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Luzerner Alpen bis Luzŭla (Bd. 6, Sp. 890 bis 891)
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Artikelverweis Luzerner Alpen, s. Meyers Emmentaler Alpen.
 
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Luzerner Hammer, besonders im 14. Jahrh. beliebte Stangenwaffe, in der sich der Streithammer (Hakenhammer) mit dem Spieß verbindet, wobei die einzelnen Teile in ganz verschiedener Länge vorkommen, s. die Abbildungen.
 
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Luzīd (lat.), licht, hell; Luzidität, Helle, Helligkeit.
 
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Luzĭfer, s. Lucifer.
 
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Luzīn, s. Meyers Kleber.
 
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Luzin, Stadt, s. Meyers Ljuzin.
 
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Luzisteig (Sankt Luzisteig, fälschlich Luziensteig), fahrbahrer Paß der Graubündner Alpen 719 m ü. M., führt von Mayenfeld (526 m) zwischen dem

[Bd. 6, Sp. 891]


Falknis und dem schroff zum Rhein abstürzenden Fläscher Berg hindurch nach Balzers in Liechtenstein (506 m). Er hat eidgenössische Festungswerke, die quer über das Paßtal laufen, einerseits hinauf am Falknis, anderseits bis zu den Blockhäusern auf der Höhe des Fläscher Bergs.
 
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Luzk (poln. Luck), Kreisstadt im russ. Gouv. Wolhynien, am Styr und einem Zweig der Südwestbahnen, hat ein Schloß (aus dem 16. Jahrhundert), 3 griechisch-katholische und 2 römisch-kath. Kirchen, 2 Nonnenklöster, 2 Synagogen (darunter eine karaïtische), ein kath. Seminar und (1900) 17,701 Einw., die bedeutenden Getreidehandel treiben. L. ist Sitz eines römisch-katholischen Bischofs. Im Kreis befinden sich acht große deutsche Kolonien. L. wird zuerst im 11. Jahrh. als Hauptstadt eines selbständigen Fürstentums erwähnt und fiel 1791 an Rußland.
 
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Luzo (Luso), Badeort in Portugal, s. Meyers Bussaco.
 
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Luzon, die größte und wichtigste Insel der Philippinen (s. Karte »Hinterindien«), zwischen 121/2-19° nördl. Br. und 120°20´-124° östl. L., mit den Küsteninseln 108,882 qkm mit (1899) 3,708,350 Einw. Die Insel besteht aus einem großen nördlichen geschlossenen Teil, der sich von N. nach S. erstreckt, und einem viel kleinern, vielfach zerrissenen (Camarines), dessen Richtung nach SO. geht. Unter den zahlreichen tiefen Buchten sind namentlich die von Lingayen und von Manila an der Westküste, die von Ragay im S. und die von Albay und Lagonoy im SO. zu nennen. Zwei granitische Ketten, die Cordillera del Norte (Tonglon 2260, Pagsan 2234 m) und die niedrigere Sierra Madre mit dem Vulkan Cagua (1200 m), schließen im Streichen von N. nach S. eine vom Cagayan durchflossene Alluvialebene ein; der Süden und Camarines sind vulkanisch, doch sind die meisten Kegel erloschen. Hier erheben sich der noch tätige Taal (2250 m), auf der Halbinsel Camarines der Labo (1552 m), Isarog (1970 m), der noch tätige Mayou (2700 m) und der Bulusan (1624 m). Die Bewässerung ist sehr reich; von den Flüssen sind zu nennen der Pasig, Abfluß der Lagoa de Bay, der Pampanga und der Cagayan mit dem Magat und Chico. Die Grundlage von L. bildet ein Komplex von kristallinischen Schiefern (Gneis, Chloritschiefer, Hornblendeschiefer etc.), die vielfach von erzführenden Quarzgängen durchsetzt sind. So findet sich bei Mombulao (Camarines Norte) sehr reichlich Gold; bei Labo und Paracali früher auch Bleiglanz, Blende, Kupferkies und Rotbleierz. Vulkanische Gesteine, hauptsächlich Dolerit, Andesit und Trachyt sowie deren Tuffe bedecken in großer Ausdehnung das ältere Gebirge. Von den zahlreichen Vulkanen ist der Mayon oder Vulkan von Albay durch wiederholte verheerende Eruptionen (zuletzt 1897) besonders bemerkenswert (vgl. Philippinen). Eins der eigentümlichsten Naturbilder gewährt die Laguna encantada (»verzauberter See«), ein Kratersee in der Nähe von Manila. Das Klima ist heiß und feucht (Regenzeit Juni bis Oktober); es herrschen Fieber und Cholera, und Zyklone haben wiederholt Städte und Dörfer zerstört. Die Flora ist überaus üppig; reißende wilde Tiere gibt es nicht. Näheres s. Philippinen. Von Mineralien sind in großer Menge Eisen- und Kupfererze, Schwefel und Kohle gefunden worden. Die Bevölkerung besteht aus drei verschiedenen Bestandteilen, die in drei konzentrischen Zonen die Insel bewohnen. Die Urbevölkerung, die Negrito, wurde durch zwei malaiische Einfälle in die innern Berggegenden zurückgedrängt und dort von den Malaien der ersten Invasion (Tingianen, Igorroten, Ginanen, Calinga u. a.) so aufgesogen, daß sie nur noch Stammesinseln bildet. Die Malaien der zweiten Invasion (Tagalen, Visaya u. a.) bewohnen die Küstengebiete, neben ihnen Chinesen, Spanier und Mischlinge. Hauptstadt ist Manila (s. d.). Vgl. Drasche, Fragmente zu einer Geologie der Insel L. (Wien 1878); Marche, Lucon et Palaouan; six années de voyages aux Philippines (Par. 1887); J. Coronas, La erupción del volcán Mayon (Manila 1898); Karten von Almonte und Muriel in 1: 400,000 (Madr. 1886); in 1: 560,000 (Washingt. 1901 ff.).
 
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Luzŭla DC. (Hainbinse, Hainsimse), Gattung der Junkazeen, grasartige Stauden mit geschlossenen Blattscheiden und flachen, seltener rinnigen Blättern mit langen weißen, rechts gedrehten Randhaaren. Der Blütenstand ist doldenähnlich, trugdoldig oder rispig, die stets mit Vorblättern versehenen Blüten stehen einzeln, in kleinen Gruppen, Köpfen oder Ähren. Sehr veränderliche, zum Teil nur künstlich in (etwa 38) Arten zu gliedernde Pflanzen, meist in der nördlichen gemäßigten Zone; einige deutsche Arten gelten als gute Futterpflanzen. L. pilosa Willd. wächst in Hainen und Wäldern durch ganz Europa; die Wurzel wird in Livland gegen Steinbeschwerden angewendet. L. campestris Desv., auf Feldern und Weiden in Europa und Nordamerika, auch in Neuholland, ist ein Frühlingsfutter für die Schafe. Die süßlich schmeckenden Blütenköpfchen und Samen werden unter dem Namen Hasenbrot von den Kindern gegessen.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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