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Lukatz bis Luktuös (Bd. 6, Sp. 838)
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Artikelverweis Lukatz, Dorf im preuß. Regbez. Bromberg, Kreis Filchne, an der Drage und unweit der Netze, hat 2 evang. Kirchen, eine Stärke- und Sirupfabrik und (1900) 2892 Einw.
 
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Lukenkarbe, soviel wie Lukfüll, s. Meyers Luk.
 
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Lukenstringer, wagerecht gelegte Plattenstreifen zur Einfassung eines Luks (s. Meyers Luk).
 
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Lukiānos, 1) ausgezeichneter griech. Schriftsteller und eklektischer Philosoph, geb. um 125 n. Chr. zu Samosata in der syrischen Provinz Kommagene, gest. um 180, widmete sich zu Antiochia rhetorischen Studien und erwarb sich an verschiedenen Orten als Sachwalter ein so bedeutendes Vermögen (das er im Alter wieder verlor), daß er sein übriges Leben meist zu Athen in Unabhängigkeit als Schriftsteller zubringen konnte. In seinen sonst durchweg in dialogischer Form verfaßten satirischen Schriften, die ihm den Namen des »griechischen Voltaire« verschafft haben, und deren mehr als 80 (obschon nicht alle echt) erhalten sind, erscheint er als Feind der Populärmythologie und des traditionellen Kultus, der theoretischen Philosophie und des unwürdigen Lebens der damaligen Philosophen; ferner als sarkastischer Kritiker des Aberglaubens und der mystischen Schwärmerei seiner Zeit, der Ausartungen in der Literatur, in der Erziehung wie in den Sitten. Seine Richtung ging auf das Praktische, so daß er Neigung zu den Kynikern, später zu den Epikureern zeigte. Die Editio princeps seiner Werke erschien Florenz 1496. Spätere Ausgaben lieferten unter andern: Jacobitz (Leipz. 183641, 4 Bde.; Textausgabe 185254, 3 Bde.; Auswahl 1862 ff.), Dindorf (Par. 1840; kleinere Ausg., Leipz. 185859, 3 Bde.), Bekker (das. 1853, 2 Bde.), Fritzsche (Rost. 186082, Bd. 13) und Sommerbrodt (Berl. 188899, 3 Bde.; Auswahl, 3. Aufl., das. 1893). Von deutschen Übersetzungen sind die von Wieland (Leipz. 178891, 6 Bde.), Pauly (Stuttg. 182732, 15 Bde.; Auswahl von Teuffel, das. 1854) und Fischer (2. Aufl., Berl. 1884 ff.) zu erwähnen. Vgl. Jacob, Charakteristik Lucians von Samosata (Hamb. 1832); K. F. Hermann, Charakteristik Lucians (in den »Gesammelten Abhandlungen«, Götting. 1849); J. Bernays, Lucian und die Kyniker (Berl. 1879); Croiset, Essai sur la vie et les œuvres de Lucien (Par. 1882).
   2) Altkirchlicher Schriftsteller, vielleicht gebürtig aus Samosata, Presbyter in Antiochien, trat wahrscheinlich nach der Absetzung des Bischofs Paulus (s. Paulus von Samosata) aus der großkirchlichen Gemeinschaft aus, blieb aber das einflußreiche Haupt einer großen theologischen Schule. Am 7. Jan. 312 ward er zu Nikomedien Märtyrer. Die von ihm hergestellte Rezension der Septuaginta (s. d.) war in den Kirchen von Antiochien bis Konstantinopel als die maßgebende anerkannt.
 
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Lukmanĭer (ital. Lucomagno, soviel wie »großer Wald«, früher St. Barnabasberg), ein Paß der Graubündner Alpen (1917 m), benutzt die zwischen Pizzo Rondadura und Scopi befindliche Einsenkung und verbindet so das graubündnerische Val Medels mit dem tessinischen Val Blenio (s. Meyers Brenno), also Bodensee mit Lago Maggiore. Schon zu Anfang des 8. Jahrh. zogen wiederholt karolingische Fürsten mit Heerhaufen über den Paß, und im Mittelalter war er einer der besuchtesten Alpenübergänge. Bereits 1838 wurde er für eine Alpenbahn in Aussicht genommen; der St. Gotthard und der Simplon haben ihm jedoch den Vorrang abgelaufen. Doch besitzt der L. seit 1877 eine 38,3 km lange Fahrstraße von Disentis (1150 m) nach Olivone (893 m). Von Platta (1380 m) im Val Medels aus über Perdatsch, wo sich der Rhein in eine 30 m tiefe Schlucht stürzt, gelangt man zu den Hospizen St. Gion und St. Gall, wo bereits fast alle Vegetation erstorben ist. Weiter hinauf steht auf der magern Matte Prausak das Hospiz Santa Maria (1842 m), und hier beginnt die eigentliche Bergroute. Auf der Paßhöhe des L. bezeichnet ein Kreuz die Grenze zwischen den Kantonen Graubünden und Tessin. Der Übergang ist ein rauhes Hochplateau. Dann führt der Weg steil zum Zuratal, dem obersten Teil des Camperiotals, hinab, an den Hospizen Casaccia und Campo vorbei nach Olivone und endlich nach Biasca (287 m), wo man das Haupttal und damit die Gotthardbahn erreicht.
 
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Lukojanow, Kreisstadt im russ. Gouv. Nishnij Nowgorod, an einem Zweig der Eisenbahn Moskau-Kasan, hat 2 Kirchen und (1897) 2113 Einw. Der waldreiche Kreis ist dadurch merkwürdig, daß die Bauern dorfweise eine und dieselbe Hausindustrie betreiben. So werden in 26 Dörfern Ragosh (Bastmatten) geflochten, die zu Kulls (Kornsäcken) zusammengenäht werden; 6 Dörfer fertigen Räder, 4 Bauernkleider, 4 Schlitten, andre Eimer, Weberkämme, Holzlöffel, Stricke, eiserne Nägel, Beile u. dgl.; noch andre Dörfer werden nur von Kohlenbrennern, Erdarbeitern etc. bewohnt.
 
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Luków, Kreisstadt im russisch-poln. Gouv. Sjedlez, Knotenpunkt der Weichselbahnen, mit Schloß, Piaristenkollegium und (1900) 10,352 Einw. Im Kreis (zu Njedswädki) befindet sich eine vorzügliche Käsefabrik.
 
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Lukratīv (lat.), gewinnbringend; lukrieren, gewinnen, einen Gewinn bei etwas machen.
 
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Luksor (Luxor), Kreisstadt im Distrikt Kus der ägypt. Provinz (Mudirieh) Keneh, am rechten Nilufer, Dampfschiffstation, Sitz eines deutschen Konsularagenten, mit (1897) 7018 Einw. (etwa 2500 Kopten; die Gemeinde L. zählt 10,638 Einw.). L. nimmt mit Karnak, Medinet Abu und Kurnah die Stelle des alten Theben ein und ist berühmt durch seinen 260 m langen Ammontempel, begonnen unter Amenhotep III. (Memnon) aus der 18. Dynastie, vollendet unter Ramses II. aus der 19. Dynastie, seit 1885 durch die ägyptische Regierung von Anbauten befreit. Der Hauptpylon, obwohl tief im Schutt, ist immer noch 18 m hoch; davor stehen zwei verstümmelte Kolossalfiguren Ramses' II., bis an die Schultern in Schutt versunken, aber immer noch 6 m hoch. (S. Tafel Meyers »Architektur I«, Fig. 4, 5.) Von den beiden Obelisken vor diesen Statuen ziert der kleinere (22,8 m), 1831 nach Paris gebracht, die Place de la Concorde. Vgl. Gayet, Le temple de Louxor (Heft 1, Par. 1894).
 
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Lukfüllen, s. Meyers Luk.
 
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Luktuös (lat.), trauervoll, kläglich.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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