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Ludlowgruppe bis Ludwich (Bd. 6, Sp. 772 bis 773)
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Artikelverweis Ludlowgruppe, Schichten der Silurischen Meyers Formation (s. d.), bei Ludlow in England typisch entwickelt.
 
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Ludmilla (Ludmila, Lidmila), Heilige, Gemahlin Borschiwojs, des ersten christlichen Herzogs von Böhmen, und Großmutter des heil. Wenzel, den sie erzog, die Schutzheilige Böhmens. Sie ward 927 auf Befehl ihrer heidnischen Schwiegertochter Drahomira ermordet. Ihr Leib ruht in der St. Georgskirche zu Prag. Tag: 16. September.
 
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Ludolf, Hiob, berühmter Orientalist, der Begründer des Studiums der äthiopischen Sprache und Literatur in Europa, geb. 15. Juni 1624 in Erfurt, gest. 8. April 1704 in Frankfurt a. M., studierte seit 1639 in seiner Geburtsstadt und in Leiden, bereiste seit 1647 die Niederlande, Frankreich, England und Italien, wo er in Rom von dem Abessinier Gregorius im Äthiopischen unterwiesen wurde, Schweden und Dänemark, ward 1675 Kammerdirektor in Altenburg, siedelte drei Jahre später nach Frankfurt a. M. über, ward 1681 Kammerdirektor beim Kurfürsten von der Pfalz und 1690 Präsident des Collegium imperiale historicum. L. soll 25 Sprachen verstanden haben. Seine Hauptschriften sind: »Sciagraphia historiae aethiopicae« (Jena 1676); »Historia aethiopica« (Frankf. 1681, auch englisch, französisch und holländisch) nebst »Commentarius« (das. 1691) und »Appendices« (169394); »Grammatica linguae amharicae«

[Bd. 6, Sp. 773]


(das. 1698); »Lexicon amharico-latinum« (das. 1698); »Lexicon aethiopico-latinum« (2. Aufl., das. 1699); »Grammatica aethiopica« (2. Aufl., das. 1702); eine Ausgabe des äthiopischen Psalters mit lateinischer Übersetzung (das. 1701) u. a. Sein Leben beschrieb Chr. Juncker (Leipz. u. Frankf. 1710). Vgl. J. Flemming, L. (in den »Beiträgen zur Assyriologie«, Bd. 1 u. 2, Leipz. 1890 u. 1891).
 
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Ludolff, M., Pseudonym, s. Meyers Huyn.
 
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Ludolfsche Zahl, s. Meyers Kreis, S. 626.
 
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Ludovika-Akademie, s. Meyers Militär-Akademie und Österreichisch-Ungarische Monarchie (Heerwesen).
 
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Ludovīsi, Villa, eine aus einem großen Garten, einem Palast, einer Statuengalerie und einem Kasino bestehende Anlage im Norden Roms, die auf dem Terrain der Gärten des Sallust vom Kardinal Ludovico Ludovisi seit 1622 errichtet worden war, in neuerer Zeit aber wegen der Erweiterung der Stadt parzelliert und bebaut worden ist. Nur das von dem Maler Domenichino erbaute Casino dell' Aurora (so nach einem Deckenfresko von Guercino benannt) ist erhalten geblieben. Die Gartenanlagen waren von Lenôtre entworfen worden. Die früher hier befindliche Sammlung von antiken Skulpturen, die berühmte Werke, wie die Hera Ludovisi (s. Meyers »Hera« und Tafel Meyers »Bildhauerkunst III«, Fig. 5), den Mars Ludovisi (s. Meyers Ares), den Gallier und sein Weib (Tafel VI. Fig. 1), die Gruppe Elektra und Orestes von Menelaos und andre bedeutende Kunstwerke enthielt, wurde 1891 nach dem auf dem Terrain der Villa L. befindlichen Palazzo Buoncampagni-Piombino überführt, aber 1900 für 1,400,000 Lire vom Staat angekauft und provisorisch im Nationalmuseum in den Diokletiansthermen aufgestellt, während der Palast (jetzt Villa Regina Margherita) zum Witwensitz der Königin Margherita eingerichtet wurde. Die Antiken sollen später in einem neuen Museo Umberto I., das auf dem Terrain der Villa Borghese erbaut werden soll, ihren Platz finden. Vgl. Schreiber, Die antiken Bildwerke der Villa L. in Rom (Leipz. 1880).
 
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Ludskanow, Alexander K., bulgar. Politiker, geb. 1855 in Trnowo, studierte in Konstantinopel, machte von Odessa aus den russisch-türkischen Krieg als Dolmetscher Skobelews mit. Unter Zankow, dessen Schwiegersohn er ward, Sekretär im Ministerium des Äußern, schrieb er Berichte für ausländische Zeitungen, rundete seine Bildung in Paris ab und wurde dann in Sofia Rechtsanwalt. Nach Stambulows Fall zur Sobranje abgeordnet, wurde er 4. März 1901 im Kabinett Karawelow zum Minister für Handel und Ackerbau ernannt und blieb dies auch im Ministerium Danew, wurde jedoch durch die Wiederaufnahme des Prozesses gegen die Mörder Stambülows (Anfang November 1902) als Mitwisser der Verschwörung stark kompromittiert und nahm seinen Abschied.
 
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Ludus (lat.), Spiel, auch Schule; daher ludi magister, Schulmeister. L. (oder Lusus) Helmontii, soviel wie Septarien, s. Meyers Konkretionen.
 
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Ludw., bei Pflanzennamen Abkürzung für Chr. Gottl. Ludwig, geb. 30. April 1709 in Brieg, begleitete Hebenstreit auf seiner Reise nach Afrika und starb 7. Mai 1773 als Professor der Medizin. in Leipzig. Schrieb: »Definitiones generum plantarum« (1747 u. 1760); »Ectypa vegetabilium« (17601764). Ferner für Hubert L. (s. Meyers Ludwig 5, S. 793) und für Friedrich L., Professor in Greiz: »Lehrbuch der niedern Kryptogamen« (Stuttg. 1892); »Lehrbuch der Biologie der Pflanzen« (das. 1895).
 
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Ludwich, Artur, klassischer Philolog, geb. 18. Mai 1840 in Lyck, studierte seit 1861 in Königsberg und wurde 1866 Lehrer am Collegium Fridericianum daselbst, 1876 außerordentlicher Professor in Breslau, 1878 ordentlicher Professor in Königsberg. Seine Hauptwerke sind: »Beiträge zur Kritik des Nonnos« (Königsb. 1873); »Maximi et Ammonis carminum de actionum auspiciis reliquiae« (Leipz. 1877); »Aristarchs homerische Textkritik, nach den Fragmenten des Didymos dargestellt« (das. 188485, 2 Bde.); »Homeri Carmina« (kritische Ausgabe; bis jetzt »Odyssea«, das. 188991, 2 Bde., und »Ilias«, Bd. 1, das. 1902); »Die homerische Batrachomachia des Pigres nebst Scholien und Paraphrase« (das. 1896); »Eudociae, Procli, Claudiani carminum graecorum reliquiae« (das. 1897); »Die Homervulgata als voralexandrinisch erwiesen« (das. 1898). Auch gab er »Ausgewählte Briefe von und an Chr. Aug. Lobeck u. K. Lehrs« (Leipz. 1894, 2 Bde.) und »Kleine Schriften von K. Lehrs« (Königsb. 1902) heraus.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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