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Lucīd bis Lucilĭus (Bd. 6, Sp. 767)
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Artikelverweis Lucīd, s. Luzid.
 
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Lucĭda intervalla (auch Dilucida intervalla, lat., »lichte Zwischenräume«), die Zeiten, in denen ein Geisteskranker das volle Bewußtsein vorübergehend wiedererlangt hat.
 
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Lucidarĭus, ein deutsches Prosawerk aus dem Ende des 12. Jahrh., das in Gesprächsform abgefaßt ist und einen Katechismus des Glaubens und Wissens damaliger Zeit, bestimmt zum Unterricht von Laien, darstellt. Vgl. Schorbach, Studien über das deutsche Volksbuch L. und seine Bearbeitungen in fremden Sprachen (Straßb. 1894). Als »Kleiner L.« bezeichnet sich das dialogische Gedicht eines Österreichers aus dem Ende des 13. Jahrh.; s. Meyers Helbling.
 
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Lucĭenholz, das Holz des Mahalebkirschbaums, s. Meyers Kirschbaum, S. 69.
 
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Lucienrinde (China S. Luciae), s. Meyers Exostema.
 
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Luciensteig, s. Meyers Luzisteig.
 
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Luciéntes, span. Maler, s. Meyers Goya y Lucientes.
 
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Lucĭfer (Luzifer), lat. Übersetzung des griechischen Phosphoros, »Lichtbringer«, der Abend- und Morgenstern; bei den Kirchenvätern auf Grund der Stellen Jes. 14, 12 und Luk. 10, 18 der Fürst der Finsternis, da man dort eine Hindeutung auf den Fall des Satans aus dem Himmel fand, während unter dem Morgenstern einfach der gestürzte König von Babylon zu verstehen ist.
 
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Lucĭfer, Bischof von Calaris (Cagliari) auf Sardinien, weigerte sich als Anhänger des nicäischen Glaubens auf dem Konzil zu Mailand (355), die Verdammung des Athanasius zu unterschreiben, wurde deshalb ins Exil geschickt, später zurückgerufen und trennte sich von der herrschenden Kirche, als diese gegen reuige Arianer und Semiarianer Milde walten ließ. Er starb 371 und wird in Sardinien als Heiliger verehrt. Seine Anhänger, die sich bis nach Spanien, Italien, Gallien und Afrika verbreiteten, hießen Luciferianer. Vgl. Krüger, L., Bischof von Calaris (Leipz. 1886).
 
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Luciferase, Luciferin, s. Phosphoreszenz.
 
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Lucilĭus, 1) Gajus, röm. Dichter, geb. um 180 v. Chr. zu Suessa Aurunca in Kampanien, gest. 103 in Neapel, aus begütertem latinischem Rittergeschlecht, lebte in Rom in vertrautestem Verkehr mit dem jüngern Scipio, den er auch in den Numantinischen Krieg begleitete, und Lälius. Durch ihn hat die römische Satire die Form erhalten, unter der sie später von Horaz, Persius und Juvenal ausgebildet worden ist. Wie die Fragmente seiner von Zeitgenossen und Spätern trotz mancher Nachlässigkeiten in der Form hochgeschätzten 30 Bücher Satiren zeigen, waren seine Gedichte in verschiedenen Metren, überwiegend aber in Hexametern abgefaßt und behandelten alle Erscheinungen des politischen, sozialen und wissenschaftlichen Lebens wie eigne Erlebnisse in ungezwungenster Weise mit größtem Freimut und oft derbem, aber gesundem Humor, nicht selten mit rücksichtslosem Spott der herrschenden Verkehrtheiten. Sammlung der Fragmente von L. Müller (Leipz. 1872), Lachmann (Berl. 1876) und Marx (Leipz. 1905). Vgl. L. Müller, Leben und Werke des L. (Leipz. 1876).
   2) L. junior, Freund des Philosophen Seneca, gilt, wiewohl ohne sichern Grund, für den Verfasser eines didaktischen Gedichts: »Aetna«, in 645 Hexametern über den Ätna und seine vulkanischen Erscheinungen, das vor dem Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. geschrieben ist. Ausgaben von Munro (Cambridge 1867), Haupt (in der 2. Ausg. des Vergil, Leipz. 1873), Sudhaus (das. 1898).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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