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Lycĭa bis Lyda (Bd. 6, Sp. 893 bis 894)
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Artikelverweis Lycĭa, Stadt, s. Meyers Lecce.
 
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Lycīn, s. Betain.
 
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Lycĭum L. (Bocksdorn), Gattung der Solanazeen, oft dornige Sträucher oder kleine Bäume mit rutenförmigen, meist überhängenden Ästen und Zweigen, einfachen, einzeln stehenden, seltener gebüschelten Blättern, in den Blattwinkeln einzeln, gepaart oder doldig zusammengestellten Blüten und kugeliger oder verlängerter, saftiger Beere. Etwa 70 Arten in den gemäßigten und warmen Klimaten, meist in Südamerika und Südafrika. L. halimifolium L. (gemeiner Bocksdorn, Hexen- oder Teufelszwirn), ein mehr oder weniger dorniger chinesischer Strauch mit überhängenden Ästen, größtenteils lanzettlichen, graugrünen Blättern, zu 14 stehenden, hell lilafarbigen, dunkel geäderten Blüten und länglichen orangeroten Beeren, blüht fast den ganzen Sommer hindurch und wird bei uns häufig (gewöhnlich unter dem Namen L. barbarum) zu Hecken benutzt, ist aber dazu kaum recht empfehlenswert. L. barbarum L., ein 310 m hoher Strauch mit sein behaarten oder kahlen, häufig dornigen, überhängenden Zweigen, lanzettlichen Blättern und weißlichen Blüten, wächst von Kleinasien bis Persien und Afghanistan und hält unsern Winter selbst unter einer Decke nicht aus. L. europaeum L. (dorniger Jasmin), dem vorigen ähnlich, mit rötlichen oder violetten Blüten, wächst in den Mittelmeerländern und auf den Kanarischen Inseln und ist bei uns empfindlich. L. afrum L. mit purpurnen Blüten in Spanien, Südfrankreich, Palästina, Nordafrika, Kapland, wird am Kap zu Schutzhecken für weidendes Vieh benutzt (Kafferndorn).
 
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Lyck (Lyk), Kreisstadt im preuß. Regbez. Allenstein, am gleichnamigen See und Fluß, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Königsberg-Prostken und Allenstein-Insterburg, Hauptstadt des Masurenlandes, 136 m ü. M., hat eine gotische evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, ein altes Ordensschloß (auf einer Insel im See, 1273 erbaut), Denkmal des Generals v. Günther, Gymnasium, Schullehrerseminar, Präparandenanstalt, Landgericht, Oberförsterei, Spezialkommission, Reichsbanknebenstelle, den Stab der 73. Infanteriebrigade, Maschinen-, Möbel- und Zementwarenfabrikation, Dampfziegeleien, Dampfsägemühlen, Knochen- und Ölmühle, Bierbrauerei, Getreide- und Viehhandel und (1900) mit der Garnison (ein Infanterieregiment Nr. 147 und ein Dragonerregiment Nr. 11) 11,386 Einw., davon 534 Katholiken u. 189 Juden. Zum Landgerichtsbezirk L. gehören die zehn Amtsgerichte zu Angerburg, Arys, Bialla, Johannisburg, Lötzen, L., Marggrabowa, Nikolaiken, Rhein und Sensburg. L. wurde 1435 gegründet.
 
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Lycopérdon L. (Flockenstreuling, Bovist), Pilzgattung aus der Ordnung der Gastromyzeten, mit großer, bauchiger, abgerundeter, gestielter oder fast stielloser, lederartiger Peridie, im Innern mit einem anfangs weißen Fleisch, das zur Reifezeit in eine dunkle, staubige Masse, die Sporen und das Kapillitium (s. Meyers Pilze), sich verwandelt; die Peridie besteht ursprünglich aus einer doppelten Hülle, die innere bildet eine papierartige Haut, die äußere trägt Schuppen oder Warzen (Unterschied von Bovista); zuletzt öffnet sich die Peridie unregelmäßig an der Spitze und verschwindet von hier aus mehr oder weniger, worauf die staubige Sporenmasse ausfliegt. L. bovista L. (Gemeiner Flockenstreuling, Boviststäubling, Riesenbovist), bis zu 60 cm im Durchmesser, im Sommer und Herbst auf Wiesen und grasigen Triften, ist in der frühesten Jugend, besonders gebraten, sehr schmackhaft und diente früher im Alter als blutstillendes Mittel. L. caelatum Bull, (Hafenstäubling) wird wie der vorige benutzt.
 
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Lycopersĭcum Mill. (Liebesapfel), Gruppe der Solanazeengattung Solanum, einjährige oder ausdauernde Kräuter oder Sträucher, mit unterbrochen unpaarig fiederteiligen Blättern, seitenständigen Blüten und meist gelben oder roten, vielsamigen Beeren. Von den etwa zehn in Südamerika heimischen Arten wird L. esculentum Mill. (Solanum L. L., Tomate, Paradies-, Goldapfel, s. Tafel Meyers »Gemüsepflanzen III«, Fig. 2 u. 3) 100125 cm hoch, hat übelriechende, behaarte Blätter, gelbe, traubenständige Blüten und große, glänzende, kugelrunde oder plattkugelförmige, eirunde, birnförmige, rote, gelbrote, gelbe oder weiße, ebene oder flach gefurchte Früchte. Diese einjährige Pflanze wird in vielen Varietäten in Indien, Süd- und Mitteleuropa, auch in Deutschland wegen der wohlschmeckenden und zuträglichen Frucht, die in der Küche vielfache Verwendung findet, angebaut. In der Gegend von Neapel und Rom sieht man ganze Felder mit dieser Frucht bepflanzt. Den Namen Liebesapfel verdankt die Frucht dem Glauben, daß sie zärtliche Gefühle erwecke.
 
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Lycopodĭales, s. Lykopodinen.
 
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Lycopodĭum L. (Bärlapp). Gattung der Lykopodiazeen (s. d.). L. clavatum L. (Kolbenbärlapp, Schlangenmoos, Drudenkraut, Gürtelkraut, Johannisgürtel, Unruhe, Abbildung s. Lykopodiazeen), mit weitkriechendem, ringsum dicht beblättertem, auf der Bauchseite wurzeltragendem Stengel, aufrecht abstehenden, in eine Borste auslaufenden Blättern und aufrechten, fruchttragenden Ästen, die 28 gestielte, 36 cm lange Ähren mit trockenhäutigen, haarspitzigen, am Rande gezähnelten Tragblättern tragen, ist nicht selten auf Heiden, in Nadelwäldern, an sonnigen Hügeln in ganz Europa, Asien und Amerika. Die Sporen bilden das Hexenmehl (Drudenmehl, Moos-, Blitz- oder Streupulver, Bärlappsamen, Semen Lycopodii), ein sehr leichtes, zartes, blaßgelbes, geruch- und fast geschmackloses, durch Wasser nicht benetzbares Pulver. Mikroskopisch ist die Echtheit an der kugeltetraedrischen Form der Sporen, den drei Leisten und deren netzartiger Außenhaut leicht zu erkennen. Es dient zum Bestreuen der Pillen, zum Betupfen wunder Stellen bei Säuglingen, zur Darstellung der Lichtenbergschen elektrischen Figuren und der Chladnischen Klangfiguren sowie als Blitzpulver auf Theatern. Früher nagelte man das Kraut gegen Hexen an Stalltüren, hing es, zu einem Kranz geflochten, als »Unruhe« in Schlafkammern auf oder trug es auch als Gürtel um den Leib. Andre einheimische Bärlapparten (wie L. complanatum L. und L. alpinum

[Bd. 6, Sp. 894]


L.) tragen an den Hauptästen lanzettliche Blätter in spiraliger Stellung, an den Nebenästen paarweise zu zweigliederigen Quirlen verbundene Blätter. Bei L. Selago L, stehen die Sporangien in den Achseln gewöhnlicher Laubblätter.
 
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Lycosa, s. Meyers Tarantel.
 
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Lycosaurus, s. Meyers Theromorpha.
 
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Lyda, s. Meyers Blattwespen, S. 34.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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