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Lymm bis Lymphe (Bd. 6, Sp. 899 bis 900)
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Artikelverweis Lymm (spr. limm), Stadt in Cheshire (England), am Bridgewaterkanal, mit Lateinschule, Gerberei, Barchentweberei und (1901) 4707 Einw.
 
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Lymphabszeß, s. Meyers Abszeß.
 
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Lymphadeuītis (griech.), Lymphdrüsenentzündung.
 
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Lymphadenōm (griech.), Lymphdrüsengeschwulst.
 
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Lymphagoga (griech.), die Absonderung von Lymphe befördernde Mittel.
 
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Lymphangiëktasīe (griech.), Erweiterung der Lymphgefäße, bildet sich aus, sobald der Abfluß der Lymphe aus den Lymphgefäßen behindert ist, sei es durch Entzündung und Thrombosierung der letztern selbst, sei es durch Erkrankung der Lymphdrüsen, sei es durch Aufnahme von Krebszellen, wie man dies bei Magenkrebs an den Lymphgefäßen des Netzes, Bauch- und Zwerchfelles und der Lungenoberfläche beobachtet, sei es endlich durch mechanischen Druck auf die Lymphgefäße durch benachbarte Geschwülste. Man erkennt die L. sicher nur dann, wenn sie oberflächlich ist und die geschlängelten, infolge der Stauung einige Millimeter dicken und an den Klappenstellen aufgetriebenen Lymphgefäße (Lymphvarizen) unter der Haut (z. B. der Oberschenkel, der Leisten-, Hodensack- und Penisgegend) sichtbar sind. Man behandelt die L. durch Anwendung eines gleichmäßigen, dauernden Druckes. Isolierte angeschwollene Lymphgefäße, Lymphknoten oder Lymphgefäßgeschwülste kann man ausschneiden.
 
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Lymphangiōma (griech.), Geschwulst der Lymphgefäße, besteht entweder aus einem Gewirr einzelner meist neugebildeter seiner Lymphgefäße (L. telangiectodes) oder aus größern mit Lymphe gefüllten Hohlräumen (L. cavernosum). In letzterm Falle liegt für die Bildung des L. zuweilen derselbe Grund vor, der zur Lymphangiektasie führt. Das L. ist eine gutartige Geschwulst, findet sich an der Zunge als Makroglossie, sonst aber auch an Lippen, Hals und andern Stellen auf der Haut. Man schneidet es aus, falls es klein und isoliert ist, und entfernt es im andern Falle mit dem Glüheisen oder Galvanokauter.
 
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Lymphangītis (griech.), Entzündung der Lymphgefäßstämme (s. Meyers Lymphgefäße).
 
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Lymphātisch nennt man eine Konstitution, die durch schlaffes, schwammiges Aussehen, blasse, gedunsene Haut, trägen Puls, schwache Atmung und geringe Widerstandsfähigkeit gegen entzündungerregende Schädlichkeiten gekennzeichnet ist.
 
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Lymphdrüsen (Glandeln, Lymphknoten, Glandulae lymphaticae), bei den Wirbeltieren die Erweiterung der Lymphgefäße, in denen Lymphkörperchen (Lymphzellen, weiße Blutkörperchen) gebildet werden. Sie finden sich in einfacher Form in der Schleimhaut des gesamten Darmes (geschlossene Drüsenfollikel, Peyersche Drüsen), ferner bei vielen niedern Wirbeltieren im ganzen Körper verbreitet. Zu größern Gebilden von kompliziertem Bau vereinigt, treten sie bei Säugetieren auf; beim Menschen finden sie sich namentlich in Form von Knötchen und Knoten bis zu 2,5 cm Länge vorn an beiden Seiten des Halses, im obern Teil des Nackens, in der Ellnbeuge und Achselhöhle, an den Lungenwurzeln, vor den Wirbelkörpern des Rückgrats, in dem Darmgekröse (Mesenterialdrüsen), an Leber, Milz etc., in der Leistengegend (Leistendrüsen) und in der Kniehöhle. Sie sind von einer festern bindegewebigen Kapsel k (s. Abbildung) umgeben und bestehen aus einem Netzwerk von Bindegewebe, in dessen Maschen sich die Zellmassen, von denen sich die Lymphkörperchen ablösen, befinden, und das von der Lymphe umspült wird. Letztere tritt durch sogen. zuführende Gefäße ee in die Drüse ein und verläßt sie wieder durch ein abführendes Gefäß a. Blutgefäße sind stets reichlich in den L. verbreitet und bilden dichte Netze von Kapillaren; sie verlaufen besonders in den Räumen hh zwischen den Follikeln der Rinde rr und den bindegewebigen Scheidewänden ss; es findet hier eine Kommunikation zwischen Blut und Lymphe statt. Zu denjenigen Organen, wo Lymphzellen entstehen, gehören auch noch Milz, Thymusdrüse und Mandeln. Die L. erkranken äußerst selten selbständig, sondern meistens nur, wenn mit der Lymphe schädliche Stoffe in sie hineingelangen. Alsdann schwellen sie zunächst durch erhöhte Blutzufuhr und Zellenvermehrung (Hyperplasie) an. So geschwollene L. bezeichnete man früher durchweg als Bubonen. Als Entzündungsreize wirken meist Bakterien und deren Stoffwechselprodukte.

[Bd. 6, Sp. 900]


So sieht man bei Wundinfektion nach Verletzungen der Finger die Achseldrüsen schwellen und häufig in Eiterung übergehen; so schwellen beim Tripper, beim harten und weichen Schanker die Leistendrüsen an und gehen, besonders in letzterm Falle, in Eiterung über; beim Typhus sind die Gekrösdrüsen ebenso geschwollen wie die Peyerschen Drüsen des Darmes selbst, und in allen Fällen lassen sich die spezifischen Bakterien des ersten Krankheitsherdes auch in den L. nachweisen. Durch besonders starke Schwellung und Anfüllung mit den spezifischen Bakterien zeichnen sich die L. bei der Beulenpest aus (s. Meyers Pest). Bei der Skrofulose schwellen die L. und verkäsen, wenn in ihrem Saftbezirk tuberkulöse Prozesse verlaufen, und die käsigen Massen der L. enthalten die Tuberkelbazillen wie jene. Wenn im Lymphbezirk bösartige Geschwülste, namentlich Krebse, wuchern, so vermehren sich die eingeschleppten Geschwulstzellen (vgl. auch Lymphangiektasie) sehr oft in den L. zu neuen Gewächsen (regionäre Infektion). Über die bösartige Geschwulst der L. s. Lymphom. Geben so die L. oft den Anlaß zu erneuter Erkrankung, so stellen sie aber auch gerade infolge ihrer Eigenschaft, zuströmende Krankheitsstoffe festzuhalten, also die zufließenden Säfte gleichsam zu filtrieren, wichtige Schutzapparate für den Körper vor, der dadurch vor mancher Allgemeinerkrankung bewahrt wird. Wie stark die filtrierende Eigenschaft der L. ist, beweist z. B. die Tatsache, daß bei Leuten, die sich tätowieren lassen, der dazu verwendete Zinnober oder die Kohle bis in die der Tätowierung nächstgelegenen L. verschleppt wird und dort ruhig liegen bleibt, während die von diesen Fremdkörpern befreite Lymphe durch die L. in den Körper tritt. So entledigt sich auch die Lunge eines Teiles des in sie eingedrungenen Staubes (Ruß u. a.), indem sie denselben an die Bronchiallymphdrüsen abgibt, die infolgedessen bei Obduktionen auf dem Durchschnitt grau bis schwarz erscheinen können. Vgl. Skrofeln und Tuberkulose.
 
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Lymphe (griech.), schwach gelbliche Flüssigkeit von etwas salzigem Geschmack, einem spezifischen Gewicht von 1,0121,023 und alkalischer Reaktion, die sich in den Lymphgefäßen von den verschiedenen Körperteilen und Körpergegenden her nach dem Herzen hin bewegt und mit dem Venenblut vermischt, kurz bevor dieses in das rechte Herz gelangt. Die L. entsteht aus dem Inhalt der Blutkapillaren durch eine Art von Sekretionsvorgang, gelangt zunächst in die zwischen den Gewebselementen befindlichen Lücken und Spalträume (Saftlücken, Saftkanäle, Lymphspalten, Lymphräume) und liefert den Geweben diejenigen Substanzen, deren sie zu ihrer Ernährung bedürfen; dafür nimmt sie Zersetzungsprodukte aus den Geweben mit sich fort. Sie sammelt sich dann in den feinern Lymphgefäßen, die zu größern zusammenfließen. Durch diese tritt sie wieder in die Blutbahn ein, wo ihre noch brauchbaren Bestandteile aufs neue verwertet werden, während die Zerfallsprodukte schnell zur Ausscheidung gelangen. Wie das Blut enthält auch die L. Formbestandteile: Lymphkörperchen, rote Blutscheiben u. Fetttröpfchen. Die Lymphkörperchen (Lymphzellen, Lymphoidzellen, Chyluskörperchen) sind identisch mit den farblosen Blutkörperchen und werden von der L. in den Lymphknoten, die sie zu passieren hat, aufgenommen. Rote Blutkörperchen sind gar nicht oder nur sehr spärlich, selten in solcher Anzahl vorhanden, daß sie der L. eine mehr oder weniger starke rötliche Färbung erteilen. Sie stammen aus dem Blute. Fetttröpfchen findet man zur Zeit der Fettverdauung in der Darmlymphe oder dem Chylus, sie werden von dort durch den Milchbrustgang dem Blute zugeführt. Nach reichlicher Fettfütterung sind sie hier in solcher Menge vorhanden, daß der Chylus weiß wie Milch erscheint. Die gelösten Bestandteile der L. stimmen mit denen des Blutplasmas überein, doch erscheinen sie in andern Mengenverhältnissen. Bei annähernd gleichem Gehalt an anorganischen Bestandteilen enthält die L. weniger organische Stoffe als das Blutplasma. Wie das Blut, so gerinnt auch die L. kurze Zeit nach ihrer Entleerung. Sie enthält viel Kohlensäure, aber keinen oder nur sehr wenig Sauerstoff. Die Bewegung der L. durch die Gewebe und zum Blut hin geschieht unter unbedeutendem Druck und wird an vielen Stellen allein vom Blutdruck unterhalten. An andern Orten ist die Beziehung zwischen Blut und Lymphgefäßsystem viel weniger innig, und die abgesonderte L. würde ruhig liegen bleiben, wären nicht für ihre Fortschaffung besondere Mechanismen vorhanden. So stellt z. B. der sehnige Teil des Zwerchfells einen Apparat für die Aufsaugung und Fortschaffung der L. aus der Bauchhöhle, eine Art Pumpwerk dar, dessen Triebkraft in den Bewegungen des Zwerchfells gesucht werden muß. Ganz ähnliche Vorrichtungen hat man auch in den die Muskeln einhüllenden sehnigen Häuten und im Brustfell angetroffen. Ein weiteres Moment für die Fortbewegung der L. wird durch die Aspiration des Brustkorbes gegeben, denn der größte Teil des Milchbrustganges liegt innerhalb der Brusthöhle. Auch aktive Zusammenziehungen der Lymphgefäßwände unterstützen die Lymphströmung. Endlich wird auch der Abfluß der L. dadurch erleichtert, daß die Saftlücken und Lymphstämme bei der Kontraktion der Skelettmuskeln zusammengepreßt werden. Da die Lymphgefäße ventilartig wirkende Klappen besitzen, so erfolgt unter dem Einfluß solcher Kompressionen der Abfluß nur in einer bestimmten Richtung, nämlich nach dem Herzen hin. Aus den Gliedmaßen kann die L. überhaupt nur dann regelmäßig fortgeschafft werden, wenn diese aktiv oder passiv bewegt werden. Bei einigen Tieren, besonders bei den Amphibien und einigen Vögeln (z. B. bei den Straußen), kommen bei der Bewegung der L. außerdem noch rhythmisch pulsierende Lymphherzen (vgl. Lymphgefäße) in Betracht. Die Absonderung der L. aus dem Blute kann durch gewisse Mittel beträchtlich gesteigert werden (Lymphagoga). Zu diesen gehört Pepton, Extrakt von Krebsmuskeln u. a. m. Hält der Abfluß der L. nicht Schritt mit ihrer Abscheidung, so entsteht Ansammlung von L. in den Lymphspalten (Odem).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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