Melvil van, niederländ. Staatsmann, geb. 6. März 1843 in Amsterdam, studierte in Utrecht die Rechte und wurde daselbst Rechtsanwalt, 1887 Mitglied der Ersten Kammer, 1900 Generalsekretär des internationalen Schiedsgerichtshofs im Haag und war 190105 Minister des Auswärtigen.
 
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Lyndhurst (spr. lind-hörst), Dorf und besuchte Sommerfrische in Hampshire (England), inmitten des über 24,000 Hektar großen New Forest, mit dem Queen's House (aus dem 17. Jahrh.), jetzt Sitz des Lords Warden des New Forest, und (1901) 2141 Einw.
 
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Lyndhurst (spr. lind-hörst), John Singleton Copley, Baron, brit. Staatsmann, geb. 21. Mai 1772 zu Boston in Nordamerika, gest. 12. Okt. 1863, siedelte 1775 mit seinen Eltern nach England über, wo der Vater, John Singleton Meyers Copley (s. d.), eines ausgezeichneten Rufes als Porträtmaler genoß, ward 1804 Rechtsanwalt in London und gewann eine ausgedehnte Praxis. 1818 für Yarmouth ins Unterhaus gewählt, machte er sich namentlich durch seine Verteidigung der als Hochverräter angeklagten Radikalen Watson und Thistlewood bekannt. 1819 zum Solicitor general ernannt, mußte er im Oberhaus als Ankläger gegen die Königin Meyers Karoline (s. d. 2) auftreten. 1824 wurde er zum Attorney general befördert, und 1826 erhielt er das hohe richterliche Amt eines Master of the rolls. Als Canning 1827 Premierminister wurde, ward L. zum Lord-Kanzler und unter dem Titel Baron L. zum Peer erhoben; er behielt dies Amt bis zum Sturz Wellingtons (November 1830) und übernahm im Dezember 1830 das Richteramt des Chief Baron. Während des Kampfes um die Parlamentsreform war er einer der bedeutendsten Wortführer der Hochtories. In den beiden Ministerien Peel (November 1834 bis April 1835 und vom August 18411846) war L. wiederum Lord-Kanzler. Seitdem bekleidete er kein Amt mehr, blieb aber trotz seines hohen Alters und seiner Kränklichkeit eins der einflußreichsten Mitglieder der konservativen Partei des Oberhauses. Seine letzte Rede hielt er, beinahe 90 Jahre alt, am 7. Mai 1861. Vgl. Sir Th. Martin, Life of Lord L. (Lond. 1883, 2. Aufl. 1884).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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