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Lutation bis Luthardt (Bd. 6, Sp. 869)
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Artikelverweis Lutation (neulat., v. lat. lutum, Kitt), Verklebung, Verkittung.
 
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Lutatĭus, Familienname eines altrömischen, wahrscheinlich plebejischen Geschlechts, s. Catulus.
 
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Lutchen (Lutki), Leutchen, besonders in der Mark Brandenburg gebrauchte Volksbezeichnung für die meist in der Erde wohnend gedachten »kleinen Leute« oder Zwerge; daher Lutchenberge (vorgeschichtliche Gräber), Lutchentöpfe (Begräbnisurnen) etc.
 
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Luteïn, der gelbe Farbstoff des Eidotters, des Blutplasmas, Blutserums, der mit dem Farbstoff der Maiskörner, mancher Blüten und Staubfäden identisch sein soll.
 
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Luteolīn C15H10O6, Farbstoff des Waus (Reseda luteola), scheidet sich aus dessen konzentriertem alkoholischem Auszug aus, bildet kleine gelbe, seidenglänzende Kristalle mit 2H2O, ist geruchlos, schmeckt schwach bitter, herb, löst sich sehr schwer in Wasser, leicht in Alkohol und Äther, schmilzt bei 320° unter teilweiser Zersetzung, verbindet sich mit Basen und gibt beim Schmelzen mit Kalihydrat Phloroglucin und Protokatechusäure.
 
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Lutēro, Giovanni di Niccolò, s. Meyers Dosso Dossi.
 
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Lutetĭa Parisĭorum (richtig Lutecia), Stadt, s. Meyers Paris (Geschichte).
 
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Lutétienne (franz., spr. lüteßjénn'), roter Teerfarbstoff, s. Meyers Fluoreszeïn.
 
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Lutēva, s. Meyers Lodève.
 
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Lütgendortmund, Dorf im preuß. Regbez. Arnsberg, Landkreis Dortmund, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Ruhrort-Holzwickede und L.-Rangierbahnhof Dortmund, hat eine evang. und eine kath. Kirche, Steinkohlenbergbau, Ziegelbrennerei, mechanische Tischlerei, ein Sägewerk und (1900) 11,696 Einw.
 
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Luthardt, Christoph Ernst, luther. Theolog, geb. 22. März 1823 zu Maroldsweisach in Unterfranken, gest. 21. Sept. 1902, studierte in Erlangen Theologie, ward 1847 Gymnasiallehrer in München, 1851 Privatdozent in Erlangen, 1854 außerordentlicher Professor in Marburg und 1856 ordentlicher Professor der Theologie in Leipzig, wo er 1865 den Titel eines Konsistorialrats und 1887 den eines Geheimen Kirchenrats erhielt. Luthardts Bedeutung liegt mehr auf dem Gebiet der Kirchenpolitik als dem der Wissenschaft. Von Haus aus versöhnlich gerichtet, ging er auf den in Sachsen durch Rudelbach und Harleß erweckten lutherischen Konfessionalismus ein und brachte ihn in der sächsischen Landeskirche wenigstens äußerlich zur Herrschaft. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: »Das Johanneische Evangelium« (Nürnb 185253; 2. Aufl. 187576, 2 Bde.); »Die Lehre von den letzten Dingen« (Leipz. 1861, 3. Aufl. 1885); »Die Lehre vom freien Willen« (1863); »Kompendium der Dogmatik« (1865, 10. Aufl. 1900); »Die Ethik Luthers in ihren Grundzügen« (1867, 2. Aufl. 1875); »Der Johanneische Ursprung des vierten Evangeliums« (1874); »Gesammelte Vorträge verschiedenen Inhalts« (1876); »Die Ethik des Aristoteles« (1876); »Kompendium der theologischen Ethik« (1896, 2. Aufl. 1898); »Die antike Ethik« (1887); »Geschichte der christlichen Ethik« (188893, 2 Bde.); »Zur Einführung in das akademische Leben und Studium der Theologen« (1892); »Die christliche Glaubenslehre, gemeinverständlich dargestellt« (1898); »Die vier Evangelien verdeutscht und gemeinverständlich ausgelegt« (1899, 4 Tle.), sämtlich in Leipzig erschienen; die Kommentare zum Johannesevangelium und der Apostelgeschichte, zum Römerbrief und den drei Johanneischen Briefen (mit Zöckler, Nördling. 1886, 1887 u. 1888; 2. Aufl., Münch. 189495) und zwölf Predigtsammlungen. Unter dem Gesamttitel »Apologie des Christentums« vereinigte er 4 Bände: »Apologetische Vorträge über die Grundwahrheiten des Christentums« (Leipz. 1864, 14. Aufl. 1896), »Über die Heilswahrheiten des Christentums« (7. Aufl., das. 1901), »itber die Moral des Christentums« (7. Aufl., das. 1898) und »Die modernen Weltanschauungen und ihre praktischen Konsequenzen« (3. Aufl., das. 1891). Seit 1868 (bis 1880) gab er in Leipzig die von ihm begründete »Allgemeine lutherische Kirchenzeitung« und seit 1880 das »Theologische Literaturblatt« heraus. Vgl. seine »Erinnerungen aus vergangenen Tagen« (Leipz. 1889, 2. Aufl. 1891) u. J. Kunze, D. Christian Ernst L. (das. 1903).

[Bd. 6, Sp. 870]


 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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