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Lutte bis Lüttich (Bd. 6, Sp. 877 bis 878)
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Artikelverweis Lutte, in Bergwerken eine Röhre aus Brettern oder Blech zur Zu- oder Abführung von reiner, bez. verdorbener Luft oder zur Ableitung von Wasser (Wetter- und Wasserlutte).
 
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Luttenberg (slowen. Ljutomer), Marktflecken in Steiermark, nahe der ungar. Grenze, an der Stainz (Zufluß der Mur) und der Südbahnlinie Spielfeld-L. gelegen, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat ausgezeichneten Weinbau, Pferdezucht, Dampfmühle, Sägewerk, Ziegelei, Gerberei und (1900) 1258 slowenische und deutsche Einwohner.
 
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Lutter (Läuter, Lauer), noch nicht rektifizierter, spiritusarmer Branntwein; s. Meyers Lutterprober und Spiritus.
 
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Lutter am Varenberg, Flecken im braunschweig. Kreis Gandersheim, an der Staatsbahnlinie Soest-Börßum, hat eine gotische evang. Kirche, Amtsgericht, große Sandsteinbrüche und (1900) 1753 evang. Einwohner. Die Burg L. verpfändete Heinrich von Grubenhagen 1322 an das Hochstift Hildesheim, das zu Anfang des 17. Jahrh. dem Herzog Christian von Lüneburg die Einlösung verweigerte. 1649 ward das Amt L. Braunschweig-Wolfenbüttel zugesprochen. Hier schlug im Dreißigjährigen Kriege Tilly 27. Aug. 1626 den König Christian IV. von Dänemark. Vgl.

[Bd. 6, Sp. 878]


Lichtenstein, Die Schlacht bei L. (Braunschw. 1850, mit Vorsicht zu benutzen); Schäfer, Die Schlacht bei L. am Barenberge 1626 (in den »Neuen Heidelberger Jahrbüchern«, Bd. 10, 1900).
 
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Lutterbach, Dorf im deutschen Bezirk Oberelsaß, Kreis und Kanton Mülhausen i. E., an der Doller, Knotenpunkt der Eisenbahnen Straßburg-Basel, Mülhausen-Wesserling und L.-Mülhausen-Nord-Nixheim, hat eine kath. Kirche, eine ehemalige Priorei, Fabrikation pharmazeutischer Produkte und Farben, Bierbrauerei und (1900) 2513 Einw. In der Nähe das Dorf Meyers Pfastatt (s. d.) und das Trappistenkloster Ölenberg; vgl. Ruff, Die Trappistenabtei Ölenberg und der reformierte Cistercienserorden (Freiburg 1898).
 
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Lutterberg, Dorf im preuß. Regbez. Hildesheim, Kreis Münden, hat eine evang. Kirche, 570 Einw. und ist bekannt durch ein Treffen im Siebenjährigen Krieg, 23. Juli 1762, in dem die preußischen Alliierten unter Ferdinand von Braunschweig die Sachsen unter Prinz Xaver schlugen.
 
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Lutteroth, Ascan, Maler, geb. 5. Okt. 1842 in Hamburg, bildete sich von 186164 bei Calame in Genf und dann bis 1867 bei O. Achenbach in Düsseldorf zum Landschaftsmaler aus. Während eines dreijährigen Aufenthalts in Italien, besonders in Rom, machte er umfassende Studien, die er auf spätern häufigen Reisen noch erweiterte. 1871 ließ er sich in Berlin nieder, und 1877 nahm er seinen Wohnsitz in Hamburg. Unter der großen Zahl seiner italienischen Landschaften, die an Pracht des Kolorits, an effektvoller Beleuchtung und an Poesie des Stimmungszaubers mit denen O. Achenbachs wetteifern, sind die hervorragendsten: Frühling in der Villa Albani bei Rom, Sommer an der Riviera, Herbst bei Neapel, Winter in der Campagna, der Nemisee, Abend am Mittelmeer (1886, in der Nationalgalerie zu Berlin), römische Villa (im Rudolfinum zu Prag), Villa Conti bei Frascati, am Golf von Genua (1891), Schirokko an der Riviera, die Faraglioni bei Capri und Morgen bei Bordighera (1894). Das Museum in Leipzig besitzt von ihm eine Ansicht des Ostgipfels des Kilimandscharo (1889). L. hat auch schweizerische Landschaften und in neuerer Zeit auch Partien aus Holstein, besonders vom Kellersee, aus den Elbmarschen, vom Dollart und aus Algier und Tunis in Öl und Aquarell gemalt, die sich durch seine koloristische Behandlung der Licht- und Luftstimmungen auszeichnen.
 
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Lutterprober, Alkoholometer für spiritusarme Flüssigkeiten, dienen namentlich zur Überwachung der Apparate, in denen jene vollständig entgeistet werden sollen.
 
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Lutterworth (spr. lötterwörth), Marktflecken in Leicestershire (England), mit einer schönen gotischen Kirche, an welcher der Reformator Wiclif als Geistlicher wirkte, und (1901) 1734 Einw. Obelisk, 1896 zu Ehren Wiclifs errichtet.
 
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Lutti, Francesca, ital. Dichterin, geb. 1831 zu Campo im Gebiet von Trient, gest. 6. Nov. 1878 in Brescia, Tochter des Cavaliere Vincenzo L., ehemaligen Kapitäns in der Ehrengarde Napoleons I., verdankte ihre poetische Ausbildung dem Dichter Andrea Maffei und gehörte mit Giovannina Milli und Erminia Fua-Fusinato zu den hervorragendsten dichtenden Frauen Italiens. Von den drei poetischen Erzählungen: »Giovanni«, »Rosa e Stella« (1859) und »Maria« (1858) ist die erste die bedeutendste. Nicht sehr erheblich war der Erfolg einer kleinen lyrischen Sammlung (mit jenen gesammelt in »Novelle e liriche«, Flor. 1862, 2. Aufl. 1878). Aber einen Triumph feierte die Dichterin mit ihrem »Alberto« (1867), einer Erzählung in Stanzen mit einem Vorwort Maffeis.
 
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Lüttich, belg. Provinz, wird im O. von Rheinpreußen, im N. von Belgisch- und Niederländisch-Limburg, im W. von Brabant und Namur, im S. von Luxemburg begrenzt und hat 2894,73 qkm (52,6 QM.) Flächeninhalt. Das Land wird im S. und O. von Ausläufern der Ardennen erfüllt, die ein waldreiches, aber wenig fruchtbares, hügeliges Plateau (bis 689 m) bilden. Die Bevölkerung betrug 1904: 863,254 Seelen (298 auf 1 qkm, meist Wallonen). Die Provinz hat L. zur Hauptstadt (s. Karte »Belgien«). Das im 4. Jahrh. gegründete Bistum L., dessen Sitz (Tongern) Ende des 6. Jahrh. nach Maastricht, 720 nach L. verlegt ward, und dessen Bischöfe seit dem 14. Jahrh. deutsche Reichsfürsten waren, stand unter dem Erzstift Köln und gehörte bis 1794 zum westfälischen Kreis. Es umfaßte die Stadt L. (s. d.), die Grafschaften Looz und Hoorn, die Landschaften Campine, Hasbengau und Condroz, das Land zwischen Sambre und Maas, das Marquisat Franchimont und das Herzogtum Bouillon. 1794 von den Franzosen besetzt, bildete es einen Teil des Departements der Ourthe, kam durch Beschluß des Wiener Kongresses und einen besondern Vertrag vom 23. März 1815 mit etwas veränderten Grenzen an die Vereinigten Niederlande, riß sich aber 1830 los und gehört seitdem zu Belgien. Vgl. Polain, Histoire de l'ancien pays de Liège (Lütt. 184447, 2 Bde.); Wohlwill, Die Anfänge der landständischen Verfassung im Bistum L. (Leipz. 1867); Daris, Histoire de l'évêché et de la principauté de Liège (Lütt. 186890, 10 Bde.); Hénaux, Histoire du pays de Liège (3. Aufl. 18721874, 2 Bde.); de Ryckel, Les communes de la province de Liège. Notices historiques (1892); Demarteau, Liège et les principautés ecclésiastiques de l'Allemagne occidentale (1900).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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