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Lullius Versuch bis Lumbālneuralgīe (Bd. 6, Sp. 839 bis 840)
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Artikelverweis Lullius Versuch (spr. lülängs). Bringt man ein Kartenblatt zwischen die Spitzen eines Ausladers, die sich nicht direkt gegenüberstehen, sondern in ca. im Abstand, so wird das Kartenblatt stets an der negativen Spitze durchbrochen.
 
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Lullische Kunst und Lullisten, s. Meyers Lullus 1).
 
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Lullus, 1) Raimundus (Ramon Lull), einer der seltsamsten Weltverbesserer des 13. Jahrh., geb. 1234 in Palma auf der Insel Mallorca, gest. 1315, führte anfangs ein wüstes, seit 1266 ein asketisches Leben und erfand eine seiner Meinung nach unfehlbare Kunst, andre durch Beweise und Gründe zur Einsicht der Wahrheit zu zwingen, von der er zunächst bei Juden und Mohammedanern zugunsten des Christentums Gebrauch zu machen gedachte. Zu diesem Zweck begab er sich seit 1291 dreimal nach Afrika, fand aber jedesmal üble Aufnahme und erlitt Mißhandlungen, anderen Folgen er starb. Die Ars magna Lulli oder Lullische Kunst, die später von Bruno, Athanasius Kircher u. a. wieder aufgenommen, ja selbst von Leibniz (in seiner »Universalwissenschaft«) dem Prinzip nach gebilligt wurde, bestand in einer mechanischen Methode, durch systematische Kombination der allgemeinsten Grundbegriffe (der Aristotelischen Kategorien und scholastischen Postprädikamente) unfehlbare Lösungen aller wissenschaftlichen Aufgaben zu finden. Zu diesem Zweck hatte L. eine eigne Maschine konstruiert und sein System mit der orientalischen Kabbala in Zusammenhang gebracht. Eine ausführliche Darstellung der lullischen Logik findet sich in Prantls »Geschichte der Logik«, Bd. 3, 18. Abschnitt (Leipz. 1867). Eine kritische Gesamtausgabe seiner Werke ist von Rossello (Palma 18861901) besorgt worden, der auch L.' »Obras rimadas« (das. 1859) herausgegeben hat. Die von Salzinger veröffentlichten »Opera omnia« (Mainz 172142, 10 Bde.) enthalten den größten Teil der Schriften. Seine Anhänger, die Lullisten, pflanzten Religionsschwärmerei und den Glauben an Alchimie längere Zeit fort. Vgl. Helfferich, R. Lull und die Anfänge der katalonischen Literatur (Berl. 1858); J. de Paula Canalejas, Las doctrinas del Doctor R. Lullo (Madr. 1870); Brambach, Des Raimundus L. Leben und Werke in Bildern des 14. Jahrhunderts (Karlsr. 1893); Barber, Raymond Lull (Lond. 1903).
   2) Heiliger, s. Meyers Lul.
 
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Lully (spr. lülli), Giovanni Battista, franz. Komponist, geb. 1633 in Florenz, gest. 22. März 1687 in Paris, kam als Küchenjunge an den Pariser Hof, wurde, als sein Musiktalent sich zeigte, Musikpage und bald Mitglied der »24 violons de Roi«, 1652 deren Dirigent und daneben noch Chef der neuerrichteten »16 petits violons« und schon 1653 Hofkomponist. Die Kompositionen Lullys für dies königliche Orchester (das bald Nachahmung fand, zuerst in London) bilden den Ausgangspunkt einer wirklichen, von der Kammermusik sich unterscheidenden Orchestermusik, und die »Lullysche Manier« wurde schnell ein neues Stilprinzip, indem die Ouvertüren und Tanzstücke der Ballettopern Lullys, zu Suiten zusammengestellt, auch außerhalb der Bühne gespielt wurden, was besonders in Deutschland die fast ein Jahrhundert gepflegte Form der »französischen Ouvertüre« (Orchestersuite) in Aufnahme brachte. Als, angeregt durch einzelne Aufführungen italienischer Opern (seit 1641), sich die ersten Anfänge einer französischen Oper zu entwickeln anfingen (vgl. Cambert), gelang es L. der bereits für Cavallis »Xerxes« (1660) u. »Ercole amante« (1662) Balletteinlagen für Paris komponiert hatte, durchzusetzen, daß das 1669 Perrin und Cambert verliehene Patent für Opernaufführungen 1672 ihm übertragen wurde,

[Bd. 6, Sp. 840]


da er bereits zum Rang eines königlichen Musik-Oberintendanten aufgestiegen war. So trat er an Camberts Stelle als Schöpfer einer nationalen französischen Oper, die sich von der italienischen nicht nur durch die Rolle unterschied, die in ihr das Ballett und der Chor spielte, sondern auch durch das starke Überwiegen des rhythmischen Elements über das melodische. Lullys Opern, unter denen die bedeutendsten »Alceste« (1674), »Thésée« (1675), »Atys« (1676), »Phaeton« (1683), »Roland« (1685), »Armide« (1686), erhielten sich auf dem Repertoire bis zum Auftreten Glucks. Einen bedeutenden Anteil an Lullys Erfolgen hatten hie vortrefflichen Textdichtungen Quinaults. Die Mehrzahl seiner Opern erschien in neuer Ausgabe in den »Chefs-d'œuvre classiques de l'opéra français« (Leipz.), die »Armide« auch in Eitners »Publikationen«. Vgl. Nuitter und Thoinan, Les origines de l'opéra français (Par. 1886) und E. Radet, Lully homme d'affaires, propriétaire et musicien (Par. 1891).
 
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Lulongo, linker Nebenfluß des Meyers Kongo (s. d., S. 369), bis Basankussu schiffbar.
 
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Lulua, rechtsseitiger Nebenfluß des Meyers Kassai (s. d.), entspringt westlich vom Sankuru; zuerst nach N., dann nach NW. fließend, mit einem Gefälle ähnlich dem des Kassai, nimmt er rechts Luischi, Luisa, Kal landji und Kaserigi auf und wird bei Luluaburg (1884 von Wissmann angelegt, 1886 erweitert) für Boote und hinter dem Luebo (links) für Dampfer schiffbar. Landschaftlich sehr schön, bildet er mächtige Wasserfälle und viele Schnellen, Inseln gliedern oft den Fluß.
 
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Lulworth Castle (spr. löllwörth kaßl), Schloß beim Dorf East Lulworth in der engl. Grafschaft Durham, 9 km südwestlich von Wareham, 1588 von Lord Blindon angelegt, 1644 von den Parlamentstruppen erobert, diente 1830 Karl X. von Frankreich eine Zeitlang als Wohnsitz.
 
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Lumachelle (Lumaquelle, franz., spr. lümaschäl',-käl', Lumachellemarmor), soviel wie Muschelmarmor, s. Meyers Marmor.
 
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Lumamyrte, s. Meyers Myrtus.
 
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Lumbāgo (lat.), s. Meyers Hexenschuß. L. der Pferde, soviel wie Hämoglobinämie (s. d.).
 
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Lumbālneuralgīe, Nervenschmerz im Gebiete der Lendennerven.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
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87) Karl
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