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Lustfeuerwerkerei bis Lüstrine (Bd. 6, Sp. 868 bis 869)
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Artikelverweis Lustfeuerwerkerei, s. Meyers Feuerwerkerei.
 
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Lustgas, soviel wie Stickstoffoxydul.
 
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Lustige Person, ständige Figur der Komödie, die, bereits in dem Parasiten der antiken Bühne vorgebildet, besonders seit dem 16. und 17. Jahrh. zu großer Beliebtheit gelangte, so daß sie zeitweilig selbst im ernsten Drama, wo sie den tragischen Helden parodierte, ungern entbehrt wurde. Sie ist verschiedenen Ursprungs, und es läßt sich für ihre abweichenden Erscheinungsformen nicht immer die Verbindung durch die literarische Überlieferung nachweisen; der Wunsch des Publikums nach burlesker Erheiterung machte sich an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten selbständig geltend. Häufig wird aber die l. P., in welcher der Charakter des Parasiten immer wieder durchschlägt, nach ihrem Lieblingsgericht bezeichnet, wodurch sich die Namen Jean Potage, John Bouset (nach einem süßen würzigen Getränk), Pickelhering, Hanswurst u. a. erklären. S. Meyers Hanswurst u. Harlekin.
 
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Lustiger Rat, soviel wie Hofnarr.
 
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Lustige Sieben, Hasardspiel mit 2 Würfeln und einer Tafel nachstehender Gestalt: die Pointeure setzen auf beliebige Zahlen und der Bankhalter läßt die Würfel rollen. Fallen 7 Augen, dann zahlt er den etwa auf 7 stehenden Satz dreifach aus und zieht alle andern ein. Fällt eine andre Zahl Augen, z. B. 6, dann gewinnt der Satz auf 6 doppelt und der auf 2, 4, 9, 11 einfach, während 7, 3, 5, 8, 10, 12 verlieren.

Da bei 2 Würfeln die Summe der Augen am häufigsten 68 beträgt, werden diese Nummern auch zumeist belegt.
 
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Lustmord bedeutet im engsten und eigentlichsten Sinne diejenigen Fälle vorsätzlicher Tötung, in denen der Täter nur durch die Tötung und Verstümmelung des Opfers (an den Geschlechtsteilen, den Brüsten etc.) volle Befriedigung des Geschlechtstriebes findet (vgl. Sadismus). Man bezeichnet aber als L. weiter auch noch diejenigen Fälle, in denen der Täter das Opfer nach vollzogener Vergewaltigung oder infolge plötzlich ausbrechender tierischer Wut, oder um den Widerstand zu brechen, oder um den Hauptzeugen der Tat zu beseitigen, ums Leben bringt. Hier pflegen die typischen, schon von P. J. Anselm Feuerbach beschriebenen Verletzungen zu fehlen.
 
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Lustration, bei den Römern Bezeichnung der feierlichen Reinigungen und Sühnungen, die einen wichtigen Teil ihres religiösen Kultus ausmachten, aber auch sonst bei verunreinigenden Veranlassungen, wie Blutvergießen, Wochenbett, Berührung eines Toten etc., nötig waren. Vgl. Lustrum.

[Bd. 6, Sp. 869]



 
Artikelverweis Lustre (franz., spr. lüstr'), Glanz, Schimmer (vgl. Lüster); großer Kronleuchter.
 
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Lüstrieren (franz.), Appreturverfahren, das Garnfäden oder Geweben eine glatte, glänzende Oberfläche durch Tränken mit schwach klebenden Flüssigkeiten (am geeignetsten Dextrin- oder Gummilösung oder dünner Stärkekleister mit und ohne Seife) und durch nachherige streichende Behandlung mit Bürsten (Lüstriermaschine) verleiht.
 
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Lüstriermaschine, s. Meyers Färberei, S. 322.
 
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Lüstrine (franz.), leichter Seidenstoff, auch ein glänzend appretierter Baumwollenfutterstoff mit 30 Ketten- und 27 Schußfäden auf 1 cm aus Garnen Nr. 2830 engl.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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