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Lurlei bis Luschka (Bd. 6, Sp. 865 bis 866)
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Artikelverweis Lurlei, s. Meyers Lorelei.
 
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Luersseu, Christian, Botaniker, geb. 6. Mai 1843 in Bremen, studierte seit 1866 in Jena, habilitierte sich 1872 als Privatdozent in Leipzig, wurde 1881 Kustos des Herbariums daselbst, 1884 Professor an der Forstakademie in Eberswalde und 1888 in Königsberg. Er schrieb: »Über den Einfluß des roten und blauen Lichtes auf die Strömung des Protoplasmas« (Brem. 1868); »Zur Kontroverse über die Einzelligkeit oder Mehrzelligkeit des Pollens der Onagrarieen« (Jena 1868); »Zur Keimungsgeschichte der Osmundazeen« (Leipz. 1871); »Filices Graeffeanae« (das. 1871); »Beiträge zur Entwickelungsgeschichte der Farnsporangien« (das. 1872); »Medizinisch-pharmazeutische Botanik« (das. 187782, 2 Bde.); »Grundzüge der Botanik« (das. 1877, 5. Aufl. 1893); »Die Pflanzen der Pharmacopoea germanica« (das. 1883). Auch bearbeitete er die Farne in Rabenhorsts »Kryptogamenflora«, Bd. 3 (Leipz. 188489) und die Forstbotanik in Loreys »Handbuch der Forstwissenschaft«, Bd. 1, Abt. 1 (Tübing. 188788) und gibt die »Bibliotheca botanica« (Kassel 1886 ff., jetzt Stuttg.) heraus.
 
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Lurtage, s. Meyers Lostage.
 
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Lus (Las, »Ebene«), Küstenprovinz im südöstlichsten Belutschistan, im O. von der britisch-ind. Provinz Sind begrenzt, ein flaches, trocknes, unfruchtbares Gebiet, 20,000 qkm, mit 60,000 Einw., die Viehzucht und Fischerei treiben. Hauptort ist Bela im Innern, südlich davon der Hafen Sunmiani.
 
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Lusa, rechter Nebenfluß des Jug (System der Dwina) im russ. Gouv. Wologda, 414 km lang, ist von Noschulskaja bis zu seiner Mündung schiffbar. Auf ihm werden namentlich Getreide, Flachs, Werg und Leinsaat nach Archangel verschifft.
 
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Lusatĭa (neulat.), soviel wie Lausitz.
 
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Luschai (Lushai), ein Volk, das an der Ostgrenze Bengalens, in Assam und Oberbirma noch wenig bekannte, bewaldete Bergländer (L.-Hills) bewohnt und in eine große Anzahl von Stämmen zerfällt, die sämtlich unter Häuptlingen militärisch organisiert sind; nach dem Zensus von 1901: 63,588 Köpfe. Die der britischen Herrschaft mehr oder weniger unterworfenen werden Ku ki genannt. Die Männer sind groß, stark und wohlgebaut, die Weiber ziehen ihre Ohrlappen durch eingeklemmte Holz- oder Elfenbeinscheiben zu wunderbarer Länge. Die Frauen müssen alle Arbeit verrichten, genießen dabei aber eine gewisse Achtung. Die L. sind kühne Jäger, züchten Rinder, Schafe und Schweine und fertigen Baumwollgewebe, flechten Körbe etc. Von jeher haben sie räuberische Einfälle in britisches Gebiet gemacht; erst 1872 wurden sie unterworfen. Vgl. Lewin, Wild races of South Eastern India (Lond. 1870).
 
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Luschan, Felix von, Anthropolog und Ethnograph, geb. 11. Aug. 1854 in Wien, studierte daselbst Medizin und in Paris Anthropologie, wurde 1874 Demonstrator für Physiologie an der Wiener Universität und Kustos der Anthropologischen Gesellschaft daselbst. 1878 richtete er in Paris die österreichisch-ungarische Abteilung für Anthropologie und Ethnologie auf der Weltausstellung ein, stellte dann als Militärarzt in Bosnien anthropologische und vorgeschichtliche Studien an, bereiste 1880 Dalmatien, Montenegro und Albanien, im folgenden Jahrzehnt wiederholt Kleinasien und Ägypten, besonders aber 1883 Nordsyrien, wo er gemeinsam mit O. Puchstein auf die Trümmerstätte von Sendschirli aufmerksam wurde, deren Freilegung er dann (zum Teil in Gemeinschaft mit Koldewey) in den Jahren 1888, 1890/91,1894 und 1902 im Auftrag des Berliner Orientkomitees unternahm. 1882 wurde er Dozent für Anthropologie in Wien, 1885 Direktorialassistent beim Museum für Völkerkunde in Berlin, wo er sich 1888 als Privatdozent habilitierte und 1900 zum außerordentlichen Professor für Anthropologie und Völkerkunde, 1904 zum Direktor am Museum für Völkerkunde in Berlin ernannt wurde. Er schrieb: »Beiträge zur Völkerkunde der deutschen Schutzgebiete« (erweiterter Abdruck aus dem amtlichen Bericht über die erste

[Bd. 6, Sp. 866]


deutsche Kolonialausstellung, Berl. 1897); »Reisen in Lykien, Milyas und Kibyratis« (mit E. Petersen, Wien 1889); »Die Knorrsche Sammlung von Benin-Altertümern ... in Stuttgart« (Stuttg. 1901); auch gibt er die »Ausgrabungen zu Sendschirli« (bisher 3 Tle., Berl. 18931902) heraus.
 
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Luschariberg, s. Meyers Tarvis.
 
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Luschin von Ebengreuth, Arnold, Rechtshistoriker, geb. 26. Aug. 1841 in Lemberg, wurde 1866 Beamter am Münz- und Antikenkabinett in Graz, 1873 außerordentlicher und 1881 ordentlicher Professor an der Universität daselbst. Er ist Mitglied des österreichischen Herrenhauses, der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien und schrieb: »Die Entstehungszeit des österreichischen Landesrechts« (Graz 1872); »Vorschläge und die Erfordernisse für die Geschichte der Preise in Österreich« (Wien 1874); »Geschichte des ältern Gerichtswesens in Österreich ob und unter der Enns« (Weim. 1879); »Die Wiener Pfenninge« (Wien 1877; Chronologie derselben, das. 1899); »Vorläufige Mitteilungen über die Geschichte deutscher Rechtshörer in Italien« (das. 1892), denen »Quellen etc.« dazu (das. 188791,3 Hefte) vorausgegangen waren; »Österreichische Rechtsgeschichte« (Bamb. 1896); »Grundriß der österreichischen Rechtsgeschichte« (das. 1899); »Wiens Münzwesen, Handel und Verkehr im Mittelalter« (in der »Geschichte der Stadt Wien«; auch Sonderausgabe, Wien 1902); »Allgemeine Münzkunde und Geldgeschichte des Mittelalters und der neuern Zeit« (Münch. 1904); »Die Münze als historisches Denkmal« (Leipz. 1905).
 
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Luschka, Hubert von, Mediziner, geb. 27. Juli 1820 in Konstanz, gest. 1. März 1875 in Tübingen, erlernte die Pharmazie, studierte seit 1841 in Freiburg und Heidelberg, ward 1845 Assistent Stromeyers in Freiburg, 1849 Prosektor und außerordentlicher Professor in Tübingen, wo er 1855 die ordentliche Professur der Anatomie erhielt. 1865 wurde ihm der persönliche Adel verliehen. Durch seine »Anatomie des Menschen in Rücksicht auf das Bedürfnis der praktischen Heilkunde« (Tübing. 186269, 3 Bde.) löste er die Aufgabe, dem Bedürfnis des Arztes und Chirurgen allseitig zu genügen und die Anatomie mit der klinischen Medizin und der Chirurgie zu verknüpfen. Besonders hat er die topographische Anatomie wesentlich gefördert, wobei ihm die Methode der Fixierung innerer Organe mittels langer Nadeln vor dem Öffnen der Leiche wesentliche Dienste leistete. Auch war er einer der ersten, die behufs topographisch-anatomischer Forschungen Durchschnitte an gefrornen Leichen machten. Er schrieb: »Die Nerven in der harten Hirnhaut« (Tübing. 1850); »Die Struktur der serösen Häute des Menschen« (das. 1851); »Der Nervus phrenicus des Menschen« (das. 1853); »Die Adergeflechte des menschlichen Gehirns« (das. 1855); »Die Brustorgane des Menschen in ihrer Lage« (das. 1857); »Die Halbgelenke des menschlichen Körpers« (Berl. 1858); »Die Halsrippen und die Ossa suprasternalia« (Wien 1859); »Der Herzbeutel und die Fascia endothoracica« (das. 1859); »Der Hirnanhang und die Steißdrüse des Menschen« (Berl. 1860); »Der Schlundkopf des Menschen« (Tübing. 1868); »Der Kehlkopf des Menschen« (das. 1871); »Die Lage der Bauchorgane« (Karlsr. 1873) u. a.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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