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Lungensteine bis Lungtschou (Bd. 6, Sp. 860)
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Artikelverweis Lungensteine (Bronchialsteine), steinharte Massen, die man in den feinern Bronchien oder in käsigen Herden in den Lungen Schwindsüchtiger findet. Sie entstehen dadurch, daß ein von Haus aus dickes Sekret durch Abscheidung von Cholesterin und Kalksalzen sich in eine steinartige Masse umwandelt.
 
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Lungensucht, s. Meyers Lungenfäule.
 
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Lungentuberkulose, s. Meyers Lungenschwindsucht.
 
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Lungenverhärtung (Induratio pulmonum, schieferige Induration der Lungen, braune Lungeninduration), kommt bei dauernder Blutstauung in den Lungen, also besonders bei Herzfehlern vor, indem sich Bindegewebe bildet und eine Verdichtung und Verhärtung des gesamten Lungengewebes herbeiführt. Dabei lagert sich meist ein brauner eisenhaltiger Farbstoff in den Lungen ab (sogen. Herzfehlerzellen). L. tritt auch ein bei Staubablagerung in den Lungen, und zwar bildet eine chronische Lungenentzündung die Basis des Krankheitsprozesses, z. B. bei den schleichenden Lungenentzündungen der Steinmetze, Schleifer, Kohlenarbeiter und andrer Gewerbtreibenden, die viel in staubiger Atmosphäre atmen (vgl. Staubeinatmungskrankheiten).
 
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Lungenwurmkrankheit wird verursacht durch die Anwesenheit von Rundwürmern (Strongyliden) in den Lungen von Tieren. Die Wurmbrut, die sich besonders an sumpfigen Stellen oder unter nasser Witterung im Gras entwickelt, wird beim Weiden aufgenommen, gelangt von der Rachenhöhle aus in die Lungen und ruft hier durch ihre Weiterentwickelung mehr oder weniger ausgebreitete und schwere Störungen hervor, bestehend in starkem und andauerndem Hustenreiz, Katarrh, Verlegung der Luftwege durch Schleim und ganze Knäuel von Würmern sowie Erschwerung des Atmens. L. tritt auf bei allen Wiederkäuern (namentlich auch beim Wild) und bei Schweinen und zwar meist als Herdenkrankheit, weshalb sie auch unrichtig als Lungenwurmseuche bezeichnet wird (vgl. Bandwurm-, Leberegel- und Magenwurmseuche). Ältere Tiere werden weniger befallen und weniger geschädigt als die jüngern. Die größten Verheerungen richtet die L. unter Schafen (Lämmern und Jährlingen) an. Die Würmer wachsen in acht Wochen aus und verlassen im nächsten Frühjahr von selbst das befallene Tier, falls dasselbe am Leben geblieben ist. Viele Tiere jedoch, besonders Lämmer und Rehe, gehen vorher an Erstickung oder unter zunehmender Abmagerung an Entkräftung zugrunde. Das augenfälligste Kennzeichen des Auftretens der L. in einer Schafherde ist der bei mehreren Tieren sich einstellende dauernde Husten, dem deutliches Kümmern der Erkrankten folgt. Die Obduktion gefallener Tiere gibt sichere Aufklärung. Dann muß möglichst reichliche und kräftige Nahrung verabreicht werden, um den Kräfteverfall aufzuhalten. Medikamente sind nutzlos, sichere Vorbeugungsmittel gibt es nicht. Bei ältern Schlachttieren, Schafen und Schweinen, finden sich sehr häufig die Würmer in den Lungen (welch letztere dann genußuntauglich sind), ohne daß die Tiere sich krank gezeigt haben. Die bei den verschiedenen Tierspezies vorkommenden Strongyliden gehören verschiedenen Arten an. Vgl. Pütz, Die Seuchen und Herdenkrankheiten unsrer Haustiere (Stuttg. 1882).
 
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Lungenzellen (Lungenbläschen), s. Meyers Lunge.
 
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Lungern, Alpengemeinde und Luftkurort im schweizer. Kanton Unterwalden (ob dem Wald), 715 m ü. M., im obern Teil des Tals der Sarner Aa und Station der Brünigbahn, mit (1900) 1826 meist kath. Einwohnern. Das freundliche Wiesental, über das die Holzhäuser ausgestreut sind, war bis 1836 größtenteils von dem fischreichen Lungernsee (657 m ü. M., Oberfläche 86 Hektar, größte Tiefe 33 m) eingenommen, der dann mittels eines durch die Felsenbarre des Kaiserstuhls getriebenen Tunnels zum Teil abgeleitet, d. h. ca. 4 m tiefer gelegt wurde. Eine große Verheerung richtete der Eybach 22. Juli 1887 an.
 
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Lungngans (Longanpflaume), s. Nephelium.
 
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Lungo, Isidoro del, s. Meyers Del Lungo.
 
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Lungro, Flecken in der ital. Provinz Cosenza, Kreis Castrovillari, mit Steinsalzbergbau und (1991) 3976 Einw.
 
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Lungtschou, dem Fremdhandel geöffnete Stadt in der chines. Provinz Kwangsi, am Tsokiang, einem Zufluß des Sikiang, etwa 20,000 Einw., 30 km von der Grenze gegen Tongking. Der Handel mit Tongking beträgt etwa 300,000 Taels, der Fremdhandel 1901: 156,965 in Einfuhr, 7529 Taels in Ausfuhr.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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