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Lünenburg bis Lungenatelektasīe (Bd. 6, Sp. 846 bis 848)
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Artikelverweis Lünenburg, Stadt in der kanad. Provinz Neuschottland, an der Mahonebai, 1753 von Deutschen gegründet, hat Fischerei, Seehandel und (1901) 2916 Einw. (darunter zahlreiche Deutsche).
 
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Lüner See, s. Scesaplana.
 
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Lünette (franz. lunette), Augen-, Fernglas, in der Mehrzahl (lunettes) soviel wie Brille. In der Baukunst ein bogenförmig begrenztes Feld unter einer Stichkappe, über einem Fenster oder einer Tür etc., das gewöhnlicht bemalt wird. Im Befestigungswesen ein aus zwei Facen und zwei Flanken bestehendes Werk (s. Figur), in der permanenten wie in der Feldbefestigung verwandt (vgl. Tafel Meyers »Festungsbau III«, Fig. 16).

Auch ein Lager auf der Drehbank für lange Gegenstände, die Scheuklappe der Pferde und bei Uhren der zur Fassung des Uhrglases dienende Ring heißt L.
 
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Lunéville (spr. lünewil'), Arrondissementshauptstadt im franz. Depart. Meurthe-et-Moselle, 234 m ü. M., an der Meurthe, die hier die Vezouse aufnimmt, Knotenpunkt der Ostbahn, hat eine schöne Kirche, St.-Jacques (18. Jahrh.), ein großes Schloß der letzten Herzoge von Lothringen (gegenwärtig Kaserne) mit schönem Park (jetzt öffentliche Anlage), ein Stadthaus, ein Kriegerdenkmal (1870), eine Statue des Bischofs Grégoire, ein Collège, eine Bibliothek, ein Museum, eine Ackerbaukammer, Fabrikation von Handschuhen, Strumpfwaren, Geweben, Stickereien, Nähzwirn und Tonwaren, Bierbrauerei, Handel mit Getreide, Wein, Tabak und (1901) 22,294 (als Gemeinde 23,269) Einw. L. bestand als Hauptort einer Grafschaft schon im 10. Jahrh. und fiel 1344 an das Herzogtum Lothringen. Als der frühere König von Polen, Stanislaus Leszczinski, 1735 zum Besitz von Lothringen gelangte, wählte er L. zu seiner Residenz. Geschichtlich denkwürdig wurde die Stadt durch den Lüneviller Frieden, der daselbst 9. Febr. 1801 zwischen dem Deutschen Reich und der französischen Republik auf der Grundlage des Friedens von Campo Formio abgeschlossen wurde. Hiernach wurden Belgien und das linke Rheinufer an Frankreich, Mailand und Mantua an die Zisalpinische Republik, Venedig und dessen Gebiet bis an die Etsch, Istrien und Dalmatien mit Cattaro an Österreich abgetreten. Für den Verlust ihrer Besitzungen auf dem linken Rheinufer sollten die betreffenden deutschen Reichsfürsten durch Säkularisation der geistlichen Stifter und Mediatisation der Reichsstädte entschädigt werden. Vgl. Baumont, Histoire de L. (Lunéville 1900).
 
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Lungau, Alpenlandschaft in Salzburg, umfaßt das Gebiet der obern Mur (Bezirksh. Tamsweg) und steht mit dem übrigen Salzburg durch die über den Radstädter Tauern (1738 m) führende Straße, mit Steiermark durch die Murtalbahn Unzmarkt-Mauterndorf in Verbindung. Die Bewohner betreiben hauptsächlich Viehzucht. S. Karte »Salzburg«.
 
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Lung disease (engl., spr. löng dĭs-īs', »Lungenkrankheit«), s. Meyers White scour.
 
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Lunge (Pulmo), das Organ zur Luftatmung bei den Wirbeltieren. (Über die Lungen bei niedern Tieren s. Meyers Atmung, S. 53.) Sie entsteht beim Embryo aus einer unpaaren Ausbuchtung des Vorderdarms, die allmählich in zwei Lappen auswächst und mit dem Anfang des Darmes durch einen anfänglich kurzen, später sich verlängernden Kanal (Luftröhre) in Verbindung bleibt. Bei den Fischen wird sie durch die Meyers Schwimmblase (s. d.) vertreten, die bei den Lungenfischen auch zum Atmen dient. Eine echte L. findet sich erst bei den Amphibien, und zwar zumal bei den Larven noch im Verein mit Kiemen. Hier besteht sie ähnlich wie bei den Lurchfischen aus zwei einfachen, durch die Luftröhre mit Luft ansüllbaren Säcken, in deren Wandung sich zuführende Gefäße (Lungenarterien) für das der Atmung bedürftige Blut und abführende (Lungenvenen) für das mit Sauerstoff versehene Blut verzweigen. Zur Vergrößerung der Oberfläche dieser Säcke springen auf der Innenseite netzförmig angeordnete Falten vor. Bei vielen Reptilien zerfällt die L. in zahlreiche Abschnitte, von denen jeder durch einen Zweig der Luftröhre versorgt wird. Bei den Säugetieren ist diese Teilung in Lappen und Läppchen außerordentlich weit gediehen. Bei den Vögeln verlängern sich die Lungen weit in den Körper zwischen die Eingeweide hinein, haben aber an diesen Stellen eine sehr dünne Wand und dienen als sogen. Luftsäcke zur Erleichterung des Körpers beim Flug; sie erstrecken sich sogar bis in die Knochen.
   Die L. des Menschen (s. Tafel Meyers »Eingeweide I«, Fig. 1 u. 2) besteht aus zwei seitlichen Hälften, die in dem von den Rippen umschlossenen Brustraum liegen und das Herz zwischen sich aufnehmen. Beide Lungenhälften sind nicht ganz gleich gebaut, denn die linke ist an ihrer Innenfläche zur Bergung des Herzens tiefer ausgehöhlt, und die rechte zerfällt in drei, die linke nur in zwei größere Abteilungen, sogen. Lungenlappen. Das Volumen der rechten L. ist ungefähr um ein Zehntel größer als das der linken und beträgt im ganzen bei Luftleere 8001200, bei stärkster Anfüllung mit Luft dagegen bis 9500 ccm

[Bd. 6, Sp. 847]


Die Oberfläche ist mit dem glatten, dünnen Lungenfell (pleura pulmonalis) überzogen, das einen Teil des Meyers Brustfelles (s. d.) bildet. Das Gewebe der L. ist weich, knistert beim Druck und läßt beim Durchschneiden schaumiges (mit Luftbläschen gemengtes) Blut austreten. Junge, gesunde Lungen sind gleichmäßig rot; bei alten Leuten dagegen haben sie schwarze, stecknadelkopf- bis linsengroße Flecke und sehen daher rotgrau bis schwärzlich aus. Das Gewicht der L. bei mäßiger Füllung mit Blut beträgt 11,7 kg. Wenn sie mit Luft erfüllt ist, so ist ihr spezifisches Gewicht geringer als das des Wassers (0,340,74), sonst größer (1,041,06); frische Lungen von Embryonen oder totgebornen Kindern sinken daher, weil sie keine Luft enthalten, im Wasser zu Boden (s. Meyers Lungenprobe). In zahlreichen Krankheiten sind größere oder kleinere Stücke der L. vollständig luftleer. Der feinere Bau der L. ergibt sich aus der weit durchgeführten Zerlegung in feinste Läppchen von der der Gestalt kleiner Bläschen; in demselben Maß muß die Luftröhre sich in immer zahlreichere Zweige (Bronchien) teilen, an denen alsdann die Bläschen wie die Beeren einer Traube an ihren Stielen sitzen. In derselben Weise aber, wie sich die Luftwege der L. zu einem Baum gestalten, bildet sich aus der Arterie ein Gefäßbaum, der mittels seiner feinsten Haargefäße (Kapillaren) jedes Bläschen umspinnt und hier das Blut mit dem Sauerstoff der Luft in Berührung kommen läßt. Die Haargefäße vereinigen sich dann zu einem andern, venösen Gefäßbaum, der das sauerstoffreiche Blut aus den Lungen herausführt. Auch die Nerven, Lymphgefäße und die Gefäße zur Ernährung der L. selbst sind im wesentlichen baumförmig verzweigt. Im Vergleich mit diesen äußerst zahlreichen Gebilden, die sich vielfach kreuzen oder übereinander hinlaufen, ist das noch übrige Gewebe der L. sehr geringfügig und besteht nur aus Bindegewebsbalken und -Bälkchen zur Stütze der genannten Röhren. Von den zwei Endästen der Luftröhre, den Bronchen (bronchi, s. Tafel Meyers »Kehlkopf«, Fig. 8), teilt sich der rechte in drei, der linke in zwei Zweige für ebenso viele Hauptlappen der L. Die immer seiner werdenden Verzweigungen (Bronchien, bronchia) verlieren von den Bestandteilen ihrer Wandung die Knorpel und zum Teil auch die elastischen und Muskelfasern; sie sind innen von einer seinen Schleimhaut mit Flimmerzellen ausgekleidet und enden in Haufen von Bläschen (Lungenbläschen, Alveolen, alveoli pulmonales; vgl. Textfigur 1: a Bronchie, b einzelnes, c Hause von Bläschen). Diese selbst, etwa 0,2 mm groß, durch gegenseitigen Druck vieleckig und mit ihren Nachbarn durch Bindegewebe verbunden, haben auf ihrer Innenfläche eine sehr dünne Zellschicht, unter der sich die Kapillargefäße hinziehen. Fig. 2 zeigt in 2001acher Vergrößerung bei C den Aufbau dreier Lungenbläschen durch elastische Fasern ee. Das respiratorische Epithel a ist zum Teil gekörnelt. Bei A sieht man die Lungenkapillaren in Verbindung mit dem Epithel, welches allein die kaum wahrnehmbare Grenze zwischen Luft als äußerst dünne Kapillarwand bildet. B zeigt das engmoschige Kapillarnetz c, welches Lungenarterie l und Lungenvene v verbindet. Auf diese Weise ist der Gasaustausch zwischen Blut und der eingeatmeten Luft durch die beiden äußerst seinen Wandungen des Kapillargefäßes und des Lungenbläschens ermöglicht. Das Blut zur Ernährung der L. mittels der sogen. Bronchialarterien kommt aus dem großen Kreislauf (zum Teil aus der Aorta) und geht mittels der Bronchialvenen wieder zurück. Lymphgefäße und -Drüsen (Bronchialdrüsen) sind zahlreich. Die Nerven stammen aus dem sogen. Lungengeflecht und rühren vom Vagus und Sympathikus her; ersterer scheint den chemischen Prozessen in der L. und ihrer Empfindlichkeit vorzustehen, letzterer bei der Ernährung beteiligt zu sein. Die Empfindlichkeit des Lungengewebes ist so gering, daß selbst weit ausgedehnte Zerstörungen desselben ohne stärkern Schmerz stattfinden. Das oben erwähnte Flimmerepithel in den Luftwegen (L., Luftröhre, Kehlkopf) schafft durch das Schlagen seiner Wimpern in der Richtung von innen nach außen feinste Fremdkörperchen langsam wieder aus der L. fort. Die L. ist im Verhältnis zu den andern Organen des Körpers ungemein häufig Erkrankungen ausgesetzt. Am häufigsten treten die verschiedenen Formen der Lungenentzündung sowie Lungenschwindsucht auf, welch letztere mehr Opfer fordert als irgend eine andre Krankheit. Lungenemphysem bildet eine der gewöhnlichsten Ursachen des Asthmas, während krampfhafter Verschluß der feinern Luftröhrenäste das nervöse Asthma bedingt. Unter gewissen Verhältnissen entstehen Lungenabszesse und Lungenbrand, welch letzterer größere Teile des Lungengewebes zum Absterben bringt. Funktionsunfähig wird die L. auch, wenn die Lungenbläschen zusammenfallen und luftleer werden, oder wenn sie sich mit einer Flüssigkeit füllen, wie bei dem Lungenödem, das oft als direkte Todesursache auftritt. Einatmung von Staub bedingt schwere Schädigungen der L., auch wird sie von Krebs, Sarkom, Syphilis und Echinokokkus befallen. Vgl. Fränkel, Pathologie und Therapie der Krankheiten der Respirationsorgane, Bd. 1: Diagnostik und allgemeine Symptomatologie;

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Bd. 2: Spezielle Pathologie und Therapie der Lungenkrankheiten (Wien 1890 und 1904); Garrè und Quincke, Grundriß der Lungenchirurgie (Jena 1903); Tendeloo, Studien über die Ursachen der Lungenkrankheiten (Wiesbad. 1902, 2 Tle.).
   Auch bei allen Haustierarten kommen Lungenkrankheiten vor. Eine ansteckende kruppöse Lungenentzündung ist die Brustseuche der Pferde und die Lungenseuche der Rinder. Von Infektionskrankheiten befallen die Lungen der Rotz bei Pferden, die Tuberkulose bei Rindern und Schweinen, die Schweineseuche, die Wildseuche. Die Hundestaupe hat häufig katarrhalische Lungenentzündung im Gefolge, ebenso die Druse eiterige Lungenentzündung bei Pferden. Eine mykotische Lungenentzündung (durch Schimmelpilze bedingt) kommt namentlich beim Geflügel, aber auch bei Säugetieren vor. Bei Wiederkäuern und Schweinen ist die L. sehr häufig Sitz tierischer Schmarotzer (s. Meyers Lungenwurmkrankheit und Meyers Echinokokkenkrankheit). Bei allen Tieren finden sich Geschwülste, auch bösartige, in der L. Katzen neigen zu jauchiger Lungenentzündung, die auch beim Pferde häufig nach gewaltsamem Eingeben flüssiger Arzneien entsteht, wobei das Pferd sich leicht verschluckt (Schluck- oder Fremdkörper-Pneumonie). Pferde erkranken infolge ihrer Tätigkeit (Erkältung) oft an katarrhalischer Lungenentzündung, die auch bei Ziegen häufig ist. Bei Rindern wird die L. oft bei der Herzbeutel-Zwerchfellentzündung in Mitleidenschaft gezogen. Chronische Veränderungen liegen der Lungendämpfigkeit der Pferde zugrunde (s. Meyers Dämpfigkeit).
 
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Lunge, Georg, Chemiker und Technolog, geb. 15. Sept. 1839 in Breslau, studierte daselbst und in Heidelberg und widmete sich dann der Technik. 1864 bis 1876 weilte er in England, anfangs als Chemiker einer Steinkohlenteer-Destillation, dann als Leiter einer großen Sodafabrik im Tynedistrikt. Die Bürgerschaft seines Wohnortes South-Shields wählte ihn in den Erziehungsrat, den Gemeinderat, zum Präsidenten der öffentlichen Bibliothek und zu andern Ehrenämtern. Auch war er einer der Begründer der Newcastler Chemischen Gesellschaft und Examinator für Chemie an der Universität Durham. 1876 wurde er auf den Lehrstuhl für technische Chemie am Polytechnikum in Zürich berufen. L. schrieb: »Die Destillation des Steinkohlenteers und die Verarbeitung der damit zusammenhängenden Nebenprodukte« (Braunschweig 1867); »Handbuch der Sodaindustrie und ihrer Nebenzweige« (das. 187980, 2 Bde.; 2. Aufl. 1893 bis 1896, 3 Bde.; Bd. 1 in 3. Aufl. 1903; auch engl. und franz. Übersetzung); »Die Industrie des Steinkohlenteers« (das. 1882; 4. Aufl. mit Köhler 1900, 2 Bde.); »Taschenbuch für Soda-, Pottasche- und Ammoniakfabrikation« (Berl. 1883, 3. Aufl. 1900); »Chemisch-technische Untersuchungsmethoden« (mit Adam, Barnstein, Beckert u. a., das. 18991900, 3 Bde.; 2. Aufl. 190005), eine Neubearbeitung (4. und 5. Aufl.) des Böckmannschen Werkes; »Zur Geschichte der Entstehung und Entwickelung der chemischen Industrien in der Schweiz« (Zürich 1901); »Technisch-chemische Analyse« (in der Sammlung Goschen, Leipz. 1904) u. a.
 
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Lungenabszeß, ein mit Eiter gefüllter Herd inmitten des Lungengewebes, entsteht durch eiterige Einschmelzung desselben bei gewöhnlicher Lungenentzündung (selten), bei Influenzaerkrankung der Lunge, ferner durch zufällig in die Lunge gelangte und hier eiterige Entzündung erregende Fremdkörper (z. B. Speiseteile, künstliche Zähne etc.). Am häufigsten ist der embolische (metastatische) L., der durch Einschleppung von bakterienhaltigen Teilchen aus entfernten Eiterherden entsteht und oft in großer Zahl auftritt. Diese Form ist daher eine häufige Komplikation schwerer Eiterfieber (bei Wochenbettfieber, bösartiger Herzklappenentzündung, bei infizierten Wunden). Bei diesen metastatischen Abszessen führt meist schon das Grundleiden an sich zum Tode. Der L. wird erkannt hauptsächlich an der reichlichen Entleerung rein eiterigen Auswurfes, der meist Gewebssetzen und elastische Fasern aus zerfallenem Lungengewebe enthält. Dabei besteht hohes Fieber. Die Heilung der Lungenabszesse kann durch Eindickung und nachfolgende Aufsaugung, durch Verkalkung, oder durch Durchbrechen des Abszesses in einen Luftröhrenaft und Entleerung in diesen mit nachfolgender Narbenbildung im Lungengewebe, oder schließlich, namentlich bei oberflächlich liegenden Abszessen, durch Operation und Entleerung nach außen erfolgen.
 
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Lungenapoplexie, soviel wie Meyers Lungenschlag (s. d.).
 
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Lungenatelektasīe (griech.), ein Zustand des Lungengewebes, bei dem die Lungenbläschen zusammengefallen und luftleer sind. Die L. kann eine Fortdauer des Fötalzustandes der Lungen sein, von der Geburt an datieren und ihre Ursache in den Umständen haben, die den Eintritt der Luft in die Lungenbläschen der Neugebornen hinderten, wie z. B. zu kraftlose Einatmung, große Lebensschwäche des Kindes, oder sie kann später erworben sein, wenn bei kraftlosen Kindern oder sehr heruntergekommenen Kranken einzelne Lungenabschnitte lange Zeit hindurch bei der Atmung nicht ausgedehnt werden. Besteht die L. lange, so veröden die befallenen Partien; ist ihr Gebiet ein beschränktes, so kann das Leben fortbestehen. Die L. ist nicht in allen Fällen sicher zu erkennen; man vermutet sie, wenn ein neugebornes Kind oberflächlich atmet, eine schwache und klanglose Stimme, ein blasses, manchmal bläuliches Gesicht hat, und wenn es schlecht saugt. Die naturgemäße Hilfe besteht in künstlicher Anregung des Kindes zum kräftigen Einatmen, z. B. auf reflektorischem Wege durch sanfte Schläge auf die Hinterbacken, durch Schwenken des Körpers, Bespritzen des Brustkorbes mit kaltem Wasser, Auswischen des Schleimes aus dem Munde. Die Kompressionsatelektasie entsteht durch Druck auf die Lunge, am häufigsten veranlaßt durch Flüssigkeit im Brustfellsack oder im Herzbeutel, durch Verkrümmung der Wirbelsäule oder Geschwülste im Brustkorb, durch Herausdrängen des Zwerchfelles infolge großer Unterleibsgeschwülste oder Bauchwassersucht. Der Einfluß namentlich größerer, durch Kompression atelektatischer Lungenpartien auf den Organismus ist ungemein nachteilig wegen der Behinderung des Blutumlaufs in den Lungen; es tritt Stauung im rechten Herzen, im gesamten Venensystem und den gesunden Lungenpartien ein, so daß es schließlich sogar zu Lungenödem (s. d.) kommen kann. Die Behandlung der Kompressionsatelektasie hat vor allen Dingen gegen die veranlassenden Momente vorzugehen.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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