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Lung disease bis Lungenbraten (Bd. 6, Sp. 846 bis 849)
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Artikelverweis Lung disease (engl., spr. löng dĭs-īs', »Lungenkrankheit«), s. Meyers White scour.
 
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Lunge (Pulmo), das Organ zur Luftatmung bei den Wirbeltieren. (Über die Lungen bei niedern Tieren s. Meyers Atmung, S. 53.) Sie entsteht beim Embryo aus einer unpaaren Ausbuchtung des Vorderdarms, die allmählich in zwei Lappen auswächst und mit dem Anfang des Darmes durch einen anfänglich kurzen, später sich verlängernden Kanal (Luftröhre) in Verbindung bleibt. Bei den Fischen wird sie durch die Meyers Schwimmblase (s. d.) vertreten, die bei den Lungenfischen auch zum Atmen dient. Eine echte L. findet sich erst bei den Amphibien, und zwar zumal bei den Larven noch im Verein mit Kiemen. Hier besteht sie ähnlich wie bei den Lurchfischen aus zwei einfachen, durch die Luftröhre mit Luft ansüllbaren Säcken, in deren Wandung sich zuführende Gefäße (Lungenarterien) für das der Atmung bedürftige Blut und abführende (Lungenvenen) für das mit Sauerstoff versehene Blut verzweigen. Zur Vergrößerung der Oberfläche dieser Säcke springen auf der Innenseite netzförmig angeordnete Falten vor. Bei vielen Reptilien zerfällt die L. in zahlreiche Abschnitte, von denen jeder durch einen Zweig der Luftröhre versorgt wird. Bei den Säugetieren ist diese Teilung in Lappen und Läppchen außerordentlich weit gediehen. Bei den Vögeln verlängern sich die Lungen weit in den Körper zwischen die Eingeweide hinein, haben aber an diesen Stellen eine sehr dünne Wand und dienen als sogen. Luftsäcke zur Erleichterung des Körpers beim Flug; sie erstrecken sich sogar bis in die Knochen.
   Die L. des Menschen (s. Tafel Meyers »Eingeweide I«, Fig. 1 u. 2) besteht aus zwei seitlichen Hälften, die in dem von den Rippen umschlossenen Brustraum liegen und das Herz zwischen sich aufnehmen. Beide Lungenhälften sind nicht ganz gleich gebaut, denn die linke ist an ihrer Innenfläche zur Bergung des Herzens tiefer ausgehöhlt, und die rechte zerfällt in drei, die linke nur in zwei größere Abteilungen, sogen. Lungenlappen. Das Volumen der rechten L. ist ungefähr um ein Zehntel größer als das der linken und beträgt im ganzen bei Luftleere 8001200, bei stärkster Anfüllung mit Luft dagegen bis 9500 ccm

[Bd. 6, Sp. 847]


Die Oberfläche ist mit dem glatten, dünnen Lungenfell (pleura pulmonalis) überzogen, das einen Teil des Meyers Brustfelles (s. d.) bildet. Das Gewebe der L. ist weich, knistert beim Druck und läßt beim Durchschneiden schaumiges (mit Luftbläschen gemengtes) Blut austreten. Junge, gesunde Lungen sind gleichmäßig rot; bei alten Leuten dagegen haben sie schwarze, stecknadelkopf- bis linsengroße Flecke und sehen daher rotgrau bis schwärzlich aus. Das Gewicht der L. bei mäßiger Füllung mit Blut beträgt 11,7 kg. Wenn sie mit Luft erfüllt ist, so ist ihr spezifisches Gewicht geringer als das des Wassers (0,340,74), sonst größer (1,041,06); frische Lungen von Embryonen oder totgebornen Kindern sinken daher, weil sie keine Luft enthalten, im Wasser zu Boden (s. Meyers Lungenprobe). In zahlreichen Krankheiten sind größere oder kleinere Stücke der L. vollständig luftleer. Der feinere Bau der L. ergibt sich aus der weit durchgeführten Zerlegung in feinste Läppchen von der der Gestalt kleiner Bläschen; in demselben Maß muß die Luftröhre sich in immer zahlreichere Zweige (Bronchien) teilen, an denen alsdann die Bläschen wie die Beeren einer Traube an ihren Stielen sitzen. In derselben Weise aber, wie sich die Luftwege der L. zu einem Baum gestalten, bildet sich aus der Arterie ein Gefäßbaum, der mittels seiner feinsten Haargefäße (Kapillaren) jedes Bläschen umspinnt und hier das Blut mit dem Sauerstoff der Luft in Berührung kommen läßt. Die Haargefäße vereinigen sich dann zu einem andern, venösen Gefäßbaum, der das sauerstoffreiche Blut aus den Lungen herausführt. Auch die Nerven, Lymphgefäße und die Gefäße zur Ernährung der L. selbst sind im wesentlichen baumförmig verzweigt. Im Vergleich mit diesen äußerst zahlreichen Gebilden, die sich vielfach kreuzen oder übereinander hinlaufen, ist das noch übrige Gewebe der L. sehr geringfügig und besteht nur aus Bindegewebsbalken und -Bälkchen zur Stütze der genannten Röhren. Von den zwei Endästen der Luftröhre, den Bronchen (bronchi, s. Tafel Meyers »Kehlkopf«, Fig. 8), teilt sich der rechte in drei, der linke in zwei Zweige für ebenso viele Hauptlappen der L. Die immer seiner werdenden Verzweigungen (Bronchien, bronchia) verlieren von den Bestandteilen ihrer Wandung die Knorpel und zum Teil auch die elastischen und Muskelfasern; sie sind innen von einer seinen Schleimhaut mit Flimmerzellen ausgekleidet und enden in Haufen von Bläschen (Lungenbläschen, Alveolen, alveoli pulmonales; vgl. Textfigur 1: a Bronchie, b einzelnes, c Hause von Bläschen). Diese selbst, etwa 0,2 mm groß, durch gegenseitigen Druck vieleckig und mit ihren Nachbarn durch Bindegewebe verbunden, haben auf ihrer Innenfläche eine sehr dünne Zellschicht, unter der sich die Kapillargefäße hinziehen. Fig. 2 zeigt in 2001acher Vergrößerung bei C den Aufbau dreier Lungenbläschen durch elastische Fasern ee. Das respiratorische Epithel a ist zum Teil gekörnelt. Bei A sieht man die Lungenkapillaren in Verbindung mit dem Epithel, welches allein die kaum wahrnehmbare Grenze zwischen Luft als äußerst dünne Kapillarwand bildet. B zeigt das engmoschige Kapillarnetz c, welches Lungenarterie l und Lungenvene v verbindet. Auf diese Weise ist der Gasaustausch zwischen Blut und der eingeatmeten Luft durch die beiden äußerst seinen Wandungen des Kapillargefäßes und des Lungenbläschens ermöglicht. Das Blut zur Ernährung der L. mittels der sogen. Bronchialarterien kommt aus dem großen Kreislauf (zum Teil aus der Aorta) und geht mittels der Bronchialvenen wieder zurück. Lymphgefäße und -Drüsen (Bronchialdrüsen) sind zahlreich. Die Nerven stammen aus dem sogen. Lungengeflecht und rühren vom Vagus und Sympathikus her; ersterer scheint den chemischen Prozessen in der L. und ihrer Empfindlichkeit vorzustehen, letzterer bei der Ernährung beteiligt zu sein. Die Empfindlichkeit des Lungengewebes ist so gering, daß selbst weit ausgedehnte Zerstörungen desselben ohne stärkern Schmerz stattfinden. Das oben erwähnte Flimmerepithel in den Luftwegen (L., Luftröhre, Kehlkopf) schafft durch das Schlagen seiner Wimpern in der Richtung von innen nach außen feinste Fremdkörperchen langsam wieder aus der L. fort. Die L. ist im Verhältnis zu den andern Organen des Körpers ungemein häufig Erkrankungen ausgesetzt. Am häufigsten treten die verschiedenen Formen der Lungenentzündung sowie Lungenschwindsucht auf, welch letztere mehr Opfer fordert als irgend eine andre Krankheit. Lungenemphysem bildet eine der gewöhnlichsten Ursachen des Asthmas, während krampfhafter Verschluß der feinern Luftröhrenäste das nervöse Asthma bedingt. Unter gewissen Verhältnissen entstehen Lungenabszesse und Lungenbrand, welch letzterer größere Teile des Lungengewebes zum Absterben bringt. Funktionsunfähig wird die L. auch, wenn die Lungenbläschen zusammenfallen und luftleer werden, oder wenn sie sich mit einer Flüssigkeit füllen, wie bei dem Lungenödem, das oft als direkte Todesursache auftritt. Einatmung von Staub bedingt schwere Schädigungen der L., auch wird sie von Krebs, Sarkom, Syphilis und Echinokokkus befallen. Vgl. Fränkel, Pathologie und Therapie der Krankheiten der Respirationsorgane, Bd. 1: Diagnostik und allgemeine Symptomatologie;

[Bd. 6, Sp. 848]


Bd. 2: Spezielle Pathologie und Therapie der Lungenkrankheiten (Wien 1890 und 1904); Garrè und Quincke, Grundriß der Lungenchirurgie (Jena 1903); Tendeloo, Studien über die Ursachen der Lungenkrankheiten (Wiesbad. 1902, 2 Tle.).
   Auch bei allen Haustierarten kommen Lungenkrankheiten vor. Eine ansteckende kruppöse Lungenentzündung ist die Brustseuche der Pferde und die Lungenseuche der Rinder. Von Infektionskrankheiten befallen die Lungen der Rotz bei Pferden, die Tuberkulose bei Rindern und Schweinen, die Schweineseuche, die Wildseuche. Die Hundestaupe hat häufig katarrhalische Lungenentzündung im Gefolge, ebenso die Druse eiterige Lungenentzündung bei Pferden. Eine mykotische Lungenentzündung (durch Schimmelpilze bedingt) kommt namentlich beim Geflügel, aber auch bei Säugetieren vor. Bei Wiederkäuern und Schweinen ist die L. sehr häufig Sitz tierischer Schmarotzer (s. Meyers Lungenwurmkrankheit und Meyers Echinokokkenkrankheit). Bei allen Tieren finden sich Geschwülste, auch bösartige, in der L. Katzen neigen zu jauchiger Lungenentzündung, die auch beim Pferde häufig nach gewaltsamem Eingeben flüssiger Arzneien entsteht, wobei das Pferd sich leicht verschluckt (Schluck- oder Fremdkörper-Pneumonie). Pferde erkranken infolge ihrer Tätigkeit (Erkältung) oft an katarrhalischer Lungenentzündung, die auch bei Ziegen häufig ist. Bei Rindern wird die L. oft bei der Herzbeutel-Zwerchfellentzündung in Mitleidenschaft gezogen. Chronische Veränderungen liegen der Lungendämpfigkeit der Pferde zugrunde (s. Meyers Dämpfigkeit).
 
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Lunge, Georg, Chemiker und Technolog, geb. 15. Sept. 1839 in Breslau, studierte daselbst und in Heidelberg und widmete sich dann der Technik. 1864 bis 1876 weilte er in England, anfangs als Chemiker einer Steinkohlenteer-Destillation, dann als Leiter einer großen Sodafabrik im Tynedistrikt. Die Bürgerschaft seines Wohnortes South-Shields wählte ihn in den Erziehungsrat, den Gemeinderat, zum Präsidenten der öffentlichen Bibliothek und zu andern Ehrenämtern. Auch war er einer der Begründer der Newcastler Chemischen Gesellschaft und Examinator für Chemie an der Universität Durham. 1876 wurde er auf den Lehrstuhl für technische Chemie am Polytechnikum in Zürich berufen. L. schrieb: »Die Destillation des Steinkohlenteers und die Verarbeitung der damit zusammenhängenden Nebenprodukte« (Braunschweig 1867); »Handbuch der Sodaindustrie und ihrer Nebenzweige« (das. 187980, 2 Bde.; 2. Aufl. 1893 bis 1896, 3 Bde.; Bd. 1 in 3. Aufl. 1903; auch engl. und franz. Übersetzung); »Die Industrie des Steinkohlenteers« (das. 1882; 4. Aufl. mit Köhler 1900, 2 Bde.); »Taschenbuch für Soda-, Pottasche- und Ammoniakfabrikation« (Berl. 1883, 3. Aufl. 1900); »Chemisch-technische Untersuchungsmethoden« (mit Adam, Barnstein, Beckert u. a., das. 18991900, 3 Bde.; 2. Aufl. 190005), eine Neubearbeitung (4. und 5. Aufl.) des Böckmannschen Werkes; »Zur Geschichte der Entstehung und Entwickelung der chemischen Industrien in der Schweiz« (Zürich 1901); »Technisch-chemische Analyse« (in der Sammlung Goschen, Leipz. 1904) u. a.
 
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Lungenabszeß, ein mit Eiter gefüllter Herd inmitten des Lungengewebes, entsteht durch eiterige Einschmelzung desselben bei gewöhnlicher Lungenentzündung (selten), bei Influenzaerkrankung der Lunge, ferner durch zufällig in die Lunge gelangte und hier eiterige Entzündung erregende Fremdkörper (z. B. Speiseteile, künstliche Zähne etc.). Am häufigsten ist der embolische (metastatische) L., der durch Einschleppung von bakterienhaltigen Teilchen aus entfernten Eiterherden entsteht und oft in großer Zahl auftritt. Diese Form ist daher eine häufige Komplikation schwerer Eiterfieber (bei Wochenbettfieber, bösartiger Herzklappenentzündung, bei infizierten Wunden). Bei diesen metastatischen Abszessen führt meist schon das Grundleiden an sich zum Tode. Der L. wird erkannt hauptsächlich an der reichlichen Entleerung rein eiterigen Auswurfes, der meist Gewebssetzen und elastische Fasern aus zerfallenem Lungengewebe enthält. Dabei besteht hohes Fieber. Die Heilung der Lungenabszesse kann durch Eindickung und nachfolgende Aufsaugung, durch Verkalkung, oder durch Durchbrechen des Abszesses in einen Luftröhrenaft und Entleerung in diesen mit nachfolgender Narbenbildung im Lungengewebe, oder schließlich, namentlich bei oberflächlich liegenden Abszessen, durch Operation und Entleerung nach außen erfolgen.
 
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Lungenapoplexie, soviel wie Meyers Lungenschlag (s. d.).
 
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Lungenatelektasīe (griech.), ein Zustand des Lungengewebes, bei dem die Lungenbläschen zusammengefallen und luftleer sind. Die L. kann eine Fortdauer des Fötalzustandes der Lungen sein, von der Geburt an datieren und ihre Ursache in den Umständen haben, die den Eintritt der Luft in die Lungenbläschen der Neugebornen hinderten, wie z. B. zu kraftlose Einatmung, große Lebensschwäche des Kindes, oder sie kann später erworben sein, wenn bei kraftlosen Kindern oder sehr heruntergekommenen Kranken einzelne Lungenabschnitte lange Zeit hindurch bei der Atmung nicht ausgedehnt werden. Besteht die L. lange, so veröden die befallenen Partien; ist ihr Gebiet ein beschränktes, so kann das Leben fortbestehen. Die L. ist nicht in allen Fällen sicher zu erkennen; man vermutet sie, wenn ein neugebornes Kind oberflächlich atmet, eine schwache und klanglose Stimme, ein blasses, manchmal bläuliches Gesicht hat, und wenn es schlecht saugt. Die naturgemäße Hilfe besteht in künstlicher Anregung des Kindes zum kräftigen Einatmen, z. B. auf reflektorischem Wege durch sanfte Schläge auf die Hinterbacken, durch Schwenken des Körpers, Bespritzen des Brustkorbes mit kaltem Wasser, Auswischen des Schleimes aus dem Munde. Die Kompressionsatelektasie entsteht durch Druck auf die Lunge, am häufigsten veranlaßt durch Flüssigkeit im Brustfellsack oder im Herzbeutel, durch Verkrümmung der Wirbelsäule oder Geschwülste im Brustkorb, durch Herausdrängen des Zwerchfelles infolge großer Unterleibsgeschwülste oder Bauchwassersucht. Der Einfluß namentlich größerer, durch Kompression atelektatischer Lungenpartien auf den Organismus ist ungemein nachteilig wegen der Behinderung des Blutumlaufs in den Lungen; es tritt Stauung im rechten Herzen, im gesamten Venensystem und den gesunden Lungenpartien ein, so daß es schließlich sogar zu Lungenödem (s. d.) kommen kann. Die Behandlung der Kompressionsatelektasie hat vor allen Dingen gegen die veranlassenden Momente vorzugehen.
 
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Lungenbläschen, s. Meyers Lunge, S. 847.
 
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Lungenblume, s. Gentiana.
 
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Lungenblutung, s. Meyers Bluthusten.
 
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Lungenbrand (Gangraena pulmonum), brandiges Absterben einzelner Partien der Lunge unter Fäulniserscheinungen. In kleinern umschriebenen oder in größern, oft einen ganzen Lungenlappen durchsetzenden Herden verwandelt sich das Lungengewebe in eine schwärzlichgrüne, morsche, stinkende Masse. Diese erweicht und wird flüssig, einzelne festere

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Gewebsteile werden in Fetzen abgestoßen. Gewöhnlich findet diese Brandmasse ihren Weg in benachbarte Bronchien und wird so durch Husten entleert, worauf sie eine mit brandigen Wandungen umgebene Höhle hinterläßt. Die Ursachen des Lungenbrandes bilden entweder 1) von außen durch die Luftröhrenzweige in die Lunge gelangende faulige Fremdkörper, wie namentlich Speisereste, die beim Verschlucken, z. B. infolge von Wunden in der Mundhöhle, oder bei künstlichem Füttern Geisteskranker sehr häufig diesen Weg nehmen, oder 2) Entzündungsherde der Lunge, die durch Fäulniskeime nachträglich angesteckt werden, z. B. bei bestehender fauliger (putrider) Bronchitis, oder 3) faulige Partikeln, die durch den Blutstrom in die Lunge geschleppt werden (s. Embolie). Die Symptome des Lungenbrandes sind der charakteristische, oft unerträgliche aashafte Geruch der ausgeatmeten Luft und der ausgehusteten Stoffe, die Fäulnisorganismen, Zellenreste, elastische Gewebsfasern und oft lange Fettsäurenadeln (Margarinkristalle) unter dem Mikroskop erkennen lassen. Daneben bestehen große Hinfälligkeit, verfallenes Aussehen, sehr beschleunigter, aber schwacher Puls, kalte Gliedmaßen, trockne Zunge, Delirien etc. Der L. verläuft in der Regel als akutes Übel. In günstigen Fällen führt eine den Brandherd umgebende Entzündung zu Abstoßung und Entleerung der brandigen Teile mit nachfolgender Vernarbung und Heilung (Demarkation wie beim Brand, s. d., S. 312, 1. Spalte). Doch ist dies ein seltener Fall. Meist greift der faulige Zerfall immer weiter um sich, und es erfolgt der Tod. Die Behandlung hat für kräftige Kost und reine Luft zu sorgen. Daneben ist Einatmung desinfizierender Dämpfe (von Terpentinöl) zweckmäßig. In sehr seltenen, besonders günstigen Fällen kann chirurgische Eröffnung des Brandherdes mit Aussicht auf Erfolg versucht werden.
 
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Lungenbraten, in südlichen und östlichen Teilen Deutschlands Bezeichnung für die unter der Lendenwirbelsäule gelegenen Muskeln, soviel wie Filet.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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