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Ludämilie Elisabeth bis Ludenberg (Bd. 6, Sp. 770)
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Artikelverweis Ludämilie Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, bekannt als Verfasserin geistlicher Lieder, geb. 7. April 1640, gest. 12. März 1672 als Braut ihres Vetters, des Grafen Christian Wilhelm von Schwarzburg-Sondershausen. Ihre geistlichen Dichtungen erschienen gesammelt u. d. T.: »Die Stimme der Freundin« (1687; neu hrsg. von Thilo, Stuttg. 1856). Ihr Leben beschrieben Thilo (Berl. 1856) und E. Frommel (das. 1874).
 
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Ludbrieg (Ludbrig), Gemeinde im kroatischen Komitat Warasdin, südlich der Drau, am Nordfuß des Kalnikgebirges, mit 1401 (als politische Gemeinde 11,041) kroatischen (katholischen) Einwohnern.
 
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Luddenden Foot (spr. löddenden fut), Stadt im Westbezirk von Yorkshire (England), am Calder, 8 km westlich von Halifax, hat Wollweberei, Färberei und (1901) 3366 Einw.
 
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Luddīten, in England die Zerstörer der Maschinen in Fabrikstädten (bes. in Sheffield), nach ihrem ersten Anführer, dem Arbeiter Ned Lud, um 1815.
 
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Lude, Le (spr. lüd'), Stadt im franz. Depart. Sarthe, Arrond. La Fleche, am Loir und der Orléansbahn, hat ein schönes Schloß im Renaissancestil (15.17 Jahrh.), Brettsägen, Fabrikation von Holzschuhen, Gerberei und (1901) 2723 (als Gemeinde 3644) Einw.
 
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Lüdecke, Karl Johann, Architekt, geb. 1826 in Stettin, gest. 21. Jan. 1894 in Breslau, erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Bauakademie in Berlin bei Stier und Stüler, wurde dann bei mehreren Bauten in Pyritz (Regbez. Stettin), Schulpforta und Pasewalk beschäftigt, 1836 zum Lehrer an der Kunst- und Baugewerkschule in Breslau und 1856 zum Baurat ernannt. In Schlesien führte er zahlreiche kleinere und größere Bauten aus, unter anderm die 1867 vollendete Neue Börse in Breslau, ein reichverziertes Werk gotischen Stils, ferner die Rathäuser in Striegau und Leobschütz sowie mehrere Schlösser. In Düsseldorf trug er bei der Konkurrenz für das Gebäude des »Malkastens« den ersten Preis davon Das 1871 abgebrannte Stadttheater in Breslau errichtete er nach den Entwürfen von Langhans. Er war eine Zeitlang auch Direktor der Kunstschule in Breslau.
 
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Ludeigen (loteigen, von Los), freies Grundeigentum im Gegensatz zu den von einer Grundherrschaft abhängigen Gütern; s. Meyers Bauerngut, S. 462.
 
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Ludel (veraltet vom holl. lut, »Röhre«), Lunte; Ludelbirne, Pulverflasche; Ludelfaden, Zündschnur; Ludelnadel, Räumnadel für das Zündloch.
 
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Lüdemann, 1) Karl, prot. Theolog, geb. 6. Juli 1805 in Kiel, gest. daselbst 18. Febr. 1889, ward 1831 Prediger an der dortigen Nikolaikirche, 1834 Kloster- und Garnisonprediger und Privatdozent, 1839 außerordentlicher, 1841 ordentlicher Professor und 1855 Kirchenrat. Unter seinen Schriften sind außer Predigten (»Aus dem Wort des Lebens«, Kiel 1863) hervorzuheben: »Die sittlichen Motive des Christentums« (das. 1841); »Über das Wesen des protestantischen Kultus« (das. 1846); »Zur Bekenntnisfrage« (das. 1862); »Erinnerung an Klaus Harms und seine Zeit« (das. 1878). Ein religiöses Glaubensbekenntnis legte er ab in dem dichterischen Erguß: »Die Heiligtümer der Menschheit« (Kiel 1873).
   2) Hermann, Theolog, Sohn des vorigen, geb. 15. Sept. 1842 in Kiel, habilitierte sich 1873 in Kiel, wo er 1878 außerordentlicher Professor wurde, und folgte 1884 einem Ruf als ordentlicher Professor nach Bern. Er schrieb unter anderm: »Die Anthropologie des Apostels Paulus« (Kiel 1872); »Die neuere Entwickelung der protestantischen Theologie« (Brem. 1885); »Reformation und Täufertum« (Bern 1896); »Individualität und Persönlichkeit« (das. 1900).
 
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Luden, Heinrich, Geschichtschreiber, geb. 10. April 1780 zu Loxstedt im Regbez. Stade, gest. 23. Mai 1847 in Jena, studierte in Göttingen Theologie und Geschichte, war Hauslehrer bei dem Staatsrat Hufeland in Berlin, kehrte nach Göttingen zurück und schrieb die Biographien von Chr. Thomasius (1805), Hugo Grotius (1806) und Sir William Temple (1808). 1806 als außerordentlicher Professor der Geschichte nach Jena berufen, ward er 1808 Honorarprofessor und 1810 ordentlicher Professor der Geschichte daselbst, und war 182032 tätiges Mitglied der Landstände des Großherzogtums Weimar-Eisenach. Die Geschichtswissenschaft befruchtete er durch geistige Belebung der Tatsachen und geschmackvollere Form der Darstellung. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: »Kleine Aufsätze meist historischen Inhalts« (Götting. 1808, 2 Bde.); »Ansichten des Rheinbundes« (das. 1808, 2. Aufl. 1809); »Einige Worte über das Studium der vaterländischen Geschichte« (Jena 1809, neue Aufl. 1828); »Handbuch der Staatsweisheitslehre oder der Politik« (das. 1811); » Handbuch der allgemeinen Geschichte der Völker und Staaten des Altertums« (das. 1814, 3. Aufl. 1824) und »Allgemeine Geschichte der Völker und Staaten des Mittelalters« (das. 182122, 2 Bde.; 2. Aufl. 1824); »Nemesis, Zeitschrift für Politik und Geschichte« (Weim. 181418, 12 Bde.); »Allgemeines Staatsverfassungsarchiv« (das. 1816, 3 Bde.); »Geschichte des deutschen Volkes« (Gotha 182537, 12 Bde.), sein Hauptwerk, nur bis 1237 reichend, das aber wegen seiner nüchternen rationalistischen Auffassung des deutschen Mittelalters sehr angefochten wurde, endlich die »Geschichte der Teutschen« (das. 184243, 3 Bde.). Aus seinem Nachlaß erschienen: »Rückblicke in mein Leben« (Jena 1847). Vgl. D. Schäfer, Heinrich L., akademische Festrede (in den »Preußischen Jahrbüchern«, 1881); Herrmann, Die Geschichtsauffassung Ludens im Lichte der gleichzeitigen geschichtsphilosophischen Strömungen (Gotha 1904).
 
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Ludenberg, Dorf im preuß. Regbez. und Landkreis Düsseldorf, bei Gerresheim, hat eine Provinzial-Irrenanstalt (Grafenberg), eine Arbeiterkolonie, Ziegelbrennerei und (1900) 3424 Einw.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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